Test: DVD Audio-Player Panasonic DVD-A7

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von
Karsten Becker Hard- & Softwareentwicklung

Finish, Features und Anschlüsse

Der Panasonic DVD-A7, bereits seit geraumer Zeit auf dem deutschen Markt  und für einen Listenpreis von 1999 DM eine der günstigsten Möglichkeiten zum Genuss von DVD Audio,  geht unter guten Voraussetzungen in den AREA DVD-Test: Gäbe es einen Schönheitswettbewerb für DVD-Player, der DVD-A7 hätte einen der vordersten Plätze sicher. Eine erstklassige Verarbeitung ergänzt sich mit dem schicken und ansprechenden Design zu einem harmonischen Gesamtbild. In dieses passt auch die optisch ansprechende Fernbedienung, die hinsichtlich ihrer guten Verarbeitungs- und Materialqualität dem Rest des Geräts auch gerecht wird. Der sehr gute Gesamteindruck der Verarbeitung, der mit deutlich teureren DVD-Playern problemlos mithalten kann, wird von der präzise herausfahrenden und gut gelagerten DVD-Lade weiter verstärkt. 

Das Display mit schöner, hoch auflösender Darstellung und angenehmer Farbgebung findet ebenso den Gefallen des Testers wie die blaue Beleuchtung, die das Gerät aus der Masse heraushebt.  In allen Punkten, die mit Optik und Qualitätseindruck zu tun haben, setzt sich der DVD-A7 mit deutlichem Vorsprung an die Spitze der DVD-Player bis 2000 DM und zeigt zweierlei: Zum einen, dass Panasonic der Konkurrenz beweist, dass man es, nach qualitativ eher weniger zufrieden stellenden Geräten wie dem nicht allzu hochwertig ausschauenden DVD-A360 oder den zwar gut, aber nicht überdurchschnittlich verarbeiteten Modellen der aktuellen DVD-RV-Serie, durchaus beherrscht, exzellent verarbeitete Geräte herzustellen, zum anderen, dass dies nicht nur bei preislich im exorbitanten Bereich gelegenen DVD-Playern möglich ist. Das Einzige, was beim Testgerät ein wenig störte, war das Klicken der Relais im Geräteinneren, wenn Veränderungen der Betriebsart wie z.B. der Start eines Films, die erneute Anwahl des Menüs oder das Wechseln zwischen den Tracks auf einer CD vorgenommen werden.

Die Anzahl der Anschluss- und Bildausgabemöglichkeiten setzt den guten Eindruck fort: Denn es ist alles vorhanden, was das Herz des DVD-Fans begehrt - bis auf einen YUV-Ausgang und einen Progressive Scan-Chipsatz, also ist auch keine Progressive Scan-Bildausgabe möglich. Aber wer sich hier beschwert, sollte bedenken, dass auch Panasonic nicht zaubern kann - mehr DVD-Player für knapp 2000 DM sind wohl kaum zu finden. Zweimal Scart, Buchse 1 mit RGB-Ausgabe, einmal S-Video Hosiden und zweimal FBAS-Cinch, dazu gibt es audioseitig neben dem optischen und dem koaxialen Digitalausgang einen Sechskanal-Ausgang für den internen Decoder und noch zwei Cinch-Zweikanal Downmix-Ausgänge. Es fehlt auch nicht an einem Video-Equalizer, der neben drei werksseitig vorprogrammierten Bildfeldern (Cinema, Fein, Weich) noch die Möglichkeit zur individuellen Justage bietet (Kontrast, Bildschärfe, Helligkeit, Farbe). Mit an Bord ist, wie bei DVD Audio/Video-Playern üblich, auch ein Dolby Digital- und DTS-Decoder.

Der Fehlerkorrektur-Check

Burosch Audio-/Video-Technik hat eine DVD entwickelt, mit deren Hilfe sich Rückschlüsse über die Qualität der Fehlerkorrektur bei Laufwerken von DVD-Playern ziehen lassen. Auf der Disc befinden sich verschiedene Tracks, die, mit identischem Testbild, nacheinander durchlaufen. Für die Realisierung dieser DVD waren umfangreiche mathematische Berechnungen erforderlich, um jeden einzelnen Prüfsektor (= Track) entsprechend des mathematischen Zusammenhangs um einen bestimmten Faktor länger als den ihm Vorausgehenden zu machen. In der Praxis geschieht dies nun durch insgesamt 30 Tracks, die in Schritten von 0,1 mm linear breiter werden, insgesamt also von 0,1 mm (Track 1) bis 3 mm (Track 30). Die Sequenz am Anfang ist somit kurz, gegen den Außenrand der DVD wird die Laufzeit des einzelnen Tracks expotentiell größer. Optisch sieht man einen von innen nach außen größer werdenden schwarzen Keil auf der Oberfläche der DVD.

