XXL-TEST: Advance Paris MyConnect 150 - Alleskönner mit Leistung satt, CD-Laufwerk, Streaming-Modul sowie DAB/FM-Radiotuner

Für 1.990 EUR gibt es einen edlen Alleskönner: Den Advance Paris MyConnect 150. Es handelt sich dabei um ein vollwertiges HiFi-System in klassischem Format, das mit CD-Player, DAB+, FM-Tuner und Streaming-Modul ausgestattet ist und über großzügige 2 x 190 Watt (an 4 Ohm) aus klassischen analogen Endstufeneinheiten verfügt. Optisch fällt sofort die VU-Meter-Anzeige, die zusätzlich zum normalen Display integriert wurde, auf der Frontblende auf.

Overview

VU-Meter auf der Frontblende

Technik schön sichtbar gemacht: Röhrenvorstufe

Transistor-Endstufen, aber Röhren-Vorstufe: Das Hybrid-Konzept ist ein Merkmal des MyConnect 150. Die Röhrenvorstufe hat die Aufgabe, für einen harmonischen, kultivierten Klang zu sorgen, und der Class AB-Verstärker soll mit hoher Leistungsfähigkeit punkten. Die auf der Plattform LinkPlay basierende Streaming-Unit gewährt Zugriff auf populäre Streaming-Dienste inklusive gängiger HiRes-Audio-Portale. Die Streamingfunktionen sind steuerbar per Smartphone-App für iOS und Android.

Anschlüsse mit USB-B-Eingang. Bluetooth nur mittels optionalem Dongle

Aufgrund des X-MOS USB-B Eingangs ist es zudem möglich, direkt einen PC/Mac oder ein Notebook anzuschließen. So profitiert man von der komplett digitalen Signalübertragung an das Stereo-System. Dort übernimmt der präzise D/A-Wandler (AK4490 vom Markenhersteller AKM) die weitere Verarbeitung. Was wird alles verarbeitet? DSD 2,8/5,6/11,2 MHz, PCM-basiert 24 bit/32 bit, 44,1 kHz bis 384 kHz.

Die Wandlung im PC/MAC, die häufig von Komponenten minderer Qualität durchgeführt wird, wird somit komplett umgangen. Darüber hinaus stecken sowohl ein FM- als auch ein DAB/DAB+ Tuner im Gerät. Optional lässt sich auch ein Bluetooth-Dongle (X-FTB01 oder X-FTB02 für HD-Bluetooth) anschließen, ein entsprechender Port ist auf der Rückseite integriert. Das ist ein Schwachpunkt: Bluetooth sollte gleich mit an Bord verbaut sein, gerade bei einer Komponente für knapp 2.000 EUR. Hier wurde am falschen Punkt gespart.

Wie schon eingangs angesprochen: Neben der HiFi-Klangperformance steht die Flexibilität beim MyConnect 150 klar im Fokus: ein CD-Player ist direkt integriert und ermöglicht die Wiedergabe des eigenen Disc-Archivs, auch via USB können dem MyConnect 150 Audiosignale in hoher Auflösung zugespielt werden, selbst DSD wird unterstützt. Der Netzwerk-Player an Bord eint die eigene Musikbibliothek, die sich auf dem Smartphone, Tablet, PC oder Mac befinden kann, im MyConnect 150.

Schraubanschlüsse in hochwertiger Ausführung für Bananenstecker

Zurück zu den Anschlüssen. Selbstverständlich kommen auch die Möglichkeiten der klassischen Zuspielung nicht zu kurz, zahlreiche analoge Cinch-Eingänge sowie koaxiale und optische Digitaleingänge sind auf der Rückseite zu finden. Jeweils 3 Paare hochwertiger, Acryl-gekapselter und vergoldeter Lautsprecher-Schraubanschlüsse sind für die Verbindung mit den eigenen Lautsprechern verbaut.

Aufbau innen

Hochwertiges Innenleben

Aluminium-Kühlkörper

Platinenlayout
 

Ringkerntransformator

CD-Laufwerk

Der Advance Paris MyConnect 150 beeindruckt uns mit einem hochwertigen Layout mit streng selektierten Bauteilen, kurzen Signalwegen und einer klaren Trennung verschiedener Baugruppen. Ein massiver Ringkerntransformator garantiert die hohe Leistungsfähigkeit des Class AB-Verstärkers, der bis zu 2 x 190 Watt (an 4 Ω) realisiert und selbst für enorm anspruchsvolle Schallwandler bestens geeignet ist - um das zu überprüfen, haben wir ein Paar Quadral Aurum Montan 9 für den Testbetrieb angeschlossen. Für die überdurchschnittlichen akustischen Eigenschaften und einen besonders angenehmen, harmonischen Klang zeichnet auch insbesondere die Röhren-Vorstufe verantwortlich.

