XXL-TEST: Vorstufe/Streamer/DAC EverSolo DMP-A6 "Master Edition" - Technik-Meisterwerk für knapp 1.300 EUR?

Konkurrenzvergleich

Cambridge Audio Cxn100 Frontansicht

Cambridge Audio CXN100 (rund 1.050 EUR): Mit ezellentem Preis-/Leistungsverhältnis und ebenfalls mit sehr hochwertigen ESS-DACs ausgerüstet, weiß der CXN100 zu gefallen. Er klingt präzise und detailreich, kommt nur nicht ganz an diese enorme Homogenität des DMP-A6 Master Edition heran. Ausgestattet ist der CXN100 enorm gut, es fehlt kein relevantes Streaming-Merkmal, Roonn ready ist er auch. Ein HDMI-Terminal besitzt der CXN100 nicht. 

Denon Dnp 2000ne Front Seitlich

Denon DNP-2000NE (Marktpreise ab rund 1.200 EUR): Der Denon DNP-2000NE  verfügt über einen hochwertigen ESS-DAC, eine HDMI-Buchse inklusive ARC und kann, wie auch der Cambridge Audio und der EverSolo, als Vorstufe zum Einsatz kommen. Als etwas veraltet präsentiert sich das Heos Multiroom und Streaming-Modul. Es fehlen hier MQA-Support und das Roon ready-Zertifikat, man belässt es bei "Roon tested". Hochwertig wirkt der DNP-2000NE auf jeden Fall, wie auch der Cambridge Audio CXN100 tritt er im klassischen 43 cm Rastermaß an. Akustisch spielt er genau und räumlich realistisch auf, auch hier aber wirkt das klangliche Gesamtergebnis nicht so extrem stimmig wie beim EverSolo. 

Arcam St5 Frontansicht

Arcam Radia ST5 (Marktpreise ab rund 880 EUR): Ein reiner Streamer ist der recht preiswerte, optisch frisch daherkommende Radia ST5 aus dem Hause Arcam. Er zeigt sich als modern ausgestattet und tritt daher mit Roon ready-Zertifikat und MQA-Unterstützung an. Er besitzt den identischen ESS-DAC wie der Denon DNP-2000NE, der dafür sorgt, dass man den ST5 auch problemlos auf analogem Wege mit dem Verstärker verbinden kann, wenn letzterer ein rein analoges Modell ist oder bereits ältere beziehungsweise weniger hochwertige D/A-Wandler aufweist. 

Fazit

Eversolo Dmp A6 Me 2

Der EverSolo DMP-A6 in der Master Edition gefällt uns mit seinem kompakten, sauber verarbeiteten Gehäuse und dem großen Touchscreen-Display richtig gut. Auch die Anschlussauswahl inklusive HDMI-Audio-Out und XLR ist ungemein flexibel. Allerdings ist das HDMI-Terminal ein reiner Audioausgang und daher nicht als HDMI-ARC-Input zu verwenden, das ist etwas schade. Zweiter Kritikpunkt: Die (zugegebenermaßen nicht im Lieferumfang enthaltene) wenig edle Fernbedienung, die nicht angemessen ist für ein Device dieser Preisklasse. Ansonsten herrscht ein "prima Klima": Der DMP-A6 Master Edition ließ sich einfach einrichten, lief zuverlässig und erzeugte im Vorstufen-Betrieb auch dank der enorm hochwertigen DAC-Bestückung überragende klangliche Ergebnisse: Detailreich, authentisch, dynamisch, äußerst homogen und räumlich sauber aufgebaut, kommt der DMP-A6 Master Edition mit jedem Musikstil glänzend zurecht. Die mit extrem üppigen Audio-Einstelloptionen versehene App ist auch ein Hightlight. 

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Test 05. Juli 2024

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Fotos: Philipp Kind
Datum: 05. Juli 2024

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