PREVIEW: 65 Zoll Sony UHD-TV KD-65X9005B – wie schlägt sich das 2014er Modell?

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Sony bringt als mittlere Serie zwischen dem nur in 85 Zoll lieferbaren Topmodell X9500B für 19.999 EUR und der X8500B-Serie, die es bereits ab 1.599 EUR gibt, die X9000B-Serie, die ab 3.199 EUR (für das 55 Zoll-Modell) zu haben ist. Bei uns zum Test fand sich die beliebte 65 Zoll-Version ein, die für 4.199 EUR erhältlich ist. Wer ohne großes externes Mehrkanal-Lautsprechersystem gleich auch soundtechnisch Vollgas geben möchte, für den bietet der X9000B nicht nur leistungsfähige Boxen, die direkt links und rechts im TV integriert sind, sondern auch den aktuell zum Angebotspreis von lediglich 149 EUR (anstatt 299 EUR) erhältlichen kabellosen BRAVIA Aktivsubwoofer SWFBR100W an. 

Die X9000B Serie kommt mit der üblichen UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln und erreicht somit die vierfache Pixelanzahl im Vergleich zu Full HD-TVs. Doch das war schon 2013 so, als der bei uns exzellent getestete Vorgänger in den Handel kam. Das 2014er Modell packt natürlich bei Ausstattung und Features noch ein paar Schippen drauf, was auch notwendig ist, um gegen starke Konkurrenz zu bestehen.

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Anschlüsse direkt am TV

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Mitgelieferte, kompakte Box

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Im Detail

So unterstützt der X9000B den HEVC Codec (H.265) und ist mit 4K/60p-fähigen HDMI 2.0 Anschlüssen ausgestattet. Überdies können, dank MHL 3.0, visuelle Smartphone Inhalte in 4K präsentiert werden. Anschlussseitig bietet Sony die Wahl, entweder können externe Quellen wie gehabt direkt am TV angeschlossen werden, oder aber an eine Box (wie bei Samsung). An der Box stehen aber nur HDMI, USB sowie Kabel- oder Satellitenanschluss zur Verfügung. Eine einzige Leitung führt dann von der Box zum TV. 

Noch mehr Bildqualität verspricht sich Sony vom im Vergleich zu herkömmlichen TVs doppelten Dynamikbereiches, dadurch sind, so der Hersteller, Inhalte vom Auge besser wahrnehmbar. „X-tended Dynamic Range“ nennt Sony diese Technologie, die zusätzlich zum mittlerweilen bekannten TRILUMINOS-Display zum Einsatz kommt. Als leistungsstarker Bildprozessor kommt der 4K X-Reality Pro zum Einsatz, der auch beim Hochrechnen niedriger auflösender Bildinhalte auf die native Panelauflösung hervorragende Resultate erzielen soll. 

Sony wirbt sogar damit, dass „Helligkeit ganz neu definiert“ wird, der Algorithmus für die Hintergrundbeleuchtung (EDGE-LED LCD-TV) ermöglicht kräftigere helle Töne, tiefere Schwarzpegel und doppelt so viel Helligkeit wie bei normalen LED-LCD-TVs. Richtig zur Geltung kommt dies in Verbindung mit dem TRILUMINOS-Display, das auf Wunsch einen erweiterten Farbraum zur Verfügung stellt, der vielleicht nicht ein authentischeres, aber ein besonders intensives Seherlebnis sicherstellt. Anstatt mit weißen LEDs arbeitet TRILUMINOS mit blauen LEDs. 

Sony KD65X9005B Seitenansicht

Deutlich zu sehen, das Wedge-Design sorgt für mehr Volumen fürs Lautsprecher-System

So merkwürdig es auch auf den ersten Blick erscheinen mag – Sony investiert beim X9000B auch kräftig in die Qualität der bordeigenen, auffällig links und rechts neben dem TV untergebrachten Lautsprecher. Diese haben als Hightech-Neuheit einen Lautsprecherkonus aus MICA-verstärktem Glasfasermaterial: Ein größerer Frequenzbereich, eine besonders hohe Impulstreue und als Resultat ein lebendigerer, facettenreicherer Klang sind die Vorzüge. Zudem hat Sony eine patentierte Ferrofluid-Technologie entwickelt, die speziell für in der Masse produzierte Lautsprecher Sinn macht – Dämpfer werden überflüssig und unerwünschte Verzerrungen sinken. 