Verarbeitung außen

Display und VU-Meter

Typisches Advance Paris-Design

Detail seitlich unten

Chassis (seitliche Ansicht ohne Gehäusedeckel)

Hochwertige Lautsprecherkabel-Terminals

Außen gefällt die Optik des MyConnect 150 ebenfalls. In einem gut sichtbaren Fenster arbeiten die Röhren, hinzu kommen zwei blau beleuchtete VU-Meter, wie eingangs bereits erwähnt. Die Frontblende ist sehr sauber eingepasst, und die Anschlüsse hinten ebenfalls. Unter dem MyConnect 150 ruhen silberne, akkurat ausgeführte Gerätestandfüße. 

Fernbedienung des MyConnect 150:

Fernbedienung

Unterer Bereich

Oberer Bereich

Die mitgelieferte Fernbedienung ist bestens bekannt. Sie ist relativ lang, zugleich relativ leicht, und liegt dadurch trotz der Länge gut in der Hand. Das Navigationskreuz ist etwas zu weit oben untergebracht, aber mit längeren Fingern gibt es keine Probleme. Hübsch ist der (Kunststoff) Chromring rund ums Navigationskreuz. Auch ums ganze Gehäuse geht eine chromfarbene Umrandung. Die Tasten sind haptisch angenehm gummiert, zudem heben sie sich durch die mittelgraue Farbe kontrastreich vom hochglanz-schwarzen Gehäuse der Fernbedienung ab.

Menü des MyConnect 150:

Zunächst drücken wir die Menü-Taste auf der Fernbedienung. Das Menü gliedert sich in: System Info (Informationen zum Gerätenamen, der Firmware-Version etc.), Network Setup (Network Wizard, Network WPS, AMP IN (on/off), Speaker (Speaker A+B+C, Speaker A+B, Speaker A+C, Speaker A, Speaker B+C, Speaker B, Speaker C), Tone Setting (Bypass, Bass, Treble, Balance, Loudness), APD Setting (on/off), STB LED Mode (on/off), Factory Reset.  

App:

Nach wie vor setzt Advance Paris als Basis fürs Streamen auf LinkPlay. Die MyConnect-App, mit der man alle MyConnect-Geräte bedienne kann, muss man sich aus dem jeweiligen Store (iOS/Android) kostenlos herunterladen und installieren. Das funktioniert zügig, ebenso flott wird der MyConnect 150 von der App erkannt.

Schnell ist der MyConnect 150 integriert

App-Menü

Wiedergabe von Musik, die vom Smartphone, auf dem die App läuft, stammt

Übersicht der Wiedergabelisten aus iTunes

Spotify Connect

Läuft ein Titel von Spotify, sieht das in der PlayStream-App so aus

An Musikdiensten stehen bereit: TuneIn Internetradio, iHeart Radio, vTuner, Spotify, Tidal, Qobuz,  Deezer, Napster, QQMusik, XIMALAYA, QQFM. Man kann die volle Auswahl an verfügbaren Diensten (nicht jeder Dienst ist in jeder Region verfügbar) sehen, wenn man auf „Dienst hinzufügen“ im Hauptmenü geht. Unter dem Menüpunkt „Meine Musik“ kann man auf die Musik zurückgreifen, die auf dem Smartphone oder dem Tablet, auf welchem die App läuft, gespeichert ist.

In die App integriert ist auch eine Suchfunktion, wie üblich, und eine Favoriten-Funktion. Anmerkung: Tidal läuft innerhalb der App, während bei der Verwendung von Spotify gleich in die Spotify-App (Spotify Connect) gewechselt wird. Die App erweist sich insgesamt als einfach in der Handhabung. Auch, wenn sie schon seit einiger Zeit nicht mehr großartig verändert wurde, sieht die Benutzeroberfläche nach wie vor gut aus

Quadral Aurum Montan 9:

Aurum Montan 9

Angeschlossen haben wir den MyConnect 150 an zwei Quadral Aurum Montan, die die 2 x 190 Watt Leistung des MyConnect 150 sehr gut vertragen können. Die Aurum Montan 9 für 6.400 EUR Paarpreis arbeitet nach dem 3-Wege-Druckkammer-Bassreflex-Prinzip. 250/400 Watt, so lesen sich die hervorragenden Belastungswerte.

quSENSE-Bändchen, ALTIMA Mitteltöner

Der Übertragungsbereich geht, dank quSENSE-Bändchen, 155 mm ALTIMA Mitteltöner und 2 x 180 mm ALTIMA Basstreibern, von 26 Hz bis 65 kHz.

