XXL-TEST: Philips 65 Zoll Ultra HD-TV 65PUS7601 – Philips zurück an der Spitze

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Auf der CES 2017 wurden bereits wieder neue TVs des Modelljahrgangs 2017 vorgestellt. Das Rad dreht sich demnach immer weiter – trotzdem widmen wir uns natürlich auch noch Ultra HD-TVs, die erst relativ spät im vergangenen Jahr in den Handel gelangten. Dazu gehört der Android-Ultra HD-Smart TV Philips 65PUS7601, der für 2.999 EUR mit blitzschnellem Quad Core-Prozessor und zweiseitiger Fernbedienung im stark nachgefragten 65 Zoll-Format antritt. 

Aktuell läuft der elegante Ambilight-Fernseher noch unter Android Lollipop 5.1. Philips hat das Update auf Marshmellow 6.0 aber bereits fest im Visier und wird den Termin für die Veröffentlichung dann entsprechend bekannt geben. Gar nichts bekannt gegeben wird zum Thema 3D – dieses Feature ist beim 65PUS7601 nicht mehr an Bord. 

Optisch gefällt der 65PUS7601 ohne Abstriche. Er sieht an der Wand – wir haben ihn per separat erhältlicher Wandhalterung befestigt – ebenso gut aus wie auf dem Standfuß. 

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Hier sieht man das Standfuß-System des PUS7601

Der Rahmen ist extrem schmal, die Materialqualität ist sehr gut. Die titanfarbene Ausführung gefällt ohne Zweifel. Demnach ein schicker Flachbildschirm, der sich auch im Designer-Wohnzimmer blendend macht. 

Der 65PUS7601 erzielt eine maximale Bildhelligkeit von 700 Nits und liegt damit unter verschiedenen Konkurrenten, die teilweise mehr als 1.000 Nits schaffen. Samsung z.B. legt die Messlatte für 2017 sogar auf bis zu 1.500 Nit hoch, und selbst die Spitzen-Devices unter den als zu dunkel verschrienen OLED-TVs wie der Panasonic 65EZW1004 liegen mit 800 Nit über dem Philips-Wert.

Das müssen wir aber entsprechend kommentieren, denn laut Philips standen bestimmte Schwerpunkte bei der Anpassung des Displays im Fokus. Der 65PUS7601 ist ein Direct LED-LCD-TV und kein Edge LED-LCD-TV. Demnach sind die Voraussetzungen für einen sehr guten Schwarzwert geschaffen. Auch andere Hersteller bieten in den Top-Modellen Direct LED Backlight an. Trotzdem sehen wir immer noch Inhomogenitäten/Halos in dunklen/schwarzen Sequenzen, das sind Helligkeits-Flecken, die die Homogenität des Bildes stören. Genau diesem Phänomen möchte Philips beim 65PUS7601 zu Leibe rücken. Lieber, so Philips, hält man sich beim Thema „maximale Helligkeit“ zurück, schmälert so den maximal möglichen „HDR-Effekt“ etwas und widmet sich dafür einem homogenen Bildeindruck mit deutlicher Reduzierung von störenden Inhomogenitäten bei der Bildhelligkeit. Später im Testbetrieb wird sich herausstellen, ob diese Mission der Philips/TP Vision-Entwickler erfolgreich war. 

Nochmals kurz zum Thema HDR. Der 65PUS7601 unterstützt, wie die meisten Konkurrenten, HDR10, nicht aber Dolby Vision. HDR10 funktioniert bei Amazon Video und bei Netflix sowie natürlich bei Content, der von Ultra HD Blu-ray zugespielt wird. In Kürze wird HDR, so Philips, auch bei YouTube unterstützt. 

Philips hebt hervor, dass sich der 65PUS7601 dank ausreichend Rechenleistung in jeder Betriebssituation hinsichtlich der Arbeitsgeschwindigkeit erstklassig schlägt. Ein Performance-starker Quad Core-Prozessor soll, so der Hersteller, dieses Durchsetzungsvermögen realisieren. Schon jetzt sei erwähnt: Philips hat nicht zu viel versprochen. Kurz unsere Eindrücke:

  • Zügiges Umsetzen aller Bedienbefehle, die mittels Fernbedienung gegeben werden
  • Bei entsprechend schneller Internet-Verbindung werden neue Apps schnell geladen beziehungsweise bestehende aktualisiert.
  • Bei Nutzung von VoD-Diensten wie z.B. Netflix (Hier gibt es, wie auch bei Konkurrenten üblich, eine Direktzugriffstaste auf der Fernbedienung) werden selbst Ultra HD-Inhalte schnell geladen und bereit gestellt.
  • Das Upscaling von niedriger auflösenden Inhalten, zum Beispiel 720p Signale von Öffentlich-Rechtlichen TV-Sendern oder von Full HD-Signalen von Blu-ray, gelingt lebendig, dynamisch, mit natürlicher Bildschärfe, fast keiner Ruckel-Neigung und mit nur geringem Scaling-Rauschen. Auch hier zeigt sich, dass das Processing offensichtlich leistungsstark ausfällt. 