Sony verspricht sich von den direkt nach vorn ausgerichteten Lautsprechern eine Klangwiedergabe ohne Verzögerung, die dann entsteht, wenn nicht alle Lautsprecher sich in identischer Ausrichtung befinden.  Sound = Volumen – genau das ist das Problem vieler Lautsprecher, die in Flachbildschirmen verbaut sind. Kein Volumen und demnach auch keine beeindruckende Klanggüte. Dadurch, dass die TVs immer dünner wurden, war auch immer weniger Klanggüte möglich. Sony geht, bedingt durch das gewöhnungsbedürftige Wedge-Design, den umgekehrten Weg. Der X9000B wird nach unten hin dicker, was auch ordentlich Volumen für das LS-System ermöglicht. So können sich die „Magnetic Fluid Speaker“ auch gleich geeignet in Szene setzen.

Anscheinend gibt es Kunden, die auf die Klanggüte eines UHD-TVs wirklich Wert legen. Darum hat Sony gleich noch Clear Audio + eingebaut – diese Funktion optimiert den Klang des TVs und ist für besonders klangstarkes Hören von Musik, Dialogen und sogar Surroundeffekten zuständig. Weitere Klang-Features umfassen S-Force Surround PRO, das mittels direkter Mehrkanalverarbeitung einen glaubwürdigen Surroundklang erzeugen soll. „Clear Phase“ optimiert den Frequenzgang der Fernseher-Lautsprecher und sorgt für eine lineare, gefällige Wiedergabe aller Frequenzbereiche. „Voice Zoom“ fokussiert eine besonders klare und verständliche Stimmwiedergabe. 

Stolz ist Sony auf das Wedge-Design – und eines steht fest: Auch wenn die Optik (man kann übrigens einen Wedge-Design-TV problemlos an der Wand aufhängen, das hat Sony gleich bei Einführung versichert) schon nicht jedem auf Anhieb zusagen dürfte, so ist der X9000B ausgezeichnet verarbeitet und beeindruckt mit solider Materialqualität. Der Standfuß mit zwei Positionen für die beiden Fußteile (eine ganz außen, eine mittig) ist flexibel und sorgt für problemlose Aufstellung. 

Eine Menge Neues bei Bild, Ton und Design – wie aber sieht es bei den Themen Multimedia und Bedienung aus? Zunächst einmal gibt es eine Schnellstart-Funktion, die dafür sorgt, dass der TV in weniger als 2 Sekunden hochgefahren  ist. Die lange Zeit, die oft bis zur Betriebsbereitschaft vergeht, ist bei vielen Hightech-TVs, die sich derzeit auf dem Markt befinden, etwas bis sehr ärgerlich, je nach Modell. 

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Neue Touchpad-Remote

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Konventionelle Tastenfernbedienung

Neu gestaltet hat Sony die BRAVIA Benutzeroberfläche. Unter dem Begriff „Smart View“ kann man wichtige Inhalte leichter verwalten. Tatsächlich sieht die neue Oberfläche, die wir auch schon von anderen Full HD 2014er Modellen her kennen, gut aus und lässt sich einfach Bedienen. App-Verwaltung, der Zugriff auf die gesamte Funktionsvielfalt und auch die Schnelligkeit können überzeugen. Anteil daran hat auch die neue Touchpad-Remote, die zusätzlich zur etwas billig erscheinenden konventionellen Fernbedienung beiliegt. Die Touchremote ist zwar auch kein Musterbeispiel für absolute Noblesse, liegt aber gut in der Hand und ermöglicht wirklich eine zügige Bedienung mit nur geringen Verzögerungen. Dritte Bedien-Möglichkeit ist das Herunterladen der „TV Side View“ App für Android- und Apple iOS-Devices. Dann kann man den X9000B mittels Smartphone oder Tablet steuern. 

