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ZDF zeigt "Interstellar" in HDTV

Interstellar Blu-ray Disc

Das ZDF zeigt am Wochenende "Interstellar" in HDTV. Christopher Nolans Science Fiction-Drama aus dem Jahr 2014 ist am Samstag ab 23:00 Uhr im ZDF zu sehen.

Unsere Filmkritik zu "Interstellar":

Die Erde wird in nicht allzu ferner Zukunft von Sandstürmen heimgesucht. Die moderne Industriegesellschaft ist verfallen und die meisten Erdbewohner in der Landwirtschaft tätig. Aber nach und nach gehen auch die Pflanzen zugrunde und es gibt kaum noch etwas zum Anbau. Ex-NASA-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) empfängt ein Signal, welches ihn zu einer geheimen NASA-Basis führt, die von Professor Brand (Michael Caine) geleitet wird. Cooper erfährt, dass in der Nähe des Saturn ein Wurmloch entdeckt wurde und wird dazu aufgefordert, an einer Mission teilzunehmen, die bewohnbare Planeten auf der anderen Seite des Wurmlochs erkunden soll. Cooper begibt sich auf eine gefährliche Reise, ohne zu wissen, ob er seine Familie jemals wieder sehen wird...

Bereits mit "Inception" bewies Christopher Nolan sein Talent für vielschichtige Themen und "Interstellar" ist noch einmal deutlich komplexer. Zwar kann man durch die vorab veröffentlichten Trailer den Eindruck bekommen, einen Großteil der Handlung schon zu kennen, doch den wirklichen Inhalt zeigen diese nur in Ansätzen ohne wirklich viel zu verraten. "Interstellar" ist nicht weniger als ein Film über das endgültige Schicksal der Menschheit und wirft Fragen auf, die früher oder später einmal gestellt werden müssen (wenn der Planet nicht schon vorher von seinen Bewohnern zugrunde gebracht wird) und der Film lässt auch recht deutliche Kritik an der derzeitigen Entwicklung der Raumfahrt durchklingen.

Die Handlung besteht aus vielen kleinen Abschnitten mit immer neuen Erkenntnissen, die selbst mit recht wenig Action die Geschichte spannend voran bringen, aber auch immer wieder etwas zu lang geratenen Dialogen und viel schmalzigem Familien-Gejammer, welches immer wieder daran erinnert, dass Jonathan Nolan das Drehbuch ursprünglich für Steven Spielberg konzipiert hat, in dessen Filmen solche angeschrammten Familienbeziehungen meist eine große Rolle spielen.

Mit an der Entwicklung von "Interstellar" war auch der Astrophysiker Kip Thorne beteiligt und der wesentliche Teil der Handlung behandelt komplexe Themen wie "Schwarze Löcher", "Raumkrümmung" und die Relativität von Raum und Zeit in einem meist sehr verständlich präsentierten Ausmaß, wie dies wahrscheinlich bislang noch in keinem anderen Unterhaltungsfilm der Fall war. Selbst "Contact" von Robert Zemeckis, zu dem Kip Thorne ebenfalls wesentliche Ideen beisteuerte, wirkt im Vergleich zu "Interstellar" sehr simpel. Referenzen zu Vorbildern wie "2001" oder der abgenutzte "Alien"-Look der Raumschiffe sind in "Interstellar" immer wieder erkennbar, aber so geschickt integriert, dass dies nicht zu aufgesetzt wirkt.

Die dramatischen Wendungen des Films sind leider zum Teil wesentlich weniger gut gelungen und belegen oft das bekannte Albert Einstein-Zitat "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit", weil nicht nur die Hürden der Physik dem Erfolg der Mission im Wege stehen, sondern auch die teilweise recht eigenwilligen Handlungen der beteiligten Personen.

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