SPECIAL: Drei Wege zum perfekten Klang - Canton Reference trifft Accuphase, McIntosh und T+A bei Schlegelmilch highend

Heute und morgen, am 07. und 08. November, finden bei Schlegelmilch highend in Haßfurt die Canton Reference Days statt. Beim ebenso beliebten wie kompetenten Händler in Unterfranken steht hochwertiges HiFi ganz klar im Fokus. Nicht umsonst sind Thomas Dressel und sein Fachberater-Team stolz auf die elegant eingerichteten und akustisch optimierten High-End-Studios, die sich im hinteren Bereich des großen Elektrofachmarktes befinden.
Es gibt hier Audiolösungen für praktisch jeden Anwendungsbereich und Geldbeutel. Für High-End-HiFi aber - ob digital oder analog - schlagen hier die Herzen und so ist es auch häufig so, dass perfekt kombinierte, ausgiebig von den Experten vor Ort selbst gehörte Modellketten in den Studios aufgebaut und präsentiert werden. Genau so ist das auch bei den Canton Reference Days an diesem Wochenende, wo man gezielt auf die Kombination der Canton Reference Lautsprecher mit Elektronik von Accuphase, McIntosh und T+A setzt, um das Potential aller Komponenten voll auszuschöpfen. Außerdem aber auch, und das ganz besonders, um die unterschiedlichen Ausprägungen und tonalen Auslegungen der Kombinationen zu erfahren. Zur Unterstützung hat man sich bei der Veranstaltung Dirk Halfmann von Canton dazugeholt, der die edlen Schallwandler standesgemäß vorführen wird und bei Fragen auch stets mit erstklassiger Expertise bereitsteht.

Canton Geschäftsführer Christoph Kraus im Gespräch mit Thomas Dressel
Die Canton Reference Days finden heute von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr statt. Wer möchte, kann auch morgen, 08. November, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr spontan noch den Weg nach Unterfranken auf sich nehmen und den lohnenswerten Demos lauschen.
Dass sich das "Reinhören" hier definitiv lohnt, können wir aus erster Hand bestätigen. Bei dem Aufgebot haben wir es uns nämlich nicht nehmen lassen, ebenfalls in Haßfurt vorbeizukommen. Dabei haben wir bei den verschiedenen Ketten ganz genau hingehört und wollen unsere Eindrücke von der akustischen Performance der HiFi-Kombinationen vor Ort bei Schlegelmilch highend hier schildern.
Insgesamt stehen drei Setups zum Probehören bereit:
- Setup 1: Canton Reference Alpha 2 an Accuphase Vorstufe C-2300 und Accuphase P-7500 + Accuphase A-48S Stereo-Endverstärker mit Accuphase Referenz-SACD/CD-Player DP-770 und Aurender N20
- Setup 2: Canton Reference 3 an McIntosh Stereo-Vollverstärker MA12000 AC mit McIntosh MCD 600 AC CD/SACD-Player und Aurender A1000
- Setup 3: Canton Reference 5 an T+A PA 3100 HV und MP 3100 HV
Ein Besuch lohnt sich für Interessierte und HiFi-Fans aber vielleicht nicht nur wegen der spannenden Vorführungen, der Snacks und dem guten Kaffee. Bei Schlegelmilch highend gibt es zudem besonders attraktive Inzahlungnahme-Konditionen älterer Modelle, unabhängig davon, wo man diese gekauft hat. Außerdem Finanzierungsangebote ab 0,0%.
Jetzt aber zu den Praxiseindrücken vor Ort:
Canton Reference Alpha + Accuphase Elektronik

Das erste Setup
Wir starten mit großem Gerät, denn im ersten Studio spielt die ebenso eindrucksvolle wie in hochwertiger Perfektion verarbeitete Canton Reference Alpha 2. Mit diamantbehandeltem Hoch- und Mitteltöner, einer raffiniert ausgeklügelten Frequenzweiche mit sorgfältig ausgewählten Bauteilen und einem besonders aufwändig versteiftem Gehäuse, welches auch optisch durch die kontrastierenden Oberflächen extrem edel wirkt, sind hier die besten Voraussetzungen für ein überragendes Hörerlebnis gegeben. Die seitlichen Holzelemente sehen im Übrigen nicht nur schick aus, sondern tragen auch zur Resonanzarmut und Steifigkeit der gesamten Konstruktion bei. Preislich liegt man hier zweifellos im Luxussegment mit 20.000 Euro Stückpreis.