Hier eine Screenshots der Smart-TV-Funktionen und der medialen Nutzungsmöglichkeiten:

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„Guide und Suche“

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Zugriff auf Inhalte verschiedener PCs und Server im Netzwerk, hier Musik

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Video On Demand heißt bei Sony „Video Unlimited“ und ist natürlich auch beim X9000B verfügbar

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Das gleiche gibt es mit „Music Unlimited“ auch für Musik

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Einfaches Hinzufügen von Apps

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Alle Apps, die Auswahl ist reichhaltig

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„Play Memories online“

Integriert in den TV ist eine Full HD-Kamera mit Sony Exmor R-Sensor. Da steht einem gelungenen Videochat nichts mehr im Wege. Die hohe Lichtempfindlichkeit sorgt auch bei wenig Ausleuchtung für gute Bildqualität, dank der Echo-Minimierung ist auch bei gleichzeitigem Fernsehen und Skypen das Hörerlebnis klar. 

Die WM ist zwar schon in der Entscheidungsphase, aber auch für Champions League und Bundesliga eignet sich, so Sony, der „Live Football Mode“. Akustisch soll der TV dann Stadion-Atmosphäre entwickeln, und Nachrichten und Highlights rund um das Lieblingsthema Fußball, auch mit FIFA-Material, werden auf einer speziellen, einfach bedienbaren Benutzeroberfläche angezeigt (erfordert Internet-Zugang). „Quick Launcher“ nennt Sony diese Benutzeroberfläche. Auf der normalen Tastenfernbedienung ist darüber hinaus eine spezielle „Fußball“ Taste vorhanden. 

Wie sieht es mit den Leistungen des X9000B im Display Basic Check aus? Wir waren von den 2013er Geräten einen hohen Standard gewohnt, den der X9000B nicht ganz halten kann. 

Vor unseren Testbildern und Messungen wählen wir beim Sony TV ein geeignetes Bildfeld aus. Kenner wissen bereits, dass bei TV-Geräten von Sony noch ein sogenannter „Szenen-Modus“ vorgesetzt ist. Hier wählt man bereits eine Grundeinstellung aus, je nachdem ob eine dynamische oder natürliche Farbdarstellung gewünscht ist und welches Quellsignal an den TV angeschlossen ist. Unter den einzelnen Szenenmodi findet man „Autom.“, „Autom. 24p-Syn.“, „Allgemein“, „Kino“, „Sport“, „Musik“, „Animation“, „Foto“, „Spiel“ und „Grafik“. Für unsere Zwecke und ein möglichst authentisches Bild kommt nur „Kino“ bzw. „Autom. 24p-Syn.“ in Frage, da bei der automatischen Einstellung bei der Zuspielung von 24p-Signalen automatisch der Kino-Modus aktiviert wird.

Nur in diesem bietet der Sony eine ausreichend warme Farbgebung. Innerhalb dieser Szene muss zudem noch der Bildmodus „Kino 2“ gewählt werden, „Kino 1“ ist ebenfalls noch zu kalt.

Die Helligkeit ist mit dem Wert 50 recht solide eingestellt, wenn überhaupt sogar ein wenig zu dunkel. Hebt man den Wert aber zu stark an, leidet der Schwarzwert sehr stark. Wenn auch nicht absolut optimal, empfehlen wir hier den Wert auf 50 zu belassen. Der Kontrast ist auf Maximum eingestellt und macht einen guten Eindruck, leicht zurücknehmen kann man hier aber. Die Differenzierung im Überweiß ist nicht ganz perfekt, aber in Ordnung. Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Herstellern ist bei Sony die Bildschärfe meist recht stimmig eingestellt. Beim X9005B ist dies nicht anders und der Wert 50 ist ein exzellenter Mittelwert. Das Bild wirkt gestochen scharf, aber nicht überzogen. Beim Overscan-Testbild erkennen wir zudem, dass kein Nachjustieren nötig ist, Overscan ist nicht aktiv.

