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ARD setzt weiterhin auf SD-Abschaltung 2020

Die ARD hat bereits im Frühjahr 2018 ihren Vertrag mit dem Satellitenbetreiber SES zur Ausstrahlung ihrer TV-Programme in SD-Auflösung via Astra 19,2° Ost lediglich bis Mitte 2020 verlängert und hält an den Plänen zur reinen HDTV-Ausstrahlung weiterhin fest.

Im Rahmen der ANGA COM in Köln erklärte WDR-Technikdirektor Wolfgang Wagner, dass bereits 80% der Satelliten-Nutzer die Programme in HDTV empfangen würden und daher mit einer SD-Abschaltung im 2. Halbjahr 2020 zu rechnen sei. Beim ZDF ist man etwas vorsichtiger in Anbetracht von Millionen Haushalten mit SD-Empfang und Nutzer von Gemeinschaftsanlagen, für die eine Umrüstung erforderlich wäre.

Allerdings macht die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) Druck und will den Öffentlich-Rechtlichen Sendern keinen zusätzlichen Finanzbedarf für die SD-Satellitenausstrahlung via Astra 19.2° ab der zweiten Jahreshälfte 2020 zugestehen. Auch ein Ultra HD-Angebot von ARD & ZDF setzt zunächst eine SD-Abschaltung voraus.

Die Privatsender wollen sich noch auf keinen Zeitpunkt zur SD-Abschaltung festlegen und sind obendrein noch bis 2022 aufgrund einer kartellrechtlichen Regelung zur SD-Ausstrahlung verpflichtet. Die Verschlüsselung und die damit verbundenen Kosten für den Empfang der privaten HDTV-Sender halten viele TV-Zuschauer bislang davon ab, auf den SD-Empfang zur verzichten: Auf der ANGA COM war die Rede von gerade einmal 20% HD-Nutzung bei den Privatsendern. Bislang hat auch noch keiner der großen Privatsender sich dazu entschlossen, auf die Verschlüsselung zugunsten einer größeren Reichweite der HDTV-Programme zu verzichten.

 

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