Philips setzt beim 65PUS7601 auf die „Perfect Pixel Ultra HD“ Engine und offeriert an Bild-Optimierern „Ultra Resolution“, „Perfect Natural Motion“ sowie „Micro Dimming Premium“. Diese Schaltungen sollen folgendes im Gesamten bewegen:

  • Sehr hoher Detailkontrast (Micro Dimming Premium)
  • Hohe Bildqualität von jeder Quelle (Perfect Pixel Ultra HD Engine)
  • Natürliche Bewegungsdarstellung (Perfect Natural Motion)

Wenden wir uns den Android-Features kurz zu. Wie schon erwähnt, läuft der Philips derzeit noch unter Android 5.1 Lollipop. Die vorinstallierten Apps umfassen unter anderem, wie üblich, YouTube, Google Play Movies, sowie Google PlayMusic. Integriert ist auch die Google-Suchfunktion. 16 GB Speicher sind an Bord, dieser ist mittels USB-Medien erweiterbar. 

Der 65PUS7601 verfügt über die folgenden zusätzlichen Smart TV Funktionen:

  • MultiRoom-Client und -Server und SimplyShare
  • HbbTV
  • Pause TV sowie USB-Aufnahme
  • Smart TV-Apps für VoD-Services, Browser für den Zugang zum freien Internet, Social Media, TV on Demand 
  • Philips-Geräte, wie z.B. Blu-ray-Player, werden automatisch erkannt
  • Geräte-Verbindungsassistent
  • Netzwerk-Installationsassistent
  • On Screen verfügbares Benutzerhandbuch

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Oben befindet sich die Suchfunktion

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Vorinstallierte Apps

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Heruntergeladene Apps

Folgende Formate werden wiedergegeben:

  • Videowiedergabeformate: 
    Dateien: AVI, MKV
    H264/MPEG-4 (AVC)
    MPEG-1
    MPEG-2
    MPEG-4
    WMV9/VC1
    HEVC
  • Unterstützte Untertitelformate
    .SRT
    .SUB
    .TXT
    .SMI
  • Musikwiedergabeformate
    AAC
    MP3
    WAV
    WMA (v2 bis v9.2)
    WMA-PRO (v9 und v10)
  • Bildwiedergabeformate
    JPEG

Philips setzt auch beim 65PUS7601 auf eine zweiseitige Fernbedienung, die deutlich hochwertiger und praxisgerechter ausfällt als die Remotes zahlreicher Kontrahenten. Sie ist zwar verhältnismäßig dick, bietet aber auf der anderen Seite nicht zu unterschätzende Vorzüge. Wer einmal versucht hat, ein WLAN Router-Passwort oder die Anmeldedaten zum Beispiel für Netflix oder YouTube „mal eben schnell“ einzugeben, hätte sich eine Fernbedienung wie die vom 65PUS7601 gewünscht. Dank vollwertiger Tastatur auf der anderen Seite sind derartige Eingaben äußerst flott erledigt. Und nicht nur das: Wenn im freien Browser eine Internet-Adresse eingegeben werden soll, ist dies mittels der Philips-Remote ohne Schwierigkeiten möglich. Die Fernbedienung ist ausgezeichnet verarbeitet und bietet für die Sprachsteuerung auch ein eingebautes Mikrofon.

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Erste Seite der Fernbedienung

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Zweite Seite mit kompletter Tastatur

Wahlweise kann man den 65PUS7601 auch mittels der „Philips TV Remote App“ steuern. Direkter App-Zugriff auf auf Applikationen des TVs, Programme, die Steuerung des TV-Gerätes, NowOnTV-Funktion, TV-Guide sowie VoD-Services sind hier zu erwähnen. Im Gegensatz zu anderen TV-Geräten dürfte der Philips-Besitzer aber keinesfalls auf die App angewiesen sein, denn die mitgelieferte Fernbedienung lässt eine sehr komfortable Bedienung zu. 

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Anschlussbestückung – recht reichhaltig. Scart und YUV ohne Adapter, das ist top

An Anschlüssen/Verbindungsformen gibt es Dualband-WiFi (integriertes WiFi 11n 2×2) sowie die Anschlüsse für den Tuner (kein Doppeltuner, sondern ein Single-Tuner für DVB-T/T2, DVB-C und DVB-S2), hinzu kommen vier HDMI-Eingänge (leider nur HDMI 1 und HDMI 2 mit HDCP 2.2), ein Komponenteneingang, ein Scart-Eingang sowie ein CI+ Slot, eine Ethernet-Buchse, ein digitaler optischer Audio-Ausgang, ein Audio-Eingang für DVI (da bei DVI nur ein Bildsignal übertragen wird, ist ein separater Audio-Eingang, ähnlich wie bei YUV, nötig), ein normaler Audio L/R-Eingang, und ein Kopfhörer-Ausgang.