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Übersicht 1

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Übersicht 2

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Übersicht 3

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RGB-Balance

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Farbraum und Weißpunkt

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Helligkeit der einzelnen Farben

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Gammapunkt

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Gammakurve

farbtemperatur

Farbtemperatur

Im Display Basic Check liefert der Sony recht gute, aber keine überdurchschnittlichen Ergebnisse ab. Der HD-Farbraum wird unter Deaktivierung von Sonys „Farbbrillanz“ (TRILUMONOS-Funktion) sehr gut getroffen, leichte Abweichungen gibt es bei der Primärfarbe Blau und der Sekundärfarbe Magenta, beide liegen aber noch im Toleranzbereich. Der Weißpunkt im Zoom liegt ganz ordentlich, aber nicht perfekt, dafür sind alle Helligkeitsbereiche etwa auf ähnlichem Niveau. Die Farbhelligkeit in Relation zum Referenz-Weiß ist gut, leichte Abweichungen liegen vor, die größte bei Blau. Das Gamma weist einen Durchschnittswert von etwa 1,95 auf und ist damit selbst vom häufig angepeilten Wert 2,2 recht weit entfernt. Die Farbtemperatur ist etwas oberhalb der 6500K angesiedelt und nicht ganz perfekt. Man sieht auch bei der RGB Balance sehr deutlich, dass die Primärfarbe Rot unterrepräsentiert ist.

Der eingebaute Video-EQ bietet ordentliche Einstellmöglichkeiten, die entweder nur auf den aktuellen oder auf alle Eingänge angewendet werden. Die Szene-Modi hatten wir bereits erwähnt. 

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Basiseinstellungen für Farbe, Farbton und Farbtemperatur, Bildschärfe und dynamische Rauschunterdrückung

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Sony liefert verschiedene, getrennt schaltbare Rauschfilter mit. Mit an Bord auch die hauseigene „Reality Creation“

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„Motionflow“ ist Sonys auf Wunsch aktivierbare Frame Interpolation mit verschiedenen Programmen

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Weitere Einstellungen umfassen unter anderem Schwarzkorrektur, Gamma und die dynamische LED-Steuerung

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Detail- und Randverbesserung, Weißabgleich (RHB Gain + Offset in eigenem Menü)

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Bildschirmeinstellungen (Bildformate, Autoformat, Anzeigebereich etc.)

Das Abschneiden im Display Basic Check war gut, aber nicht exzellent – dies sagt aber noch nicht alles für die in der Praxis empfundene Bildqualität aus. Daher haben wir nun mit nativem 4K-Material begonnen, dem Sony „auf den Zahn“ zu fühlen. 

Das Material überzeugt absolut, hier finden Sie darüber einen Bericht: SPECIAL: UltraHD-Demomaterial für Enthusiasten, Presse & Fachhandel. Wir haben die H.264 Variante für die Testreihen verwendet, die H.264-Version ist in MP4 verpackt, HEVC steckt im MKV-Container. 

Gleich zu Beginn führt Sony seine Triluminos-Funktion einem wahrhaftig eindrucksvollen Sinn zu. Bild-Analytiker, die extreme Natürlichkeit und absolute Authentizität fokussieren, mögen diese Zeilen überspringen, aber wem es um pure Faszination geht, der darf gerne weiterlesen. Gezeigt werden farbenprächtige, scharfe, enorme Staffelung bietende Bilder der griechischen Insel Symi, eine Nachbarinsel des uns besser bekannten Eilandes Rhodos. Und hier darf man durchaus den Farbbrillanz aktivieren und sogar auf „mittel“ stellen – man wird belohnt mit Urlaubsatmosphäre erster Klasse. Satte Farben, ein prächtiges Blau des Meeres und des Himmels, fesseln den Betrachter. Sicherlich, das Bild sieht sehr satt und bunt aus – aber das tut dem Reiz keinen Abbruch. Wem das zu viel ist, der muss die Funktion „Farbbrillanz“ für die Anzeige des erweiterten Farbraums schließlich nicht aktivieren.

