TEST: KEF XIO - die üppig ausgestattete Soundbar-Klangoffensive von KEF?
Klangwertung
In diesem Abschnitt möchten wir nun auf die klanglichen Eigenschaften der KEF XIO Soundbar genauer eingehen. Wir beginnen zunächst mit der Musikwiedergabe, da Soundbar-Systeme multifunktional eingesetzt werden und teilweise weitere Lautsprecher im Wohnzimmer überflüssig machen. Als erstes Klangbeispiel haben wir uns für den Titel "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion entschieden, welchen wir via AirPlay 2 zuspielen. Nach wenigen Hörversuchen haben wir uns, wie man eigentlich auch erwarten könnte, für die EQ-Klangkurve "Music" entschieden. Der Titel beginnt mit Querflöten, die erstaunlich natürlich und mit einer so plastischen Struktur präsentiert werden, wie wir es bei einer All-In-One-Soundbar-Lösung bislang nur selten gehört haben. Als dann nach wenigen Momenten Streicher aus dem Orchester hinzugesellen, gelingt eine für ein solches Device grandiose Tiefenstaffelung der verschiedenen akustischen Elemente. Als dann die ersten vokalen Anteile der multinationalen Gesangsgruppe folgen, punktet die KEF XIO Soundbar ab Sekunde 1 mit sehr viel Fingerspitzengefühl und erzielt eine tatsächlich emotionale, umfassende Wirkung. Hier zeigen die Uni-Q Treiber wieder ihr Können par Excellence. Selbst der Wechsel der verschiedenen Stimmfarben klappt erstklassig. Die tieffrequenten Passagen des Titels werden von den vier P185 Tieftönern mit P-Flex-Technologie eindrucksvoll in Szene gesetzt. Äußert präzise, trocken und punktgenau werden die betreffenden Signale umgesetzt.
Weiter geht es mit "Hurricane" von Thirty Seconds to Mars - die Band durften wir vor kurzem noch "Live und in Farbe" bewundern. Der Titel startet mit sphärischen Klängen, kurz darauf folgt ein Klavier. Beides kann die XIO facettenreich und mit einer erstaunlichen Klarheit umsetzen. Kurz darauf starten Basseinsätze durch, und diese tiefen Frequenzen werden, was wir so nicht gedacht hätten, voluminös und kräftig umgesetzt. Dadurch entsteht eine kultivierte, komplette Gesamtwiedergabe. Auch die sehr fordernde Stimmfarbe von Frontmann Jared Leto wird mit akkuraten, präzise definierten Strukturen präsentiert. Besonders gefällt uns auch die nachvollziehbare Loslösung des Klangs von der Soundbar, daher wird echte, authentische Räumlichkeit geboten. Auch, als sich die akustischen Facetten im Titel förmlich überschlagen, bleibt die XIO Herr der Lage, und tonale Verfärbungen können wir nicht feststellen.
Wir wechseln das Genre und spielen der KEF XIO Soundbar den Techno-Mix von Bennett des Klassikers "Vois sur ton chemin" zu. Dieser Titel hat schon zahlreichen Testsamples nahezu alles abverlangt, was Gesamtdynamik und das massive Bassfundament angeht. Der vor harten Kickbässen nur so strotzende Titel startet mit einem mehrstimmigen Chorgesang, der mit klarer Kontur und einer sauberen Staffelung zur Geltung kommt. Selbst bei höherem Lautstärkepegel bleibt die Gesangseinlage präzise und akustisch passend abgestimmt. Als bereits nach wenigen Momenten das Bassfeuerwerk startet, gibt sich die XIO Soundbar keine Blöße und zeigt uns, dass nicht immer bei einer Soundbar ein externer Subwoofer erforderlich ist, gerade dann, wenn er Raum nicht allzu groß ist. Die vier Tieftöner der XIO liefern ein sattes, präzises Bassfundament. Das Zusammenspiel aus den sauber definierten Synthesizer-Effekten und den kräftigen, schnellen Bässen wird treffsicher und mit dem nötigen fundierten Auftreten umgesetzt.
Nun starten wir mit der Filmtonwiedergabe mit "Kingsman: The Golden Circle". Besonders gerne verwenden wir für unseren ersten Eindruck die Anfangssequenz, als sich Eggsy und Charlie im Kingsman "Taxi" einen harten Fight abliefern. Die energiegeladene sowie facettenreiche Szene wird von der KEF XIO äußerst eindrucksvoll dargeboten, und die verbauten Tieftöner liefern ein glaubwürdiges, kräftiges und in sich stimmiges Bassfundament. Die Dolby Atmos-Effekte werden aufgrund der Topfiring-Module hervorragend umgesetzt und präsentieren sich als fließend ins tonale Gesamtgeschehen eingebunden. Selbst das Zerbersten der Glasscheibe wird detailreich sowie mit realistischer Klarheit präsentiert, man kann die einzelnen Splitter klar definiert durch den virtuellen Raum fliegen hören. Die Schüsse aus den automatischen Waffen der Verfolger erfreuen uns durch den hohen Dynamikumfang, zusätzlich weisen sie auch die nötige Portion Durchschlagskraft auf. So detailliert, kraftvoll und lebendig haben wir diese Filmseuqnez beim Test einer Soundbar noch nicht erleben dürfen.
Weiter geht es bei der Filmtonwiedergabe mit Black Panther: Wakanda Forever, ebenfalls mit der Dolby Atmos-Tonspur. Auch in diesem Test haben wir haben uns für Kapitel Nummer 21 entschieden, als Shuri, das letzte lebende Mitglied ihrer Familie, es schafft, das herzförmige Kraut, die einem Menschen die Kraft des Black Panthers verleiht und ursprünglich von Killmonger verbrannt wurde, zu synthetisieren, und nun der neue Black Panther wird. Die Synthesizer-Klänge werden von der KEF XIO Soundbar mit hoher Klarheit und zudem penibel herausarbeitet. Die Dialoge der Protagonisten ertönen facettenreich und charismatisch. Wir skippen weiter zur Szene, als die Schlacht entbrennt, bei der Shuri Namor ans Festland locken möchte. Die Gesänge der Kriegerinnen werden detailreich dargestellt, und das Auftauchen aus dem Meer von Namor und seinen Kriegern, nehmen wir als absolut homogen und exakt gestaffelt wahr. Auch die Bassperformance der XIO lässt erneut keine Wünsche offen. So offeriert die Soundbar einen dynamischen und kraftvollen Punch. Die für Dolby Atmos-Tonspuren typischen Überkopf-Effekte, wie z.B. die Manöver der Fluggeräte, werden von den Topfiring-Modulen mit erstaunlich authentischer Wirkung umgesetzt.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "The Expandables 3:A Man's Job". Bei diesem Titel verwenden wir praktisch immer das 10. Kapitel, als sich das Expandables-Team seinen Weg aus einem Hochhaus freikämpfen muss und unter massiven Beschuss von zahlreichen Maschinengewehren und Panzern steht. Die Dialoge der Protagonisten sowie die Kampfszenen werden sehr klar und mit feiner Struktur präsentiert. Als die Panzer dann das Expandables-Team unter Beschuss nehmen, bescheren die vier Tieftöner der KEF Soundbar ein kraftvolles und punktgenaues Bassfundament. Die Dolby Atmos-Effekte in Form der Überkopf-fliegenden Hubschrauber und der herabfliegenden Kugeln aus den Maschinengewehren werden auch hier wieder treffen umgesetzt und binden uns mitten in das Geschehen ein.
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