XXL-TEST: Dreiwege-Regallautsprecher KEF Reference 1 Meta - der perfekte, kompakte High-End/Luxus-Lautsprecher ?

Klangwertung 

Cambridge Audio Cxn100 Frontansicht2

Cambridge Audio CXN100 Netzwerkstreamer

Mark Levinson No. 5802

Mark Levinson No. 5802 High-End Vollverstärker

Auch für dieses Review haben wir uns für eine verlustarme Zuspielung unserer digitalen Signale und deren Umsetzung für eine Kombination aus dem Cambridge CXN100 Netzwerkstreamer sowie den Mark Levinson High-End Verstärker No. 5802 entschieden. 

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Wir beginnen unsere Klangwertung mit den schwedischen Rockern von Takida und dem sehr feinfühligen Titel "Your Learn". Der Titel startet mit klassischen Streichinstrumente, welche der Uni-Q Treiber plastisch und realistisch umsetzen kann. Als Takidas Frontmann Robert Petterson nach wenigen Momenten mit seiner feinfühligen und außergewöhnlichen Stimme einsteigt, sind wir begeistert, wie klar und mit einer sauber gestaffelten Stereokulisse die Reference Lautsprecher diese Facetten realisieren können. Da wir die Band schon Live erlebt haben, dürfen wir feststellen, dass der Stimmcharakter tatsächlich auf den Punkt getroffen wird.  Selbst bei höheren Pegeln, die unser Mark Levinson Verstärker problemlos schafft, gelingt eine grandiose Differenzierung der unterschiedlichen Instrumente und Facetten.

Die nächste Band, werden wir im neuen Jahr Live und in Farbe bewundern dürfen und hoffentlich auch diesen Titel: Wir starten die Wiedergabe von "Under Your Scars" von Godsmack. Dieser Titel ist ebenfalls geprägt von sehr viel Gefühl und einer tiefgründigen Message. Der Song beginnt mit einem fein gespielten Klavier, das von Godsmack-Frontmann Sully Erna bedient wird, und kurz darauf schließt sich eine Violine an. Die beiden Instrumente werden mit einer hervorragenden Tiefenstaffelung und Klarheit präsentiert. Als Sully dann mit seiner charismatischen Stimme in den Titel einsteigt, sind wir etwas verblüfft. Wir haben den Titel bereits in unzähligen Tests verwendet, auch im hochpreisigen Segment und kein Lautsprecher hat uns mit der Stimmwiedergabe so berührt, wie es die KEF Reference 1 Meta tun. Die charismatische Stimme wirkt niemals nüchtern oder fad, sondern kann dieses Gefühl transportieren, welches Sully und die Band mit diesem Titel ausdrücken möchten. Hier zeigen sich ganz klar die Vorteile des Uni-Q Treibers im Vergleich zu einem Bändchenhochtöner auf, auch wenn der Bändchenhochtöner seine Vorzüge hat, wie eine etwas bessere Auflösung. Als Sully dann zur Kopfstimme übergeht bleibt die Darbietung klar, gefühlvoll und selbst bei hohem Lautstärkepegel, niemals harsch oder aggressiv. Der tieffrequende Bereich wird ebenfalls vom 165 mm messenden Tieftöner mit Aluminium Membrane hervorragend umgesetzt. Der Punch wird mit dem nötigen Fingerspitzengefühl abgegeben, ohne dabei überladen oder unpräzise zu agieren. 

