XXL-SPECIAL: Erste Live-Bilder der vollaktiven Buchardt Audio A500 und vom passenden Hub

Gerade frisch bei HiFi-Pilot eingetroffen ist die vollaktive und mit Drahtlosübertragung sowie passendem Hub ausgestattete Buchardt Audio A500. 

Bei HiFi-Pilot in Eisingen in Baden-Württemberg kann man die leistungsstarken Lautsprecher nun natürlich auch hören, und auf der HiFi Pilot-Website folgende Pakete bestellen:

Frisch im Lager eingetroffen und schon sehnsüchtig erwartet

Hier die Walnuss-Variante direkt nach dem Unboxing

Rückseite

Die Einsatzmöglichkeiten der neuen aktiven Boxen sind flexibel, man kann sie für den Stereo- und den Mehrkanal-Einsatz verwenden, verspricht Buchardt Audio. Als technische Raffinesse bietet die A500 ein zusätzliches aktives Chassis hinten. Dadurch wird die gesamte Membranfläche größer, zudem stimmt Buchardt Audio das hintere Chassis im Sinne der Steuerung der gesamten Abstrahlung-Charakteristik präzise auf den vorderen Tiefmitteltöner ab. 

450 Watt hat jede Box

Für bestmögliche Pegelfestigkeit und reine Klangqualität verwendet Buchardt Audio für jedes Chassis eine eigene Endstufe mit jeweils 150 Watt. Die Leistung pro Box beträgt dann, da drei Chassis verbaut sind, üppige 450 Watt, was auch für die Beschallung größerer Lokalitäten ausreichen dürfte. 

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Key Facts

Kennzeichen der A500 und des dazugehörigen Hubs ist die leistungsfähige drahtlose Audiotechnologie. Buchardt kocht hier nicht sein eigenes Süppchen, sondern bedient sich dem offenen WiSA-Standard. Das bedeutet eine einfache Zusammenarbeit mit anderen drahtlosen Komponenten, die diesen Standard unterstützen.

Spezielles, nach hinten geneigtes Profil

Das reine digitale Signale wandert auf direktem Wege (in 24-Bit/96 kHz) in einen rechenstarken Quad Core DSP. Innerhalb des DSP-Prozessors werden für jedes der drei Chassis einzeln die Signale optimiert. Der extrem aufwändige DSP-Eingriff auf jeden der insgesamt 2.700 Messpunkte wird analysiert und die daraus entstehenden klanglichen Eigenschaften gemessen sowie bewertet. Durch diese Methode stimmt Buchardt die DSP-Power optimal auf die akustischen Eigenschaften des gesamten A500 ab. 

Rückseite der A500 mit aktivem Chassis

Aufgrund der präzisen Justagemöglichkeiten lässt sich die Lautstärke an den Ohren der Hörer sehr gut vorhersagen. Daher lässt sich der störende Effekt, dass bei niedrigen Lautstärken zu wenig Basskraft vorhanden ist (dagegen kämpfte in älteren Stereoverstärkern die Loudness-Schaltung an, aber mit Low Tsch-Mitteln), automatisch mittels DSP kompensieren. Weiterer Vorzug des vollaktiven Systems ist die Möglichkeit zur Erweiterung der Basswiedergabe.  Das System lässt sich so abstimmen, dass der Lautsprecher mit der bereitstehenden Membranauslenkung und Leistung maximalen Tiefgang erzielt. Und zwar, wichtig, ohne nervende Verzerrungen. 

A500 in Schwarz Seidenmatt

Damit sind die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten noch nicht am Ende. Es lassen sich Klang-Presets herunterladen, die die Abstimmung der A500 laut Hersteller umfangreich verändern. Je nach Wunsch des stolzen Besitzers kann der A500 als 2,5 Wege System mit 25 Hz (-3dB) oder als 3-Wege-System mit 20 Hz (-3dB) arbeiten. Weitere Klang-Presets wie Nieren- oder Semi-Nieren-Charakteristik und andere werden zur Verfügung gestellt.

Nun wird der Stereo-Hub ausgepackt

Hub "live"

Rückseite mit umfangreichen Anschlüssen

Der als Ergänzung knapp 245 EUR und allein 682,35 EUR kostende Buchardt Audio Hub ist ein wahres Multitalent. Er kann bis zu 16 WiSA-fähige Lautsprecher versorgen, und zwar mit Stereo-Sound. Durch die zahlreichen Eingänge kann man nahezu jede Quelle, auch klassischer Art (z.B. CD-Player) daran anschließen. Auch HDMi (mit ARC) ist vorhanden.

Hub plus Funk-Fernbedienung

Eine beiliegende Funk-Fernbedienung hat den Vorzug, dass der Hub nicht, wie bei der Entgegennahme von Infrarot-Befehlen, in Sichtweise sein muss. Für Hightech-Flair sorgen der Support von AirPlay 2 (nach Firmwareupdate), Google Chromecast, Roon (Endpoint) und DLNA UPnP. Bluetooth 5.0 inklusive aptX fehlt auch nicht. 

Features des Hubs

Unterstütze Dienste, sehr umfangreich

Zudem wird ein spezielles Buchardt Einmesssystem über den Hub gesteuert, das wir genauer erläutern werden.