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Woofer auf der Rückseite

An Bord des 65PUS7601 ist auch ein hochwertiges Audio-System. Philips setzt die „Double Ring“ Technologie ein, die für ordentlich Hub in den Subwoofer-Chassis sorgen soll. In der Praxis ist bei moderaten Lautstärken durchaus ein zu merkendes Bass-Fundament vorhanden, allerdings sollte man es nicht mit dem Pegel übertreiben. Über die Hälfte sollte man nicht aufdrehen, dann kommt es zu hörbaren Verzerrungen, und Stimmen verlieren an Verständlichkeit (Tonmodus „Film“, Incredible Surround aktiviert). An Leistung stehen 30 Watt bereit. DTS Premium Sound, die Funktion „Klarer Klang“ sowie „Smart Sound“ sollen dafür sorgen, dass für eine halbwegs brauchbare Akustik nicht zwingend mindestens ein Sounddeck oder eine Soundbar gebraucht werden. Philips „Incredible Surround“ bringt einen recht überzeugenden Raumklang zustande und ist daher wirklich zu empfehlen – im Vergleich zur normalen Stereo-Wiedergabe sind hier deutlich mehr Staffelung, räumliche Tiefe und räumliche Weite vorhanden.

Der 65PUS7601 entspricht der Energie-Effizienzklasse A+ und verbraucht laut Hersteller jährlich 146 kWh an Energie. Im Standby liegt der Stromverbrauch unterhalb von 0,3 W. An Energiesparfunktionen sind ein Ausschalt-Timer, ein Lichtsensor und eine Bildabschaltung bei Radio-Betrieb an Bord. 

Wichtig für Philips und für Anwender, die gern während des Filmgenusses tiefer ins Geschehen eintauchen oder einfach entspannen möchten, ist schon traditionell die „Ambilight“-Funktion. Beim 65PUS7601 setzt Philips auf ein dreiseitiges Ambilight, integriert ist auch die Möglichkeit, den 65PUS7601 in ein Philips Hue Raum-Ambiente-Licht-System zu integrieren. Zahlreiche Ambilight-Funktionen sorgen für erweiterte Möglichkeiten:

  • Spielmodus
  • Anpassung an die jeweilige Wandfarbe
  • Lounge-Modus
  • Musik-Modus

Generell kann man per Menü wählen, ob man z.B. eher ein dynamisches oder ein entspannendes Ambilight wünscht. 

Mittels eines entsprechenden Assistenten geht die Erstinstallation vonstatten. Hier die Screenshots dazu:

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Kopplung der Fernbedienung

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Willkommens-Bildschirm

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Der 65PUS7601 ist Android-basiert. Daher ist die Google-Anmeldung sehr wichtig

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Standort-Freigabe

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Wahl des Landes

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Registrierung bei Philips Smart TV

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Sender und Schnelleinstellung

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Antenne oder Kabel?

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Suche beendet. Wir verwenden den DVB-C-Tuner

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Online-Datenschutz

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Nun kann es losgehen

Natürlich gibt es auch ein Einstellungsmenü für Bild- und Toneinstellungen. Auch zu diesem haben wir Screenshots angefertigt. 

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Menü „Einstellungen“

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Das spricht für den 65PUS7601 – ausgezeichnete Bildmodi

Der 65PUS7601 begeistert uns mit sehr guten Bildmodi. Besonders zu empfehlen sind die zwei Betriebsarten ISF Night (bei geringem bis keinem externen Lichteinfall) sowie ISF Day (bei stärkerem externem Lichteinfall am Tag). Klare, angenehme und authentische Farbwiedergabe sowie ein augenfreundliches, gleichzeitig aber kontrastreiches Gesamtbild sind hier die Vorzüge. Generell hat Philips den Video-EQ recht sinnvoll aufgeteilt. Für HDR-Bildmaterial gibt es eigene Modi: HDR-Persönlich, HDR-Lebendig, HDR-Natürlich, HDR-Standard, HDR-Film. 

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Farbregler, gut dosierbar

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Kontrastregler, ebenfalls gut zu handhaben

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Bildschärfe, etwas grob gerastert. Mehr als „5“ sind nicht sinnvoll, dann schleicht sich leichtes Ringing ein

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Helligkeit, falsch im Video-EQ platziert. Sie würde eigentlich an erster Stelle kommen, gefolgt von Kontrast,, Farbe und Schärfe

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Menü „Erweitert“

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Praktisch: Schnelleinstellungen fürs Bild

Auch das Ton-Menü bietet zahlreiche Optionen, so zum Beispiel vorgefertige Klang-Modi für nahezu jeden Verwendungszweck. 

