IFA 2019: Großer Standrundgang bei Yamaha

Yamaha präsentiert in Halle 1.2 praktisch das gesamte Produktangebot. Ganz gleich, ob Stereo-Netzwerk-Receiver, neue Pianocraft-Komplettanlagen, klassische Stereoverstärker, Stereo-Vor-/Endstufenkombinationen, Plattenspieler, Lautsprecher oder auch MusicCast-Soundbars und MusicCast-Lautsprecher: Alles ist zu sehen, und teilweise auch zu erleben. Das gesamte Spektrum von MusicCast wird erkennbar, so gibt es, schon seit letztem Jahr, mit dem Vinyl 500 sogar einen MusicCast-fähigen Plattenspieler. Bei all dieser Auswahl dürfen natürlich die zahlreichen Yamaha Mehrkanal-Receiver nicht fehlen, die selbstverständlich auch ein MusicCast-Modul an Bord haben, und besondere Aufmerksamkeit verdient die Flaggschiff-Kombination, die 11.2 Kanal Vorstufe CX-A5200 und die 11-Kanal-Hochleistungsendstufe MX-A5200. Hinzu kommt, dass Yamaha, auch weltberühmt als Hersteller hochwertiger Musikinstrumente, einen beträchtlichen Teil der Stand-Fläche in Halle 1.2 verwendet, um vom Piano bis zum Schlagzeug ein großes Spektrum an Musikinstrumenten zu präsentieren, die direkt vor Ort auch ausprobiert werden können - dem kamen viele IFA-Besucher auch nach, wie wir feststellen konnten.

Yamaha Luxus-Stereoserie "5000"

Yamaha 5000 Serie

Wenden wir uns den Komponenten im Einzelnen zu. Im Fokus stand die exakt vor einem Jahr auf der IFA 2018 erstmals präsentierte Stereo-Highend-Serie 5000. Die Vor- und Endstufenkombination besteht aus den beiden Komponenten C-5000 und M-5000. Beide Bausteine überzeugen laut Yamaha mit einer konsequent symmetrischen Signalführung - für 'True Sound' ohne Kompromisse.

Erlesene Bauteile, exklusive Materialien und ein zeitloses Design zeichnen die C-5000 Vorstufe aus. Die Schaltzentrale zur Signalverarbeitung bildet eine nahtlose Einheit mit der M-5000 Endstufe. Der eindrucksvolle Auftritt der C-5000 wird durch ein extrem resonanzarmes, zeitloses Gehäusedesign unterstrichen, das auf massiven Messingfüßen ruht und von edlen Seitenwangen in Pianolack flankiert wird. Wer die C-5000 betrachtet, wird sofort auf den besonders edlen Lautstärkeregler stoßen. Das aus Aluminium gefräste, kugelgelagerte Bauteil soll sozusagen "gefühlte Noblesse" vermitteln. Im Inneren findet sich ein aus Kupfer gefertigtes Chassis wieder, das störende Einflüsse von Spannungen auf die elektronische Schaltung minimiert. Der 'Folding Book' Aufbau der Yamaha C-5000 Vorstufe garantiert eine vollständig symmetrische Signalführung. Dabei werden linker und rechter Kanal über den gesamten Signalweg exakt gespiegelt auf der Hauptplatine angeordnet. Dank der ebenfalls konsequenten Signaltrennung bei der M-5000 Endstufe lässt sich somit eine komplett symmetrische Signalkette realisieren. Auch für eine optimale Stromversorgung ist gesorgt: Jeder der beiden Kanäle verfügt über einen eigenen leistungsstarken Ringkerntransformator, der sich besonders unempfindlich gegenüber magnetischen Einstreuungen erweist und allzeit eine souveräne Stromlieferfähigkeit garantiert. Der luxuriöse Anspruch wird nicht zuletzt auch in der Ausstattung mit XLR-Ein- und Ausgängen wie auch in den aufwändig verschraubten Kabeln im Inneren deutlich.

Yamaha M-5000

Wenden wir uns nun der Endstufe mit beleuchteten VU-Metern zu. Hohe Leistungsreserven von 200 Watt je Kanal (4 Ohm, 20 Hz-20 kHz, 0.07% THD, 2 Kanäle angesteuert), verbaut in einem edel daher kommenden Gehäuse, dessen Front zwei VU-Meter beherbegt: Die Yamaha M-5000 Endstufe verbindet hochwertige Leistungselektronik mit einem massiven, vibrationsgedämmten Gehäuse und zeitlose-eleganter Formsprache. Im Rahmen eines neu entwickelten Erdungskonzepts wurden Netztransformator, Ladekondensatoren und Kühlkörper auf einer starren Konstruktion fixiert, um den störenden Einfluss von Vibrationen vollständig zu unterbinden, was einem reinen, unverfälschten Klang zuträglich ist.

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Die bereits erwähnten beleuchteten VU-Meter zeigen, was aktuell an Leistung abgerufen wird. Außen finden sich solide Gehäuseteile mit hoher Materialdicke, kombiniert mit soliden Standfüßen und aus Messing gefertigten Lautsprecheranschlüssen, innen gibt es ein kupfernes Chassis, verschraubte Kabelverbindungen und massive Kühlrippen.

