TEST mit Display Basic Check: Samsung FullHD-TV UE55H6470

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Mit neuer Nutzeroberfläche und leistungsstarkem Prozessor trumpfen die aktuellen FullHD-Modelle von Samsungs 6er Serie auf. Für ein komfortables Handling und mehr als ausreichend Power im Bereich des Video-Processings kommen schon hier die aktuellen Quad Core-Prozessoren zum Einsatz. Klingt nach optimalen Voraussetzungen für Samsungs Frame-Interpolationstechnologie „Clear Motion Rate“, die schnelle Bewegungen besonders klar und ruckelfrei darstellen soll.

Vom Geschwindigkeitszuwachs profitiert auch der Zugriff auf Multimedia-Inhalte und der aktuelle Smart Hub 2014. Die Smart Touch Control Fernbedienung mit Bewegungssensor kann als Pointer verwendet werden, auch ein Mikrofon für Sprachsteuerung ist integriert. Als Smartphone-App steht die Samsung Smart View 2.0 App zur Verfügung – neben der Nutzung des Mobilgerätes als Fernbedienung kann man Live TV zum Smartphone/Tablet streamen oder Inhalte vom Smartphone/Tablet auf dem Samsung-Gerät wiedergeben.

Im 3D-Betrieb arbeitet der H6470 mit aktiven Shutterbillen, zwei liegen dem Lieferumfang bei. Die UVP des FullHD-Modells in 55 Zoll liegt bei 1.199 EUR.

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Schwarzes Bezel und transparenter Rahmen

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Viergliedriger Standfuß

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Rückseite

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Stationäres Bedienelement

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Der Standfuß wird mit vier Schrauben am TV befestigt

Der H6470 in 55 Zoll – wenn auch nicht ganz so schick wie aktuelle UHD-Modelle – macht einen recht eleganten Eindruck. Der Rahmen und der Standfuß des TVs sind aus Kunststoff gefertigt. Der Rahmen direkt um das Display ist in hochglanzschwarz gehalten, daran schließt sich ein transparenter Mantel an. Im unteren Bereich ist mittig der Samsung-Schriftzug platziert, rechts eine Status-LED integriert. Der Standfuß mag dem ein oder anderen bekannt vorkommen, schon bei früheren Generationen kam die viergliedrige Form zum Einsatz. Mit vier Schrauben ist das Display am Standfuß fixiert, der Fernseher scheint dabei minimal nach vorne zu neigen. Die Rückseite ist teils aus Kunststoff, teils aus Metall. Links unten ist ein kleines stationäres Bedienelement integriert, das zum Ein/Ausschalten und zu weiterer rudimentärer Steuerung verwendet werden kann. Bezüglich der Bautiefe haben wir schon flachere Samsung TV-Geräte gesehen, knapp 5cm ist der TV tief.

Samsung UE55H6470 Fernbedienungen

Beiliegende Fernbedienungen

Dem Samsung H6470 liegt sowohl eine konventionelle Fernbedienung als auch die Smart Touch Control Remote bei. Die Standard-Fernbedienung liegt aufgrund der nicht allzu groß geratenen Form gut in der Hand, bietet ein solides Layout und ausgezeichneten Tastendruckpunkt. Die Smart Touch Control Fernbedienung kann als Pointer genutzt werden und bietet ein integriertes Mikrofon für die Sprachsteuerung. Für den alltäglichen TV-Gebrauch sind Lautstärke- und Programmwechseltasten aber auch hier an Bord.

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Aktive Shutterbrille

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SSG-5100GB

 Um beim Display mit 1920 x 1080 Bildpunkten auch im 3D-Betrieb FullHD-Wiedergabe zu ermöglichen, arbeitet das Samsung Gerät mit aktiven Shutterbrillen. Die beiliegenden Brillen kommen auch in den größeren Serien zum Einsatz und überzeugen durch ihr geringes Gewicht. Sie sind aus Kunststoff gefertigt und werden mit CR20 Knopfzellen betrieben. Laden via USB ist nicht möglich. Etwas unpraktisch ist, dass man wegen des Stecksystems der Brillen die Bügel nicht einklappen kann. Wer allerdings nur ab und an die Brillen für einen 3D-Film hervorholt, hat die Brillen mit wenigen Handgriffen zerlegt und auch wieder zusammengestöpselt.