Eine Fahrt über das Wasser mit vorgeschobener Landzunge wird beim X9000B zu einem Erlebnis. Auch bedingt durch enorme Helligkeit und Kontrast entsteht ein extrem plastisches Bild, mit absolut sauberer Bewegungswiedergabe und nahezu rauschfreiem Panel, selbst aus der Nähe. Jede Kante steht stabil und feine Facetten im Bildhintergrund kommen hervorragend heraus. Nicht nur, dass das Quellmaterial von beeindruckender Güte ist, auch der X9000B zieht hier alle Register seines Könnens.  Dies zeigt sich auch bei der Einstellung, in der der Hafen sichtbar wird – die Fahnen, die sich im Wind bewegen, wirken ebenso realistisch wie die Wellenbewegungen des Wassers. Die zuvor gezeigten Bäume sowie Gebäude erscheinen ungemein detailreich.

Es folgen schneebedeckte Berge (Panorama-Weitsicht von der Zugspitze) und Nahaufnahmen von Baumrinde und Steinen, auch üppige Blumenwelten werden präsentiert. Ruhig, enorm scharf und souverän meistert der X9000B jede Aufgabe innerhalb des Demo-Clips – er zeigt jede Einzelheit an den Blumen, an Blüte und am Stiel holt der Sony UHD-TV ans Tageslicht. Eine Taube zeigt stolz ihr weißes Federkleid, und der Betrachter hat den Eindruck, das Federtier anfassen zu können. 

Der Sony ruckelt noch weniger als Modelle des Jahrgangs 2013, und er schafft es noch besser, ein enorm dynamisches, fein gestaffeltes Bild bis in die letzte Bildebene zu offerieren. Feine Farbübergänge wirken gekonnt. Bilanzierend also können wir zumindest was die Darstellung von nativem 4K-Material angeht, festhalten, dass der X9000B vielleicht nicht die erste Geige im Display Basic Check spielt, durch das sehr dynamische und per „Farbbrillanz“ enorm fesselnde Bild aber Emotionen beim Betrachter weckt, der sich tief ins Bild hineinversetzen kann.

Übrigens – der X9000B klingt auch wirklich gut. Den Soundtrack zum 4K Material konnten wir in einer Qualität vernehmen, die manche kleine HiFi-Anlage alt aussehen lässt. Wir haben den „Musik“ Modus gewählt, und mit Verve und Ausdruckskraft hat sich der Sony an die akustische Ausarbeitung gemacht. Klar ertönt das Piano, prima ist die Räumlichkeit, und die Pegelfestigkeit verblüfft. Übrigens – auf die Schnelle kommt man über die „Options“ Taste auf der Tastenfernbedienung sofort ins Bild- und Ton-Menü. 

Nun hat uns aber interessiert, ob der X-Reality Pro-Bildprozesor tatsächlich so gut hochrechnen kann, wie es Sony behauptet. Zu diesem Zweck haben wir die „Samsara“ Blu-ray in unseren Player eingelegt und von Beginn an betrachtet. Und wir sind begeistert von der Güte des Upscalings – hier konnte Sony tatsächlich nochmals einen Sprung weiter nach vorn umsetzen. Die drei üppig geschminkten und prächtig gewandeten Mädchen, die in der ersten Szene einen etwas bizarren Tanz aufführen, kommen mit einer nochmals gesteigerten Detailschärfe und nochmals geringerem Scalingrauschen in einer so hohen Qualität zur Geltung, dass weniger bewanderte Zeitgenossen schon schätzen, dass es sich um natives 4K-Material handelt. Die Farben werden sehr lebhaft vom X9000B wiedergegeben, auch im eigentlich zurückhaltenden „Kino2“ Modus und ohne Aktivierung der Farbbrillanz. Der Schwarzwert des X9000B macht ebenso einen tadellosen Eindruck wie der Blickwinkel, gerade horizontal. Entscheidende Veränderungen gegenüber der 2013er Generation konnten wir hier aber nicht ausmachen. 