Energiegeladen und deutlich aggressiver wird es beim nächsten Titel. Hierfür haben wir uns "Glitch" von der australischen Metalcore-Band Parkway Drive ausgesucht. Die zu Beginn des Titel erklingtenden E-Gitarren, die aus dem Hintergrund agieren und sich dann in den Vordergrund schieben, meistern die britischen Schallwandler mit Bravour. Bereits nach wenigen Momenten erlebt der Titel einen Dynamiksprung in Form von harten Drums und Gitarrenriffs, auch das bringt die KEF Lautsprecher nicht aus der Fassung. Die Gitarrenriffs werden facettenreich sowie kraftvoll umgesetzt, und schließt man die Augen, könnten man meinen, vor uns agiert ein großer Standlautsprecher. Selbst bei höheren Pegeln werden die E-Gitarren weder zu schrill noch zu fordernd. Als Winston McCall, Frontmann von Parkway Drive, dann mit seinem ebenfalls sehr fordernden und hinsichtlich der Ausprägung wechselnden Gesang einsteigt, wird die Stimmfarbe exakt auf den Punkt getroffen und die verschiedenen Gesangsarten, die der Künstler besitzt, werden akribisch und akkurat umgesetzt. Begeisterungen kann auch der Tieftöner für sich verbuchen. Der harte Punch, den der Titel zweifelsohne besitzt, wird mit einer Präzision und härte umgesetzt, was wir wahrlich so nicht erwartet hätten. Zugegeben, liegt dieses Musikgenre den wenigsten High-End/Luxus-Lautsprechern, aber die KEF Reference 1 Meta managt alles locker und souverän.

Abschließen möchte wir unsere Klangwertung mit "Mockingbird" von Tiësto, Dimitri Vegas & Like Mike und Gabry Ponte. Die elektronischen erzeugten Effekte einer Spottdrossel werden zu Beginn des Titels klar und stimmig präsentiert. Bereits nach wenigen Momenten steigt eine bezüglich der Stimmfarbe sehr spezielle Frauenstimme in den sehr dynamischen Titel mit ein, die, wie wir es mittlerweile gewohnt sind, mit exakter Ausprägung umgesetzt wird. Anschließend folgen harten Bässe sowie hochfrequente Synthesizer-Effekte, gepaart mit vokalen Elementen. Auch hier geben sich die KEF Schallwandler keinerlei Blöße und die harten und schnellen Basspassagen werden dynamisch, kraftvoll sowie präzise umgesetzt. Auch bei höheren Lautstärkepegeln können wir praktisch keine Auflösungsverluste feststellen.

Konkurrenzvergleich 

Elac Concentro S 503 New Brown Style

  • Elac Concentro S 503: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit Schallwandlern aus dem schönen Kiel. Hierfür haben wir uns vom Traditionshersteller Elac, die Concentro S 503 ausgesucht. Die Elac Lautsprecher sind mit einem Paarpreis von rund 7.000 EUR die günstigste Variante, in unserem Konkurrenzvergleich. Die Kieler Schallwandler setzen auf einen koaxialen Treiber. Im Zentrum steht hier der JET5 Bändchenhochtöner (Anmerkung: mittlerweile der neue JET6, der noch etwas mehr Brillanz und Durchzeichnung bietet), der allerdings nicht von einem Bändchen, sondern von einer Kalotte für die Darstellung des Mitteltonbereichs umgeben ist. Ein Hightech-Basschassis mit spezieller, diamantartiger Oberflächenstruktur gibt tiefe Frequenzen wioeder. Das Finish der Concentro S 503 ist edel und der Preisklasse angemessen. Klanglich kann die Concentro S 503 definitiv für Begeisterung sorgen, da sie sehr lebendig, zugleich aber auch kultiviert und stimmig aufspielt. Insgesamt handelt es sich um zwei faszinierende, handwerklich toll gemachte passive Lautsprecher, und für welchen man sich entscheidet, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Piega Coax 411 Seitenansicht Mit Abdeckung

