XXL-TEST: Samsung 9.1.4. Soundbar mit Wireless Subwoofer und Wireless Rears - umfassende Performance für unter 1.000 EUR

Klang

Kommen wir nun zum Klang.

Samsung Hw Q935d Soundbar Front

Die Soundbar überzeugt mit lebendiger Akustik

"The Journey 1" und "The Journey 2" sowie "Flowing Like A River" und "Nothing But Change" von Lichtmond in Dolby Atmos - eine durchaus große Herausforderung, die unser Samsung HW-Q935D aber mit enormer Gelassenheit annimmt. Für knapp 900 EUR wird eine Soundqualität geboten, die nicht nur etwas über dem üblichen Durchschnitt liegt, sondern deren Performance so überzeugend ausfällt, dass man gut und gerne auch denken könnte, dass dieses System locker mehr als 1.300 EUR kostet. Vor allem der aktive Subwoofer, mit nominell 160 Watt auf dem Papier nicht einmal so kräftig, legt sich mächtig ins Zeug und punktet mit Tiefgang, Entschlossenheit und einer überraschend guten Präzision. Klar und sauber agiert aber auch die Soundbar selbst, die ein enorm breites Klangspektrum anbietet. Die zwei Top Firing-Module vorne öffnen auch die dritte Hörebene überzeugend. Die zwei kabellosen aktiven Rear-Lautsprecher setzen ebenfalls Akzente. So zum Beispiel durch eine schnelle, räumlich dichte Verarbeitung sämtlicher Effekte und durch eine hervorragende Weite bei der akustischen Darbietung. Das Zusammenspiel sämtlicher einzelnen Komponenten des Samsung-Systems hat uns komplett überzeugt, und dank der insgesamt vier Top Firing-Einheiten, zwei vorne, zwei hinten, ist auch das Hören in der Überkopf-Ebene ein Ereignis. Aufgrund des eigenen, für den Centerkanal vorgesehenen Lautsprecherchassis sind vokale Elemente exakt vor dem Auditorium platziert und lösen sich tadellos von der Soundbar. 

Samsung Hw Q935d Wireless Rears Gruppenbild

Die Wireless Rears offerieren ein weitläufiges Klangpanorama

Als nächstes Dolby Atmos-Beispiel setzen wir auf den Beginn von "The Expendables - A Man's Job" und hören uns den Anfang an, als Barney Ross und sein Team eine Befreiungsaktion startet. Hier sind wir äußerst angetan von der enormen Pegelfestigkeit unseres Test-Systems - auch der Music Score wird kraftvoll präsentiert, ohne dass kleinere Effekte im Hintergrund untergehen. Ob Stahlseile, die befestigt werden, oder die Rotorblätter eines Helikopters - das südkoreanische Soundbar-Ensemble  gibt alle Effekte mit sehr guter Auflösung wieder. Den heftigen Schusswechseln aus den automatischen Waffen fehlt es nicht an Nachdruck, aber auch die Präzision ist zu loben für ein solches Komplettsystem.  Beeindruckend ist auch hier wieder die Leistungsfähigkeit des relativ kompakten aktiven Subwoofers, der auch, was den Tiefgang angeht, keinesfalls versagt, sondern erstaunlich tief nach unten kommt. Es ist ein richtiges Erlebnis-Hören, auch dank der lebhaften Surround-Klangkulisse, die keine Lücken aufweist und im Punkt immersives Hören richtig gut abschneidet. Kleine akustische Effekte übergehen die Samsung-Komponenten nicht einfach, sondern fügen sie exakt ins gesamte Klangbild ein. Wechsel innerhalb der dynamischen Ausprägung werden umgehend erfasst, und Stimmen sind zu jedem Zeitpunkt sehr gut verständlich, aber zugleich auch fließend eingearbeitet. Effekte, bei denen sämtliche Lautsprecher des Systemes angesprochen werden, fliegen förmlich durch die Soundbar und die beiden hinteren Boxen, es finden sich nie störende Verzögerungen. 

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Jetzt hören wir ab dem vierten Kapitel in "Mission Impossible - Rogue Nation" (Dolby Atmos) hinein. Die Geräusche in der U-Bahn-Station gegenüber der Wiener Staatsoper kommen gut heraus, wenngleich hier hochwertige Surroundsysteme durch noch mehr Auflösung und Feingefühl klar ihre Vorteile dokumentieren können. Der Gesprächswechsel zwischen Ethan und Benjamin über Distanz wird überzeugend wiedergegebenn, ebenso der Music Score und das Blitzlichtgewitter der Pressefotografen vor der Staatsoper, als der Bundeskanzler im Dienst-Maybach zusammen mit seiner Gemahlin eintrifft. Im Inneren der Oper dann werden die Geräusche bei der iSicherheitskontrolle tadellos wiedergegeben, und als kurze Zeit später die Oper "Turandot§ vpn Puccini startet, gibt das Samsung-System die Stimmen der Opernsängerinnen und Opernsänger erstaunlich schwungvoll wieder, sodass nie der Eindruck akustischer Ärmlichkeit entsteht. Die Stimmen des Personals im technischen Kontrollraum werden verständlich sowie charismatisch präsentiert. Auch, als sich Benjamin ins System einhackt, werden die kleineren Effekte sauber erfasst. Räumlich dicht sowie plastisch wird der Beifall des Publikums dargestellt. Die wilde Schlägerei zwischen Ethan und seinem Widersacher hoch oben über der Bühne ist ebenfalls ein Paradebeispiel dafür, wie gut moderne Set-Ups mit einer Soundbar im Mittelpunkt cineastische Herausforderungen meistern. Denn während unten ergriffen gesungen wird, prügelt man sich weiter oben mit harten, krachenden Faustschlägen. All diese unterschiedlichen klanglichen Elemente fügt das Samsung-Ensemble schnell zu einem stimmigen, dynamischen, aber akustisch nie zu harschen Klangbild zusammen.

