XXL-TEST: Philips OLED807 in 65 Zoll - das Meisterstück des Traditionsherstellers für knapp 2.200 EUR

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TV-Tuner, Terra X, Im Sog der Unterwelt - die Welt unter unseren Füßen, ZDF Neo HD/720p:

Hier überzeugt der 807 durch ein sehr helles Bild auch bei deutlichem externen Lichteinfall, dank OLED EX-Panel. Wir kennen nur wenige OLEDs mit solch guten Helligkeitsreserven. Dies steigert den praktischen Nutzwert des Philips-Smart-TVs enorm. Die erstklassige Schwarzwert-Qualität sieht man zudem selbst bei deutlichem externen Lichteinfall. Was die Bild-Modis angeht: Hier agiert der stromsparende Eco Modus gar nicht schlecht. Sehr gut gefällt uns der Bildmodus Experte 1, heller Raum (ISF): Neutrale, echt wirkende Farben, homogener, angenehmer Gesamteindruck.

Im Verlauf der Terra X-Folge punktet der 807 mit seiner erstklassige Plastizität: ein Fluss fließt, der Blick auf Triest - beide Momentaufnahmen managt der Philips überragend und zeigt auch eine Detaillierung, die klar Oberklasse-Niveau entspricht. Störende Artefakte finden sich höchstens sporadisch. Das liegt auch daran, dass die Bildschärfe sich als sehr gut ausbalanciert erweist. Pluspunkte sammelt der Philips weiterhin mit der ruhigen Bildführung, bedingt auch durch die ausgezeichnete Frame Interpolation (Modus: „Gleichmäßig“). Beim Abstieg in eine Höhle bietet der OLED-TV einen exzellenten Detailkontrast, was man an der feinen Modellierung der Gesteine und des Unterbodens erkennen kann.

Überdies entfaltet der 807 eine herausragende Panoramawirkung des Bildes beim Blick in die große Höhle - hier hat man beinahe den Eindruck, selbst vor Ort zu sein. In jeder Sequenz weiß das exzellente Upscaling, scharf, fein, nahezu rauschfrei, zu gefallen. Hier hat Philips nicht nur zu den Besten aufgeschlossen, sondern setzt zum Überholen an. Dass uns das Bild so gut gefällt, liegt auch daran, dass das Panel praktisch nicht rauscht - auch hier eine wirkungsvolle Optimierung. Und dafür, dass das erstklassige Panel lang lebt, sorgt die Anti-Burn-In-Technologie von Philips. Zum Schluss noch ein Blick von oben auf einen verschneiten Wald: scharf, kamerafahrt ohne Ruckeln, farbecht, dreidimensional - der OLED-TV agiert auf höchstmöglichem Niveau.

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Wenden wir uns der Netflix-Serie 1899 zu (4K, in Dolby Vision). Wir schauen hier in der Nacht ohne jeden externen Lichteinfall und verwenden den Dolby Vision Dunkel Modus. Wir betrachten die ersten Sequenzen der ersten Folge. 

Sofort am Anfang gibt der Philips die Wolken über dem Meer und die verschneite Landschaft sehr plastisch wieder. Der Blick über das Meer erweist sich als sehr scharf bis in die hinterste Bildebene, die Wolken heben sich überzeugend vom Wasser ab. Die leichte Wellenbewegung kommt gut heraus. Kurz ist ein einsames Gebäude zu sehen, dieses überzeugt durch authentische Konturen, dann schwenkt das Bild um auf den Ozeandampfer mit vier Schornsteinen, bevor ein Wasserstrudel zu sehen ist, der mit intensiver, präziser Bildwirkung präsentiert wird. Eine Frau läuft durch dunkle Gänge, sie hebt sich passend von den dunklen Wänden ab, der 807 überzeugt mit seinem sehr guten Detailkontrast. Der hier gewählte Modus ist dann der richtige, wenn man wirklich ohne Umgebungslicht Inhalte betrachtet.

Das Bild ist natürlich in anderen Modi heller, die sehr hohe maximale Helligkeit haben wir in der vorherigen Testreihe klar erkennen können. Fest steht grundsätzlich: Das OLED EX Panel überragt beim Detailkontrast. Das beweist auch wieder unsere nächste Beobachtung bei "1899", als ein Brief an "Henry" mit enorm sauberer Detaillierung der Oberfläche des Papiers sichtbar wird.  Die Dame und die dunkle Holztäfelung der Wand stehen in hervorragendem visuellen Verhältnis zueinander, jede Einzelheit kommt heraus. Auch das „1011“ - Schild der Kabine aus Messing wird präzise dargestellt, sodass man tief im Geschehen versinken kann. Brillant sind die ruhigen und sicheren Bewegungen- mit das Beste auf dem TV Markt, was Philips hier offeriert. Nach diesen etwas ungeordneten ersten Eindrücken läuft erst der eigentliche Vorspann ab, wir spulen kurz vor und sehen, wie wieder der Ozeandampfer präzise ins Bild gezoomt wird.