Doppelbass

Die Übergangsfrequenzen gibt Quadral Aurum mit 320 und mit 3.100 Hat an. Der Wirkungsgrad der 4-Ohm-Box liegt bei 87 dB. 39,5 kg wiegt eine Montan 9. Die Höhe beträgt 111 cm, die Breite 25 cm und die Tiefe 39 cm. Soviel zu den Basis-Informationen zu den verwendeten Lautsprechern.

Klang (TIDAL in HiFi-Qualität):

Wir beginnen nun mit „The Look Of Love“ von Diana Krall unsere Testreihen. Was uns relativ schnell auffällt: Der MyConnect 150 ist „milder“ abgestimmt als ältere Advance Paris Komponenten. Das liegt wohl auch an der Röhrenvorstufe des MyConnect 150, die einen „sanfteren“ Klang garantiert. Die hörbaren Folgen: Auch bei deutlich gehobenem Pegel wird die vokale Präsenz von Diana nicht zu scharf oder zu metallisch. Stets ist die Stimme sehr gut durchhörbar, zudem wird sie sauber von den instrumentalen Anteilen getrennt. Mit einer überraschend reichhaltigen Detaillierung kann die französische Komplettlösung ebenfalls erfreuen. Prima auch, dass wir bei den Piano-Parts Teile der Anschlagdynamik heraushören können. Die Temperatur des Klaviers ist im Wesentlichen stimmig, nur unserer Meinung nach minimal zu hell. Das Charisma in Dianas Stimme hingegen kommt auf hohem Level heraus.

Und noch ein zweites Mal Diana Krall, diesmal „Desperado“ aus dem Wallflower-Album, das Coverversionen legendärer Titel enthält. Bei diesem Song mit dem ruhigen Beginn fällt uns auf, was für eine authentische Räumlichkeit vom MyConnect 150 entfaltet wird. Natürlich sind die beiden Montan 9 mit dem von  Quadral in Hannover selbst entwickelten und auch gebauten quSENSE-Bändchenhochtöner auch nahezu ideal geeignet, um Auflösungs-Feinheiten mit einer dichten Räumlichkeit im Hochtonbereich zu verbinden. Wir kennen kaum ein anderes Bändchen, bei dem das Thema „Räumlichkeit“ so überzeugend groß geschrieben wird, im Gegenteil. Oftmals stellt sich genau das als Schwierigkeiten dar. Aber das, was MyConnect 150 anliefert, ist auch wirklich qualitativ richtig gut. Das merkt man daran, wie kultiviert der Klang auch bei hohem Pegel noch ist, und wie klar man Konturen auch der feinen Art heraushören kann.

Setup

„A Thousand Kisses Deep“ – so heißt der Titel von Star-Trompeter Till Brönner, den wir als nächstes auswählen. Hervorragend, straff, kräftig, sauber eingearbeitet – wird der Bassbereich dargestellt. Das Volumen ist glaubwürdig. Trotz dieser Präsenz wirkt alles niemals übertrieben, der Fokus wird auf das Spiel Brönners gelegt. Und hier ist die Transparenz im Hochtonbereich hervorragend, und auch hier lässt sich wieder heraushören: Die Schärfe im Hochtonbereich ist geringer als bei anderen Advance Paris-Devices, in die wir hereingehört haben. Bedingt durch die hohe Leistung und den erstklassigen Aufbau innen, kann man den MyConnect 150 auch über längere Zeit mit beträchtlichem Pegel betreiben. Er überhitzt nicht, und er bricht auch aus dynamischer Perspektive nicht ein.

Weiter geht es mit der 2016er Remaster-Version des Phil Collins-Klassikers „I Wish It Would Rain Down“. Dieser Song tritt ziemlich dominant hinsichtlich der Ausprägung des Hochtonbereiches an. Das kann auch der MyConnect 150 nicht verheimlichen, soll er auch gar nicht. Schließlich ist es seine Aufgabe, das wiederzugeben, was im Quellmaterial enthalten ist. Mit einem kräftigen Bass, dessen Timing exakt stimmt, und einer wiederum weitläufigen, luftigen räumlichen Darstellung setzt die französische Komponente Akzente. Phils Stimme ist, außer wenn er richtig „losgeht“ (dann wird es etwas zu spitz in den Höhen) sehr natürlich und lebendig. Die Trennung der Stimme von den Instrumenten gelingt wieder sehr gut, die Background Vocals sind nahtlos eingebunden.