Für uns hat die DVD den Vorteil, dass man dem DVD-Player auf dem Zahn fühlen kann, auch wenn das Endergebnis kein absolutes in Form eines Zahlenwertes in einer physikalisch gebräuchlichen Einheit ist. Technisch läuft das folgendermaßen ab, wenn ein Fehler beim Abtasten erkannt wird: Der DVD-Player befördert die Daten nach Erkennung des Fehlers in einen Zwischenspeicher. Dies geschieht meist mit sichtbarer zeitlicher Verzögerung, tritt der Fehler erstmals auf, kommt es kurzzeitig zu Artefakte- und Mosaikbildungen, dann läuft das Bild wieder normal weiter - in diesem Moment kommt der Zwischenspeicher zum Einsatz: Nach und nach wird dieser entleert, auf der anderen Seite müssen vom Laser wieder Daten in den Speicher fließen - und zwar so, dass der Speicherinhalt immer auf dem gleichen Niveau bleibt. Sinkt das Niveau ab, kommt es erneut zur Artefaktebildung. Daher muss das Zusammenspiel Laser-Zwischenspeicher perfekt funktionieren, das heißt der Laser muss weiter gleichmäßig Daten auslesen und in den Zwischenspeicher abgeben, dieser wiederum "interpoliert" die Daten  und sorgt für die Herstellung eines fehlerfreien, artefaktelosen Bildes (in dem die fehlerhaften Bildteile durch gespeicherte Wert aus dem Zwischenspeicher ersetzt werden). Ob dieses Zusammenspiel funktioniert, kann diese DVD nachprüfen. 

So stellt sich heraus, ob die Laufwerkselektronik in der Lage ist, größere Interpolierungen problemlos auszuführen. Dabei ist zu bedenken: Der Speicher muss groß genug für den flexibel gehaltenen Datenstrom einer DVD sein und mit allen Datentransferraten zurecht kommen. Um die Elektronik richtig zu fordern, wurde auf der Test-DVD jeder Track mit der maximalen Datenrate 9.8 Mbit/s aufgezeichnet. 

Der DVD-A7 beginnt ab dem 29. der 30 Tracks, massiv Artefakte zu bilden - er schafft es aber trotzdem, diesen Track noch abzuspielen. Erst bei Track 30 muss der Player die Segel streichen - Note gut bis sehr gut.

Bewertung Fehlerkorrektur

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Ein Spitzenergebnis in der ersten Disziplin: Sehr gute Ausstattung, eine überragende Verarbeitung und ein leises, schnelles  Laufwerk mit guter bis sehr guter Fehlerkorrektur und keinerlei Kompatibilitätsproblemen beim Abspielen unserer Test-DVDs (immer rasches Einlesen, kein Absturz) ergeben ein eindeutiges Gesamtergebnis: Sechs Sterne für den DVD-A7. Da kann auch die Tatsache, dass der DVD-A7 keine CD-Rs (bis auf wenige Ausnahmen, bei jedem Player-Typ soll es einige CD-R- und CD-RW-Rohlinge geben, die laufen, das variiert je nach Player aber) abspielt, nichts dran ändern.

Bewertung Finish, Features insgesamt

 

Bedienung

Das Menü des Panasonic DVD-A7 gefällt mit sehr einfacher und übersichtlicher Bedienung, inklusive des kompletten Set-Ups für den internen Decoder. Zugleich ist das On-Screen-Display grafisch gefällig gestaltet. Sehr gut klappt das Zusammenspiel mit der ergonomisch griffgünstigen Fernbedienung, die schon vom längst nicht mehr produzierten DVD-A350 und vom DVD-A360 her bestens bekannt ist - immer noch eine der besten Fernbedienungen, die jemals für DVD-Player produziert wurden. Weniger oft benötigte Funktionen befinden sich unter deiner nach unten wegziehbaren Klappe.  