Da das Schiff mit Dampf fährt, müssen die Schiffsarbeiter Unmengen an Kohle zur Dampferzeugung in die riesigen Öfen schaufeln. Das Ruß an den Körpern der halbnackten Männer erscheint real, Farbspektrum des Feuers wird sehr gut getroffen. Auch in Szenen mit wenig Helligkeit wie hier im Maschinen-/Kohleraum begeistert die sehr vielschichtige Wiedergabe. Nun folgt der krasse Gegensatz, wir befinden uns nun im noblen, mit edlem Geschirr gedeckten Tischen im Speisesaal der ersten Klasse. Das sehr saubere, feine, kultivierte Bild passt hier perfekt zum Ambiente. Kaum Panelrauschen ist sichtbar, und OLED typisch steht ein sehr breiter Blickwinkel zur Verfügung. Jede Kleinigkeit wird berücksichtig: Das Gittermuster des Rückenteils der Stühle im Speisesaal wird scharf und ohne jede Artefakte wiedergegeben. Die Hautfarben in den Gesichtern der Protagonisten trifft der 807 exakt auf den Punkt. Das lässt sich auf die gesamte Kolorierung übertragen:Die neutrale, detailgetreue Farbwiedergabe, das stets scharfe, doch immer angenehme Bild schaffen ideale Voraussetzungen für einen Serien-Marathon.

Eine homogene, farbechte Darstellung aller Sequenzen im Dunkeln und im Hellen beweist, dass man den Philips nicht auf dem falschen Fuß - oder vielleicht besser auf dem falschen Pixel - erwischen kann. Stets agiert er souverän, auch bei stark kontrastierenden Verhältnissen behält er den Überblick. Sehen wir nun wieder in den Speisesaal, bis in die hinterste Bildebene ist alles scharf und sauber herausmodelliert. Bei den Außenaufnahmen zeigt sich der visuelle Gesamteindruck ebenfalls als sehr realistisch, präzise erkennbar ist der nasse Holzboden auf dem Deck, die Metallelemente des Schiffs werden tadellos herausgearbeitet. Unter Deck/einfache Unterbringung der Passagiere: Die engen und schlechten Zustände kommen visuell überzeugend heraus, der Bauch der Hochschwangeren wirkt realistisch, auch ihre schweißnassen Haare.

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Kommen wir nun zu "Transformers - Die Rache", in Full HD, ab Beginn im Filmmaker Mode, plus Frame Interpolation Film Modus:

Auffällig ist das äußerst geringe Scalingrauschen plus einem sehr niedrigen Panelrauschen. Wir haben beinahe noch nie ein so rauscharmes OLED-Panel gesehen. Doe Grenzen des Upscalings sieht man bei den leichten Artefakten bei  der Darstellung der Krieger auf den Felsen. Ansonsten werden die Krieger und auch der Tigeräußerst  scharf und facettenreich  präsentiert. An den Robotern erkennt man allerdings, dass es sich um sehr gut hochskaliertes  Full HD und  kein natives 4K-Material handelt, alles erscheint minimal unschärfer und zeigt weniger Details.

Nun sind wir in der heutigen Zeit angenommen, und nehmen wahr, wie  exakt der Kühlergrill des GMC Trucks zu erkennen ist. Auch die dank der ausgezeichneten Frame Interpolation sauberen Bewegungen sind positiv zu erwähnen. Der Schweiß in den Gesichtern der Mitglieder der Spezialeinheit ist gut erkennbar, ebenso der Glanz in den Augen der Männer. Ein Helikopter fliegt ohne Unschärfen durchs Bild und wird in vielen Einzelheiten in homogener Schärfe präsentiert. Das gesamte Bild erweist sich als enorm plastisch und farbecht, außerdem ist es stets scharf, aber nie überschärft - störendes Ringing findet man erst, wenn man den Schärferegler deutlich über die Mittelposition aufdreht, was generell nicht empfehlenswert ist.

Kurze Zeit später ist der Audi R8 mit exakten Konturen erkennbar, und wir erfreuen uns ein weiteres Mal an der sehr guten Tiefenstaffelung. Zudem wird das Geschehen auf dem Screen scharf bis in den Bildhintergrund abgebildet. 
Die schnellen Bewegungen der Autobots und Decepticons kommen stabil heraus, und auch parallel stattfindende Bewegungsabläufe werden visuell exzellent differenziert. Erneut zu loben ist die hohe Farbtreue, auch bei einem OLED in dieser Ausprägung keine Selbstverständlichkeit. 

Bei den im Anschluss folgenden Szenen im Haus erkennen wir eine leicht warme Farbgebung, eine gute Schärfe, sowie wenig Rauschen. Vor dem Haus beobachten wir ein weiteres Mal eine überzeugende Trennung der verschiedenen visuellen Ebenen. Während Sam Whitwickys Telefonat mit Mikaela, die sich in der Werkstatt aufhält, erscheinen die Chromteile an den Motorrädern erscheinen realistisch
Der Glanz in ihren Augen wirkt sehr authentisch.  

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Klang

Bei "Transformers 2"  erscheint uns der KI Modus etwas spitz (merkt man bei Stimmen), daher schlagen wir hier ein anderes DSP-Programm vor. Beim "Raumklang" DSP erfreuen wir uns an einem recht klaren sowie detailreichen und lebendigen Klangbild. Tatsächlich wird eine gute Räumlichkeit offeriert. Der Bassbereich ist vorhanden, natürlich nicht enorm deutlich - aber schlecht ist das Gebotene keinesfalls. Ebenso sind etwas höhere Lautstärke problemlos möglich. Auch das Differenzieren parallel stattfindender akustischer Ereignisse gelingt dem 807 gut. Verwendet man das DSP "Dialog", werden Nachrichten oder auch Quizshows mit besonders gut verständlicher Stimmwiedergabe präsentiert.

Insgesamt handelt es sich um ein gutes Soundsystem, das für den Alltag, aber auch für den Filmabend durchaus ausreicht. Durch die Anpassungsmöglichkeiten - Mimi-Technologie und Einmessfunktion - wird das Klangbild zudem homogener und überzeugt mit nahtlosen Übergängen zwischen den einzelnen Teilen des Frequenzspektrums. 

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