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Anschlussübersicht gesamt

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Anschlüsse rückseitig

 Die Samsung 6er Serie bietet vier HDMI-Anschlüsse für Quellgeräte, dazu einen Kombinationsanschluss für FBAS/Composite und Komponentenvideo und natürlich Stereo Cinch analog. Daneben ist ein Scart AV-Anschluss untergebracht, auch ein digitaler optischer Ausgang ist vorhanden. Drei USB-Anschlüsse sind integriert, auch ein Kopfhöreranschluss und ein Ethernet-Slot. Für TV-Empfang steht LNB-Satellit sowie ein Anschluss für Kabel zur Verfügung – der H6470 bringt einen einfachen Triple-Tuner für DVB-S/C und DVB-T mit, ein Twin Tuner ist in dieser Serie nicht an Bord.

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Bildeinstellungen

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Bildformat wählen

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Erweiterte Bildeinstellungen

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Bildoptionen

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Netzwerk-Einstellungen

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Systemeinstellungen

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„Unterstützung“ inkl. Software-Update etc.

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Taste „Tools“ auf der Fernbedienung

Das Menü der aktuellen Samsung TVs wirkt freundlich und angenehm – optisch ist es gegenüber anderen, eher schlicht zurückhaltenden grafischen Benutzeroberflächen eher farbenfroh und auch mit verschiedenen grafischen Icons versehen. Ein Pluspunkt des Menüs sind definitiv die stets seitlich angezeigten Texte, die nicht sofort durchschaubare Menüpunkte kurz erklären. Die Navigation ist flüssig, nur vereinzelt reagiert der TV nicht sofort auf Eingabebefehle der Fernbedienung.

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Smart-Hub Einrichtungsassistent

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Netzwerkeinstellungen vornehmen

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Sendersuchlauf durchführen

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Software-Update (Netzwerkverbindung erforderlich)

Natürlich bringt der Samsung TV einen automatischen Installationsassistenten mit. In wenigen Schritten werden hier die Menüsprache und weitere Basisparameter festgelegt. Außerdem kann man einen Sendersuchlauf durchführen und das Gerät mit dem Heimnetzwerk und Internet verbinden.

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Toneinstellungen

Der Samsung bietet verschiedene Ton-Presets, die sich nur geringfügig voneinander entscheiden. Wer in seiner Umgebung etwas Probleme bei der Sprachverständlichkeit hat, kann ruhig auf „Klare Stimme“ zurückgreifen. „Film“ ist etwas räumlicher, prinzipiell fährt man mit der „Standard“-Einstellung recht gut. Der Sound entspricht der eines aktuellen Flachbildschirms und wird ambitionierte Heimkinofans nur beim Verfolgen der täglichen Nachrichten überzeugen. Positiv ist, dass der TV selbst im größeren Wohnzimmer bei etwas höherem Pegel nicht verzerrt.

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Samsung Apps-Übersicht

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Filme & Serien im VoD-Angebot

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Beliebte Internetangebote

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Games im Samsung Smart Hub

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DLNA-Server und im Netzwerk gefundene PCs

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Musikwiedergabe vom DLNA-Server

Auf sämtliche Multimedia-Features greift man beim Samsung TV mit dem Samsung Smart Hub zu, der direkt über die „Smart Hub“-Taste auf den beiden Fernbedienungen aufgerufen wird. Zunächst öffnet sich eine Leiste im unteren Bereich des Bildschirms, mit dem ein Schnellzugriff auf zuletzt genutzte Eingänge oder populäre Apps möglich ist, mit einem Klick auf die vier Samsung-Symbole über der Leiste öffnet sich dann der eigentliche Samsung Smart Hub.

Zunächst empfangen uns die Samsung Apps mit einer großen Auswahl an bekannten und weniger bekannten Internetapplikationen, darunter Mediatheken, Social Media-Services, ausgewählte VoD-Anbieter, Nachrichten, Internetradios und vieles mehr. Unter Games sind jetzt Spiele für den Samsung TV zu finden, die sowohl die Smart Touch Remote als auch das Smartphone in Kombination mit der Smart View App 2.0 nutzen.

Selbstverständlich lassen sich auch Dateien, die sich auf einem DLNA-Server bzw. PC mit Samba-Freigabe befinden, mit dem HU6470 wiedergeben. Der TV durchsucht automatisch das Netzwerk und zeigt diese zur Auswahl an. Dann wählt man die gewünschte Kategorie aus. Unterstützte Dateiformate: Fotos JPEG, PNG und Bitmap; Musik MP3, AAC und FLAC; Video DiVX, MKV mit h.264 in HD und SD, AVCHD, HDTV TS-Aufnahmen, MPEG, WMV, etc.

