Ocean's 13

Original

Ocean's 13

Anbieter

Warner Home Video (2007)

Laufzeit

ca. 122 min.

Bildformat

2,40:1 

Video-Codec

VC-1

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital Plus 5.1
2. Englisch, Dolby TrueHD 5.1
3. Deutsch, Dolby Digital Plus 5.1

Untertitel

Englisch, Deutsch

VÖ-Termin

12.10.2007
Film  75 %

Frecher. Riskanter. Der bisher atemberaubendste Coup. Danny Ocean ist wieder der Chef – also geht es auch ohne Gewalt. Niemand wird verletzt – außer dem verschlagenen Vegas-Casinokönig Willy Bank (Al Pacino). Oceans Team trifft ihn an der empfindlichsten Stelle: seiner Geldbörse. Am Eröffnungsabend in Banks neuem eleganten Casino „The Bank“ bringt jedes Kartenblatt und jeder Würfel Gewinne: ausschließlich für die Spieler. Aber auch Banks Stolz bekommt einen kräftigen Dämpfer, weil Oceans 13 dafür sorgen, dass er die begehrte Hotelauszeichnung, den Five Diamond Award, ganz gewiss nicht erhält. Doch damit fängt der ganze Schwindel erst richtig an. Denn die Jungs wollen die Bank sprengen...

So langsam schleicht sich schon der Gedanke ein, zumindest bei "Ocean's 14" wäre es dann ganz nett, wenn die kreativen Kräfte hinter den Kulissen ein wenig mehr Energie in das Gesamtkonzept investierten. Wobei damit nicht in Abrede gestellt werden sollte, dass auch der dritte Auftritt der legeren Ganoventruppe um den Gentleman-Gauner Danny Ocean die eine oder andere originelle Situation und spritzige Wendung im Handlungsgefüge aufzuweisen hat. Und auch die Darsteller sind in gewohnt guter Laune am Start; zu bemängeln wäre höchstens, dass die Rollen der Neuzugänge Ellen Barkin und Al Pacino durchaus noch ausbaufähig gewesen wären. So bleibt das Ganze ein gewohnt locker-flockiges Stück Unterhaltungskino, mit Stil und Witz, was die Angelegenheit jedenfalls nicht zur bloßen Dutzendware verkommen lässt.

 

Bild  75 %

Steven Soderbergh macht bei "Ocean's 13" wieder einmal einen tiefen Griff in die visuelle Trickkiste und präsentiert einen Film, der stark optisch verfremdet wurde. Dies fällt auf den ersten Blick vor allem durch die warmen und knalligen Farben auf, die überwiegend so stark überdreht sind, dass man sich nicht sicher ist, ob der Film wirklich auf der Erde und nicht auf dem Mars spielen soll. In vielen Szenen macht sich auch deutliches Farbrauschen bemerkbar. Der Kontrast lässt die Bilder in Außenaufnahmen überstrahlen. Schatten oder Innenaufnahmen erscheinen aber auch häufig zu dunkel. Die ganzen Verfremdungen haben leider auch den Nebeneffekt, dass die Bildschärfe nur selten richtig überzeugendes HDTV-Niveau erreicht sondern die Bilder selbst in Nahaufnahmen immer etwas soft bleiben und auch das grieselige Farbrauschen dem Bild Detail nimmt. Für die Kompression ist dieses Bild eine extreme Herausforderung, schließlich gilt es, die ganzen Unsauberkeiten des Films nicht noch zusätzlich zu verfremden. Doch selbst beim bunten Film-Intro mit bunten Streifen, die sich vor das Warner-Logo legen und schon fast so aussehen, als ob sie aus einem Testbildgenerator kämen, geht die VC-1-Kompression nicht in die Knie sondern produziert im Unterschied zur DVD ein absolut unverfälschtes Bild.

 

Ton  65 %

Soundtechnisch bleibt "Ocean's 13" der bei den Vorgängern eingeschlagenen Linie treu und bietet eine recht frontlastige Abmischung, die nur selten die Surround-Kanäle mit einbezieht und auch insgesamt sehr dialogbetont ist. Das dominierende Soundelement ist der aus verschiedenen Jazz-Melodien aufgebaute Music Score. Dessen Klänge sind teilweise sehr laut, lassen aber auch etwas Dynamik im Bassbereich und Transparenz in den Höhen vermissen, was dennoch die gewollt-coole Atmosphäre des Films nicht mindert.

 

Special Features
  • Audiokommentar von Regisseur Steven Soderbergh und den Drehbuchautoren Brain Koppelman und David Levien
  • Dokumentation: Die genialsten Gangster
  • Dokumentationen: "Vegas: Eine eindrucksvolle Illusion" und "Eine Tour durchs Casino mit Jerry Weintraub"
  • Nicht verwendete Szenen (HDTV)

Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film) 11.10.2007