Es handelt es sich um eine durchgehende Sammlung von Messdaten, die während der Einmessung ständig einige tausend Datensätze generiert und anschließend auswertet. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass wesentlich mehr Daten und Informationen über den Raum erfasst und berücksichtigt werden können, als wenn nur diskrete Punktmessungen durchgeführt werden.

Der Hörraum spielt eine gewichtige Rolle für die zu realisierende Klangqualität. Das perfekte akustische Vergnügen stören können Raummoden und Reflexionen. mit. Um diese Einflüsse zu kompensieren und die Akustik nachhaltig zu verbessern, beinhaltet der Hub das Buchardt Einmesssystem. Die Einmessung dauert laut Hersteller nur wenige Minuten, verbessert jedoch das Klangerlebnis spürbar. Wie man es auch von Elac oder Nubert kennt, gibt es kein eigenes Mikrofon, sondern die Einmessung geschieht mittels App und dem Mikrofon des Smartphones. Aktuell ist die App für Apple iOS-Geräte (ab iPhone 6s) vorgesehen.  Da die Einmessung aber nur einmal durchgeführt werden muss, ist es nicht nicht nötig, selbst ein iPhone zu besitzen. Es reicht, es für die Messung von einem Freund oder Bekannter ein iPhone ab Generation 6s zu leihen. 

Das Buchardt Einmesssystem lässt sich ausschließlich mit iPhones durchführen, da die Mikrofone dieser Modelle hinsichtlich ihrer Qualitätskontrolle eine sehr geringe Toleranz aufweisen. Daher kann der Algorithmus der Einmessung auf bekannte Mikrofon-Eigenschaften aufbauen und die Messung besonders präzise durchführen. Um die Streuung der Messergebnisse zu verringern, werden innerhalb des kleinen Zeitraums von einer Minute mehrere tausend Messungen durchgeführt.

Die Buchardt Audio-App für die Einmessung kann man im Apple App Store herunterladen

Wie üblich wird die App aus dem Apple Store heruntergeladen. Nachdem man die App gestartet hat, werden zunächst wichtige Schritte erklärt. 

Instruktionen in englischer Sprache, Teil 1

Mehr als 1,5 Meter Abstand zu den Speakern wird empfohlen

Sich nicht zwischen iPhone und Speaker stellen

Für 60 Sekunden sich im Raum bewegen

Nun beginnt die Einmessung, es wird über die Lautsprecher rosa Rauschen abgespielt.

Der Zugriff aufs Smartphone-Mikrofon muss erlaubt werden

Countdown zählt eine Minute herunter

Das iPhone zeigt einen Countdown von 60 Sekunden an. Während dieser 60 Sekunden sollte man mit dem iPhone in der Hand durch den Raum laufen und mit schwingenden Armbewegungen so viel Raum wie möglich abdecken. Wichtig ist es, dabei einen Abstand von etwa 1,5 Metern zu den Lautsprechern zu halten. Wenn die 60 Sekunden vorüber sind, zeigt die App den Frequenzgang des eben gemessenen Raumes an.

Analyse der Daten

Nun können die Filter kalibriert

Kalibrierungsprozess im Gange

Entweder Wiederholung oder aber der Transfer zur Verwendung

Immer sieht man den Unterschied vor und nach der Messung. Hier nun kann man die ermittelten Filter freigeben für den Gebrauch

So erhält der Anwender eine gute Vorstellung davon, in welchen Frequenzbereichen sich die Raummoden im Raum befinden. Anschließend wird die Rechenleistung des iPhones eingesetzt um alle gesammelten Daten zusammen zu fassen und den perfekten DSP-Filter zu berechnen. Dieser Filter ist exakt auf den Raum und die Position der Lautsprecher im Raum zugeschnitten.

In der App kann man jetzt einfach zwischen "korrigiert" und "nicht korrigiert" wechseln, sodass man den Unterschied der Einmessung direkt hören können. Nubert hat mit der "X-Room Calibration" ein ähnliches System, mit direktem A-B-Vergleich, dieses arbeitet aber nur bis 160 Hz und somit ausschließlich im Bassbereich.

Kommen wir noch zur Korrekturimplementierung. Die zur Analyse der CSS-Daten (Continous Sound Sampling) eingesetzten mathematischen Modelle und Analysetools weisen einen beachtlichen Umfang auf. Die Programmierung des Algorithmus wurde soweit perfektioniert, dass diese Berechnungsschritte bereits innerhalb weniger Sekunden mit dem iPhone durchgeführt werden können. Daher ist für die Einmessung kein Computer oder Notebook notwendig, wie es bei manchen Dirac-Versionen der Fall ist (z.B. letzte Arcam AVR-Generation mit AVR550/AVR850 z.B.). Nach der Berechnung durch die Smartphone-CPU können die Daten an den DSP übertragen und ohne zusätzliche Systemlatenz ausgeführt werden.

Fazit 

Wir sind schon auf den Test eines Buchardt Audio Wireless-Aktivsystems, bestehend aus der A500 und dem talentierten Hub, gespannt. Nach dem grandiosen Testerfolg der passiven S400 trauen wir dem Hersteller einiges zu. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 08. August 2020


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