Die Elektronik

Accuphase C-2450 Vorstufe

Stereo-Endstufe A-48S

Hier der P-7500 Stereo-Endverstärker von Accuphase

Accuphase DP-770
Standesgemäß kommt hier eine Kombination aus Accuphase C-2300 Vorstufe und neben der A-48S die P-7500 Stereo-Endstufe zum Einsatz. Letztere liefert 600 Watt an 4 Ohm bzw. 300 Watt an 8 Ohm und ist der kräftigste Endverstärker im Portfolio von Accuphase. Der Vorverstärker ist kaum weniger aufwändig: Balanced AAVA Lautstärkeregelung trifft auf 4-Band-Klangregelung und einen makellosen audiophilen Aufbau mit streng symmetrischen, kanalgetrennten Verstärkerzügen und getrennte Spannungsversorgungen. Dank großem Ringkerntrafo und Siebkondensatoren mit 10.000 Microfarad Kapazität sind die Reserven, selbst für derart anspruchsvolle Lautsprecher, üppig.
Zugespielt wird vom Accuphase Referenz-SACD/CD-Player DP-770 sowie, für Streaming-Optionen, vom Aurender N20. Beide verfügen über eine aufwändige Konstruktion und sind mit feinsten Bauteilen bestückt. Der Aurender N20 unterstützt natürlich alle gängigen hochauflösenden Formate und Codecs, ein präziser OCXO-Taktgeber für geringsten Jitter ist verbaut und natürlich stehen eine Vielzahl relevanter Schnittstellen bereit. Auf der edel verarbeiteten Frontblende aus gefrästem Aluminium informiert das 8,8-Zoll große IPS-Farbdisplay über die Wiedergabe und zeigt Albencover, etc. an. Die Verkabelung dieser High-End-Kombination übernimmt Shunyata.

Canton Reference Alpha 2 rechts

Gesamtansicht von links
Doch genug der Theorie. Wir haben die Canton Reference Alpha bereits mehrfach hören können und bislang hat sie uns in jeder Situation überzeugt. Wir zweifeln nicht, dass dies in Kombination mit Accuphase ebenfalls gelingt, hören jetzt aber ganz genau hin.
Wir starten unsere Vorführung mit ARY - The Sea und erkennen sofort eine herausragende Loslösung des Klangs vom Lautsprecher. Diese Eigenschaft kennen wir bereits sehr gut von der Reference Alpha 2 und auch hier, in Kombination mit den Accuphase Komponenten, kommt dies ganz eindeutig als kennzeichnendes Merkmal heraus. Darüber hinaus ein äußerst breiter Sweet Spot. Die ausgeprägte Räumlichkeit und enorme räumliche Präsenz ist ebenfalls durch alle uns präsentierten Musiktitel gegeben. Grundsätzlich können wir von der Kombination aus Reference Alpha 2 und der Accuphase Elektronik eine außergewöhnliche Homogenität erwarten. Sehr linear wird hier agiert, mit nicht zu mächtigem Bass, dafür aber eine hohe Präzision, eine enorm ausgeprägte Weitläufigkeit und Räumlichkeit, tonal aber sehr harmonisch.
Das klingt nicht nur auf dem Papier wie eine exzellente Kombination, sondern auch im Hörstudio bei Schlegelmilch-highend. Feinste Konturen werden hier im, natürlich ebenfalls nachdrücklichen, aber nicht übermäßig satten Bassbereich herausgearbeitet. Praktisch perfekt gelingt die weibliche Stimmwiedergabe, das feine Hauchen, die charakteristischen Eigenheiten kommen mit absoluter Klarheit heraus. Die Kickbässe sind trocken und kommen direkt auf den Punkt, auch bei komplexem Geschehen gibt man sich hier zu keinem Zeitpunkt die Blöße. Dabei werden alle akustischen Elemente mit der identischen Aufmerksamkeit berücksichtigt, lösen sich vollständig von den Lautsprechern und werden an exakter Position im Raum platziert.