Schon gut bekannt: Die Fernbedienung des DVD-A7

Der Druckpunkt aller Tasten, ob an der Fernbedienung oder am Gerät selber, gefällt mit exakter Definition. Das schon erwähnte hochwertige Display mit sehr schön anzusehender Auflösung zeigt alle wesentlichen Informationen an. Auch Kleinigkeiten überzeugen am DVD-A7: So das grün leuchtende Play-Symbol auf der Play-Taste am DVD-Player. Keine Frage: Tadellose Bedienung, durchdacht und komplett. Volle Punktzahl, da auch der Heimkino-Einsteiger sofort mit dem Panasonic DVD-A7 zurechtkommt und noch etwas weiteres besonders gut kann: Nach dem Drücken der "Open"-Taste kommt die DVD-Lade wirklich innerhalb kürzester Zeit herausgefahren.

Bewertung

Bild

Hier bietet der DVD-A7 sehr gute Eigenschaften. Bei den 16:9-Realtestbildern der BUROSCH-Referenz-DVD leistete sich der Player noch nicht einmal eine marginale Schwäche, konnte aber mit seinen Stärken auftrumpfen: Ein Bild mit sehr hoher Gesamtharmonie. Die Bildschärfe ist ebenso ohne Fehl und Tadel wie die Detailtreue und die sehr ausgewogene und natürliche Farbwiedergabe. Sehr hoch ist die Sauberkeit und die Ruhe der Kanten. Tadellos ist die Farbdekompression. Insgesamt ein Bild, das sich problemlos nicht nur mit Klassenbesten messen kann und sogar noch minimal besser ist als das Bild des zugegebenermaßen auch rund 300 DM günstigeren JVC XV-723GD, der ebenfalls sehr gute visuelle Eigenschaften aufweist. Exzellent bildet der Panasonic das Testbild des weißen Seeadlers ab, mit hoher Detailtreue und sehr guter Kontrastabstufung. Plastisch und zum Greifen nah präsentieren sich die Erdbeeren auf einem anderen Testbild, fein die Zeichnung der Früchte, gelungen die Wiedergabe des satten Rots der reifen Erdbeeren. 

Detailliert macht der DVD-A7 die Fensterfront der Wolkenkratzer auf dem dazugehörigen Testbild bis nach oben sichtbar. Bei den Film-Testbeispielen (X-Men Code 2, Lake Placid, DTS Demo DVD Nr. 5: U-571, Titan AE) konnte der Panasonic mit seinem auf angenehme Weise scharfen, harmonischen Bild mit sehr guter Farbwiedergabe und - dekompression punkten. Hervorragend gibt der Player auch die diffizil darstellbare Unterwasser-Farbgebung bei U-571 und den detaillierten Innenraum des U-Boots wieder. Ebenso hervorhebenswert ist die sehr gute Schwarzwiedergabe, die richtig tief und satt ist. Bei Titan AE gibt er das erstklassige Ausgangsmaterial detailreich und mit tadellosem Kontrastumfang wieder. 

Insgesamt fällt auf, was ein sehr guter DVD-Player auch auf einen 82 cm-TV oder einem Studio-Monitor zu leisten vermag (verwendete Bildausgabegeräte: Projektor Sony VPH-1270 QM, Studio-Monitor Sony PVM-2950 QM, TV Sony KV-32FS60D) - das Ergebnis beeindruckt.  Insgesamt liegt der Panasonic bezüglich des Bildes auf dem Niveau des Kenwood DVF-R9030, schließlich steckt auch in beiden Playern die gleiche Video-Basistechnik. Beide Geräte trennt gerade beim Anschluss an TV oder Monitor gar nicht mal so viel von den Bildqualitäts-Besten, dem Toshiba SD-900E, dem Pioneer DV-737 bzw. Pioneer DV-939A und dem Denon DVD-2800

Die Top-Leader in punkto Bildqualität können ihre nochmals bessere Bildschärfe und Detailtreue hauptsächlich bei der Bildwiedergabe via Projektor ausspielen, am besten gleich noch in Progressive Scan-Qualität. Nur bei exzellenter Software sieht man auch eine kleine Differenz auf dem TV oder Monitor. Bei nicht ganz so guter Software setzt sich der DVD-A7 überzeugend in Szene und bietet auch dann noch ein tadelloses Bild. Mit der Möglichkeit der Bildanpassung über den Videoequalizer kann man bei sehr guter oder bei weniger guter Software auch noch kleinere Softwareschwächen kaschieren oder aber bei besonders guter Software Details noch einen Tick besser herausstellen. Schade nur, dass der Schärferegler zu wenig Stufen zum Feintuning aufweist. 