Für die Steuerung mit dem Smartphone lädt man sich „Samsung Smart View 2.0“ aus dem App Store oder Google Play Store, je nachdem ob iPhone oder Android-Device, kostenlos herunter. Beim Start der App wird das Netzwerk nach Samsung Geräten durchsucht, in unserem Fall wurde „Samsung LED TV55“ gefunden. Nach einem Klick darauf wird am TV ein vierstelliger PIN-Code angezeigt, der dann am Smartphone eingegeben werden muss. Danach ist das Smartphone registriert und kann nicht nur zur Steuerung sondern auch für Screen Mirroring oder zur Wiedergabe von Dateien, die sich auf dem Smartphone befinden, auf dem Samsung TV verwendet werden.

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 Bevor wir uns an die Testbilder und die Messung mit unserem SpectraCal C6 Sensor und Calman machen, wählen wir am Samsung TV ein geeignetes Bildfeld aus. Im Gegensatz zu anderen Herstellern ist bei Samsung die Auswahl eher klein gehalten: Neben Standard gibt es noch Dynamisch, Natürlich und Film. Wie kaum anders erwartet, ist die Farbtemperatur im Modus „Film“ dem Ideal am nähsten und wir wählen dieses Preset auch für unsere Eindrücke aus.

Die Helligkeitseinstellung ist bei absoluter Dunkelheit beim Wert 45 perfekt. Hat man noch mit ein wenig Umgebungslicht zu kämpfen, kann man hier ein paar Stebs anheben. Allerdings greift man damit auch in andere Parameter des TV-Gerätes ein, also besser Vorsicht walten lassen. Die Reverse Grey Ramps & Steps zeigen, dass der Samsung sich im Bereich Kontrast keinesfalls verstecken muss, selbst im Überweiß wird noch bis beinahe zu den höchsten Wert sauber differenziert. Overscan ist leider noch aktiv und somit keine pixelgenaue Darstellung des via Blu-ray zugeführten 1080p-Materials. Das lässt sich unter „Tools“ und „Bildformat“ schnell beheben, die Einstellung „Bildanpassung“ zieht eine native Darstellung nach sich. Die Schärfe ist bei Wert „20“ unserer Meinung nach zu stark angezogen und kann auf 10 oder noch stärker reduziert werden.

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Übersicht 1

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Farbraum und Weißpunkt im Zoom

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Farbhelligkeit

uebersicht2

Übersicht 2

gammapunkt

Gammapunkt

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Gammakurve

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Übersicht 3

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RGB Balance

farbtemperatur

Farbtemperatur

Der Samsung H6470 bietet eine ausgezeichnete Darstellung des HD-Farbraum rec.709, auch der Weißpunkt im Zoom macht einen exzellenten Eindruck, die einzelnen IRE-Bereiche liegen allesamt nahe beeinander und nahe am Zentrum. Die Farbhelligkeit in Abhängigkeit zum Referenz-Weiß ist ebenfalls ausgezeichnet, die größte Abweichung liegt hier bei der Primärfarbe Rot vor. Nachdem auch die Farbtemperatur und RGB Balance einen exzellenten Eindruck hinterlässt, bleibt als einzige kleine Schwachstelle das Gamma. Mit einem Durchschnittswert von knapp 2,1 liegt es klar unterhalb der angepeilten 2,4. Besonders, das zeigen beide Diagramme, in den unteren Helligkeitsbereichen liegt hier kein ganz korrekter Wert vor.

Praxisbetrieb

Zunächst sehen wir uns Casino Royale in 2D und ohne zugeschaltete Frame-Interpolation an. Beim zweiten Kapitel sehen wir ein sehr gut gestaffeltetes Bild von oben auf die provisorische Kampfarena, in der sich Frettchen und Schlange einen erbitterten Kampf liefern. Das Bild ist gut durchzeichnet und so können einzelne Bildebenen ausgezeichnet differenziert werden. Ein minimales Zittern, besonders gut zu sehen an der geschwungenen Linie und der der Ruine des Hauses in der rechten unteren Ecke, können wir erkennen. Allerdings muss schon genau hinsehen, wer das leichte Ruckeln von 24p-Judder unterscheiden möchte – in der Praxis störend ist es sicher nicht, lediglich im direkten Vergleich mit Wettbewerbern mit überragender 24p-Stabilität wird es sichtbar. Insgesamt macht das Bild aber einen stabilen Eindruck, selbst die flinken Handbewegungen, als die Zuschauer ihre Wetteinsätze tätigen, werden sauber und mit sehr guter Kantenschärfe dargestellt. Auch bei Nahaufnahmen zeigt der H6470 exzellente Detailschärfe und Durchzeichnung. Bei der Szene, in der 007 am verkohlten Holzbalken lehnt, zeigt der Samsung eine sehr gute Differenzierung der verschiedenen Schwarz-/Grautöne, auch die Balken im Hintergrund kann man visuell noch trennen. Die Farben wirken durchweg sehr natürlich und nicht zu kalt.

