SPECIAL: Alles über den Nubert nuLine 334 Dreiwege-Standlautsprecher

Schon in wenigen Wochen wird der Test zur nuLine 334 aus dem Hause nubert erfolgen. Schon jetzt möchten wir die Dreiwege-Bassreflex-Box in einem Special in allen Einzelheiten präsentieren und beginnen mit einem sehr wichtigen Kaufkriterium: Dem Preis. Pro Stück 1.255 EUR werden fürs Flaggschiff der nuLine-Serie fällig. Die nuLine 334 ist mit Füßen 123,5 cm hoch, 27,5 cm breit und mit Gitter 41,5 cm tief. Das Gewicht von 36,5 kg jeder Box dokumentiert den Materialaufwand.

Farbauswahl

Der Kunde hat die Wahl zwischen weißem oder schwarzem Mehrschichtlack, hinzu kommt als dritte Variante das Echtholzfurnier Nussbaum. Sehr schön ist, dass alle nuLine 334 Farbvarianten derzeit lieferbar sind. Wer also nun Interesse an der nuLine 334 bekommen hat, kann direkt bei Nubert ordern. 

nuLine 334-Setup auf der High End Swiss 2019

Die Nubert nuLine 334 konnten wir natürlich auch schon in Natura bewundern, so z.B. auf der High End Swiss vergangenes Jahr. Dort spielte das schwäbische Lautsprecher-Paar am Hightech-Stereoverstärker NAD M10, was sehr gut funktionierte: Denn wir kennen die exzellenten Eigenschaften des M10 genau aus unserem damaligen Test.

NAD M10 im Einsatz bei Nubert auf der High End Swiss

M10 in unserer Redaktion

Er verfügt über ausgezeichnete Leistungsreserven und einen klaren, detailreichen Klang. Ideale Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit der nuLine 334. Daher war es kaum verwunderlich, dass dieses Zusammenspiel für einen kräftigen, lebendigen und zugleich kultivierten Klang sorgen kann. Auch bei gehobenem Pegel büßt diese Kombination nichts von ihrer akustischen Souveränität ein. Man sollte aber beachten, die nuLine 334 nicht direkt an die Wand des Hörraums zu stellen, da sich die beiden Bassreflex-Öffnungen hinten befinden. Mindestens 30 cm Abstand sollte man den Boxen schön zur Verfügung stellen. Dank einer Nennbelastbarkeit von satten 380 Watt und einer kurzzeitigen Musikbelastbarkeit von 500 Watt arbeitet die nuLine 334 auch mit sehr leistungsfähigen Verstärkern zusammen. 

In schwarzem Mehrschichtlack

Die nuLine 334 hat eine aus der nuVero-Baureihe übernommene Filteroptimierung des Dreiwege-Arbeitsprinzips. Was soll diese bezwecken? Im kritischen Mittenbereich soll die akustische Reinheit hörbar gesteigert werden, gleichzeitig soll der Vorteil eines gleichmäßigeren horizontalen Abstrahlverhaltens genutzt werden. 

Die Verarbeitungsqualität ist exzellent - die in schwarzem Mehrschichtlack gehaltenen nuLine 334 erfreuten unser Auge mit einer hervorragenden Oberflächenqualität. Die Chassis auf der Schallwand präsentierten sich exakt eingepasst.Was man nicht sehen kann, ist, dass das solide Gehäuse aus 19 bis 38 mm starkem MDF-Material besteht. Dadurch wird der Eigenklang des Gehäuses auf ein Minimum reduziert. Das Gehäuse wird überdies nicht in Fernost, sondern bei einem deutschen Experten für Tonmöbel produziert. Exakt berechnete Innenversteifungen und Dämmelemente dokumentieren die Sorgfalt im Detail. Der Mitteltöner arbeitet in einem eigenen, klanglich präzise abgestimmten Innengehäuse, um gegenseitige Beeinflussungen mit den anderen Chassis zu vermeiden. Für soliden Stand sorgt der hochwertige Standfuss.

Aufwändige Treiberbestückung

Beim Hochtöner ist anzumerken, dass dieser asymmetrisch ausgeführt ist und es dadurch tatsächlich eine linke und eine rechte nuLine 334 gibt. Der nuOva-Hochtöner verfügt über eine optimierte Schallführung und eine aufwändig bedämpfte rückseitige Volumenkammer. Die Schallfront ist akustisch perfektioniert und erlaubt es, die Distanz-Unterschiede der Kalotte zu den Kanten des Gehäuses gegenüber den früheren asymmetrischen Nubert-Hochtönern weiter zu vergrößern. Störende Kantendispersionen in axialer Richtung verringern sich dadurch.

Kantendispersion treten bei Frequenzen auf, deren Wellenlänge der halben Breite der Schallwand (oder weniger) entsprechen. Hier kann es durch die Konstruktionsweise der Box (die über einen eigenen Korpus verfügt und nicht (Sonderfall inWall Lautsprecher) passend in eine Wand eingelassen wird) zu "Störfrequenzen" kommen, die sich dann mit dem direkten Schall vermischen, der eigentlich für ein reines Klangbild zuständig ist. 