Reference Alpha 2 Frontansicht

Oberer Bereich

Mittel- Hochton-Einheit
Drei Tieftöner unten
Diese außerordentlich saubere Bühnenstruktur sowie Differenzierung der Instrumente auf einer sehr weitläufigen Bühne wird auch bei "Your Latest Trick" von Dire Straits deutlich. Die bekannte Vokalstimme gelingt hervorragend und auch die eher sanften Klänge von Keyboard und Saxophon begeistern mit hoher Natürlichkeit. Die Reference Alpha 2 lässt dies spielerisch aussehen, dabei ist es alles andere als einfach für den Lautsprecher, diese enorme Detaillierung derart souverän zu realisieren und mit einer solch angenehmen Darstellung zu vereinen.
Diese wirklich selten exzellente Lösung des gesamten Klanggeschehens zeigt sich uns bei Natalie Merchant - The Peppery Man nochmals in voller Ausprägung. Es ist wirklich beeindruckend, wie die Boxen regelrecht verschwinden und, wenn man die Augen schließt, nur ein sauber gestaffeltes, differenziertes Bühnenbild zurückbleibt. Die einzelnen Stimmen werden perfekt platziert. Während die erste männliche Stimme zwischen dem rechten Lautsprecher und der Mitte erscheint, kommt Natalie Merchants weibliche Vokalstimme perfekt aus dem Zentrum. Und auch als die Instrumente hinzukommen gelingt eine wunderbar gestaffelte Bühnenabbildung. Mit absoluter Impulstreue, Trockenheit und Präzision gesellt sich auch das Schlagzeug zum Ensemble.

Seitliche Ansicht oben

Edles Holzelement seitlich
Bei Nils Wülker und Rob Summerfield mit dem Titel "Grow" sind wir sofort von der nahezu perfekten Klangtemperatur des Klaviers beeindruckt. Aber auch, als die Trompete, das Schlüsselinstrument von Nils Wülker, hinzukommt, entfalten die Reference Alpha 2 zusammen mit den Accuphase Komponenten ihr beeindruckendes Potential. Jedes Detail, jede noch so kleine Feinheit wird hier herausgearbeitet und zum Hörer getragen. Das Fundament, die hintergründige Substanz des Stücks gelingt hier auch gewünscht massiv und voluminös, überlagert aber nie das Geschehen. Im Gegenteil, jedes akustische Element wird mit voller Aufmerksamkeit bedacht. Auch was hier an Dynamik geboten wird, ist beeindruckend und wieder begeistert die räumliche Breite und Tiefe der Bühne.
Bei Hedegaard - Vikings ist besonders der Mitteltonbereich eine klare Herausforderung für das Stereo-Setup. Es beginnt mit einem besonders fein detaillierten, besonders angenehmen oberen Mitteltonbereich mit leicht gehauchten Frauenstimmen, die zentral im Raum stehen. Danach rutscht man etwas tiefer, als der männliche Gesangschorus einsetzt, der von Percussion-Elementen und kräftigen Bässen begleitet wird. Die dichte Atmosphäre, die hier im ganzen Raum verteilt wird, ist nahezu greifbar und man meint, man sitzt im dichten Nebel der nordischen Wikinger.
Im klassischen Genre fühlt sich die Reference Alpha 2 zusammen mit Accuphase ebenfalls sehr wohl. Mit einer unheimlichen Homogenität und Ausgewogenheit behandelt die Kombi das gesamte Frequenzspektrum und ist, trotz der Tatsache, dass man hier stundenlang zuhören könnte, inder Lage, sämtliche Details und jede charakteristische Einzelheit der verschiedenen Instrumente zu zeigen. Das Klavier ist schlicht sensationell, mit perfekter Anschlagdynamik und Timbre. Die Streicher kommen hinzu und das Geschehen öffnet sich ein wenig, was für die Reference Alpha 2 nur weitere Optionen bietet, ihre Leistungsfähigkeit zu demonstrieren. Perfekt wird das Orchesterensemble differenziert und jedes Instrument seinem korrekten Platz zugewiesen. Auch bei moderatem Pegel gelingt hier eine tolle Feindynamik und Lebendigkeit, aber mit völliger Harmonie und einem regelrecht schmeichelnden Sound.

