TEST: Teufel 2.0 PC-/Multimedia-Lautsprechersystem Concept B 20 Mk2

Teufel Concept B20 Mk2 Gruppenbild5

Aktuell für 99,99 EUR im Angebot befinden sich Teufels 2.0 PC-Lautsprecher Concept B20 in gerade aufgefrischer Mk2-Edition. Die zwei optisch gefällig wirkenden kleinen 2-Wege-Boxen machen sich beispielsweise links und rechts vom PC-Monitor gut. Besonderes Kennzeichen ist die schräge Schallwand, was nicht nur vom Design her, sondern auch die Akustik betreffend Vorteile mit sich bringt: So liegt der Hörer, der vorm Monitor sitzt, besser im Fokus, als wenn die Schallwand gerade wäre.  Die beiden Lautsprecher werden mittels Klinkenkabel über Line-Out oder Kopfhörer.Ozt mit PC/Mac oder mit dem Notebook verbunden. Natürlich ist auch eine Verbindung zu Smartphone oder portablen MP-Playern möglich.

Teufel Concept B20 Mk2 Anschluesse Rueckseite

Leider ist das Verbindungskabel zwischen den Boxen ein spezielles Systemkabel

Teufel Concept B20 Mk2 Bedienelemente2

Drehregler für Tone und Lautstärke

Mitgeliefert wird ein 1,8 Meter langes System-Anschlusskabel, um die beiden Boxen untereinander zu verbinden. An der Master-Box befindet sich rechtsseitig ein Drehrad mit Beleuchtung für die Einstellung der Lautstärke, ein unbeleuchtetes „Tone“Drehrad sowie zwei 3,5 mm Buchsen (Audio und Kopfhörer). Rückseitig gibt es die Buchse fürs Verbindungskabel zum anderen Speaker (Kabel mit Länge von 1,8 Metern ist im Lieferumfang, es handelt sich um ein spezielles Systemkabel), eine Audio-In-Buchse sowie einen Mic-Ausgang. Kritik: Anstatt eines „Tone“ Reglers, der entweder Höhen hoch- und Tiefen runterregelt oder aber umgekehrt wären getrennte Bass- und Höhenregler wünschenswert.

Teufel Concept B20 Mk2 Hochtoener

25 mm Gewebehochtöner

Teufel Concept B20 Mk2 Tieftoener

100 mm Tiefmitteltöner

Bestückt sind die Concept B20 Mk2 Schallwandler mit einem großen 100 mm Tiefmitteltöner mit Membran aus beschichteter Zellulose und mit einem 25 mm Gewebehochtöner. Auf der Lautsprecherrückseite oben befindet sich die Bassreflexöffnung. Der Frequenzgang reicht von 65 Hz bis 20 kHz.

Der eingebaute Class D Digitalverstärker kommt gleich mit 4 Verstärkerzügen, 2 für jede Box. Für den Hochtöner stehen jeweils 10, für die Tiefmitteltöner jeweils 30 Watt zur Verfügung. Das ist durchaus als sehr großzügig zu bezeichnen, die Bi-Amping-Technologie mit getrennten Verstärkereinheiten für Hoch- und Tief-/Mitteltonbereich bürgt überdies für höhere akustische Reinheit, da es zu weniger Beeinflussungen kommen kann. Das Netto-Innenvolumen pro Box liegt bei 2,2 Litern, die Boxen wiegen pro Stück 1,4 kg (Slave-Box 1 kg)  und sind 22 cm hoch, 12,6 cm breit und 12,4 cm tief.

Teufel Concept B20 Mk2 Verarbeitung2

Gehäuse in Matt, silberne Schallwand

Teufel Concept B20 Mk2 Bassreflexoeffnung

Bassreflexöffnung

Teufel Concept B20 Mk2 Rueckseite Slave Seitlich

passiver Slave-Speaker

Teufel Concept B20 Mk2 Rueckseite Seitlich2

Aktiver Master-Speaker

Schon die erste Generation des Concept B20 hat sich bei akustisch anspruchsvolleren, aber gleichzeitig preisbewussten PC-Anwendern einen sehr guten Namen geschaffen. Das Concept B20 Mk2 weist nun einige Änderungen auf. Vorn gibt es nun eine hochwertige Metallabdeckung über den Chassis anstatt dem billig wirkenden Stoffgitter der ersten Generation. des Weiteren wurde der Frequenzverlauf im Sinne einer besonders natürlichen Wiedergabe optimiert. Das mögliche Hörfeld ist nun breiter, was den Vorteil hat, dass man auch dann, wenn man nicht optimal vor den Boxen positioniert ist, ein komplettes Klangbild wahrnehmen kann. Zudem ist das eigentliche Boxengehäuse nun in mattem Schwarz und nicht mehr Schwarz-hochglänzend ausgeführt. Hinzu kommt auch mit Weiß kombiniert mit Rot eine zweite Farbvariante.