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Ton-Modi

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Bestimmung des Audio-Ausgangsformates

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Lautsprecher-Einstellungen. Bei „Easy Link – Autostart“ werden potentielle angeschlossene Audio-Systeme automatisch erkannt und aktiviert

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Tonversatz

Wie schon weiter oben erwähnt, besitzt der 65PUS7601 auch dreiseitiges Ambilight. Hier kann man den entstehenden Eindruck durch zahlreich vorhandene Optionen bestimmen:

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Ambilight-Stil

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Ambilight-Helligkeit

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Ambilight-Sättigung

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Kompatibilität zu Philips Hue

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Anpassung des Ambilight-Effekts an die Wandfarbe

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ISF-Feintuning

Nachdem nun Bild, Ton sowie Ambilight abgehandelt wurden, wenden wir uns den allgemeinen System- und Geräteinstellungen kurz zu. 

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Hier kann man z.B. eine HDD konfigurieren und formatieren

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Netzwerk-Menü mit vielen Funktionen

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Hier ist man richtig, möchte man TV-Sender neu installieren oder aktualisieren

Bilanzierend können wir festhalten, dass fast alle Eindrücke, die wir vom 65PUS7601 sammeln konnten, äußerst positiv sind. Der Ultra HD-TV sieht sehr attraktiv aus und ist ausgezeichnete verarbeitet. Die mitgelieferte Fernbedienung ist erstklassig und verfügt sogar über eine komplette Tastatur. Der interne Prozessor agiert flott, alle Bedienbefehle werden überdies zuverlässig umgesetzt. Das Panel mit Direct LED passt mit hochwertigen technischen Basis-Layout zum hochwertigen Bild-Processing. Android als Betriebssystem funktioniert nun endlich so gut, wie man es erwarten kann. Ein guter Video-EQ mit tollen vorprogrammierten Bildfeldern spricht auch für den 65PUS7601. Minuspunkte: Mit 700 Nits wird im HDR-Betrieb weniger maximale Panel-Helligkeit geboten, es ist kein Doppeltuner an Bord und Android 6.0 kommt erst noch. Zudem unterstützen nur zwei der vier HDMI-Inputs HDCP 2.2. 

Billd DVB-T-Tuner

Unsere ersten Eindrücke schildern wir vom DVB-C-TV-Tuner. Bei den 720p Signalen von „Wer weiß denn sowas“ (ARD) und „SOKO Stuttgart“ (ZDF) hinterlässt der Tuner bei Verwendung des ISF-Modus „Night“ bei abgedunkeltem Raum einen sehr guten Eindruck. Das Bild ist zwar nicht extrem scharf, aber dafür äußerst angenehm, und die Farbwiedergabe, zum Beispiel von Hautfarben, sieht sehr gut aus. Dass die Farben bei der Spielshow im Ersten knalliger sind, sieht man auch im farblich zurückhaltenden ISF-Modus. Sehr natürlich, und auch augenfreundlich kommen die Farben bei der „SOKO Stuttgart“ heraus. Solider Bildstand, wenig Rauschen und eine sehr gute Plastizität sind weitere Vorzüge, die sich darüber hinaus auch bei Nachrichensendungen und Specials zeigen. Auch in hinteren Bildebenen sind noch viele Details sichtbar, das Upscaling erfüllt demnach auch souverän gehobene Ansprüche. Selbst 576i SD-Material kann man sich auf dem 65PUS7601 anschauen. Die Bildschärfe geht völlig in Ordnung, und der Tuner produziert erstaunlich wenig Bildrauschen. Auch Farbwiedergabe sowie Kontrast sind tadellos. Bilanzierend eine wirklich gute Tuner-Einheit, die praktisch keine störenden Schwächen aufweist. 

Bild Netflix, Full-HD

Full HD-Material von Netflix – Sherlock, Staffel 1, Folge 1 – bereitet der Philips im Film-Modus oder im ISF-Modus „Night“ (bei sehr wenig externem Lichteinfall) überragend auf. Ganz gleich, ob ein altes Treppenhaus (der 65PUS7601 zeigt deutlich die Gebrauchsspuren und den erbärmlichen Zustand von Treppenstufen und Wänden) oder die nächtliche Fahrt im Taxi durch London: Der exzellente Schwarzwert, die natürliche Bildschärfe, die realistischen Farben oder auch der überdurchschnittliche Detailkontrast zeigen deutlich auf, dass sich der 65PUS7601 auch mit erstklassigen Kontrahenten messen kann. Das Rot eines typischen Londoner Telefonhäuschen kommt sehr gut heraus, die Kratzer an der USB-Ladebuchse eines Smartphones, die matte, abgegriffene goldene Oberfläche eines Eherings oder ein zerkratzter Holzboden beweisen es immer und immer wieder: Der Philips ist ein rundherum überzeugender Ultra HD-TV. 

