Test: Quadral Aurum Titan

Wir danken unserem Kooperationspartner HiFi-Regler für das Bereitstellen der Hörräume, der Lautsprecher und des Testequipments

Viele Hörer, die eine extrem hochwertige Surround-Anlage ihr Eigen nennen, legen in immer mehr Fällen auch Wert auf eine überdurchschnittlich gute Stereowiedergabe. Hier gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Entweder man installiert ein separates System, das ausschließlich für den Stereoeinsatz verwendet wird, oder man ersteht einen AV-Receiver/-Verstärker der Highend-Klasse. Je nach Geschmack und Budget, kommen selbstverständlich auch leistungsstarke Vor-/Endstufenkombinationen in Frage. Ganz wichtig ist natürlich die Wahl der geeigneten Lautsprecherbox - denn wenn man eine hochqualitative Mehrkanal- oder Stereoanlage akkurat betreiben möchte, darf man am Lautsprecher, der neben der Raumakustik am meisten klangbeeinflussend wirkt, auf keinen Fall sparen. Wer bereit ist, eine finanzielle Investition größeren Ausmaßes zu tätigen, könnte beim deutschen Lautsprecherhersteller Quadral aus Hannover richtig liegen. Wer das Spitzenmodell des Hauses, die Aurum Titan, wählt, wird um 3500 EUR erleichtert - pro Stück, versteht sich. 

Wer nun zwei Stück der Dreiwegebox für die Stereowiedergabe benötigt, bekäme für den zu bezahlenden Betrag schon fast einen Smart als Jahreswagen - zu einem neuen VW Golf mit guter Ausstattung reicht es, wenn man als DVD Audio- oder SACD-Liebhaber fünf der exklusiven Boxen ordert. Geboten bekommt der Kunde für das mittlere Vermögen, das für die Anschaffung bereits von zwei Lautsprechern fällig wird, eine LS-Box, die ihrem Namen alle Ehre macht: Die gigantischen Abmessungen (H x B x T in cm 137 x 36 x 42) verdeutlichen, dass man es mit einem richtigen "Titanen" mit Gardemaß und nicht nur mit einer normalen Standbox zu tun hat. 

Passend zur Gehäusegröße bleibt bezüglich der Belastungswerte kaum ein Wunsch offen: Eine Nennbelastbarkeit von 250 Watt und eine Musikbelastbarkeit von 500 Watt bietet die Aurum Titan auf, der Frequenzgang reicht von 16 Hz bis 60 kHz - wer eine ausreichend potente Vor-/Endverstärkerkombination oder einen sehr leistungsstarken AV-Receiver oder -Verstärker im Zusammenspiel mit der Aurum Titan betreibt, braucht keinen aktiven Subwoofer mehr. Der Wirkungsgrad ist übrigens, soviel zum Thema Leistungsanspruch, ohne Fehl und Tadel: 90 dB (1W/1m). Bestückt ist die Lautsprecherbox mit folgenden Tief-, Mittel- und Hochtönern: Zwei 260 mm messende "Altima"-Tieftöner werden ergänzt von zwei 170 mm großen Quadral Altima Mitteltönern und einem RiCom-Hochtöner. Wem das nun zu viel "fachchinesisch" ist: Weiter unten im Text werden die hochwertigen Techniken, die bei den verwendeten Komponenten der Aurum Titan zum Einsatz kommen, genauer erläutert.

Zunächst aber zur Verarbeitung - hier reicht ein Wort: Referenzklasse. So ist die Struktur des hochwertigen Gehäuses besonders aufwändig, die Qualität der Gehäuseoberfläche ist ebenso brillant - hier stimmt jedes Detail. Die Auswahl an lieferbaren Farben ist mit Ahorn Champagner, Kirsche und Mahagoni zwar exklusiv, aber etwas beschränkt. Trost für alle Individualisten: Auf Anfrage kann die Aurum Titan auch in anderen Farbausführungen geliefert werden. Nochmals minimal hochwertiger könnte lediglich das Anschlussterminal auf der Gehäuserückseite ausfallen, wie so etwas in Perfektion aussieht, demonstriert KEF mit der "Reference 205" (Test dieses Lautsprechers folgt).  Ansonsten eitel Sonnenschein, denn die Hochwertigkeit hat bei der Aurum Quadral keinesfalls nur äußerlichen Charakter: Eine höchsten Ansprüchen genügende Verkabelung im Inneren der LS-Box sorgt zusammen mit den erstklassigen Baugruppen, die für die Frequenzweichen verwendet wurden, für einen passenden Gesamteindruck.