Wichtig noch: So gut wie 2024 war der adaptive Klangmodus noch nie. Wir haben sonst immer einen statischen, konventionellen DSP-Modi gewählt, weil der adaptive Klangmodus immer zu aggressiv und zu harsch abgestimmt war. Das hat sich nun geändert, es ist deutlich mehr Ausgewogenheit in dieses Programm gekommen, und man kann es beinahe bedenkenlos anwenden. 

Wie schlägt sich das HW-Q935D Soundbar-System bei der Wiedergabe von Musik, wenn man mittels geeigneter DSP-Modi alle Lautsprecher auch bei konventionellen Mehrkanal-Tonspuren mit einbezieht?

Bei der Celine Dion-Blu-ray "A New Day" in  True HD haben wir die beiden Titel "The Power Of Love" und "To Love You More" angehärt und nahmen die Stimme der leider schwer erkrankten kanadischen Ikone als präzise und erstaunlich klar wahr. Der Bass aus dem überraschend potenten aktiven Wireless-Subwoofer ertönt satt und exakt unten herum, der Tiefgang ist für die kompakten Abmessungen wirklich gelungen. Ferner notieren wir eine tadellose Räumlichkeit, weitläufig und mit überzeugender Tiefe ausgestattet. Als kleines Defizit, übrigens typisch für derartige Systeme: Der Oberbass-Bereich ist etwas zu schwach ausgeprägt. Dafür loben wir die gute Auflösung über den gesamten Frequenzbereich, das konnten Soundbar-basierte Konfigurationen früher definitiv nicht.  Bis auf den kleinen Knick in der Oberbasswiedergabe freuen wir uns über ein nahtloses, recht fein gegliedertes Klangbild, in dem auch die ordentliche  Ausarbeitung einzelner Instrumente heraussticht.

Fahren wir fort mit Tiesto, Elements Of Live, Disc 2, DTS HD Master Audio, und den beiden Tracks "Back In Your Head" sowie "He‘s A Pirate". Direkt fällt uns der straffe, harter Bass auf, der auch tief unten erstaunlich drückt. Eine akkurate Präsentation der Synthesizer-Effekte ist ein weiterer Vorzug des HW-Q935-Systems. Das empfundene Raumgefühl können wir als gut bezeichnen, es ist aber nicht so enorm weitläufig wie bei anderen Beispielen. Ein richtig guter maximaler Pegel sowie ein nahtloses Zusammenspiel aller Komponenten halten wir auf der Haben-Seite fest, zudem kann der aktive Subwoofer kann nicht geortet werden, wenn er richtig aufgestellt und eingepegelt ist. Bei "Back In Your Head" weist die weibliche Stimme die richtigen Portion Aggressivität auf. Samsungs Komponenten beeindrucken durch die schnelle Umsetzung aller Effektarten, der Wechsel Front-Rear wird schnell und effizient vollzogen. Der Aufbau beider Tracks erfolgt allzeit klar und mit der nötigen Substanz bei tiefen Frequenzen.

Als drittes Beispiel wählen wir die Eagles-Blu-ray, Farewell Tour, in DTS 5.1, und als Titel "Tequila Sunrise" und "Desperado".  Die Gitarre zu Anfang kommt sauber heraus, mit einer erstaunlichen Feindynamik, und der Bass präsentiert sich als überragend, daher freuen wir uns über ein ausgezeichnetes Fundament. Die Stimme des Sängers zischelt leicht, das liegt jedoch auch an der Quelle, sonst sond die vokalen Anteile ordentlich eingearbeitet. Das Lokalisieren einzelner akustischer Elemente funktioniert sehr gut, und die Wiedergabe des Schlagzeugs erweist sich als impulstreu. Für ein Soundbar-System erwartet uns wieder eine runde Auflösung, ohne Schwächen, selbst im Hochtonbereich nicht. Überdies wirkt die Bühne breit und authentisch vorne, und der Rear-Bereich wird immersiv und lebhaft eingearbeitet. Das Klavier bei Desperado zeigt sich erstaunlich feinfühlig, und die Beifallsbekundungen des Publikums kommen tadellos heraus.

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