Bild Blu-ray, Celine Dion, „A New Day“, 1.080i

Bewusst spielten wir dem 65PUS7601 eine BD zu, die nicht gerade höchsten Ansprüchen hinsichtlich der Bildgüte entspricht. Das 1.080i Material zeigt bei Bildruhe und Detailwiedergabe im hochfrequenten Bildbereich durchaus Schwächen. Den Philips lässt sich weitgehend kalt. Mit ausgezeichneter Zwischenbildberechnung, deutlich besser als bei früheren Generationen, und einer sehr ausgewogenen, farblich echten Gesamtwiedergabe setzt er sich tadellos in Szene. Das Upscaling ist lobend zu erwähnen, ebenso das De-Interlacing, die Neigung zur Bildung von Treppenstufen kennt der 7601 beinahe gar nicht. Auch bei dieser BD sticht wieder der außergewöhnlich gute Schwarzwert ins Auge. Die BD hat keine besonders gute Bildschärfe und keine sehr hohe Detailtreue, in Anbetracht dessen ist es erstaunlich, welche Qualität der PUS7601 realisieren kann: Viele Einzelheiten fördert er ans Tageslicht, und die Konturen z.B. von Celine präsentieren sich scharf, aber ohne störende Doppelkonturen. Mit den von der Decke scheinenden Licht-Spots kommt der Philips gut zurecht und produziert keine Artefakte, das Licht der Spots wirkt auch klar definiert und nicht zu „matschig“. Die verschiedenen Bildebenen arbeitet der Ultra HD-TV prima heraus. Dabei hilft dem 65PUS7601 sein auch bei SDR-Material tadelloser Kontrastumfang. 

Bild Ultra HD Blu-ray

Wie sieht es bei Ultra HD Blu-rays aus? Wir haben „Independence Day – Die Wiederkehr“ eingelegt und haben uns die HDR-Bildmodi angeschaut. „Das HDR-Signal der Ultra HD-BD wurde vom 65PUS7601 sofort erkannt. Im HDR-Film-Bildmodus erscheint das Bild sehr authentisch, aber auch ziemlich dunkel. Wirklich brauchbar ist dieser Modus beim vollkommen abgedunkelten Hörraum, dann freut mich sich über den ausgezeichneten Schwarzwert und das authentische Kino-Feeling. Die Mondbasis wird so sehr plastisch und realistisch abgebildet, und man hat den Eindruck, tief ins Geschehen auf dem Screen eintauchen zu können. Herrscht aber externer Lichteinfall, noch nicht einmal besonders starker, ist das Bild schlichtweg zu dunkel. Dann gehen Details in den dunklen Bildbereichen komplett verloren. Abhilfe schafft der Modus „HDR-Standard“. Ohne dass das Bild dann unnatürlich wirken würde, wird etwas Helligkeit „on top“ gegeben, das Bild erscheint dadurch auch bei etwas externem Lichteinfall noch detailreich.

Extrem hell ist der 65PUS7601 nicht, das können einige Konkurrenten besser. Sichtbar ist dies zum Beispiel, als das Zimmer des kranken Ex-US-Präsidenten Thomas J. Whitmore gezeigt wird. Hier gibt der Philips zwar sehr schön den warmen Schein der Lampe wieder, aber selbst im HDR-Modus „Standard“ sollte nicht zu viel externer Lichteinfall herrschen. Kino-gerecht ist das Bild auf jeden Fall, aber bei Tageslicht sollte man auch hier nicht zu viel erwarten. Dafür wartet der 65PUS7601 nicht nur mit dem besten Schwarzwert aller bislang getesteten Philips LED-LCD-TVs auf, sondern setzt sich auch im starken Konkurrenzumfeld mit an die Spitze. Halo-Effekte treten darüber hinaus, wie es der Hersteller auch verspricht, in nur relativ geringem Umfang auf. Als das Weiße Haus sichtbar wird, und die Präsidentin Lanford mit ihrem Team zum Helikopter geht, wirkt das Weiß sehr authentisch und nicht unpassend grell. Einzelheiten am Helikopter werden sehr gut herausgearbeitet. Was sehr zu loben ist – dies merkt man auch bei den Recherchen rund um das damals abgestürzte große Alien-Raumschiff in Afrika: Der 65PUS7601 produziert ein sehr plastisches, vielschichtiges Bild. 

