PREVIEW: Klipsch R-120SW - aktiver Subwoofer mit massivem Antritt

Für 499 EUR soll der Klipsch R-120SW dank 30 cm Chassis und einer kräftigen Endstufe bei Filmton und bei der Musikwiedergabe ein lebendiges Bassfundament bieten und sich in leistungsstarke Mehrkanal-Lautsprechersysteme optimal eingliedern. Mit gewohnt rustikalem Charme tritt der Basslautsprecher bei uns an, um seine tieffrequenten Qualitäten unter Beweis zu stellen. 

Rückseite

Akustisch konnten wir den Klipsch R-120SW schon bei "James Bond 007 - ein Quantum Trost" und bei der Lichtmond-Blu-ray "The Journey" hören. Bei beiden Beispielen hat uns der Klipsch seine Talente im wahrsten Wortsinne nachdrücklich unter Beweis gestellt. Das muss er allerdings auch, denn in der Preisregion zwischen rund 500 bis 700 EUR herrscht eine enorme Leistungsdichte: KEF, XTZ, oder Nubert bieten beispielsweise enorm leistungsfähige Modelle an, die es extrem schwer machen dürften, nochmals höher liegende Maßstäbe zu setzen.

Befestigung des Gitters konventionell mittels Zapfen

Der finale Test wird dann klären, ob dies dem R-120SW gelingt. Eines aber können wir jetzt schon sagen: Der Klipsch fällt im Vergleich zur starken Konkurrenz keinesfalls ab. Er spielt enorm sauber, der Bass ist gleichermaßen hart wie klar. Der Front-Firing-Subwoofer ist mit einer für Klipsch typischen Spun-Copper-Cerametallic-Membran ausgesgtattet, die langhubig ausgelegt ist und auch bei gewaltigem Pegel nicht anschlägt. Gerade die abnormen Bass-Gewitter des Lichtmond-Spektakels gehen dem R-120SW recht leicht und souverän von der Hand. Das liegt auch an der soliden Endstufen-Musik-Leistung von 400 Watt (Nennleistung 200 Watt) - eigentlich gar nicht überdurchschnittlich viel, im Falle des R-120SW reicht das aber, um sich auch im knapp 30 Quadratmeter messenden Hörraum durchzusetzen.

Elektronik

Der 14,1 kg wiegende aktive Bassist misst 356 mm in der Breite, 419 mm in der Höhe und ist 488 mm tief - schon ein größeres Gerät, aber nicht zu übertrieben: Unterbringen kann man den Klipsch-Subwoofer noch relativ problemlos. Der Frequenzgang reicht von 29 Hz bis 120 Hz, und der Tiefgang, das zeigt sich an den heftigen Unfällen und MP-Salven beim 007-Film, ist sehr ausgeprägt. Wer denkt, dass US-amerikanische Aktivsubwoofer eher "weich" und "wabernd" Bässe präsentieren, hat sich im Falle des R-120SW getäuscht: Der Klipsch-Basslautsprecher kommt mit tadelloser Präzision direkt auf den Punkt.

Einstellmöglichkeiten

Er spielt exakt und trocken, stellt große wie auch kleine Effekte impulstreu dar und hat keine Probleme, parallel stattfindende tieffrequente Ereignisse parallel darzustellen.  Optisch verkörpert der R-120SW das typische Klipsch-Design: Schnörkellos, strikt gebaut nach dem Grundsatz "Form follows Function". Ein "Farbtupfer" ist die Cerametallic-Membran ansonsten tritt der Klipsch-Aktivbassist nüchtern und sachlich auf. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 13. Juni 2019

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