Setup in der Gesamtansicht
Auch Christel Alsos mit "If you knew me now" gefällt mit leicht gehauchter Stimme, die sich wiederum perfekt vom Lautsprecher löst. Neben dem Schlagzeug schafft die Reference Alpha 2 auch eine perfekte Integration der leicht hintergründigen Orgelklänge, die das Stück atmosphärisch bereichern und dem Ganzen noch mehr Substanz verleiht. Hier wird feine Detaillierung, Klarheit und Präzision mit absoluter Ausgewogenheit und Harmonie kombiniert, was zweifellos das Zusammenspiel der Canton Reference Alpha 2 und den Komponenten von Accuphase auszeichnet.
Schließlich folgt mit Hanne Boel - After Midnight noch sehr hochwertig produzierter Drum 'n' Bass. Auch das liegt der Reference Alpha 2 + Accuphase Kombination. Kräftig, tief und nachdrücklich ist der Bassbereich, aber nicht massiv voluminös oder gar übertönend. Die eher raue Stimme von Hanne Boel, die der von Tina Turner überraschend stark ähnelt, wird herausragend umgesetzt. Sensationell klar ist das Geschehen, dabei aber nie fordernd, was sich als zweites Kernmerkmal dieser Kette herauskristallisiert. Eine perfekte Erfassung selbst feinster Einzelheiten, das Ganze aber dann zu einem 100% harmonischen und durchaus fesselnden, aber nie anstrengend klingenden Klangbild zu formen.
Canton Reference 3 + McIntosh Elektronik

Canton Reference 3 und der McIntosh MA12000 AC Stereo-Vollverstärker
Wir bleiben anspruchsvoll - alles andere wird auch schwerfallen, da wir uns ausschließlich in der Canton Reference Serie bewegen - aber begeben uns in etwas bezahlbarere Sphären mit der Canton Reference 3. Stückpreis: ab 6.000 Euro. Die zwar immer noch recht stattliche Box ist dennoch absolut wohnraumkompatibel und bietet diesbezüglich einen hervorragenden Kompromiss aus Performance und elegante Integration in die heimischen vier Wände.
Die Ausstattung hingegen ist ebenfalls auf höchstem Level. Mit sämtlichen exklusiven Canton Reference Technologien. Darunter die BCT-Membranen, ein sehr aufwändiges Gehäuse mit edler Oberfläche und eine raffinierte Frequenzweiche sowie die Klangjustage-Möglichkeiten auf der Rückseite der Lautsprecher.

Canton Reference 3 und Elektronik von links

Seitliche Ansicht von rechts
Hier setzen Schlegelmilch highend und Canton auf McIntosh Audioelektronik. Für den Antrieb sorgt der Stereo-Vollverstärker MA12000 AC, der mit seinem Hybrid-Layout 350 Watt Leistung pro Kanal bereitstellt. In der Vorstufe kommen hier Röhren zum Einsatz, insgesamt vier 12AX7A-Vakuumröhren, was für einen warmen, vollmundigen Sound sorgt. Am Ausgang arbeiten schnelle Hochleistungstransistoren in der Endstufe mit satten Reserven. Innovative McIntosh-Technologien, wie die Autoformer-Technologie fehlen auch nicht. Damit bleibt die Leistung unabhängig der Impedanz der Lautsprecher identisch. Mit zehn analogen Eingängen (2x symmetrisch, 6x unsymmetrisch + Phono MM/MC) entpuppt er sich zudem als flexible Schaltzentrale. Auch eine zusätzliche Endstufe lässt sich, koaxial oder per XLR, anschließen.