Nicht perfekt hinsichtlich der Bildgüte ist die Ultra HD Blu-ray von „San Andreas“. Der PUS7601 kann aber trotzdem brillieren. Sofort erkannte der TV im Zusammenspiel mit dem Samsung Ultra HD BD-Spieler UBD-K8500, dass es sich um HDR-Content handelt. Wir wählten das Bildprogramm „HDR-Film“ aus, wollen dies aber nicht unkommentiert lassen. Zu empfehlen ist dieses Programm, wenn es fast völlig dunkel im Raum ist. Dann begeistern Augenfreundlichkeit, Kontrast und die realistische, nicht zu kalte Farbwiedergabe. Ist im Raum einiges an externem Licht, dann raten wir eher zu „HDR-Standard“. Die Farben sind dann kühler, aber das Bild ist merklich heller. Im einzelnen gefällt der Philips durch die natürliche Bildschärfe und durch die solide Bewegungswiedergabe. Der Flug des Helikopters, in dem sich Garnes, sein Team sowie eine Reporterin und ein Kameramann befinden, wird mit tadelloser Bewegungsschärfe präsentiert. Der Hintergrund hinter dem sich bewegenden Hubschrauber wird facettenreich gezeigt. Die Gesichter, z.B. von der Reporterin und von Garnes‘ Mitarbeiter, wirken authentisch, auch, was die Darstellung von Hauttönen angeht. Hier hat sich Philips deutlich verbessert. Die Farbbalance zeigt sich wirkungsvoll optimiert. Das Innenleben des Helikopters mit dem Stoff im Stepp-Design und den Instrumenten im Cockpit arbeitet der PUS7601 gelungen heraus. Szenenwechsel – im dunklen Hörraum der Universität im darauf folgenden Kapitel sieht man nur den auf der Leinwand gezeigten Inhalt, den der Professor präsentiert, und die leuchtenden Apple-Logos auf den Notebooks der Studenten. Der Philips gefällt uns hier mit seinem sehr guten Schwarzwert, zu loben ist auch die ziemlich homogene Helligkeitsverteilung. Störende Hot Spots leistet er sich kaum, und wenn, dann nur im Randbereich des Bildes. Als Garnes einige Kapitel später seine Exfrau vom Dach des brennenden, zerstörten Skyscraper retten möchte, stellt der Philips die Flammen sehr authentisch dar, die farbliche Auflösung ist ausgezeichnet. Ein Kapitel davor fällt auf, wie scharf und gleichmäßig der TV das Panorama in Los Angeles, noch in „heilem“ Zustand, präsentiert. Die Glasfronten der Skyscraper mit den Spiegelungen arbeitet der PUS7601 sehr glaubwürdig heraus. Das Bild ist ausgesprochen rauscharm und farbecht, auch in dieser Sequenz. 

Philips 65PUS7601 und HDR-Normen

Es ist Bewegung im HDR-Markt. 2017 nimmt die Bedeutung von Hybrid Log Gamma und Dolby Vision zu. Der Philips PUS7601 ist aber noch ein klassisches HDR10 TV-Gerät, weitere HDR-Normen werden nicht unterstützt. Damit steht der Philips aber nicht alleine da, viele 2016er Modelle unterschiedlicher Hersteller unterstützen ausschließlich HDR10. Bislang gab es auch nur Ultra HD Blu-ray-Discs mit HDR10, erst in diesem Jahr kommen Ultra HD-Blu-rays mit Dolby Vision. Nur LG begann schon im vergangenen Jahr, die OLED-TVs des Hauses mit Dolby Vision-Support zu offerieren. Rund um die IFA kam dann das Thema HLG (Hybrid Log Gamma) auf, dieses umfasst die Darstellung von HDR-Content bei TV-Übertragungen. Hier muss man also sehen, was die Zukunft bringt. Fest steht, dass HDR10, ein statischer HDR-Standard, nach wie vor eine wichtige Rolle spielt. 

Fazit Bild: Endlich wieder ein Philips-TV, der mit Top-Bildgüte punktet

Der 65PUS7601 hat uns aus visueller Perspektive absolut überzeugt. Hier die Pluspunkte in Kurzform:

  • Sehr guter Schwarzwert. Der Direct LED TV zeigt, wie tief die Schwarzwiedergabe moderner LCD-TVs sein kann. Er übertrifft Edge LED-Backlight-Modelle sichtbar. Das bemerkt man besonders dann, wenn man bei geringem externen Lichteinfall Inhalte betrachtet. 
  • Sehr homogene Helligkeitsverteilung. Philips legte einen besonderen Schwerpunkt bei der Konzeption des 65PUS7601 beim Vermeiden größere Inhomogenitäten/Halos im Bild. Das gelingt sehr gut, wie auch der Vergleich mit der Konkurrenz zeigt. Selbst Konkurrenten, die ebenfalls auf Direct LED und nicht auf Edge LED setzen, bringt der 65PUS7601 in Schwierigkeiten – so homogen und gleichmäßig wie er stellt kaum ein anderer Ultra HD TV derzeit dar.
  • Sehr gute Bildprogramme. Praxisgerechte HDR- und ISF-Bildmodi zeigen, dass Philips beim Thema Bildmodi ab Werk ganz vorne mitspielt.
  • Authentische Bildschärfe ohne störendes Ringing. Früher waren Philips Full HD und auch Ultra HD TVs für leichte Überschärfungen im Bild bekannt. Doppelkonturen traten um die auf dem Screen gezeigten Objekte auf. Das gehört zumindest beim 7601 der Vergangenheit an. Ein angenehm scharfes Bild, das aber mit fein und exakt gezeichneten Konturen gefällt, ist die sichtbare Folge.
  • Sehr hohe visuelle Gesamt-Plastizität, auch bedingt durch den enorm tiefen Schwarzwert. Das sieht man zum Beispiel an der hervorragenden Staffelung von Panorama-Aufnahmen. 
  • Ausgezeichnetes Upscaling und De-Interlacing. Scharf, mit geringem Scalingrauschen, hoher Detailtreue und insgesamt hoher Bilddynamik erledigt der 7601 das Upscaling z.B von Blu-rays. 1.080i und sogar 576i Material bringt er gekonnt „in Form“ und beeindruckt mit seiner hohen Rechenleistung, die für geringe Neigung zu Treppenstufen und zu einer hohen visuellen Gesamt-Homogenität sorgt. 
Klang

Bei „San Andreas“ verwenden wir den Tonmodus „Film“ und nutzen dabei auch „Incredible Surround“. Die akustischen Ergebnisse sind für einen Flat-TV tadellos. Stimmen sind gut verständlich, z.B. klar kommen die Dialoge in Ray Garnes‘ Helikopter heraus, als sich sein Rescue-Team mit der Reporterin unterhält. Aber auch, als Ray einige Kapitel später versucht, seine Ex-Frau vom Dach eines zerstörten, brennenden Wolkenkratzers zu retten, sind ihre verzweifelten Rufe trotz der bereits dominanten restlichen Klangkulisse gut zu vernehmen. Das schnelle Drehen der Rotoren bringt das im Philips eingebaute Soundsystem gut zur Geltung. Bei moderatem Pegel (unterhalb der Hälfte) ist sogar ein recht angenehmer Bassbereich vorhanden. Hört man lauter, muss man den Bass aber zurückregeln, da sonst die Membrane in den Basstreibern anschlagen. Der Music Score des Films wird gut zur Geltung gebracht und sauber vom Rest der Akustik getrennt. Musikmaterial kann auch mit dem Ton-Modus „Musik“ wiedergegeben werden, bei der Celine Dion-Adaption von „The Power Of Love“ fokussiert der Philips die Stimme recht überzeugend, für ein Soundsystem im TV wirkt überdies der Hochtonbereich recht gelungen, sogar eine ordentliche Auflösung ist vorhanden. Nur mit dem Pegel sollte man es nicht übertreiben, dann wird das Klang blechern. 

Konkurrenzvergleich

Samsung UE60KS7090 Front Seitlich3

Philips hat es geschafft, der 65PUS7601 präsentiert sich voll auf der Höhe. Vergleichen wir ihn mit dem von der Diagonale her etwas kleineren Samsung SUHD Flat-TV UE60KS7090. 2.199 EUR kostet der 60-Zöller, der ebenfalls lieferbare 65-Zöller liegt laut Samsung-Website bei 2.499 EUR. Dafür gibt es das ausgezeichnete HDR+ Bildprogramm, das auch SDR-Inhalte wirkungsvoll aufpoliert, so dass ein HDR-ähnlicher Bildeindruck mit erweiterter Kontrastdynamik entsteht. Top ist auch die erstklassige, sehr hoch liegende maximale Bildhelligkeit des KS7090. Doch der PUS7601 schlägt eiskalt zurück. Sein Bild wirkt noch eine Idee homogener, angenehmer, die Farbwiedergabe ist fast auf Samsung-Level. Der Philips punktet mit der sichtbare homogeneren Bildhelligkeitsverteilung und dem etwas tieferen Schwarzwert. Und: So gut wir die kleine 2016er Samsung Smart Remote auch finden, die Philips-Fernbedienung mit kompletter Tastatur auf der Rückseite findet bei uns noch mehr Anklang. Überdies weiß der Philips mit Ambilight und ISF-Bildmodi zu gefallen. Beides fehlt dem Samsung. 