Es folgt in der nächsten Sequenz die Darstellung eines heftigen Vulkanausbruchs, sowohl die Aschewolken als auch die glühend heißen Lava-Ströme stellt der Sony UHD-TV grandios dar – nahezu völlig frei von Artefakten, zudem kommt es kaum zu Rucklern. Dann kommt eine mitten in der grünen, üppigen Natur liegende Ansammlung unterschiedlich großer Tempel und dazugehöriger anderer Bauten, garniert mit faszinierenden Panoramaaufnahmen. Hier merkt der versierte Anwender gleich, dass es sich nicht um nativen 4K Content handelt. Kleinere Microruckler und minimales Zeilenflimmern, das sporadisch auftritt, machen dies deutlich. Ansonsten bietet der X9000B auch in dieser schwierig zu handhabenden Szene ein so gutes Bild, das wir in dieser Ausprägung hinsichtlich Detailschärfe und Stabilität bei den 2013er Modellen von Sony und auch von anderen Herstellern nicht gesehen haben. 

Weitere Sequenzen zeigen z.B. eine Berglandschaft im Hintergrund und traditionell gekleidete Asiaten mit typischen Instrumenten vorn im Bild. Auch hier schafft der X9000B wieder eine hervorragende Herausarbeitung auch der Bergformation, es taucht kaum Scalingrauschen auf, und die Plastizität ist wieder erstklassig. Bild als Gesamterlebnis mit Tiefenwirkung – diese Formel geht beim X9000B auf jeden Fall auf. 

Was den Tuner angeht, so können wir dem Sony (DVB-S, DVB-C) ebenfalls gute Noten ausstellen. Sogar SD-Sender in 576i kann man ansehen. Das ist zwar zweifellos kein enormes visuelles Vergnügen, weil das Bild schon recht verwaschen und detailarm wirkt. Bewegungen sind aber stabil, und das Bild sieht sogar besser aus als bei den Öffentlich-Rechtlichen in HD, wenn ältere, ursprünglich nicht in HD aufgezeichnete Sendungen nachträglich vom Sender auf 720p hochskaliert werden. Dann tauchen ab und zu störende Rauschartefakte auf. Sendungen, die in HD produziert wurden, sehen hervorragend aus – wenig Rauschen, gute Farben, stabile Bewegungen. Nur Schriften sehen, wenn man sie von 720p auf die native Panelauflösung skaliert, teilweise etwas pixelig aus. 

Erstes Fazit

Sony KD65X9005B Front Seitlich2

Der X9000B in 65 Zoll-Version kommt mit extravaganter Wedge-Optik und solider, hochwertiger Verarbeitung zum Kunden. Er bietet eine üppige Ausstattung, zu der auch eine seperate, auf Wunsch zu verwendende Connect-Box, HDMI 2.0, MHL 3.0, ein HECV-Decoder, Trimluminos Display-Technologie und eine neue Technik zur deutlichen Verbesserung der Bildhelligkeit gehören. Der TV schneidet im Display Basic Check ordentlich ab, setzt aber keine Maßstäbe. Im praktischen Betrieb fasziniert der X9000B mit herausragender Bildtiefe, fesselnd intensiver Farbgebung (bei aktiviertem erweiterten Farbraum) und enormer Detailschärfe. Blu-rays werden in erstklassiger Güte von 1.080p auf die native Bildschirmauflösung hochskaliert. Der Tuner hinterlässt einen sehr guten Eindruck, der Sound des X9000B ist konkurrenzlos gut. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Display Basic Check: Philipp Kind
Datum: 04. Juli 2014

 




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