Schlagen sich die kompakten PC-Lautsprecher auch im Hörtest ordentlich? Wir haben es zunächst beim 2014er Bodybangers-Mix des Eurodance-Klassikers „No Limit“ von 2 Unlimited ausprobiert. Zunächst haben wir ein weiteres Plus gegenüber dem Vorgänger festgestellt, welches Teufel auf der Website nicht nennt: Die gesteigerte Pegelfestigkeit. Es geht voran, und zwar durchaus mit Nachdruck und auch einer gewissen Souveränität, die die erste Generation nicht bieten kann. Als kleines Defizit haben wir allerdings eine hörbare Unterbetonung zwischen dem Präsenztonbereich und dem unteren Mitteltonbereich ausfindig machen können. Diese stört zwar nicht wirklich, wer sich mit gutem Klang auskennt, wird dies allerdings bemerken. Für uns Beweis, dass es nicht möglich ist, für schmale 100 EUR Lautsprecher zu bauen, die schon echte Universalisten sind und alles wirklich gut machen. Das ist aber nicht weiter gravierend, denn schließlich möchte Teufel ja auch das teurere Boxen-Equipment mit guten Argumenten verkaufen können, und irgendwo muss die Rechtfertigung für den Mehrpreis ja herkommen.

Fürs Geld kann und wird sich niemand beschweren – das wagen wir, zu prognostizieren. Bei „Sasha Gray“ von DJ Kuba and Neltan machen die Concept B20 Mk2 auf jeden Fall einen sehr guten Job, und das merken wir auch am recht präzisen und zugleich recht kräftigen Bass sowie den gut in Szene gesetzten vokalen Anteilen. Man kann den Pegelregler durchaus kräftig hochdrehen, und die beiden Lautsprecher gehen problemlos mit. Sie sind in der Lage, elektronische Effekte und Klanganteile mit Vehemenz in Richtung Zuhörer zu schleudern, agieren impulstreu und mit Sorgfalt, das zeigt sich bei den kurzen Breaks im Stück mit anschließendem Dynamikwechsel.

„Fragments Of Time“ der fränzösischen Kult-Formation Daft zeigt eine tadellose Impulstreue, ein sauber präsentiertes Schlagzeug und eine sehr gute Einarbeitung der Stimme. Kleine dynamische Differenzen sowie elektronische Effekte stellen die beiden Concept B20 Mk2 Speaker prima heraus.

Mit „Mil Padazos“ von Juanes kommen die kleinen 2-Wege-Boxen auch prima zurecht. Die Stimme des Sängers wird gut eingearbeitet, gleichzeitig erfolgt die Trennung von den instrumentalen Anteile gekonnt. Der Hochtonbereich spielt relativ frei auf, zu leichten Übersteuerungen kommt es nur bei ausgesprochen kräftigem Pegel. Was die Feindynamik anbetrifft, kann man sich auf gute Leistungen freuen, die deutlich über dem liegen, was man normalerweise von derartigen PC-Lautsprechern kennt. Natürlich darf man bei  hochauflösenden Audio-Dateien keine charismatische Herausarbeitung des Hochton- und Oberwellenbereiches erwarten – für solche Klimmzüge sind preisgünstige Lautsprecher einfach nicht geeignet. Bei Diana Kralls „Garden In The Rain“ (FLAC 96 kHz) aber überzeugt die gut ausbalancierte Präsentation mit überraschend charismatischer Herausstellung der Stimme Dianas. Sie erklingt zwar minimal zu hell, aber die rauchige Charakteristik kommt trotz dieses kleinen Fauxpas recht gelungen heraus.  Torsten Goofs‘ „Summer Lovin'“(FLAC, 88 kHz) wirkt relaxt, gleichzeitig lebendig und überzeugt durch natürliche Räumlichkeit. Links und rechts vom PC-Monitor untergebracht, sind die beiden Concept B20 Mk2 in der Lage, den Hörer wirklich mit Klang zu umgeben – keine oberflächlich-dünne akustische Vorstellung wird hier geboten, sondern eine echte Mit-Einbeziehung des Zuhörers.

Wie sieht es mit Konkurrenz für die Concept B20 Mk2 aus? Der Concept B20-Vorgänger klingt weniger kraftvoll, detailliert nicht so gut und bietet eine geringere Pegelfestigkeit, hier offeriert die zweite Generation also tatsächlich mehr Sound-Güte fürs Geld. Von Creative kommt das 2.0 Set GigaWorks T20 Series II, dieses 2.0 Ensemble ist deutlich günstiger zu haben, kann akustisch aber auch nicht mithalten: Weniger Dynamik, weniger Bassdruck und weniger Pegelfestigkeit. Für den niedrigen Kaufpreis aber eine gute Alternative für all diejenigen, die genau aufs Geld schauen müssen.

Fazit

Teufel Concept B20 Mk2 Front Seitlich1

Mit gefälliger Optik, einem fundierten, dynamischen Klang, tadelloser Pegelfestigkeit und einem fairen Kaufpreis spielen sich die Concept B20 Mk2 in die Herzen vieler PC-Anwender. Im Vergleich zum Vorgängersystem hörbar verbessert, kann man hier für rund 100 EUR bedenkenlos zugreifen.

Kompakte Multimedialautsprecher mit gefälliger Optik und überzeugendem Klang – für einen fairen Kaufpreis
ausgezeichnet
Multimedia-Lautsprecher untere Mittelklasse
Test 25. April 2014

+ Ausgewogener, klarer Klang
+ Pegelfest
+ Gute Räumlichkeit
+ Gute Verarbeitung
+ Gefällige Optik
+ In 2 Farben lieferbar

– Verbindungskabel als Systemkabel ausgeführt
– keine getrennten Bass- und Höhenregler

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 25. April 2014




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK