Test: Mordaunt-Short Sub-/Sat-System "Genie"

18. Mai 2005 (cr)

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments

Bei Mordaunt-Short gibt man sich ganz selbstbewusst - während bei anderen Anbietern die Sub-/Sat-Sets auf Zahlenkombinationen, Phantasieschöpfungen oder wohlklingende Namen aus allen schöne Weltsprachen hören, nennt sich Mordaunt-Shorts System schlicht und einfach "Genie". Eine solche Titulierung reizt natürlich in Bezug auf einen Test, denn es gibt zweifellos einige sehr gute Subwoofer-/Satellitensysteme, aber echte "Genies" sind tatsächlich selten und außerdem meist sehr teuer, wie ausgesprochen gute Offerten wie das Tannoy Arena oder das Mirage Omnisat zeigen. Das Genie von Mordaunt-Short wird für vergleichsweise zierliche 1.199 € feilgeboten, was es umso attraktiver macht - denn Systeme in dieser Preisregion erfreuen sich durchaus größerer Beliebtheit, weil, wenn viel Qualität geboten wird, eine größere Zielgruppe zum Ausgeben eines solchen Betrages bereit ist. 

Dass es sich nicht einfach um ein weiteres Subwoofer-/Satelliten-Package der oberen Mittelklasse handelt, verdeutlicht bereits der optische Auftritt. Progressives Aussehen, das gerade auch jüngere Menschen überzeugt, bieten bereits deutlich günstigere Lösungen. Aber wer genau hinschaut und eine Anschaffung mit bleibendem Wert tätigen möchte, wird sich mit ziemlicher Sicherheit zum Genie hingezogen fühlen. Schon die liebevolle Verpackung der hochwertigen Satelliten in kleine schwarze Stoffsäckchen dokumentiert, dass auch im Detail ein nachhaltig überzeugender Eindruck geschaffen werden soll. 

Liebevoll: Hochwertige Verpackung der Satelliten

Progressive Erscheinung: Die Mordaunt Short-Satelliten

Kunstwerk: Diese eleganten Lautsprecher-Anschlussterminals sind viel zu schade, um sie zu verstecken

Packt man dann die Satelliten aus, so bleibt der positive Eindruck weiter bestehen, denn primitiv oder billig wirkt nichts bei diesem Angebot. Die Satelliten sind schwer und massiv verarbeitet, nur die vorderen Abdeckgitter können mit der ansonsten gebotenen Hochwertigkeit nicht Schritt halten und fallen in Bezug auf die Materialwahl leicht zurück. Hier bieten die qualitativ überragenden Gitter des Tannoy Arena sichtbar und fühlbar mehr, allerdings ist das Arena auch sehr viel teurer. Sehr nobel wirken beim Genie-System die Schraubverschlüsse zur Anbringung des Lautsprecherkabels. 

Besser ohne Gitter: Die Genie-Komponenten sehen dann noch noch hochwertiger und technisch-progressiver aus

Der aktive Subwoofer, nach unten abstrahlend nach dem Downfire-Prinzip, bietet ebenfalls eine lobenswerte Produktqualität. Die Membran ist ebenso sauber eingepasst wie das Anschlussfeld. Hinzu kommt noch ein Schalldruckpegel-Messgerät (mehr über den Nutzen folgt im weiteren Verlauf des Textes), welches sich ebenfalls durch die akkurate Verarbeitung profilieren kann. 

Der aktive Subwoofer ist ebenfalls hochwertig verarbeitet

Und wie sieht es mit den technischen Daten aus? Hier muss gleich angemerkt werden, dass in der 1.000 bis 1.200 €-Klasse ein starker Konkurrenzdruck herrscht, denn so prominente Systeme wie das Nubert nuBox 5.1-Set oder das Quadral TX-5 mit Sub DV-67 sowie das KEF KHT-2005.2 und das Infinity Oreus liegen bei der Gunst der Käufer weit vorn. Da muss man schon etwas bieten können, um mithalten zu können - was beim Mordaunt-Short Genie zweifellos der Fall ist, denn der Subwoofer mit 200 Watt-Endstufe bietet auf dem Papier eine Menge Power. Nur der bärenstarke KEF-Sub hat eine noch höhere Leistungsangabe, während der nuBox AW-440 vom nuBox310-Set hier ebenso ins Hintertreffen gerät wie der Subwooofer des Oreus oder der Sub DV-67. Der aktive Woofer hat einen 25 cm Basstreiber und gehört mit einem Gewicht von 15,5 kg zu den etwas schwereren Exemplaren. Der Frequenzgang ist sehr glaubwürdig mit 38 Hz bis 200 Hz angegeben. Alle Satelliten und der größer dimensionierte Center haben einen bis 20.000 Hz reichenden Frequenzgang, was das System für normale Musik- und Heimkinoanwendungen qualifiziert. Einen erweiterten Frequenzgang zur DVD Audio- und SACD-Wiedergabe gibt Mordaunt-Short nicht an. Mit einer empfohlenen Verstärkerleistung von 15 bis 100 Watt sind die Satelliten für AV-Receiver bis zur gehobenen Mittelklasse geeignet. 