Bei Aktivierung der Frame-Interpolationstechnologie beobachten wir in den verschiedenen Einstellungsmodi unterschiedliche Ergebnisse. In der Standard-Variante ist das Bild wirklich aalglatt und Kamerafahrten gelingen absolut geschmeidig und ohne das kleinste Ruckeln. Allerdings sind dann an vereinzelten Stellen Artefakte zu sehen, z.B. direkt am Anfang der Szene bei der eingeblendeten Schrift „Madagascar“ zu sehen. Weniger stark ist dies in der Einstellung „Klar“ ausgeprägt. Hier wirkt zwar das Bild dann nicht ganz so geschmeidig, dafür ist auch die Artefaktebildung geringer und der Video-Look nicht stark ausgeprägt.

Im simulierten 3D-Betrieb setzt sich der TV zunächst einmal in die „Default“-Einstellungen zurück. Das heißt, dass man vom Standard-Bildfeld wieder in den Film-Modus wechseln muss und auch die Schärfe, zumindest im Blu-ray Betrieb, deutlich zurücknehmen. Danach ist Farbgebung und auch die Bildhelligkeit wieder exzellent, allerdings entfalten sich – trotz deaktiviertem Motion Plus – vereinzelt Artefakte und auch Doppelkonturen sind zu sehen. Die Wandlung ist leider nicht perfekt und wir halten es für unwahrscheinlich, dass man damit einen ganzen Spielfilm ansieht.

Im nativen 3D-Betrieb, den wir mit der Avatar 3D Blu-ray prüfen, halten sich die Doppelkonturen eher im Hintergrund auf, bleiben aber in manchen Szenen sichtbar und sorgen für ein etwas unruhiges Bildverhalten. Die Plastizität und Räumlichkeit ist ausgezeichnet und, wie bei der Wandlung von 2D- in 3D-Material, sind Farbgebung und Bildhelligkeit auf exzellentem Niveau.

Bei der dritten Episode der Star Wars-Saga zeigt der Samsung TV in der ersten Szene einen ruhigen Ablauf der gelben Laufschrift. Erst im hinteren Bereich beginnt man, die Treppenstufen und das leichte Zittern der Buchstabenkanten zu sehen, im vorderen Bereich läuft die Schrift sauber und ruhig ab. Wellenbewegungen oder ein Ausbleichen der gelben Farbe im hinteren Bildschirmbereich ist nicht zu erkennen. Der Sternenhimmel bietet eine Vielzahl an Sternen und einen subjektiv sehr guten Schwarzwert. Beim Schwenk auf den großen Sternzerstörer gelingt die Kamerafahrt ruhig und nach kurzem Einrasten steht das Raumschiff stabil und plastisch vor der Planetenoberfläche. Vereinzelt sind die Kanten nicht hundertprozentig sauber, auch wenn es den Gesamteindruck kaum stört. Im hinteren Bereich, der im Schatten liegt, wird noch gut durchzeichnet, Details an den Turbinen sind sichtbar. Beim Abknicken der beiden Raumjäger sehen wir ein sehr schönes Panorama mit verschiedenen Bildebenen und Schiffen mit guter Objektplastizität, die räumlich klar von der Oberfläche von Coruscant getrennt sind. Im Kampfgeschehen bietet der Samsung ebenfalls ein sehr sauberes Bild. Die vielen bewegten Objekte und Geschosse mindern die Bildruhe und Bildstabilität nicht. Die Farbgebung wirkt natürlich und nicht überzogen. Insgesamt liefert der H6470 eine ausgezeichnete Performance mit ein paar wenigen Schwächen.

