TEST: Yamaha YH-C3000 - Geschlossener Over-Ear Kopfhörer mit hochentwickelten ARMODYNAMIC-Treibern

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Klang

Avm Evolution As 3.3 Frontansicht2

AVM Evolution AS 3.3

In den folgenden Absätzen möchten wir auf die klangliche Auslegung des YH-C3000 genauer eingehen. Auch in diesem Test verwenden wir als Zuspieler unseren sehr geschätzten AVM Streaming-Stereovollverstärker AS 3.3, da dieser einen ausgezeichneten Kopfhörerverstärker verbaut hat. Wir beginnen unserer Klangwertung mit klassischer Musik und starten die Wiedergabe von "The Kiss" von Trevor Jones. Der Hauptakteur in diesem Stück ist eine klassische Geige, die in mehreren Durchgängen in Erscheinung tritt. Bei Durchgang Nummer eins und zwei hören wir nur die besagte Geige und eine Trommel. Beide Instrumente werden ausgesprochen natürlich, absolut klar und enorm präzise vom Yamaha Kopfhörer umgesetzt - ohne jede Effekthascherei. In Durchgang Nummer drei verstummen die Trommeln, und die sehr prägnante Geige wird von einem Cello begleitet. Auch hier gelingt eine klare Differenzierung der unterschiedlichen Instrumente, und die Plastizität liegt auf einem hohen Level. Wir notieren eine unverfälschte, gradlinige Gesamtwiedergabe, die sich wirklich nahe am Original befindet - ohne irgendeine Bassanhebung oder ein Klangbild mit leicht warmer Ausprägung. Deswegen erweist sich unser Testkandidat als der perfekte Spielpartner für den Hörer, der aus akustischer Sicht das klassische HiFi-Ideal schätzt. Als sich im weiteren Verlauf des Titels immer mehr Instrumente hinzugesellen, garantiert der YH-C3000 nach wie vor eine saubere Trennung der einzelnen musikalischen Ebenen. Als dann im sechsten Durchgang weitere Geigen mit einer Gegenmelodie erklingen, und die zuvor sehr prägnante Geige bewusst etwas in den Hintergrund rutscht, erledigt der YH-C3000 diese vielschichtige Abzeichnung ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau.

Weiter geht es in unserer Klangwertung mit Hans Zimmer, dem weltweit bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Filmkomponisten und Musikproduzenten. Entschieden haben wir uns für den Track "Now We Are Free" aus dem Film "Gladiator". Der emotionale Track wird vom Lyndhurst Orchester begleitet, und wir sind erstaunt, wie fein, detailliert und konturenreich der Yamaha YH-C3000 die im Titel enthaltenen Facetten meistern kann. Die Streichinstrumente werden mit sehr viel Fingerspitzengefühl und mit einer enormen, unverfälschen Klarheit umgesetzt. Der Gesang von Lisa Gerard, den sie selbst als "die Sprache des Herzens" bezeichnet (da es um eine erfundene Sprache handelt), wird gefühlvoll und mit dem richtigen Volumen dargestellt. Selbst kleinere Nebeneffekte bleiben bei der Gesamtwiedergabe in vollem Umfang erhalten. Die dynamischen Passagen der Filmmusik wird mit einem trockenen, präzisen Bassfundament präsentiert. Beim Pegel sollte der Nutzer allerdings etwas mit Bedacht vorgehen, da der neutral aufspielende YH-C3000 bei höheren Lautstärken etwas fordernd wird.

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Beschäftigen wir uns nun mit dem Ausnahmekünstler Myles Kennedy und seiner Band Alter Bridge. Wir möchten uns vom Yamaha YH-C3000 den gefühlvollen Titel "In Loving Memory" abbilden lassen. Die emotionale Ballade hat Mark Tremonti, Gitarrist der Band, für seine verstorbene Mutter geschrieben. Der Song thematisiert den Schmerz über den Verlust, die Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, die Bewahrung der Erinnerung und den Trost, den die Musik in der Trauer bietet. Der Titel startet mit einer Gitarre und kurz drauf folgen die ersten vokalen Elemente von Myles. Die Gitarre wird mit akkuraten, glaubwürdigen Konturen in den Raum gestellt, und Myles Stimme erklingt lebendig sowie gefühlvoll. Als sich im weiteren Verlauf Drums und weiteren Gitarren hinzufügen, holt der YH-C3000 die Komplexität der musikalischen Elemente überragend ans Tageslicht. Als Myles dann zur Kopfstimme wechselt, macht unser Testkandidat erneut einen sehr guten Eindruck und beeindruckt mit seiner dynamischen Wiedergabe. Nur bei hohem Lautstärkepegel könnte die Wiedergabe für den empfindlicheren Hörer etwas harsch zu werden. Beim Thema Tiefgang und Bass-Intensität liefert der Yamaha Over-Ear Kopfhörer eine sehr gute, weil ehrliche und exakte Performance.

Weir setzen die Klangtestreihen mit der bereits verstorbenen Künstlerin Eva Cassidy und ihrem Song "Ain't No Sunshine" fort. Die zu Beginn des Titels erklingende Akustikgitarre wird mit in enorm vielen Facetten zur Geltung gebracht, und Evas Stimme kommt ausdrucksstark zur Geltung. Die zuerst sehr feinen und zurückhaltenden vokalen Elemente werden mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Detallierung umgesetzt. Selbst als die Gesangsrange deutlich an Dynamik  gewinnt, gelingt die vokale Darstellung auf enorm hohem Niveau. Die Anschlagdynamik beim Klavier wird feinfühlig herausgestellt, und auch hier zeigt der Yamaha Kopfhörer auf, dass er kein "Blender" ist, sondern eine natürliche, realistische Wiedergabe fokussiert.