Luxuriös: Auch einen sehr gut verarbeiteten Schalldruckmesser liefert Mordaunt-Short beim Genie-System mit

Unterscheidungsmerkmal des Genie-Systems gegenüber den Offerten der Konkurrenz ist das mitgelieferte, umfangreiche Zubehör. Eine spezielle CD mit ausgewählten Testtönen, ein Schalldruckmesser sowie ein Notch-Filter auf der Rückseite des aktiven Subwoofers sollen sich für einen kräftigen, zugleich präzisen und nie dröhnenden Bass auszeichnen.  Zunächst benötigt man das Schalldruckmessgerät und die mitgelieferte CD, um dann später den Notch-Filter optimal einzustellen. Mordaunt-Short nennt das ganze System ARC™ (Active Room Control). Die verschiedenen Schritte zur Justage im Überblick:

  1. Alle Lautsprecher bis auf den aktiven Subwoofer deaktivieren. Notch-Filter am Subwoofer deaktivieren.

  2. Die mitgelieferte Testton-CD in den DVD/CD-Player einlegen. 

  3. Danach begibt man sich zur Hörposition und stellt das Schalldruckmessgerät auf 2 dB ein.

  4. Titel 1 der Testton-CD wird nun abgespielt. Die Lautstärke muss vom Anwender so lange angeglichen werden, bis auf dem Schalldruckmessgerät die grüne LED "SPL-REF" leuchtet. 

  5. Nun werden die anderen Stücke der CD gespielt, wobei sich der Anwender den Titel mit dem höchsten Messergebnis merken sollte.

  6. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, kann nun einfach der Notch-Filter kalibriert werden: Frequenz = Titelnummer, Cut = SPL Messwert

Was ist ein Notch-Filter?

Entfernt Bass-Dröhnen: Notch-Filter beim Mordaunt-Short-Subwoofer

Ein Notch-Filter trennt bestimmte Frequenzbereiche aus dem gesamten Signal heraus und lässt nur das restliche Signal passieren. Durch die Beschaffenheit des jeweiligen Hörraumes, dem jeweiligen Hörplatz und dem Aufbau des Equipments kann die Signalspitze in bestimmten niedrigen Frequenzbereichen in der Resonanzfrequenz auftreten, was zu einem unschönen Dröhnen führt.  Der Notch-Filter reduziert das Signal bei den Frequenzen, in denen das Dröhnen des Basses auftritt. Entsprechende Testtöne und ein Schallpegelmesser (Sound Pressure Level Meter, SPL) sind erforderlich, um akkurate Messergebnisse zu erhalten. Insgesamt kann man mit einem Notch-Filter also ein Frequenzband definieren, in dem Bass-Dröhnen entfernt werden soll. Dieses Bass-Dröhnen hat eigentlich fast jedes Heimkino, da die Wellenlänge im Tiefbassbereich bei allen Räumen unter 8 Metern Breite zu Überlagerungen und somit zu Dröhnen führt. Bei diesem Dröhnen wird der Pegel um bis zu mehrere Dezibel angehoben. 

Wirkung

In unserem Testbetrieb waren wir mit der Wirkung des Notch-Filters sehr zufrieden, denn so kann man den aktiven Subwoofer wie von Mordaunt-Short versprochen sehr effektiv auf den Hörraum anpassen. Störendes Dröhnen war praktisch nicht mehr zu vernehmen, der Bass kam klar und satt zum Hörer. Zu bedenken ist bei diesem Mordaunt-Short-Subwoofer noch, dass es sich um einen Downfire-Subwoofer handelt, der nach unten abstrahlt. Das heißt, dass man ihn tunlichst nicht in einer Raumecke und/oder in unmittelbarer Nähe zu einer Wand aufstellen sollte. Auch  ist ein Downfire-Subwoofer problematisch, wenn man in einem Altbau oder in einem eher leicht gebauten Haus mit dünnen Böden und Wänden wohnt. In solchen Fällen können sich, insbesondere bei forscheren Lautstärken, Resonanzen und Vibrationen problemlos ausbreiten. Zu empfehlen ist, zumindest eine solide Platte unter den Sub zu legen und ihn etwas weiter im Raum zu platzieren. Dann sind gerade bei unserem Test-Subwoofer die Leistungen, siehe Hörtest, als exzellent einzustufen. 