Im alltäglichen TV-Betrieb begeistert der Samsung H6470 besonders durch ein absolut stabiles und ruhiges HD-Bild. Die 720p-Ausstrahlungen der öffentlich-rechtlichen Sender werden lediglich auf die native FullHD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln hochskaliert. Eine exzellente Detail- und Kantenschärfe ohne ausgeprägte Artefaktebildung ist die Folge. Obwohl wir die Schärfe etwas reduziert haben (bei Blu-ray kann man komplett auf 0 gehen), sind feinste Strukturen sichtbar und das Bild exzellent durchzeichnet. In Kombination mit den ausgezeichneten Kontrastwerten wird auch eine tolle Plastizität und räumliche Wirkung erreicht. Die Farbgebung erscheint im Preset Film sehr natürlich und wirkt kein Stück überzogen, dennoch wirken die Farben dynamisch und lebendig. Bewegungen im Bild, seien es kontinuierliche wie Wellenbewegungen im Wasser oder aber flinke Sportarten, greifen nicht negativ ins Bildgeschehen ein und schmälern den komplett ruhigen und stabilen Bildeindruck nicht. Im SD-Betrieb wirkt das Bild zwar ein wenig verrauschter, erhält aber Bildruhe und Stabilität, so dass trotz der geringen Auflösung ein sehr angenehmes Sehen möglich ist. Natürlich ist die Detail- und Kantenschärfe nicht identisch ausgeprägt, insgesamt wird aber auch hier viel geboten. Die Farbgebung ist nicht ganz so dynamisch, bleibt aber auf dem natürlichen und in sich stimmigen Niveau.

Konkurrenzvergleich

Klarer Konkurrent unseres H6470 ist der Panasonic TX-55ASW754. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein FullHD-Gerät, mit 1.699 EUR ist der Vertreter des japanischen Unternehmens teurer als die 6er Serie von Samsung. Beide Geräte präsentieren sich in schicker Optik und solider Verarbeitungsqualität. Visuell bieten beide exzellente Ergebnisse im Display Basic Check, auch beim Upscaling gibt man sich keine Blöße. Im 3D-Betrieb liefert der Panasonic sowohl bei der Wandlung als auch bei der nativen Wiedergabe ein ruhiges Bild mit kaum Ausprägung von Doppelkonturen, beim Samsung ist der 3D-Betrieb nicht ganz optimal. In 2D hingegen liefern beide Geräte exzellente Ergebnisse. Multimedial gesehen bringen beide ein umfangreiches Smartportal mit. Mit dem Samsung kann man mit der Smart View 2.0 App das TV-Signal aufs mobile Endgerät mitnehmen, der ASW754 bringt vollwertige SAT>IP Funktion mit. Bei den HDMI-Eingängen bietet der Panasonic drei, der Samsung vier an der Zahl.

Ebenfalls in 55 Zoll erhältlich und ebenfalls etwas teurer (zum Test-Zeitpunkt) ist der Philips PFK7189. Äußerlich zeigt sich der PFK7189 im Alu-Gehäuse, der Samsung hingegen hat einen Rahmen aus Kunststoff. Der Philips TV zeigt sich im Display Basic Check klar schwächer als der Samsung, beide bieten in der Standard-Einstellung ein viel zu scharfes Bild. Das Handling des Philips ist nicht ganz so angenehm wie beim Samsung, träge Reaktionen vor allem im Multimedia-Bereich zeugen davon.

Fazit

Samsung UE55H6470 Front Seitlich2

Der Samsung UE55H6470 ist ein würdiger Vertreter aus Samsung FullHD-Sparte und bietet ausgezeichnete Ergebnisse im Display Basic Check sowie im Praxisbetrieb. Besonders gute Ergebnisse liefert der TV im 2D-Betrieb sowie beim Upscaling, im 3D-Betrieb ist das visuelle Erlebnis nicht ganz so exzellent, wie wir es von den UHD-Geräten von Samsung kennen. Multimedial ist der Samsung exzellent ausgestattet, bringt ein umfangreiches Smart Portal und eine einfach bedienbare Smartphone-/Tablet-Applikation mit Live-TV-Streaming-Option mit. Material und Verarbeitung ist auf solidem Niveau, auch wenn größtenteils Kunststoff zum Einsatz kommt. Die grafische Benutzeroberfläche des Gerätes ist optisch ansprechend und übersichtlich, dank großer Rechenleistung ist das Handling recht flüssig und reaktionsschnell.

Flexibler FullHD-TV mit ausgezeichneten visuellen Eigenschaften und problemlosem Handling
ueberragend
Test: 18.09.2014

+ Exzellente 2D-Darstellung
+ Ausgezeichnete Ergebnisse im Display Basic Check
+ Übersichtliche grafische Benutzeroberfläche
+ Samsung Smart View 2.0 App
+ Solides Upscaling
+ Top Multimedia-Ausstattung

– Schwächen im 3D-Betrieb

 

Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18.09.2014




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