Elektronik

Frontansicht des Stereo-Vollverstärkers
Mit legendärer McIntosh-Optik mit schwarzer Glasfront, beleuchtetem Logo und im edlen polierten Edelstahl-Chassis zeigt sich nicht nur der MA12000 AC, sondern auch der McIntosh MCD 600 AC CD/SACD-Player Er tastet PCM-Signale mit bis zu 32-Bit/384 kHz ab und bietet auch Support für DSD bis zu DSD128.
Auch bei diesem Setup fehlt Aurender nicht. Der A1000 wird hier beim Streaming verwendet und ist ein flexibler Musikserver mit integriertem DAC (AKM4490REQ in Dual Mono-Konfiguration). Zahlreiche Eingänge inklusive HDMI ARC sowie Bluetooth mit aptX HD, Google Cast Audio und ein Steckplatt für eine 2,5"-Festplatte runden die Vielseitigkeit hier ab. Auch hier stammen die Kabel von Shunyata.
Der wirklich mächtige, aber auch absolut authentische Sound einer Reference Alpha 2 ist schon tief beeindruckend. Aber auch was die Kombination aus Reference 3 Standlautsprecher und McIntosh-Elektronik in den HiFi-Studios von Schlegelmilch highend abziehen, ist - bedenkt man die preislichen Relationen - nicht weniger imposant. Grundsätzlich erwarten wir hier, zusammen mit dem Hybrid-Vollverstärker aus den USA, einen mächtigeren Bassbereich, der direkter nach vorne schiebt. Auch die Reference 3 ist, bezogen auf die gesamte Reference Serie, etwas voller im Grundton abgestimmt.

Die linke Reference 3 und der McIntosh-Amp

Einzelansicht der Canton Reference 3

Mitteltöner oben, Hochtöner und die beiden Basstreiber
Die Klangeindrücke bestätigen dies auch. Direkt vergleichbar ist es aufgrund des unterschiedlichen Raumes und letztlich auch der doch enormen Preisdifferenz zwischen einer Reference Alpha 2 nicht, aber unserem Erlebnis nach agiert das Setup aus Canton + McIntosh hier sehr dynamisch und spielt emotionaler, mitreißender auf.
Das können wir auch gleich bei Billie Eilish - Ocean Eyes nachvollziehen. Das Geschehen löst sich auch hier exzelent von den Boxen, dennoch steht die Stimme nicht ganz so frei und ist nicht ganz so perfekt platziert wie in der vorherigen Kombination. Man spürt auch gleich die andere Auslegung, insbesondere des McIntosh Vollverstärkers. Kraftvoll, sehr nachdrücklich gelingt die Tieftonabbildung, insbesondere voluminöser, aber nicht unpräzise. Das Ganze wirkt immer noch knackig, impulstreu, aber spürbar wuchtiger, massiver.
Eine feine, detaillierte Stimmabbildung gelingt auch der kleineren Reference 3 bei Keb' Mo' - Train Out of Hollywood". Mitreißend, aber auch nicht zu verspielt wirkt das Geschehen. Auch das Team aus Canton Reference 3 und McIntosh MA12000 schaffen eine enorm fein aufgelöste Bühne, die alle Einzelheiten berücksichtigt. Klare Saitenanschläge, ein wohltemperiertes Piano. Im Grundton etwas voller, aber nicht drüber.
Ein sehr massives, kraftvolles Bassfundament, das aber mit hoher Präzision abgebildet wird, erfahren wir bei Avi Kaplan - I'll Get By. Auch als es nach ca. einer Minute im Titel nochmals voller und präsenter wird schafft es die Reference 3 weiterhin, eine klare, saubere und feinaufgelöste Vokalstimme wiederzugeben. Natürlich nicht im Ausmaß wie bei der vorherigen Kombination aus Canton Reference Alpha 2 und Accuphase. Wir sprechen hier zum einen über einen Preisunterschied von 14.000 Euro pro Lautsprecher, zudem ist die Accuphase Elektronik besonders im Bereich Auflösung eine echte Macht. Die verschiedenen akustischen Ebenen werden aber auch hier exzellent differenziert wiedergegeben. Auch viele einzelne akustische Elemente sind räumlich sehr gut platziert und, dank hoher Transparenz, klar auszumachen.