Bewertung

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Ton

DVD Audio

DVD Audio- Der Anschluss

DVD-Audio oder die Renaissance der Cinch-Kabel: Hochwertige Cinch-Kabel sind - zumindest vorerst - wieder gefragt. 192 kHz/24 Bit-Aufnahmen oder Musikstücke, die in 96 kHz/24 Bit-Fünfkanaltechnik aufgenommen werden, können beim Anschluss des Players via optischem oder koaxialem Digitalkabel nicht entsprechend wiedergegeben werden, denn: Das Maximale, was über ein optisches oder koaxiales Digitalkabel übertragen werden kann (mehr ist erst via IEEE1394 drin), ist 96 kHz/24 Bit-Zweikanal. Und auch das setzt voraus, dass der Verstärker oder Receiver dann echte 96 kHz/24 Bit-Digital/Analogwandler besitzt. Wer also höchste Klangqualität bei DVD Audio genießen möchte, schließt seinen DVD Audio-Player mit denen schon vom Anschluss eines DVD-Player-internen Decoders her bekannten sechs einzelnen Cinch-Kabeln an einen Verstärker/Receiver mit 5.1-Eingang an. Und dieser Eingang am Verstärker/Receiver sollte 100 kHz-tauglich sein, um auf die 192 kHz Abtastfrequenz bei DVD Audio-Aufnahmen vorbereitet zu sein. 

Der Panasonic DVD-A7 von hinten

Wie sind die 100 kHz-Tauglichkeit und die 192 kHz Abtastfrequenz in Einklang zu bringen? Des Rätsels Lösung liegt im Zusammenhang zwischen Abtast- und Nutzsignal: Nach dem Abtasttheorem des Mathematikers Shannon kann man mit einer bestimmten Abtastfrequenz höchstens ein Nutzsignal codieren, das keine höheren Anteile als die Hälfte der Abtastfrequenz in sich trägt - sonst treten schwerwiegende Fehler auf: Im Falle einer 192kHz-Aufzeichnung heißt das, dass fehlerlos Tonfrequenzen mit maximal 192 : 2, also mit 96 kHz, wiedergegeben werden können, die dann via Cinch in den Analogeingang des Receivers hineinströmen. Somit sind Verstärker/Receiver mit 100 kHz-tauglichen Eingang für alle DVD Audio-Formate geeignet.

DVD Audio - Der Klang

Hier gefiel der Panasonic DVD-A7 mit hoher klanglicher Harmonie und einen sehr runden, leicht warmen, dabei aber trotzdem nicht schwerfälligen, sondern angenehm spritzigen Klangbild. In Anbetracht des vertretbaren Einstiegspreises des Players sind seine Qualitäten sehr beachtlich und zeigen, dass man auch für knapp 2000 DM schon in der klanglichen Top-Liga mitspielen kann. Bei Beethovens Symphonien 4 und 5 (Teldec DVD Audio, 96 kHz 24 Bit 5.1-Kanal) bewies er ein gutes Händchen für die feinfühlige Wiedergabe. Besonders gut schlug sich der Player beim kraftvollen Aufspielen des Orchesters, wo es ihm gelang, den energiegeladenen Antritt ungefiltert in den Hörraum zu transportieren. Prima schlägt sich der DVD Audio-Spieler auch bei Beethovens viertem Pianokonzert von einer Panasonic/Technics, die im DVD Audio-"Königsformat" 192 kHz/24 Bit Zweikanal vorliegt. Er bildet die Anschlagdynamik des Pianos gut detailliert ab und schafft eine klare, transparente Dynamik im Hochtonbereich, ohne den sonor einsetzenden Bass, der beim Eingriff des Orchesters aktiv wird, zu vernachlässigen. Sein Talent für eine facettenreiche Stimmwiedergabe offenbart der DVD-A7 beim Stück "Deep Waters" der Formation "Incognito" auf der Technics Hybrid-DVD "Jazz Festival Hamburg 1999". Auch dieses  Musikstück liegt im 192 kHz 24 Bit-Zweikanal-Format vor und klingt ungeheuer impulsiv und prägnant. Highfidele Musikliebhaber haben durch die Aktivierung der "Audio Only"-Funktion die Möglichkeit, die Videosektion des DVD-A7 komplett abzuschalten, um eine größtmögliche Klangreinheit zu erhalten.