Deutlich dynamischer wird es beim nächsten Track, und wir kommen zum Ende unserer Klangwertung. Die Wiedergabe von "Home" von Glockenbach feat. Tom Walker steht auf dem Programm. Am Anfang des Titels hören wir eine plastisch und mit der nötigen Sensibilität umgesetzte Akustikgitarre. Als dann wenigen Momenten die Stimme vom britischen Singer und Songwriter Tom Walker folgen, meistert der Yamaha Kopfhörer dessen vokale Präsenz mit Bravour und überzeugt erneut mit seinen "Paradedisziplinen" Facettenreichtum und Klarheit. Als der Titel dann deutlich an Fahrt aufnimmt, bleibt die Gesamtwiedergabe tonal neutral und akkurat strukturiert. Zudem liefert der YH-C3000 ein präzises Bassfundament.

Konkurrenzvergleich

Dan Clark Audio Noire 2

  • Dan Clark Audio NOIRE X: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit dem Dan Clark Audio NOIRE X, der als geschlossener, magnetostatischer Kopfhörer konzipiert ist, der sich in elegantem, komplett schwarzen Erscheinungsbild präsentiert. Erhältlich ist der Kopfhörer für derzeit 1.249 EUR. Technisch schöpft man aus dem Vollen. Das Acoustic Metamaterial Tuning System (AMTS) wurde um einen weiter optimierten Treiber ergänzt. Der optimierte AEON-Audiotreiber zeigt sich als deutlich steifer im Vergleich zum Vorgänger, er produziert nochmals geringere Verzerrungen und insbesondere mit der hochentwickelten V-Planar-Randaufhängung. Um dies zu garantieren, wurden neue Herstellungsverfahren eingesetzt. Für die Optimierung verwendet wurden außergewöhnlich exakte Messsysteme wie zum Beispiel Audio Precision 555B und B&K 5128. Mit deren Hilfe konnte DCA die weiterentwickelten Treibereinheiten präzise ins zum Patent angemeldete Acoustic Metamaterial Tuning System (AMTS) integrieren, ebenso in die neu konzipierten Ohrpolster. Zum Basispreis gibt es zahlreiche Kabeloptionen, für die man sich entscheiden kann: Wahlweise verfügbar sind ein Kombi-Stecker mit 1/4" und 3,5mm, die Variante mit 4-poligen XLR-Steckern und eine Kabel mit 4,4mm-Pentaconn-Anschluss. Bei uns lag ein Kabel mit 4,4mm Stecker bei. In der Klangwertung erwies sich der NOIRE X als gleichermaßen dynamisch wie kultiviert, der Bass agiert präzise und nachdrücklich. Der Kopfhörer überzeugt zudem mit seinem erstklassigen Tragekomfort. Das selbstjustierende Kopfband und die Ohrpolster aus hautsympathischem Material sorgen dafür, dass man den Kopfhörer auch für extensive Hörsessions einsetzen kann. 

Denon D9200 2

  • Denon AH-D9200: Weiter geht es mit einem Kopfhörer, der ebenfalls direkt in Japan hergestellt wird. Die Rede ist vom Denon AH-D9200, der mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.699 EUR erhältlich ist. Er ist schon seit geraumer Zeit das Flaggschiff des Kopfhörer-Lineups von Denon und wird von Hand im Werk Shirakawa in Japan mit höchster Präzision gefertigt. Denon setzt beim AH-D9200 auf 50 mm messende "FreeEdge"-Treiber. Sie neutralisieren störende Resonanzen innerhalb der Membran, was einen besonders klaren, störumgsarmen Klang garantiert. Die weichen, nachgiebigen Außenmaterialien ermöglichen, dass die Bewegungsantwort der Treiber auf den durch musikalische Signal gegebenen Impuls exakt erfolgen kann, dies bestätigte auch die Klangwertung. Die Treiber sind auf vibrationsdämpfenden Lagern aus Harz montiert. Der AH-D9200 besitzt ein HiRes-Audio-Zertifikat der Japan Audio Society und besitzt Ohrschalen aus japanischem Bambus. Dies garantiert zum einen eine exklusive Optik, zum anderen steht das verwendete Material auch für einen homogenen, präzisen Klang. Im Lieferumfang finden sich ein 3 Meter langes, silberbeschichtetes OFC-Kabel mit 6,3 mm-Stecker plus ein 1,3 Meter-Audiokabel mit 3,5 mm Miniklinkenstecker. Ergänzt wird das Zubehör eine hochwertige Aufbewahrungsbox und ein Reinigungstuch. Der AH-D9200 sitzt sehr komfortabel auf dem Kopf, die noblen Materialien tun ihr Übriges dazu. Das Kopfband ist sehr bequem gepolstert, und auch die Ohrpolster überzeugen mit  einem hohen Tragekomfort. Klanglich entpuppt sich der Denon-Kopfhörer als echter Könner, dank seinem leicht warmen, sehr stimmigen Klang. 

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