Frontansicht der Kette
Auch hier hören wir Natalie Merchant - The Peppery Man. So direkt hintereinander wird der Preisunterschied auch hier spürbar und die identische Entfaltung und Exaktheit kann die Reference 3 nicht realisieren. Auch hier werden die Stimmen gekonnt platziert, aber während im anderen Raum die männlichen und weiblichen Vokalstimmen rasiermesserscharf getrennt wurden, ist hier die räumliche Differenzierung zwar immer noch sehr ausgeprägt, aber nicht in identischer Form gegeben. Dafür nimmt das Stück aber den Zuhörer etwas mehr mit. Etwas schwungvoller und mitreißender wirkt das Geschehen, was sowohl Verdienst der Reference 3 als auch der McIntosh Elektronik ist.
Wer es emotionaler mag, den wird das hier auf jeden Fall überzeugen. Dabei wird nicht unsauber oder unnatürlich gearbeitet, das Geschehen bleibt authentisch, aber hier wirkt es einen Hauch lockerer, spielerischer.
Auch bei Nils Wülker und Rob Summerfield - Grow scheut Dirk Halfmann den direkten Vergleich nicht und wir sind erstaunt, wie fein detailliert und mit welch hoher Auflösung auch hier die Trompete gelingt. Sie steht nicht ganz so frei im Raum und das akustische Geschehen löst sich nicht ganz so perfekt von den Lautsprechern, dennoch gelingt eine transparente, durchhörbare Darstellung, die insgesamt etwas satter und voller daherkommt. Die Bässe bleiben knackig und auf den Punkt, sind aber etwas voluminöser ausgestaltet.

Dirk Halfmann von Canton in seinem Element

Immer eine kurzweilige, informative Vorführung, gespickt mit viel Fachwissen
Bei Alin Coen und "Du bist so schön" wird eine fein aufgelöste, klare Stimme mit Piano-Begleitung präsentiert. Erneut mit nicht ganz so ausgeprägter, aber sehr guter Lösung des Geschehens von den Lautsprechern. Exzellent gelingt die Detaillierung, mit sanfter, samtiger Ausprägung. Auch kann man sehr gut heraushören, dass die Sängerin wirklich während des Singens das Klavier bedient und daher nicht immer in identischem Abstand vor dem Mikrofon sitzt. Bei der Herausarbeitung feiner Details sind die Canton Reference Lautsprecher wirklich exzellent und vereinen dies stets mit einem sehr balancierten und angenehmen Klangbild.
Mit Awa Ly und "Let me love you" wird es nochmal etwas dynamischer, was das Team aus Reference 3 und McIntosh absolut zu begrüßen scheint. Sofort nimmt es den gesamten Raum mit und beschwingt die Atmosphäre. Ein sattes, aber präzises Schlagzeugt begeistert ebenso wie die charakteristische, leicht härtere Stimme der Dame. Auch die Percussionelemente und Glöckchen werden trotz des komplexen Bühnengeschehens sauber berücksichtigt und an korrekter Position eingearbeitet. Die Harfe gelingt ebenfalls eindrucksvoll und sehr emotional.
Das Spielerische erkennt man schließlich auch besonders bei Geoff Castelluci und "Sixteen Tons". Hier bleibt keine Fußsohle auf dem Boden. Schon nach wenigen Sekunden nimmt uns die Canton + McIntosh Kombination mit. Da spielt es keine Rolle, dass abseits der Stimme und etwas Percussion nicht allzu viel los ist. Mit exzellentem Stimmcharakter, knackig sattem Bass und einer ausgeprägten Räumlichkeit haucht die Kette dem doch üppig bemessenem Hörraum Leben ein.
Canton Reference 5 mit T+A Elektronik

Canton Reference 5 an T+A HV Elektronik
Nochmals 2.000 Euro pro Stück günstiger als die Reference 3 ist die Canton Reference 5. Hier werden sich all diejenigen angesprochen fühlen, die wenig Kompromisse bezüglich der gewünschten Klangqualität eingehen möchten, aber eine eher dezente, unaufdringliche Wohnraumintegration wünschen. Die optische Wirkung der Reference 5 ist schon nochmals deutlich schlanker, zugleich aber sehr nobel und schick. Akustisch kennen wir sie nur von ihrer besten Seite - wie sieht es hier in Verbindung mit den edlen Komponenten aus Herford von T+A aus?
Die Voraussetzungen sind gut: Hier spielen MP 3100 HV und MP 3100 HV als authentisch und eher neutral abgestimmte Elektronik-Komponenten mit den Reference Lautsprechern zusammen.