 

 

Technik

RiCom-Hochtöner: Flexibel einzusetzen, klarer Klang

Bei Lautsprechern dieser Preisklasse erwartet man natürlich auch nicht nur eine besonders schicke Optik, sondern, und zwar in erster Linie, auch eine besonders hochwertige Technik. Quadral bietet in dieser Hinsicht einiges, so den "RiCom-Hochtöner", der folgendermaßen arbeitet: Quadral verwendet eine sehr leichte, flache, ringförmige  Biegeschwingermembran, die im Gegensatz zu Kolbenschwingern (wie z.B. Kalotten) weniger Luftmasse vor sich herschieben muss, um Schall zu erzeugen. Klanglich sind ein eine besonders ausgeprägte Klarheit und eine hohe Transparenz die hörbaren Folgen. Hier steht der RiCom-Hochtöner dem Bändchenhochtöner, so Quadral, sehr nahe. Doch auch gegenüber dem Bänchenhochtöner besitzt die Quadral-Technologie Vorteile: Denn wo der Einsatzbereich des Bändchenhochtöners bereits aufhört, kann der RiCom-Hochtöner weiter verwendet werden, aufgrund seiner Membran aus flexiblem Seidengewebe ist ein Einsatz bis in den Mitteltonbereich möglich. Die Vorteile im Mitteltonbereich: Durch sein Bauprinzip ist er besonders schnell, was den Eindruck von musikalischer Leichtigkeit und Souveränität unterstützen hilft - dass dies gelang, belegen später unsere Hörtest-Reihen. Eine größere und schwerere Mitteltönermembran kann diese unmittelbare, lebendige Spritzigkeit nicht in diesem Maße aufbieten. Zudem bietet das RiCom-Prinzip auch noch einen im Vergleich zur Mitteltönermembran erhöhten Abstrahlwinkel.

Zweite konstruktive Besonderheit ist die Quadral ALTIMA Membran.

Quadral vereint bei dieser Eigenentwicklung die drei Leichtmetalle Aluminium, Titan und Magnesium miteinander  - mit folgendem Hintergrund: Die Hauptursache für den unterschiedlichen Klang diverser Membranmaterialien liegt in der Tatsache, dass sich Membranen beim Schwingen unkontrolliert verbiegen und dann nicht den Vorgaben der Schwingspule folgen.
Das Ausmaß dieser so genannten "Partialschwingungen" determiniert großenteils den Eigenklang der Membranen. So tendieren weiche Kunststoffversionen zum Beispiel klanglich zur Trägheit (was zu Ungenauigkeit, zu einem "verwaschenen", wenig lebendigen Klangbild führen kann), die derzeit recht populären Membranen aus Aluminium dagegen zur Härte, während Papiermembranen je nach ihrer Zusammensetzung mal in die eine, mal in die andere Richtung ausschlagen. Deshalb versuchen die Lautsprecherhersteller, materialbedingte Eigenresonanzen möglichst effektiv zu unterdrücken und auf verschiedene Frequenzen zu verteilen, um sie damit bestmöglich zu kaschieren. Das Altima-Prinzip eröffnet dagegen laut Quadral ganz andere Möglichkeiten: Zum Einen lassen sich die Materialresonanzen damit aus dem jeweiligen Einsatzbereich der Lautsprecher herausdrängen oder -schieben, und zum zweiten ermöglicht es Altima, die Resonanzen zu bündeln und dann per Netzwerk zu eliminieren. Das scheint simpel, gelingt aber kaum mit anderen Materialien. Daher sollen Schnelligkeit, akribische Genauigkeit und und die Abwesenheit von Eigenklängen die besonderen Kennzeichen der Altima-Membranen sein. Im Bassbereich steigert das kombinierte Druckkammer- und Bassreflex-System den Schalldruck ohne Verzerrung auch bei heftigen Dynamiksprüngen.

Surround-Erweiterungsmöglichkeiten

Besonders interessant ist die Aurum Titan natürlich für den Stereobetrieb. Sicherlich lassen sich, wenn Platz und Geld zur Genüge zur Verfügung stehen, auch fünf dieser riesenhaften Boxen z.B. für die DVD Audio- oder SACD-Mehrkanal-Wiedergabe nutzen, doch diese Bestückung werden in der Praxis nicht allzu viele Hörer vornehmen. Für den Surround-Betrieb können die Aurum Titan auch mit anderen Lautsprechern aus der Aurum-Serie aufgewertet werden - als Center empfiehlt Quadral den Aurum Base Prestige für einen Stückpreis von vergleichsweise erträglichen 700 EUR. 