Yamaha C-5000

Die Signalwege wurden möglichst kurz gehalten, um Energieverluste und Störeinflüsse auf ein Minimum zu reduzieren. Zusätzlich ist die gesamte Verstärkerschaltung von der Masse entkoppelt, um Einflüsse durch Spannungsschwankungen oder Massestörungen zu vermeiden. Der massive Ringkerntransformator ruht auf einer 3 mm dicken Grundplatte aus reinem Messing und garantiert dadurch eine optimale Leistungsentfaltung. Der direkt herausgeführte Kupferdraht des Windungskerns sorgt dabei für einen deutlich niedrigeren Energieverlust im Vergleich zu konventionellen Transformatorlösungen. Die aufwändige MOSFET-Schaltung ermöglicht darüber hinaus eine direkte Verbindung zwischen Netzteil und Endstufen und bringt somit die Kraft der Endstufe direkt auf den Punkt - selbst bei Lautsprecherkonfigurationen mit niedriger Impedanz. Der Vorverstärker C-5000 sowie die Endstufe M-5000 sind in einer schwarzen sowie einer silbernen Farbausführung, jeweils mit schwarzen Seitenwangen in Pianolack, zu je 6.999,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer im Fachhandel verfügbar.

Die Highend-Stereo-Kette wird auch durch den Plattenspieler GT-5000 bereichert, der sich an den Plattenspielern der 70er und 80er Jahre orientiert und dabei gleichzeitig das Ziel verfolgt, mit zeitgemäßer Optik für einen erstklassigen Hörgenuss zu sorgen.

Ein gerader und kurzer Tonarm soll eine exzellente klangliche Transparenz garantieren, und für eine hervorragende Klangqualität ist auch die symmetrische Signalführung verantwortlich. Das Design vereint laut Yamaha "meisterhaft technische Genialität mit außergewöhnlicher Handwerkskunst".

Frontansicht, GT-5000 im Vordergrund

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Der GT-5000 hat einen symmetrischen Ausgang für einen vollständig symmetrischen Signalweg vom Tonabnehmer zum Lautsprecher. Ein erstklassiger Riemenantrieb mit 24-poligem Zweiphasen-Wechselstrom-Synchronmotor, der präzise eine Sinuswelle erzeugt, und ein satte 5 kg schwerer Aluminium-Teller sind weitere Merkmale.

Der GT-5000 ist extrem robust und stabil konstruiert, das wird bereits durch die Optik verdeutlicht. Die speziell konstruierten Füße sind solide und schwer. Das bewusst ausladende Gehäuse ist in hochglänzendem Pianolack gehalten. Optisch passt der GT-5000 perfekt zum Vorverstärker C-5000, der Leistungsendstufe M-5000 und den High-End-Lautsprechern NS-5000.

NS-5000 Lautsprecher

Die optisch entfernt an die anerkannt brillanten Yamaha Lautsprecher aus den 70er Jahren erinnernden NS-5000 3-Wege-Flaggschiff-Lautsprecher sind bereits 2016 vorgestellt worden. Hightech Membranen mit einer außergewöhnlichen Impulstreue ähnlich der von Beryllium, speziell entwickelte "Resonance Suppression" (R.S.) Kammern zur Resonanzunterdrückung bei Mitten und Höhen plus ein sorgfältig laminiertes Schichtholzgehäuse aus japanischer weißer Birke für lebendige Musik mit voller Präsenz zeigen die Mühe und die Akribie, mit der hier vorgegangenen wurde. Der glänzende schwarze Pianolack erinnert an die edlen Flügel und Klaviere von Yamaha und entfaltet eine grandiose Tiefenwirkung.

Yamaha A-S3000 Highend-Stereoverstärker Mini-Preview

Yamaha A-S3000 und CD-S3000

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Natürlich steht auch der Klassiker A-S3000, ein hochwertiger Stereovollverstärker auf der IFA 2019. Grund genug für uns, ein Mini-Preview dieses talentierten Klangkünstlers einzubauen, denn vor kurzem konnten wir diese Komponente, die zusammen mit einer gut handhabbaren Systemfernbedienung ausgeliefert wird, ausgiebig hören. Der A-S3000 kommt auf eine unverbindliche Preisempfehlung von 4.800 EUR und begeistert mit seinen beleuchtenden VU-Metern auf der sehr solide verarbeiteten Gerätefront. Die maximale Ausgangsleistung (4 Ohm, 1kHz, 0.7% THD) liegt bei recht üppigen 2 x 170 Watt. Was leistet dieser formschöne, klassische Vollverstärker akustisch?

A-S3000

Detail links am A-S3000

Bedienelemente rechts

Rückseite

Wir hören „Up To The Mountain“ von HUSH, und die Herausarbeitung vokaler Konturen ist sehr zu loben.Die Stimme der Sängerin steht präzise zu orten mitten im Raum, der A-S3000 trennt auch bei hohem Pegel - und hohe Pegel bewerkstelligt er souverän und gelassen - instrumentale Elemente sehr gut von vokalen Teilen. Bei  „Sugar Man“ von Erann DD beweist uns der japanische Edel-Verstärker erneut, wie sauber, fein strukturiert und charismatisch er Stimmen wiedergibt. „Plastic Sky“ von Go Go Berlin präsentiert uns der A-S3000 mit enorm kräftigem, aber stets authentischem, sehr straffen Bassbereich. Die gesamte Dynamik des Tracks überzeugt uns im Groben und im Feinen gleichermaßen. Es ist dieses Maß an direkter Natürlichkeit, das uns beim A-S3000 so begeistert.

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