  • Piega Coax 411: Weiter geht es mit den PIEGA COAX 411, diese sind als Dreiwege-Regallautsprecher mit koaxialem Bändchenchassis für den Hoch- und Mitteltonbereich konzipiert. Neben den Standardausführungen Silber (Paarpreis: 7.990 EUR), Schwarz und Weiß (Paarpreis: 8.500 EUR) gibt es auch die "Excellence Linie". Gegen einen entsprechenden Aufpreis stehen hier acht besonders exklusive Farbtöne zur Auswahl. Bei der COAX 411 schlagen pro Box zusätzliche 700 EUR zu Buche, möchte man einen Farbton aus der "Excellence Linie". Die PIEGA COAX 411 benötigt eine sehr kraftvolle, kultivierte Zuspielung, die stets souveräne Reserven bereit halten sollte. Ist dies gegeben, schwingt sich der Schweizer Dreiwege-Regallautsprecher zu absolut kompromisslosen akustischen Glanzleistungen auf, die sich quer durch alle Musikrichtungen ziehen. Ganz gleich, ob Klassik, Jazz, Pop, Heavy Metal, Trance oder Club-Musik: Der Schweizer Premium-Lautsprecher ist stets mit überragender Impulstreue, enormer Grob- und Feindynamik und einer für einen so kompakten Schallwandler exzellenten Pegelfestigkeit am Start. Zur akustischen Performance gesellt sich noch eine beispielfafte Material- und Fertigungsqualität. Schon das enorme Gewicht von 45 kg pro Lautsprecher dokumentiert, dass in Horgen am Zürichsee aus dem Vollen geschöpft wird. Dickes Aluminium trifft auf meisterhaftes Design, und die sich nach hinten verjüngende Gehäuseform hat auch akustische Vorteile, da sich im Boxen-Inneren keine stehenden Wellen bilden können.

Dali Epikore 3 Mit Stands Neu1

  • Dali EPIKORE 3: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit der Dali EPIKORE 3, die für einen Paarpreis von 9.998 EUR in den Farbvarianten Walnuss Hochglanz, Schwarz Hochglanz sowie Maroon Hochglanz bei einem der zahlreichen Dali Fachhändler erhältlich sind. Die edel anmutenden Lautsprecher Stands, sind für weitere 1998 EUR/Paarpreis optional erhältlich. Die EPIKORE Serie von Dali verfügt über zahlreiche Technologien, die aus dem Flaggschiff Modell, die KORE, übernommen wurden. In der EPIKORE Serie flossen neue Konzepte der Lautsprechertechnik, kombiniert mit dem Erfahrungsschatz, was DALI in den letzten 40 Jahren sich erarbeitet hat, mit ein. Zudem wurde größter Wert auf ein verzerrungsarmes Lautsprecherdesign gelegt, kombiniert mit den von DALI entwickelten verlustarmen Bass- und Mitteltöner, die alle das SMC Gen-2-Magnetmaterial sowie Clarity Cone-Papier- und Holzfasermembranen in Kombination mit dem DALI EVO-KTM Hybrid-Hochtönermodul verwenden. Der Frequenzgang ist mit 42 Hz bis 34 kHz angegeben, die Empfindlichkeit liegt bei 85 dB und die Nennimpedanz bei 6 Ohm. Der maximale Schalldruck kommt auf 108 dB und die empfohlene Verstärkerleistung liegt laut Dali zwischen 40 bis 250 Watt. Die Schallwandler ausschließlich im Dali-Stammwerk in Nørager/Dänemark, entwickelt und gefertigt. In unserer Klangwertung konnten wir uns von einer grandiosen Auflösung des EVO-K Hybrid-Hochtönermodul überzeugen. Selbst beim Hören mit enormen Lautstärkepegeln und sehr anspruchsvollen Tracks gelang jederzeit eine fantastische Differenzierung der hochfrequente Elemente. Der Bass-/Mitteltontreiber punktete in unserer Klangwertung mit einem hervorragenden Mittelton- sowie Bassbereich. Selbst schnelle und harte Bässe konnten die EPIKORE Lautsprecher nicht aus der Komfortzone bringen. Unser Meinung nach ist die EPIKORE 3 der perfekte Spielpartner für Freunde von klassischer und gediegener Musik, da das Hochtonmodul noch etwas mehr Auflösung bietet als der Uni-Q Treiber der Reference 1 Meta. Wer jedoch gelegentlich auch mal dynamische harte und fordernde E-Gitarrenklänge hören möchte, der sollte zu den KEF Schallwandlern greifen, da der Uni-Q Treiber der 12. Generation etwas wärmer aufspielt als das Hochtonmodul der EPIKORE 3.

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