Die Daten des Centers lesen sich gut: Dreiwege-Bassreflex-Center-Lautsprecher, Nennbelastbarkeit 140 Watt, Musikbelastbarkeit 220 Watt, Übertragungsbereich 30 Hz bis 60 kHz, Wirkungsgrad (1W/1m) 88 dB, für Verstärker mit einer Impedanz von 4 bis 8 Ohm geeignet. Die Gehäuseabmessungen lassen erahnen, dass der Aurum Base Prestige eine solide, voluminöse Stimmwiedergabe sichert - auch wenn er natürlich nicht in Konkurrenz zu den extrem großen Aurum Titan treten kann: 215 x 600 x 387 (H x B x T in mm). Bestückt ist der Center mit zwei 170 mm Altima Tief-/Mitteltönern und einem RiCom-Hochtöner. Als lieferbare Farben stehen Ahorn Champagner, Kirsche und Eiche schwarz zur Auswahl. Als Surround-Spielpartner könnte man die Aurum 30 oder die Aurum Phase 10 wählen - hier die Daten:

Die Aurum 30 ist ein 2-Wege-Bassreflex-Lautsprecher mit einer Nennbelastbarkeit 80 Watt und einer Musikbelastbarkeit von 130 Watt. Der Frequenzgang reicht 35 bis 60.000 Hz, damit ist die Box auch für DVD-A- und SACD-Anwendungen zu empfehlen. Der Wirkungsgrad (1 W/1 m) beträgt 87 dB. Die Aurum 30 ist für Verstärker mit 4 bis 8 Ohm geeignet, mit ihren kompalten Abmessungen (H x B x T in mm, 401 x 218 x 300) ist sie problemlos zu platzieren. Die lieferbare Farben: Ahorn-Champagner oder Kirsche, der Stückpreis: 700 EUR

Die Aurum 10 Phase sind 3-Wege-Bassreflex-Lautsprecher mit einer konstruktiven Besonderheit: Auf der Rückseite der Box arbeitet ein bipolarer 25 mm Kalotten-Hochtöner, der sich, je nach Raumakustik und persönlichem Geschmack, abschalten lässt. Die Nennbelastbarkeit wird von Quadral mit 100 Watt angegeben, die Musikbelastbarkeit mit 160 Watt. Der Frequenzgang geht von 42 bis 60.000 Hz, der Wirkungsgrad (1 W/1 m) beträgt 86 dB. Wie die anderen Komponenten auch, ist die Aurum 10 Phase für Verstärker mit 4 bis 8 Ohm geeignet, mit ihren kleinen Abmessungen (H x B x T in mm, 346 x 172 x 243) ergeben sich flexible räumliche Aufstellungsmöglichkeiten. Die lieferbaren Farben: Ahorn-Champagner oder Kirsche, der Stückpreis wird mit 500 EUR angegeben.

Mehr zu den genannten Aurum 30 und Aurum 10 Phase sowie dem Aurum Sub 10 findet sich hier

Geeignete AV-Verstärker-/-Receiver:

Besonders gut geeignet zum Betrieb zusammen mit der Aurum Titan ist eine hochwertige Vor-/Endstufenkombination. Wer diese Lautsprecher in Verbindung mit einem AV-Receiver oder -Verstärker nutzen und das Potential der LS-Box auch wirklich ausnutzen möchte, sollte zu einem Gerät der obersten Preisliga greifen. Diese Geräte sind für den Betrieb mit der Aurum Titan beispielsweise bezüglich ihrer Dimensionierung passend:

Auf jeden Fall raten wir bei einer Investition in dieser Höhe zu umfangreichen Probe-Hörsessions, am besten im Hörraum des potentiellen Kunden - denn der persönliche Geschmack, die Akustik und Größe des Hörraums sowie dessen architektonische Eigenarten beeinflussen das Klangerlebnis maßgeblich.