Der Downfire-Subwoofer strahlt nach unten ab

Das nach unten abstrahlende 25 cm Basschassis des Genie-Subwoofers

Klang

Bei allen Klangtestreihen präsentierte sich das Genie-System als ausgesprochener Dynamiker. Gerade für Liebhaber einer kräftigen und effektstarken Wiedergabe ist es verblüffend, zu welch druckvoller  und flink aufgebauter Front- und Surroundklangkulisse das Genie imstande ist, ohne auch nur annähernd überfordert zu wirken. Hier muss sich selbst das bereits sehr pegelfeste KEF KHT-2005.2 knapp geschlagen geben, und auch das Infinity Oreus kommt nicht mehr mit. Im Vergleich zum KEF wirken die Satelliten des Oreus noch länger souverän, dafür verabschiedet sich der aktive Subwoofer aufgrund der geringeren Ausgangsleistung früher als der sehr kräftige KEF-Woofer. Beide Systeme kommen gegen das aus entwicklungstechnischer Sicht auch neuere Genie-System nicht an. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen agiert die eingebaute Endstufe, obwohl nominell schwächer als die des KEF-Woofers, noch entschiedener. Zum zweiten ist es zwar ein zeitlich etwas längeres Unterfangen, den Mordaunt-Short-Subwoofer einzupegeln, denn man sollte neben der sorgfältigen Auswahl des richtigen Aufstellungsortes im Hörraum auch das Schalldruckmessgerät zum Einsatz bringen und den Notch-Filter kalibrieren. Aber - der Aufwand lohnt sich, denn bei akkurater Aufstellung und Einpegelung ist der erreichbare Bassdruck enorm hoch - wohlgemerkt, hier wird purer Bass geliefert, ohne Dröhnen und Störgeräusche, die auch bei den anderen Systemen kaum vernehmbar sind, der Genie-Subwoofer jedoch wirkt noch klarer und gelassener im Klangbild. 

Mit dieser Auslegung eignet sich das Genie ausgezeichnet, um actiongeladene Filme anzuhören, Blockbuster wie "Gladiator" oder "Master&Commander" kommen so überzeugend zum Auditorium.  Auch andere Subwoofer-/Satellitensysteme schaffen es inzwischen, solches Material ansprechend wiederzugeben, der Unterschied liegt darin, dass das Genie einfach noch direkter und dynamischer agiert und dass der aktive Subwoofer auch bei schwierigen Bässen (wie z.B. im Ausschnitt aus "Minority Report" auf der 7. DTS Demo-DVD, hier verursachen die in dieser Sequenz verwendeten Schusswaffen einen trockenen, harten Bass mit einem ganz kurzen nachhall-/echoeffektartigem Ende) nicht aus dem Takt kommt. Nur bei sehr tieffrequenten Effekten muss er, wie die Konkurrenten auch, den recht kompakten Abmessungen Tribut zollen, wer wahren Tiefgang sucht, muss zu gehäusemäßig größeren Kalibern greifen.  Dass in Bezug auf den Tiefgang einfach noch mehr geht, beweist immer wieder gut der "Chronos"-Trailer auf der 7. DTS Demo-DVD, der mit subtilem Bassaufbau, quer durch alle tiefen Frequenzen gehend, den aktiven Subwoofer voll fordert. 

Ansonsten jedoch leistet der Basslautsprecher überzeugende Arbeit, was sich auch beim aktuellen 007-Film "Stirb an einem anderen Tag"  herausstellte, die Auto-Verfolgungsjagd im Eispalast sowie die Eröffnungsszenen in Nordkorea werden sehr basskräftig wiedergegeben. Die Satelliten konnten ebenfalls mit aus heimcineastischer Sicht erfreulichen Tugenden aufwarten. Sie spielen zwar nicht so beeindruckend harmonisch und geschlossen wie die Satelliten des Tannoy Arena, hier klappten die akustischen Übergänge zum aktiven Subwoofer nahtloser, beeindrucken dafür aber mit hervorragender, unvermittelt übertragender Dynamik. So gerüstet, kann auch die Dramatik und die Spannung eines aussagekräftigen Music Score (wie z.B. bei "Master&Commander") gut zum Ausdruck gebracht werden. Bei diesem in Bezug auf die Soundeffekte sehr reichhaltigen Film zeigt das Genie, dass auch bidirektionale Effekte sehr gut wiedergegeben werden, durch das schnelle Ansprechverhalten aller Lautsprecher werden sie präzise und blitzschnell durch den Hörraum getragen. Der Hochtonbereich, nicht immer ein ruhmreiches Kapitel auch bei teureren Subwoofer-/Satellitensystemen, ertönt frisch, aber nie zu dominant, was sich gerade bei gehobenen Pegeln als äußerst vorteilhaft erweist. Eine schrille, aggressive Wiedergabecharakteristik kann man dem Genie-Set daher auch unter ungünstigen Bedingungen nicht nachsagen. 

Der Center hinterlässt aus akustischer Sicht einen sehr guten Eindruck

Der im Vergleich zu den Satelliten größer dimensionierte Center ermöglicht eine kräftige Stimmwiedergabe, die dafür sorgt, dass - eine korrekte Einpegelung vorausgesetzt - auch in effektgeladenen Sequenzen die Dialoge noch gut zu verstehen sind. Auch Effekte, die vorn aus der Mitte kommen, werden ansprechend wiedergegeben. Nur, wer im großen Hörraum sehr hohe Pegel hört, wird bemerken, dass für solche Aufgaben selbst ein hervorragendes Subwoofer-/Satellitensystem wie das Genie nicht die erste Wahl ist, denn dann wirkt der Center doch nicht weiträumig genug, aber auch bei den Satelliten ist festzustellen, dass das klangliche Geschehen zu konzentriert auf die unmittelbare Lautsprecherumgebung ist und daher ein sich völlig frei entfaltendes Klangbild nicht realisiert werden kann. Dieses Manko aber ist nicht Eigenart des Genie-Systems, sondern ein prinzipieller Nachteil von in Bezug auf die Gehäusevolumina kleineren Systemen. Hier hilft nur ein richtig "dicker Brummer" in Form eines Kinosoundsystems wie dem Teufel Theater 8 oder dem üppig dimensionierten Standlautsprecherset Nubert nuWave 125, CS-65 und AW-75, um im großen Raum einen üppigen und zugleich klaren Sound zu erzeugen. Dann muss aber auch die Ehefrau ein Auge zudrücken, denn so unauffällig wie das Genie oder das teure, aber hervorragende Tannoy Arena sind die großen Lautsprecher-Ensembles natürlich nicht zu integrieren.

Zurück zu unserem Genie-Set, welches sich auch für musikalische Zwecke gut nutzen lässt. Besonders hervorzuheben ist bei allen musikalischen Anwendungen die ausgezeichnete Dynamik und der druckvolle, dabei zugleich aber präzise und sehr gut gestaffelte Bass. Unsauberes Herumdröhnen gehört erfreulicherweise ganz und gar nicht zum Handwerk des Mordaunt Short-Woofers. Er liefert gerade in Hörräumen bis knapp über 25 Quadratmeter massig Schub, die Kraft bleibt aber stets kultiviert und kontrollierbar. Bei großen klassischen Konzerten oder Popmusik-Live-Konzerten schlägt daher die große Stunde des Genie-"Teams", hier kann auch der Center seine Fähigkeit, eine virtuelle Bühne recht gut abzubilden, prima unter Beweis stellen. Erst, wenn die Hörraumgröße die 30 Quadratmeter deutlich übersteigt und der Pegel kräftig sein soll, stellen sich wieder die oben beschriebenen Nachteile heraus, die allerdings, wie bereits erwähnt, mit der Spezies "kompaktes Sub-/Sat-System" zusammenhängen. Was die Detailfreude bei kleinen musikalischen Einzelheiten angeht, muss man den Satelliten von Mordaunt-Short ebenfalls ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Hier erreichen sie praktisch des Niveau der immer noch hervorragenden Infinity Oreus-Satelliten, nur die Satelliten des deutlich kostspieligeren Tannoy Arena liefern ein noch besseres Ergebnis ab, was noch nicht einmal in einer noch besseren Detaillierung an sich, sondern in einer noch harmonischeren Einbindung kleiner Einzelheiten in das akustische Gesamtgeschehen begründet liegt. Überhaupt entpuppt sich das Arena von Tannoy wiederum als Meister der Harmonie, so exakt und passend sind die Übergänge zwischen Hoch- und Mittelton-, sowie zwischen Mittelton- und Bassbereich bei keinem anderen uns bekannten kompakten Subwoofer-/Satellitensystem. 

Insgesamt profiliert sich unser Genie-Testset als preislich äußerst faire und akustisch sehr dynamische Sub-/Sat-Lösung, die für technisch Begeisterte durch die umfangreichen Optimierungsmöglichkeiten auf jeden Fall in die engere Auswahl gezogen werden sollte. Echte klangliche Schwächen suchten wir vergeblich. 

Fazit

Das Mordaunt-Short Genie überzeugt mit einem exzellenten Preis-/Leistungsverhältnis, was hier für 1.199 € geboten wird, ist momentan konkurrenzlos. Gegen ein Tannoy Arena hat es in Bezug auf Gesamtharmonie und Homogenität zwar keine Chance, aber dieses Set ist auch gleich kräftige 600 € teurer - genug für ein 2. Sub-/Sat-Set, z.B. das Harman Kardon HKTS-11, fürs Schlafzimmer. Für 1.199 € jedenfalls schlägt das Genie praktisch jeden Konkurrenten, vor allem durch die überragende Pegelfestigkeit und die außerordentliche Dynamik, gepaart mit viel Brillanz und gekonnter Balance im Hochtonbereich. Durch die exzellente Verarbeitung und die hochelegante Optik ist es auch für Mehrkanalliebhaber interessant, denen einklanglich überzeugendes Nubert nuBox 310 5.1-Set zu schlicht aussieht und so einfach verarbeitet ist. Somit lässt sich  insgesamt nur wenig Negatives über das Genie-System sagen - zu diesen negativen Punkten gehört, dass die Einpegelung des aktiven Downfiresubwoofers mehr Zeit als bei manch anderem System erfordert. Wer es jedoch Ernst mit dem guten Sound meint und sich die Mühe macht, auch die mitgelieferte CD und das ebenfalls mitgelieferte Schalldruckmessgerät zum Einsatz zu bringen,  sowie mit der akkuraten Aufstellung zu experimentieren, wird sehr viel Spaß am kraftvoll zur Sache gehenden Subwoofer haben, der bei Pegeln weiterschiebt, wo der Großteil der Konkurrenz schon eine geraume Zeit aufgegeben hat.  Insgesamt ziehen wir vor der Leistung des Genie-Systems nur den Hut - gerade in Anbetracht des Preises eine hervorragende Lösung für den Mehrkanal-Musik- und den Filmton-Einsatz.

Mit exzellenter Pegelfestigkeit und mitreißender Dynamik setzt Mordaunt-Short die Konkurrenz unter Druck

Obere Mittelklasse
Test 18. Mai 2005
Preis-/Leistungsverhältnis:

 

Pro:
  • Hervorragende Dynamik
  • Überragende Pegelfestigkeit
  • Gekonnt abgestimmter Hochtonbereich
  • Subwoofer mit vehementem Antritt und tadelloser Präzision
  • Fürs Geld perfekte Verarbeitung
Contra:
  • Subwoofer muss sehr sorgfältig eingepegelt und aufgestellt werden
Datenblatt:
  • Preis 5.1 Set komplett: 1.199 €
  • Lieferbare Farben: Schwarz, Silbern
  • Test-Set bestehend aus: 4 identischen Satelliten, 1 Center, 1 aktiver Subwoofer
  • Mit Testton-CD und Schalldruckmessgerät zur Kalibrierung
  • MS Genie 402 Satelliten (10,2 cm Mitteltöner, 25mm Hochtöner) geeignet für Verstärker von 15 bis 100 W, Frequenzgang 95 Hz bis 20 kHz, Wirkungsgrad (2,83 V @ 1m) 84 dB, Impedanz 4 - 8 Ohm, Abmessungen (B x H x T) 132 x 223 x 170mm, Gewicht 1, 8 kg
  • MS Genie 404 Center (2 x 8,9 cm Mitteltöner, 25mm Hochtöner), geeignet für Verstärker von 15 bis 100 W, Frequenzgang 95 Hz bis 20 kHz, Wirkungsgrad (2,83 V @ 1m) 87 dB, Impedanz 4 - 8 Ohm, Abmessungen (B x H x T) 302 x 134 x 160mm, Gewicht 2,1 kg
  • MS Genie 409 Subwoofer: 25 cm-Basschassis, Frequenzgang 38 bis 200 Hz, Endstufe mit 200 Watt Leistung, Phasen-/Pegelregler, Abmessungen (B x H x T) 370 x 423 x 370mm, Gewicht 15,5 kg 

Test: Carsten Rampacher
18. Mai 2005