Insgesamt besitzt der Panasonic Qualitäten, die den weitaus teureren, hier schon getesteten DVD Audio-Playern kaum unterlegen sind. Damit erreicht er ein ebenso überzeugendes Ergebnis wie der JVC XV-723GD. Damit zeigen beide Geräte, dass man auch für einen bezahlbaren Betrag eine schon hohen Ansprüchen gerecht werdende Musikalität bieten kann. Nur in punkto exakter Detailabbildung und bei der Herausarbeitung beispielsweise aller in einem Orchester enthaltenen Instrumente sind die Top-Leader wie der Pioneer DV-939A oder der Toshiba SD-900E noch eine Kleinigkeit besser - dafür aber kosten sie deutlich mehr.

Die Wiedergabe normaler Audio-CDs will dem integrierten D/A-Wandler des DVD-A7 besonders bei klassischer Musik sehr gut gelingen. So erklang Johann Strauß' weltberühmter Walzer "Wienerblut" (DDD-CD) mit sehr guter Detailtreue und einer tadellosen Wiedergabe des bei diesem Walzer nicht einfach wiederzugebenen Hochtonbereichs, der exakt, aber nicht aggressiv ertönte. 

Der integrierte Dolby Digital-/DTS-Decoder 

Der eingebaute Decoder besitzt das gewohnt praktische, von den Panasonic DVD-Video-Player her bekannte Setup, das es auch dem Anfänger leicht ermöglicht, in kurzer Zeit die nötigen Einstellmaßnahmen zu treffen. Was die Einstellmöglichkeiten betrifft, so bietet der JVC XV-723GD noch ein wenig mehr, aber nichts wirklich Wesentliches wird vermisst . 

Dasselbe trifft auch auf das voll zufrieden stellende Klangbild zu, das bezüglich der Wiedergabe der Umgebungsgeräusche gefallen kann und diese real darzustellen vermag.  Ebenso ist die Wiedergabe kraftvoller Effekte ordentlich, wenngleich sich hier am deutlichsten die Defizite gegenüber einem hochwertigen AV-Verstärker zeigt (Testgeräte: Denon AVC-A1SE Yahama DSP-AX1). Doch für einen DVD-Player-internen Decoder schlägt sich der des DVD-A7 gut und beweist auch eine ordentliche Dynamik im Hochtonbereich, die sich in einem klaren und nicht belegten Klangbild zeigt (Test-DVDs: X-Men, Code 2, Anfangssequenz, Lake Placid, Code 2, 2. Chapter) Bei der Filmszene aus U-571, mit sehr kraftvoll abgemischten Explosionen und allen unterschiedlichen Arten von Surround-Effekten zeigt der Player, dass er auch vor heftigsten Effekt-Attacken nicht kapituliert und dem Zuhörer ein gutes Surround-Klangerlebnis bescheren kann (5. DTS-Demo DVD, Sequenz aus U-571, Tonformat DTS 5.1).

Doch auch Liebhaber klassischer Musik bietet der Decoder ein brauchbares Niveau: Bei dem Auszug aus Peter Tschaikowskys "1812 Ouvertüre" auf dem ersten DTS-CD-Musiksampler gefällt der Player mit einer sehr räumlichen und weitläufigen Klangcharakteristik, der Gesamtklang ist harmonisch und gut abgestuft. Hier erreicht der DVD-A7 auch ein tadelloses Niveau.

Der Digitalklang

Bezüglich dieser Ton-Teildisziplin entsteht häufiger ein heftiger Streit zwischen den Fachleuten, ob man hier überhaupt einen Unterschied hören kann zwischen einem Basisgerät und einem Player höherer Preiskategorien: Schließlich, so argumentiert die eine Seite, würde das Signal digital, d.h in binären Zahlenkombinationen, übertragen, somit könne es keine Tonbeeinflussungen wie zum Beispiel bei einer D/A-Wandlung geben. Diese Argumentation leuchtet sicherlich ein, schließlich, so sagen diese Kritiker dieses Testteils, dass die Klangqualität höchstens dann in Form von Klangaussetzern negativ beeinflusst werden könne - wenn nämlich der Dolby Digital- oder der DTS-Bitstream nicht korrekt von Seiten des Players übertragen werden würde und die im Bitstream enthaltende Fehlerkorrektur aufgrund des Umfangs des Bitfehlers nicht mehr greifen könnte.