Und bei „Time To Say Goodbye” (Andrea Bocelli & Sarah Brightman), was lässt sich hier feststellen? Sehr klar, sehr fein, sehr genau auf den Punkt ertönt zunächst Sarahs Stimme. Auch die Streicher-Wiedergabe ist ausgezeichnet, die Instrumentierung gruppiert sich präzise rund um die Sängerin, deren Darbierung stets gekonnt fokussiert wird. Als dann Andrea Bocelli seine Stimme erhebt, so wird diese auch akkurat präsentiert, dieses sehr Sensible, enorm Charismatische ist bei der Wiedergabe der Stimme von Sarah aber noch ausgeprägter. Insgesamt aber eine weitere imposante Vorstellung des myConnect 150, sehr präzise, mit einer tadellos dosierten Räumlichkeit, und einem überdurchschnittlich ausgeprägten Differenzierungsvermögen.

Die Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts legendärer Oper „Figaros Hochzeit“ erfreut uns durch eine sehr gute Strukturierung und durch eine exakte Herausarbeitung der dynamischen Differenzen. Bezüglich der maximalen Gesamtdynamik geht noch mehr, das steht ohne Zweifel fest, aber das ist „Meckern auf sehr hohem Niveau“. Viel wichtiger ist, dass der Klang auch bei deutlich höherem Pegel noch kultiviert und stimmig ist. Der Klassik-Liebhaber kann hier gerne aufdrehen, und das akustische Gesamtergebnis bleibt stets im „grünen Bereich“. Transparenz und Frische im Hochtonbereich sind richtig gut, man kann wegen der überzeugenden Detailarbeit des MyConnect 150 auch gerne genauer hinhören.

Kompletter Musikwechsel: Wie hört sich der MyConnect 150 bei „Stars“ von VIZE an? Hier ist „Druck in der Bude“, das verdeutlicht bereits der Anfang. Als dann der harte Bass einsetzt, macht es sich bezahlt, dass die Endstufen üppig Leistung liefern. Absolut souverän, hart, präzise: Das sitzt. Besser geht es kaum noch. Und das Schönste: Die weibliche Stimme wird immer korrekt eingearbeitet, rückt nicht zu weit in den Hintergrund. Hier ist die Grobdynamik exzellent, und die Räumlichkeit dicht, aber immer authentisch und nicht überzogen.

Wir legen „All Day And Night” von Jax Jones und Martin Solveig nach. Ja, das französische Multitalent ist ein wahres Club-Musik-Ass. Denn die eindrucksvolle Vorstellung des vorangehenden Titels wiederholt sich 1:1. Wir sind beinahe geneigt, zu schreiben, dass sich der MyConnect 150 bei solchen Titeln besonders ins Zeug legt. Die Stimme kommt auch hier hervorragend heraus, der Bass ist hart, das Timing ist nahezu optimal.

Weil es so viel Freude bereitet, gibt es zum Schluss noch „L’Amour Toujours“ von Gigi D’Agostino – nicht zu verwechseln mit D’Appolito. Hier ziehen wir die Lautstärke nochmals weiter nach oben, und keinerlei Ermüdungserscheinungen beim MyConnect 150. Gerade im Bassbereich wird kompromisslos abgeliefert, die Härte, die Kraft: Beides beeindruckt ausnahmslos. Dynamische Wechsel gehen dem MyConnect 150 leicht von der Hand, er managt hier jede Herausforderung mit einer absolut passenden Mischung aus Gelassenheit und Dynamik.

Klang bei Verwendung des CD-Laufwerks:

Die CD-Lade kommt recht flink nach dem Druck auf die Open-Taste herausgefahren, und nachdem man die Disc eingelegt hat, erfolgt der Einlesevorgang zügig und relativ leise. Erst dann, wenn man direkt vor dem MyConnect 150 sitzt, hört man ein leises Sirren. Auch während des Spielbetriebs stören die Geräusche des Laufwerks nicht.  Bei „And I Love Her“ von Pat Metheny erfreut uns wieder einmal die feine Detailarbeit, das Anzupfen der Saiten der Gitarre kommt sehr schön heraus. Verbunden mit der genau richtig dosierten Räumlichkeit taucht man tief in die Musik ein, hört automatisch auf viele Details, die mit dem richtigen Gespür eingearbeitet werden.