Panasonic TX-65DXW784 Front Seitlich1

Auch gegen den Panasonic 4K Pro Studio Master UHD-TV TX-65DXW784 schlägt sich der Philips blendend und ist keinesfalls zweite Wahl. Mit 2.199 EUR laut Panasonic-Website ist der DXW im großen 65 Zoll-Format recht günstig – aber, wer hätte das gedacht: So brillant und Maßstäbe setzend die Panasonic-Topmodelle (z.B. DXW904 oder OLED CZW954) auch sind, der DXW784 zieht bei der Bewertung der Bildgüte den Kürzeren gegenüber dem Philips. Hinzugefügt werden muss aber, dass schon Ende Februar neue Panasonic TVs des Jahrgangs 2017 auftauchen werden, während der 65PUS7601 wohl noch etwas länger im Philips-Programm bleiben wird. Kommen wir zu den Einzelheiten. Der Philips erzeugt den tieferen Schwarzwert und bringt mehr Plastizität ins Bild. Farblich stellt der 65PUS7601 intensiver, satter dar, ohne unschön zu überziehen. Nein, hier gebührt Philips größtes Lob – der 65PUS7601 ist ohne Einschränkungen ein visuell erstklassiger TV, der auch beim Thema Upscaling niedriger auflösender Inhalte, einer traditionellen Panasonic-Domäne, nicht ins Hintertreffen gerät. Der Panasonic hat aber auch noch Trümpfe in der Hinterhand. Im Gegensatz zum Philips bringt er einen Doppel-Tuner mit, und zusätzlich zu 2 x DVB-T+T2/DVB-C/DVB-S2 ist noch TV>IP an Bord. 

Hisense LTDN65K700XWTSEU3D Front Seitlich2

Großes Bild, aber bitte günstig? Der Hisense Ultra HD-TV LTDN65K700XWTSEU3D macht es vor. Gut 1.700 EUR Marktpreis sind eine Ansage. Dafür gibt es, ebenso wie auch beim Panasonic, nicht aber bei Philips und Samsung, auch 3D. Leider verfügt der Hisense nicht über ein nativ HDR-fähiges Panel mit der erforderlichen hohen Leuchtkraft. Zwar teilt Hisense immer mal wieder Firmware-Updates aus, doch auch wenn danach die Darstellung von HDR-Material möglich ist, kann man nicht die Hardware-Limits des Panels eliminieren. Im Praxisbetrieb zeigt sich, dass man lieber die zusätzlichen finanziellen Mittel zum Kauf der Konkurrenz in die Hand nehmen sollte. Trotz toller 3D-Wiedergabe und hervorragender Betriebssicherheit schafft es der Hisense visuell nicht, den Anschluss zu halten, weder beim Schwarzwert, noch beim Kontrastumfang oder bei der Farbwiedergabe. Bestimmt wird sich das aber ändern, wenn wir dann im Laufe des Jahres einen brandneuen 2017er Hisense unter die Lupe nehmen werden. 

Fazit

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Philips macht mit dem 65PUS7601, das hat schon das Preview angedeutet, einen deutlichen Schritt nach vorne. Der endgültige Test zeigt uns, wo der Ultra HD-TV überall zugelegt hat. Zum einen ist die Bildgüte beachtlich. Der tiefe Schwarzwert ist in der oberen Mittelklasse, in der sich der 54PUS7601 aus preislicher Sicht befindet, aktuell Maßstab setzend. In Räumen mit normalem bis wenig externem Lichteinfall ist der HDR-Effekt ausgezeichnet.

Sehr gut gefallen uns die zahlreichen, speziell für den HDR-Betrieb konzipierten Bild-Modi. ISF-Bildprogramme sind ebenfalls vorhanden. Der betriebssichere Philips, der äußerst stabil im Testbetrieb lief, punktet des Weiteren mit einem ausgezeichneten Upscaling und De-Interlacing niedriger auflösender Bildinhalte. An der Klassenspitze mit spielt auch der rauscharm darstellende TV-Tuner. Das Bedienkonzept mit Android und der zweiseitigen Fernbedienung gefällt uns nahezu ohne Abstriche. Sogar aus akustischer Sicht schlägt sich der 65PUS7601 wacker und offeriert ordentliche Leistungen bei Musik und Filmton.

Die Nachteile des 7601 sind schnell aufgezählt. Es fehlt ein Doppeltuner an Bord. Diesen bringt z.B. die Konkurrenz von Panasonic auch in diesen Preisregionen bereits mit. Nur zwei der HDMI-Terminals unterstützen HDCD 2.2. Ferner fehlen Dolby Vision und HLG bei den unterstützten HDR-Normen. Mal sehen, ob Philips zumindest HLG per Firmware-Update nachreicht. 

Das Fazit ist auf jeden Fall äußerst positiv – ein schicker, reichhaltig ausgestatteter, moderner TV mit tollem Bild. 

Philips zurück an der Spitze: Der 65PUS7601 punktet mit hervorragendem Bild und hohem praktischen Nutzen
ueberragend
TVs bis 65 Zoll Obere Mittelklasse
Test 17. Januar 2017

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 17. Januar 2017




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