Trotzdem stellen wir im Testbetrieb fest, dass es Unterschiede gibt, die sich vor allem in einem transparenteren, luftigeren Klangbild zeigen. Die Unterschiede sind zugegebenermaßen minimal und fallen sicherlich bei einem Großteil der Software nicht auf - aber wer beispielsweise im Besitz der 3. DTS Demo-DVD ist und sich die großartige Aufnahme von Mahlers Symphonie erst auf einem 600 DM-Basisgerät angehört hat und anschließend auf einem teureren Player, wird einfach eine noch höhere klangliche Harmonie, herrührend von der Spitzenqualität der verwandten Baugruppen (Stichwort: Selektierte Bauteile) und dem streng getrennten Aufbau der Audio-/Videoschaltkreise und einer absolut effektiven Netzteilabschottung, feststellen. So bleibt als Fazit für den Digitalton des Panasonic DVD-A7:

Mit Natürlichkeit und einer exakten Darstellung, unabhängig vom abgespielten Medium, spielt der Player auch digital angeschlossen seine sehr guten akustischen Qualitäten aus, die sich auch in einem reinen, die von Störgeräuschen beeinflussten Klangbild zeigen.

Bewertung

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Fazit

Der Panasonic DVD-A7 überzeugt im AREA DVD-Praxistest auf der ganzen Linie. Eine First Class-Verarbeitung und ein Top-Bild ergeben in Kombination mit den überzeugenden tonalen Eigenschaften eine höchst erfreuliche Gesamtwertung. Panasonic zeigt, dass der Kunde auch in noch bezahlbaren Preisregionen in allen Disziplinen Top-Qualität erwarten darf. Nirgendwo müssen Abstriche gemacht werden, die Bedienung ist einfach, die Ausstattung reichhaltig und praxisgerecht. Insgesamt nicht einfach nur ein guter DVD-Player, sondern der bislang mit Abstand beste Wurf von Panasonic auf dem deutschen Markt überhaupt. Dies wird belohnt: Als erster Player unter 2000 DM erhält der DVD-A7 unser Referenzprädikat. Denn insgesamt bietet der Player weitaus mehr, als ansonsten in dieser Preisklasse gang und gäbe ist: Der DVD-A7 ist trotz seines humanen Preises zur Zeit einer der besten DVD-Player überhaupt.  Wer auf Progressive Scan verzichten kann, vielleicht auf einem hochwertigen Front- oder Rückpro-TV seine Filme anschaut und dazu noch Musik in bester Qualität genießen will, hat im DVD-A7 sein Gerät gefunden. 

AREA DVD-Tipp: Bisher günstigster DVD-Player mit Referenzprädikat für überragende Leistungen


Pro & Contra

plus.gif (283 Byte) Für den Preis überragende Audio- und Videoqualitäten
plus.gif (283 Byte) Hervorragende Verarbeitung
plus.gif (283 Byte) Sehr gute Ausstattung und einfache Bedienung
plus.gif (283 Byte) Ergonomische Fernbedienung
plus.gif (283 Byte) Sehr schnelles und leises Laufwerk
minus.gif (271 Byte) Keine allgemeine CD-R-Wiedergabe

Technische Daten

DVD Audio/Video-Player mit Dolby Digital-/DTS-Decoder
Videoausgänge: 2x SCART (Nr. 1 mit RGB), 1 x Hosiden (S-Video), 2 x Cinch (Composite)
Audioausgänge: Digital 1 x optisch, 1 x koaxial, 1 x Sechskanal-Out
analog:: 2 x Cinch 2-Kanal Downmix
Videoequalizer mit 3 werksseitig programmierten Bildfeldern und individuell justierbaren Parametern
Farbe: Schwarz
Maße (B x H x T): 43 x 27,5 x 10,8, cm
Gewicht: 5,2 kg
Preis: 1999 DM (UVP)

12. März 2001

Test: Carsten Rampacher       

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