Ton

Im Studio unseres Kooperationspartners HiFi-Regler stand uns ein optimales Equipment für Verfügung, um den edlen Lautsprecher in seiner Paraderolle, im Stereobetrieb, zu hören:

Testequipment

  • CD-Player Denon DP-S1 

  • Vorstufe Denon PRA-S1 mit separatem Netzteil

  • D/A-Konverter DA-S1

  • Endstufe Denon POA-S1 (siehe Bild unten, x 2)

Die inzwischen nicht mehr erhältlichen Highend-Komponenten aus der S1-Serie ermöglichen durch ihre an Präzision, Klarheit, Frische und Kraft kaum noch zu überbietende Vorstellung die exakte Beurteilung der Qualitäten der Aurum Titan. 

Quadral Aurum Titan - unsere Höreindrücke:

Besonders auffällig bei allen musikalischen Beispielen war das weit überdurchschnittlich dynamische Auftreten der Aurum Titan. Gerade bei plötzlichen orchestralen Einsätzen oder einem kraftvollen Instrumentalpart bei einem Rock- oder Pop-Musikstück bewiesen die großvolumigen Standboxen immer wieder aufs Neue ihr rasches, flexibles und agiles Ansprechen - z.B. bei der Darstellung eines E-Gitarren-Solos, wo die ganze Kraft des Instruments komplett in den Hörraum und somit zum Zuhörer weiter gegeben werden konnte - Extraklasse. Ebenso weit überdurchschnittlich gut: Der Bassbereich. Hier ist alles vom Feinsten, so der überragende Tiefgang, die Präzision der Wiedergabe und das füllige Volumen. Ganz gleich, welche Pegel auch anlagen, immer war die Basswiedergabe geprägt von einer schier unerschütterlichen Souveränität. Man sollte nur nicht sparsam bezüglich des ausgewählten Spielpartners sein - ein großkalibriger AV-Receiver oder -Verstärker sollte es schon sein, für Stereofreunde raten wir zu einer hochwertigen Vor-/Endstufen-Kombination. 

Auf der anderen Seite des Frequenzspektrums, im Hochtonbereich, sind die Leistungen der Aurum Titan ebenfalls äußerst lobenswert. Hervorzuheben ist hier die sehr gut gelungene Mischung aus klarer Darstellung, hervorragender Brillanz und einer auf hohem Level liegendem Homogenität. Besonders empfiehlt sich dieser Lautsprecher für Zeitgenossen, die gern kraftvolle Rock- oder Popmusik hören - mit der im Hochtonbereich auch bei extremen Pegeln gefälligen, sauberen Darstellung und der überdurchschnittlichen Dynamik liefert die Aurum Titan hier Leistungen ab, die man nur selten bei einem Lautsprecher bislang gehört haben dürfte.  Mit diesem Leistungsprofil eignet sich die Aurum Titan auch vortrefflich als Hauptlautsprecher für ein Heimkino-LS-System der Extraklasse, denn alle Analgen,  man für eine potente, hochpegeltaugliche Heimkino-Wiedergabe benötigt, bringFür Liebhaber klassischer Musik stellt sich die Frage, ob eine großartige Dynamik oder eine Feinmodellierung auf absolutem Referenzniveau ganz oben im Lastenheft stehen. Für die "Dynamiker" ist die Aurum genau die richtige Wahl, erbringt sie doch bei einer abwechslungsreichen Oper oder einem Konzert in großer instrumentaler Bestückung höchste Leistungen. Wer aber auf eine sehr sinnliche, feinfühlige, perfekte Herausarbeitung feinster Details allergrößten Wert legt und zudem eine erstklassige Strukturierung im Hochtonbereich für sehr wichtig erachtet, sollte sich einmal mit der nochmals teureren KEF Reference 205 (UVP Stückpreis 3999 EUR, Test bei uns folgt) auseinander setzen. So glasklar und fein im Detail, wie die 205er zu Werke geht, staunt man immer wieder. 

Auf der anderen Seite kann der feinsinnige KEF Lautsprecher aber nicht mit einem so markerschütternden, bärenstarken Bass dienen. Wie in vielen Fällen im Leben, ist auch diese Entscheidung eine Frage des individuellen Geschmacks des jeweiligen Hörers. Auch im Stimmbereich bleibt die stark auftretende Aurum Titan ihrer Linie treu: Mit viel Nachdruck werden so beispielsweise die Stimmen von Opernsängern wiedergegeben, eine Arie, die z.B. ein Heldentenor schmettert, meistern die Aurum Titan-Boxen  mit größter Gelassenheit und einem unnachahmlichen Schub - ohne dabei die exakte Herausmodellierung charismatischer Kleinigkeiten zu unterlassen. Diese Kleinigkeiten wiederum stellt die KEF nochmals etwas exakter dar, so dass auch der Vergleich der Stimmdarstellung auf ein Patt hinausläuft. Unser Aurum Titan-Testmuster begeisterte in allen Hörchecks auf der ganzen Linie - die räumliche Tiefe, die virtuelle Bühne, die die beiden "Titanen" aus ihren großen Gehäusen zauberte, war von beeindruckender Dreidimensionalität. Der Zuhörer hatte, natürlich ganz besonders bei der Wiedergabe überdurchschnittlich hochwertiger CDs, den Eindruck, dass sich ein kraftvoller, klarer und alles umfassender Klangteppich mit hoher Präzision über den Hörraum legt.

Fazit

Wer einen klangstarken, homogenen und klaren Klang mit einer Basswiedergabe der Extraklasse bevorzugt, findet in der überragenden Quadral Aurum Titan mit ihrer aufwändigen Konstruktion und ihrer edlen, langlebigen Verarbeitung die zu den Ansprüchen passende Lautsprecherbox. Ganz gleich, welche Pegel anliegen und welche Größe der Hörraum hat, immer ist der Auftritt der Aurum Titan von einer schier unerschütterlichen Souveränität geprägt. Besonders diejenigen potentiellen Käufer, die einen runden, klaren, fülligen und präzisen Bassbereich für überdurchschnittlich wichtig halten, sollten sich die Aurum Titan genau anhören, denn hier liegt die besondere Stärke der wertvollen Dreiwege-Standbox. Wichtig in diesem Zusammenhang ist nur die Verwendung eines hochwertigen Verstärkers beziehungsweise einer hochwertigen Vor-/Endstufenkombination, denn nur dann kann man den brillanten Tiefgang und die extrem kraftvolle Bassdarstellung auch voll und ganz genießen. Am anderen Ende des Frequenzspektrums überzeugt die Aurum Titan ebenso - der Hochtonbereich ist sehr klar und gefällig nie übertrieben spitz oder aggressiv, aber immer brillant und frisch, kurzum, eine für viele Ansprüche ideale Mischung. Einer weiteren Verbreitung dieses erstklassigen Lautsprechers dürfte der nicht gerade schmale Preis entgegen stehen - 3500 EUR pro Stück sind schon ein Wort. Wer jedoch eine in jeder Disziplin referenztaugliche Lautsprecherbox sucht, die sich sowohl als Basis für eine extrem hochwertige Surround-LS-Anlage (auch für den DVD Audio-SACD Multichannel-Gebrauch!) als auch als Stereolautsprecher bestens eignet und auch nach Jahren noch viel Vergnügen garantiert, liegt hier genau richtig.

Traumhaft gut klingender Lautsprecher mit perfekter Basswiedergabe

 High-End-Klasse
Test 02.04.2003
Preis-/Leistungsverhältnis
Pro:
  • Überdurchschnittlich runde, füllige und präzise Basswiedergabe

  • Sehr angenehmer, klarer und homogener Klang

  • Hervorragende, sehr natürliche und überragend akzentuierte Stimmwiedergabe

  • Erstklassige Dynamik und sehr gutes Ansprechverhalten

  • Pegelfestigkeit auf Highend-Niveau

  • Brillante Gehäuseverarbeitung

Contra:
  • Extrem große Gehäuseabmessungen

Technische Daten
  • 3-Wege Druckkammer/Bassreflex-Lautsprecher

  • Nenn-/Musikbelastbarkeit: 250/500 Watt

  • Übertragungsbereich: 16 Hz bis 60 kHz

  • Übertragungsfrequenz 180/2.300 Hz

  • Wirkungsgrad (1W/1m): 90 dB

  • Für Verstärker mit einer Impedanz von 4 bis 8 Ohm geeignet

  • Tieftöner: 2 x 260 mm Quadral Altima

  • Mitteltöner: 2 x 170 mm Quadral Altima

  • RiCom-Höchtöner

  • Maße (H x B x T in cm): 137 x 36 x 42

  • Ausführungen: Ahorn Champagner, Kirsche, Mahagoni (Sonderausführungen auf Anfrage)

  • Preis 3500 EUR (UVP)

Test: Carsten Rampacher

02. April 2003