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Der Mitteltöner der nLine 334 ist mit einer Flachmembran ausgestattet. Durch entsprechende Detailarbeit an Flachmembranen mit Bienenwaben-Struktur  konnten die sonst bei Flachmembranen störenden Eigenresonanzen stufenweise in höhere Frequenzbereiche verschoben werden. In diesen Frequenzbereichen arbeitet dann der Hochtöner, somit sind die potentiellen Störenfriede in ein Spektrum außerhalb des Arbeitsbereiches verlagert worden. Im Unterschied zu herkömmlichen Konuslautsprechern ist bei einer Flachmembran bündig mit der Schallwand und ist in der Lage, eine besonders gut funktionierende Umgebung für den Hochtöner zu schaffen. Das begünstigt ein tadelloses Abstrahlverhalten.

nuLine 334 mit sehr leistungsstarken Basstreibern 

Für den Bassbereich - der bei der nuLine 334 sehr nachdrücklich und kontrolliert agiert, sind gleich drei parallel geschaltete 18 cm Tieftonchassis verantwortlich. Die langlebigen Chassis greifen auf ein starkes Magnetsystem zurück. Insgesamt, so Nubert, garantieren die drei Basstreiber ein erstklassiges Verhältnis aus großem Membranhub, maximalem Tiefgang und einem hohen Wirkungsgrad (im Falle der nuLine 334 sind das ordentliche 86 dB/1W/1m).

Rückseite

Letzterer sorgt dafür, dass auch Verstärker, die nicht extrem leistungsstark sind, mit der nuLine 334 zusammen verwendet werden können. Bis maximal 30 Millimeter können diese belastbaren Basschassis maximal auslenken. Nubert erklärt, dass die sechs Tieftöner eines Paares nuLine 334 zusammen der Membranfläche eines stattlichen Subwoofers entspricht. Dies begründet die enormen tieffrequenten Fähigkeiten der nLine 334. Eine untere Grenzfrequenz von 30 Hz (-3dB) beziehungsweise von 36 Hz (bei wandnaher Aufstellung und reduziertem Basspegel, siehe unten) ist exzellent. 

Frequenzweiche

Kennzeichnend für Nubert-Boxen schon seit Jahrzehnten ist eine aufwändig konstruierte und mit langzeitstabilen Bauteilen bestückte Frequenzweiche. Diese ist zudem mit Hilfe von selbstrückstellenden Sicherungen gegen Überlastung geschützt - nicht nur die Weiche, auch die Chassis, dies sei noch angemerkt. Clevere Kompenstationschaltungen geben der Weiche das letzte Detail an akustischem Feinschliff. Insgesamt besteht die Frequenzweiche aus 52 ausgesuchten Bauteilen. Nubert setzt z.B. auf langzeitstabile Folienkondensatoren mit enger Toleranz für den Mittel- und Hochtonbereich. Die tiefe Trennfrequenz von 2,2 kHz begreift den Flachmembran-Mitteltöner von höheren Frequenzen und sorgt mit dafür, dass die weiter oben angesprochene Verschiebung von Eigenresonanzen in einen Bereich ermöglicht, in dem der MItteltöner kaum noch arbeitet.

Terminal hinten

Auch typisch ist das hochwertige Bi-Wiring-Anschlussterminal mit zwei Schaltern. Der obere Schalter erlaubt eine Anpassung des Hochtonbereiches in drei Stufen: sanft, neutral oder brillant. In akustisch lebendigen Räumen (wenig Möbel, Granit- oder Marmorboden, große Fensterfronten) empfiehlt sich eher "sanft", in akustisch eher toten Räumen (z.B. mit dicken Tapeten, flauschigen Teppichen und vielen Möbeln) eher "brillant". Für alles, was dazwischen liegt, ist "neutral" die beste Option. Ein weiterer Klangwahlschalter ist für ein Absenken des Basspegels vorgesehen. Wichtig ist die Absenkung dann, wenn man die nuLine 334 nur in der Raumecke beziehungsweise nah an der Wand platzieren kann. Um dann negative Einwirkungen durch die beiden rückwärtigen Bassreflexöffnungen zu reduzieren - das heißt, einer unkontrollierten Überhöhung des Bassspegels wird vorgebeugt. Da man die Bsssreflexrohre auch einzelne verschließen kann, ergeben sich aus den unterschiedlichen Varianten insgesamt 6 Möglichkeiten. 

Fazit

Akustisch und optisch durchaus beeindruckend: Nubert nuLine 334

Die Nubert nuLine 334 ist ein würdiges Flaggschiff, das uns schon beim ersten Kennenlernen gefallen hat. Mehr Klangeindrücke gibt es bald im finalen Test.

Special: Carsten Rampacher 
Datum: 23. April 2020

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