DVD-Forum spricht sich erneut gegen Hybrid-DVD-Audio aus 

28.10.2003 (ks)

Auch im zweiten Anlauf hat das DVD-Forum den Vorschlag für eine Hybrid DVD-Audio abgelehnt, die sich sowohl auf Playern für DVD-Audio, DVD-Video als auch herkömmlichen CD-Playern abspielen lassen. Nachdem zunächst eine richtige Hybrid-DVD-Audio analog zur SACD mit jeweils einer Informationsschicht für den CD-Ton und den hochauflösenden Mehrkanalton bei Tests für Abspielprobleme auf vielen Playern gesorgt hatte, sollten als Notlösung wie bei einer "Flipper"-DVD-10 einfach eine CD und eine DVD zusammengeklebt werden. Laut einer Meldung des britischen Home Cinema Choice Online sind bislang auf diese Art produzierte Hybrid-Varianten aber dicker als das für CDs zugelassene Maximum. Der Versuch, die Discs entsprechend dünner zu fertigen, könnte der Meldung zufolge wiederum Probleme mit der Laser-Focussierung verursachen.

Die Ablehnung der neuen Hybrid-DVD-Audio stößt insoweit auf Verwunderung, weil die Kombination von CD und DVD unter dem Namen "DVD plus" bereits Realität ist und z.B. bei der Herbert Grönemeyer-DVD "Stand der Dinge" genutzt wurde. Das Prinzip, einfach eine CD und eine DVD zu verkleben, erscheint zwar nicht sonderlich innovativ, scheint bei der Grönemeyer-DVD in der Praxis aber kaum Probleme bereitet zu haben. Die einfachste Variante wäre natürlich, einfach Doppel-Disc-Sets mit jeweils einer CD und einer DVD-Audio anzubieten, doch dann hätte man natürlich auch direkt einen zweiten Datenträger, den man einzeln wieder verkaufen könnte. Dieses Dilemma könnte man alternativ dadurch lösen, dass im ROM-Part der DVD-Audio eine CD-Image-Datei abgelegt wird, die man bei Bedarf brennen kann. Doch angesichts der Bemühungen der Musikindustrie, dass Kopieren möglichst gänzlich zu unterbinden, dürfte diese Lösung utopisch sein.

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