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Erster 8k-Fernseher & „Ultra“-HDR-Fernseher in Japan

Nachdem man bereits auf der IFA die aktuellen TV-Highlights erleben konnte, die in den nächsten Monaten auch im deutschen Handel erhältlich sein werden, blickt man in Japan gleich noch ein paar Jahre weiter in die Zukunft. Japan bereitet sich langsam auf die Olympischen Spiele 2020 im eigenen Land vor und die Industrie arbeitet bereits daran, bis zur Olympiade in Tokyo auch einen 8k-Sendebetrieb auf die Beine zu stellen.

Sharp bietet dafür jetzt in Kürze in Japan einen ersten Fernseher mit 8k-Auflösung an. Der Sharp LV-85001 hat ein 85 Zoll-Display mit einer 8k-Auflösung von 7680 x 4320 Pixeln. Sharp setzt für das Gerät seine eigenen IGZO-Panels ein und ermöglicht eine Ansteuerung in echter 8k-Auflösung mit 24, 30 oder 60 Hz. Neben HDMI und USB können auch über das Netzwerk Videoquellen genutzt werden. Auch der LV-85001 nutzt LEDs als Hintergrundbeleuchtung, die allgemein als energiesparsam gelten. Dennoch hat der 8k-Bolide eine recht hohe Leistungsaufnahme von maximal 1440 Watt.

Der 8k-Fernseher soll in Japan ab Ende Oktober erhältlich sein. Er wird aber nicht ganz normal im Handel zu kaufen sein sondern nur auf Anfrage direkt vom Hersteller angeboten. Einen offiziellen Verkaufspreis gibt es nicht. Im Internet kursieren derzeit Preisangaben um die 130.000 Dollar weswegen es auch kaum jemand bedauern dürfte, dass dieses Gerät voraussichtlich niemals in Europa erhältlich sein wird. Das Angebot an echten 8k-Videoquellen ist derzeit ohnehin noch sehr gering.

Neben der hohen Auflösung setzt Sharp bei seinem 8k-Fernseher auch auf „High Dynamic Range“ (HDR). Der LV-85001 soll eine maximale Helligkeit von 1000 Nit (oder cd/m2) erreichen.

Das ist für einen HDR-Fernseher bereits sehr hell, wenn man herkömmliche Fernseher mit 400 – 500 Nit zum Vergleich heranzieht, aber noch nichts gegen das neueste REGZA-Flagschiff von Toshiba, welches jetzt in Japan vorgestellt wurde.

Diesen könnte man auch als „Ultra HDR“-Fernseher bezeichnen: Denn der 58 Zoll-Fernseher von Toshiba hat zwar „nur“ eine 4k-Auflösung zu bieten, soll aber eine maximale Helligkeit von über 7000 Nit erreichen. Dafür kommen rund 18.000 LEDs zum Einsatz, die die Leistungsaufnahme auf rund 2 Kilowatt hochziehen. Entsprechend ist auch eine aktive Wasserkühlung erforderlich, um die Abwärme des Toshiba-Fernsehers ableiten zu können.

Bei dem 7000 Nit-Fernseher dürfte es sich zunächst um ein Referenzmodell handeln, welches primär demonstrieren soll, was technisch möglich ist. Nachdem sich Toshiba in Europa aus dem TV-Geschäft zurückgezogen hat, werden direkt von Toshiba ohnehin nur noch Fernseher für den japanischen Heimatmarkt produziert.

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