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Alle Details zu DTS:X – Das objektbasierte Surround Audio-Format für Kino & Heimkino

Denon AVR-X7200 DTS-X

DTS hat heute in den USA sein neues Surround Audio-Format DTS:X vorgestellt. Ähnlich wie bereits bei Dolby Atmos werden auch bei DTS:X Audio-Objekte eingesetzt. Es gibt also kein festes Mehrkanal-Layout mehr wie bei den bisherigen Surround-Formaten von Dolby und DTS.

Die Basis für DTS:X ist „DTS Multi-Dimensional Audio“ (MDA). Über die „MDA“-Plattform können Produzenten bei der Komposition die genaue räumliche Position einzelner Klänge definieren, die neben den eigentlichen Audio-Daten gespeichert werden. Diese Sound-Objekte können vor, hinter, neben oder über der Hörposition platziert werden. Ein DTS:X-Decoder weist dann bei der Wiedergabe die einzelnen Töne den verschiedenen Lautsprechern zu. Die Nutzung von MDA bietet DTS ohne Lizenzkosten an.

DTS:X soll in ersten Kino-Installationen bereits ab Mai 2015 zum Einsatz kommen. Teilweise wird auch ein Upgrade auf die neue Technik via Firmware-Update möglich sein.

Im Heimkino-Bereich wird DTS:X voraussichtlich ab Sommer 2015 zum Einsatz kommen. Einzelne Hersteller planen Firmware-Updates für DTS:X, bei anderen wird DTS:X erst bei neuen Modellen eingesetzt werden. Eine Liste der ersten AV-Receiver für DTS:X gibt es hier.

DTS:X setzt auf ein flexibles Lautsprecher-Layout. Es gibt keine Vorgaben für die Anzahl der Lautsprecher oder deren Positionierung im Raum. DTS verwendet für DTS:X eine „DTS speaker remapping engine“, die jede Lautsprecherkonfiguration rund um die Hörposition unterstützen soll. Anhand der Metadaten wird bei der Wiedergabe der 3D-Sound räumlich für das tatsächliche Lautsprecher-Layout optimiert. Bis zu 32 Lautsprecherpositionen sind theoretisch möglich. Bei den ersten 2015er-AV-Receivern wird laut DTS zunächst maximal auf ein 11.2-Setup gesetzt.

DTS:X setzt auf bisherigen DTS HD Master Audio-Bitstreams auf und bietet eine Abwärtskompatibilität zu vorhandenen DTS HD-Decodern. Blu-ray Discs mit DTS:X-Mix lassen sich also auch als normaler DTS HD MA-Mehrkanal-Mix auf älteren Receivern abspielen. Objektbasierte DTS:X-Abmischungen unterstützen Sampling-Raten bis zu 96 kHz. Neben Lossless-Kompression für DTS:X gibt es auch einen „Lossy“-Modus mit stärkerer Kompression.

Der DTS:X-Decoder in neuen Modellen unterstützt Blu-ray Discs, DVDs und Streaming-Formate. Herkömmliche Abmischungen in Stereo, 5.1 oder 7.1-Formaten können ähnlich wie beim „Dolby Atmos Upmixer“ oder der „Auro-Matic“ genutzt und über alle Lautsprecher des Systems wiedergegeben werden.

DTS:X unterstützt „Dialog Control“. Diese Funktion bietet AV-Receiver-Besitzern die Möglichkeit, die Lautstärke bestimmter Audio-Elemente zu verändern. Werden Dialoge bereits bei der Abmischung als Audio-Objekt integriert, so kann deren Lautstärke unabhängig vom Rest des Sounds zur besseren Verständlichkeit erhöht werden.

Für Stereo-Kopfhörer wird Surround-Sound mit DTS Headphone:X realisiert.

Noch keine Aussagen gibt es von DTS, wann erste Kinofilme bzw. Blu-ray Discs mit DTS:X erscheinen sollen. Konkrete Ankündigungen soll es erst geben, wenn die Studios dazu bereit sind.

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