Bei “How It Feels” von Sophie Zelmani ist wieder „Timing“ das Thema: Der myConnect 150 kommt wieder genau auf den Punkt, kein Nachschwingen im Bassbereich. Dass hier so gute Arbeit geleistet wird, liegt natürlich auch an den Montan 9. Die großen Aurum Standlautsprecher sind schon seit Generationen anerkannt Spezialisten für eine umfassende, kräftige, und immer präzise, korrekt dosierte Basswiedergabe. Die Trennung der Stimme von den Instrumenten ist auch hier ohne Fehl und Tadel.

Klang DAB-Tuner:

Hier hören wir N-JOY, dort läuft der Klassiker „Thunder“ von Imagine Dragons, wie uns das aufmerksame Display auch gleich mitteilt. Bei diesem Track, der eigentlich über einen sehr kraftvollen Bass verfügt, ist die Wiedergabe im Bassbereich etwas matt. Das liegt hier definitiv am Sender, denn was unser System im Bassbereich leistet, wissen wir aus den anderen Testreihen. Ansonsten: Wieder sind es die glaubwürdige Räumlichkeit, die Lebendigkeit in allen Frequenzbereichen und die gute Stimmwiedergabe, die gefallen.

Probieren wir es mit „Sunshine Live“. Hier ist der Bass bei ALOK&DYNOROs Hit „On&On“ wieder so kräftig und energiegeladen, wie wir es von unserem MyConnect 150 kennen. Vor allem beeindruckt, wie nachdrücklich die Basskraft noch zulegt, als es lauter wird. Es folgt „All Day And Night“ von Jax Jones & Martin Solveig. Im Vergleich zu unserer Version von Tidal legt Sunshine Live im Bassbereich noch nach: Hier macht der Track noch mehr Spaß.

Konkurrenzvergleich:

Für günstige Marktpreise gibt es den Denon DRA-800 Stereo-Netzwerkreceiver. Unter 550 EUR ist er zu haben und spielt natürlich in einer ganz anderen Liga. Fürs investierte Geld ist der Klang kräftig und lebendig, der Aufbau geht in Ordnung. Das Heos-Modul ist umfangreich mit Funktionen bestückt, leider aber gibt auch Heos kein MQA-Material wie z.B. Tidal Master Quality wieder. Der MyConnect 150 liegt preislich viel höher, rechtfertigt das aber überzeugend. Der Aufbau ist extrem hochwertig und bis ins Detail konsequent, es gibt deutlich mehr Leistung, dazu noch ein tadelloses CD-Laufwerk. Klanglich spielt er mit einem exzellenten Detailreichtum auf, und bietet mehr atmosphärische Dichte.

Arcam SA 20 Stereo-Verstärker: Ein sorgfältig aufgebauter, klangstarker, durch die flache Bauform zudem leicht unterzubringender Stereoverstärker mit Arcams erstklassigen Class G-Endstufen. Mit 1.199 EUR fair kalkuliert, aber eben auch nicht mehr als ein Stereoverstärker-  möchte der SA20 auch gar nicht sein. Beeindruckend ist, dass der MyConnect 150 nicht nur extrem flexibel, sondern auch extrem klangstark ist - er kann dem SA20 absolut das Wasser reichen, und bei sehr hohem Pegel sogar davonziehen. 

Fazit:

Der MyConnect 150 ist nicht günstig, aber seinen Kaufpreis auf jeden Fall wert. Er sieht hervorragend aus, ist ansprechend verarbeitet und besticht durch das überdurchschnittlich hochwertige Innenleben: Großer Ringkerntransformator, sauberes Platinenlayout, teurer Kühlkörper, das Ganze eingerahmt von einem richtigen Chassis und nicht von einer klapprigen Billig-Konstruktion. Die Ausstattung ist üppig und praxisgerecht: CD-Laufwerk, Streaming-Modul, Bluetooth, AirPlay (1), WLAN (mit WPS( FM-/DAB/DAB+ Tuner: es fehlt an nichts, und alles funktioniert prächtig. Wer ein hochwertiges All-In-One-Gerät sucht, bereit ist, zu investieren, aber keine überzogenen Preise bezahlen möchte, liegt beim französischen Alleskönner genau richtig. Einziger Makel: Wie auch Heos und MusicCast, gibt der MyConnect 150 mit seiner LinkPlay-Plattform kein MQA wieder. 

Hervorragende All-In-One-Lösung mit enormen Leistungsreserven

All-In-One-Lösungen Oberklasse 
Test 12. März 2020

Test und Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 12. März 2020

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