Die T+A Elektronik in Ferrari-Rot

Der PA 3100 HV sorgt für den Antrieb

Bolide mit erstklassiger Verarbeitung

Der MP 3100 HV ist auch im Einsatz
Akustisch muss sich das dritte Ensemble keinesfalls verstecken und beginnt bei Keb' Mo' - Train Out of Hollywood mit einem vollen, sehr substantiellen Klangbild und lässt auch an Auflösung und Detaillierung nur wenig liegen. Dabei ist die Reference 5 schon nochmal ein deutliches Stück wohnraumkompatibler. Zusammen mit der T+A Elektronik zeigt sich hier aber ein klar strukturiertes, sehr sauber differenziertes Gesamtbild. Die Stimme wirkt geringfügig "schärfer" als bei beiden vorherigen Demonstrationen. Schärfer aber in Anführungsstrichen, da das Gesamtgeschehen immer noch von hoher Ausgewogenheit geprägt ist und die Stimme nie fordernd wirkt.
Bei Avi Kaplan - Change on The Rise zeigt sich ebenfalls ein nachdrücklicher, spürbarer Tieftonbereich, der aber weniger massiv, weniger rund erklingt als bei der Reference 3 mit dem McIntosh Vollverstärker. Dafür sehr präzise, sehr sauber konturiert und exakt auf den Punkt. Die gebotene Räumlichkeit im kleineren Hörraum ist beeindruckend. Nicht nur, dass die schlanke Standbox keine Feinheit auszulassen scheint, auch werden sämtliche akustischen Elemente akkurat im Raum platziert. Die Stimme begeistert ebenfalls mit sehr guter Charakteristik.

Sehr edle Farbkombination der Canton Lautsprecher mit der T+A HV Serie

Die linke Reference 5

Einzelansicht des gesamten Lautsprechers, in Realität wirkt die Box noch etwas schlanker

Frontansicht der Töner
Die Kombination aus T+A HV Serie und Reference 5 sorgt zweifelsohne für ein Maximum an Präzision und Genauigkeit. Nahezu jede Feinheit wird berücksichtigt und punktgenau integriert. Auch als das Geschehen komplexer wird (ARY - The Sea) differenziert die Kette noch sehr gut durch und bildet ein transparentes Geschehen ab. Die Kontrolle ist imposant, was man aber auch zu einem gewissen Grad der T+A Kombination zuschreiben kann. Die Geräte liegen in einem Preisbereich, innerhalb dem man vielleihct nicht unbedingt die Reference 5 kombinieren würde.
Wir wagen uns erneut an Natalie Merchant - The Peppery Man und finden es schon erstaunlich, was die Kombination hier herauszuholen vermag. Die räumliche Abbildung fällt subjektiv etwas exakter aus als bei Reference 3 + McIntosh Elektronik. Die Stimmen sind sehr klrar differenziert und in ihrer Position eindeutig auszumachen. Das gilt auch dann, wenn sich die weiteren Instrumente hinzugesellen und auch, als es nach knapp über zwei Minuten nochmals komplexer wird, begeistert die räumliche Trennung und auch die Weitläufigkeit der Bühne mit sehr guter Differenzierung. Es wirkt nicht ganz so emotional und mitnehmend wie zuvor die McIntosh-Kombi, aber durchaus lebendig und packend.
Bezüglich der Stimmenabbildung und Detaillierung der Trompete zeigt sich die Reference 5 mit T+A bei Nils Wülker und Rob Summerfield - Grow kaum schwächer als das größere Modell mit dem Hybrid-Vollverstärker aus den USA. Untenrum ist es weniger mächtig und dem Bass-Enthusiasten gefällt letztgenanntes Zusammenspiel vielleicht besser. Dafür wird hier sehr exakt und klar auf den Punkt gespielt. Zusammen mit der hohen Geschwindigkeit wird auch hier viel Emotion geboten.

Seitliche Ansicht der eleganten Formensprache der Reference 5
Bei Jeff Beck - Space For The Papa zeigen die Canton Lautsprecher, dass sie auch mit stark verzerrten E-Gitarren hervorragend umgehen können. Mit gewünschter Härte kommen diese heraus und auch die Bässe gelingen mit absoluter Trockenheit punktgenau.
Mit Agnes Obel - The Curse folgt ein Stück, welches wir selbst bereits sehr gut kennen und die Reference 5 behauptet sich hier tadellos. Die Streicher, samtig-weich, aber bestimmt und klar. Das Cello spürt man hier gerade so, und das ist genau passend, im Ansatz in der Magengrube. Die markante Stimme der Dänin ist ohnehin hervorragend gelungen. Es wirkt schon ein bisschen mühelos, was die Reference 5 zusammen mit der T+A HV Serie hier aufbietet. Dabei müssen noch zahlreiche weitere akustische Elemente berücksichtigt werden. Es entsteht aber über das gesamte Stück eine sehr fein aufgelöste Bühne mit präziser Raumabbildung.
Bei ZZ Top und "La Grange" gehen wir mit der Lautstärke einmal deutlich höher und die Kombination zeigt, dass sie weder damit noch mit dem Genre auch nur im Ansatz Probleme hat. Kräftig wird nach vorne geschoben, aber immer mit hoher Präzision und Klarheit.
Fazit

Ein beeindruckender erster Tag bei Schlegelmilch highend neigt sich dem Ende zu
Für uns hat sich der Weg nach Haßfurt absolut gelohnt. Drei erstklassige HiFi-Setups unterschiedlicher Preisklassen durften wir erleben. Zumal sich die Experten von Canton sowie rund um Thomas Dressel von Schlegelmilch highend bei der Auswahl und Kombination von Lautsprechern und Elektronik wirklich etwas gedacht und zweifelsfrei imposante und auch unterschiedlich ausgeprägte Kombinationen zusammengestellt haben. Komplett unterschiedliche Auslegungen, was sich auch in der Praxis eindeutig nachvollziehbar dargestellt hat, konnten wir erleben. Das war das grundlegende Ziel der Demos und genau das wurde erreicht.
Die Canton Reference Alpha 2 zusammen mit Accuphase Vor- und Endstufe haben sich als absolut homogenes und linear abgestimmtes System gezeigt. Mit nicht zu mächtiger Bassgewalt, dafür mit nahezu unfassbarer Räumlichkeit. Stets sehr präzise aber vollkommen harmonisch.
Die Canton Reference 3 mit McIntosh Hybrid-Stereovollverstärker zeigte sich im Bassbereich deutlich massiver und voluminöser. Hier wird untenrum direkt nach vorne geschoben. An die Präzision der "großen Kaliber" kommt man nicht heran, dafür wird hier viel Emotion und Lebendigkeit geboten.
Die Canton Reference 5 mit T+A Elektronik hat uns ebenfalls überzeugt und regelrecht überrascht. Mit wiederum sehr hoher Präzision, hoher Genauigkeit und einer insgesamt trockenen, aber nicht nüchternen Darstellung. Verspieltheit gibt es hier nicht, sondern einen sehr ehrlichen, neutralen Grundcharakter, der den Zuhörer aber trotzdem mitnimmt.
Der persönliche Geschmack spielt bei der Auswahl von Lautsprechern und Elektronik natürlich eine große Rolle und genau diesen darf man, bei einem Besuch bei Schlegelmichl highend, verwirklichen: Im HiFi-Bereich stehen eine große Auswahl verschiedener Elektronik-Komponenten und Lautsprecher zahlreich zur Verfügung. Wer sich den Traum einer hochwertigen und exklusiven Anlage erfüllen möchte, aber gerade sehr aufs Budget achten muss, der findet hier zudem häufig attraktive Konditionen, Inzahlungnahme- oder Finanzierungs-Aktionen vor.
Am besten natürlich, man kommt noch am morgigen Samstag, 08. November, vorbei und erlebt die drei Anlagen, inklusive perfekter und kurzweiliger Präsentation durch Cantons Dirk Halfmann, persönlich. Aber auch sonst lohnt sich der Besuch in Haßfurt, bei dem das freundliche und kompetente Team vor Ort jederzeit und gerne beratend zur Seite steht.
Special: Philipp Kind
Datum: 07.08.2025
Tags: Accuphase • Aurender • Canton Reference • Endstufe • Lautsprecher • McIntosh • SACD/CD-Player • Schlegelmilch • Schlegelmilch Highend • Streamer • T+A • Vollverstärker • Vorverstärker







