Test: Harman/Kardon DVD-21

05.03.2003 (cr)

Ausstattung

DVD-Player, die auch als CD-Player-Ersatz durch ihre überzeugenden klanglichen Eigenschaften punkten können, dazu noch ein tadelloses Bild bieten und sich vom Kaufpreis her noch in einem erträglichen finanziellen Rahmen bewegen, sind nicht leicht zu finden. Dabei gibt es einen breiten potentiellen Käuferkreis, der anstatt des Neukaufs eines herkömmlichen CD-Players mittlerer Preisregionen, der bereits akustisch auch dem anspruchsvolleren Hörer gerecht wird, gern auf einen DVD-Player "upgraden" möchte, ohne dass nennenswerte klangliche Einbußen im CD-Betrieb gleich mit eingekauft werden. 

Harman Kardon möchte genau diese Klientel mit dem ausschließlich in schwarzer Ausführung lieferbaren DVD-21 für 399 EUR ansprechen. Optisch stellt der "kleine Bruder" des 100 EUR teureren DVD-25 keine Überraschung dar, so ist auch der DVD-21 im typischen Stil des Hauses gehalten - uns persönlich gefällt das progressive Design der Harman Kardon-Produkte, doch ist dies selbstverständlich Geschmackssache. Routiniert ist auf jeden Fall die Verarbeitung des Geräts, zwar ist die Frontplatte aus Kunststoff, die Haptik und die optische Wirkung sind jedoch absolut in Ordnung. Um klanglich auch anspruchsvollere Ohren vollauf überzeugen zu können, bringt der DVD-21 hochwertige 192 kHz/24-Bit-Audio-D/A-Wandler mit - und wer die Produkte von Harman/Kardon kennt, weiß, dass auch die restliche Audio-Peripherie so ausgelegt ist, dass gehobene Ansprüche erfüllt werden können - denn nur 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler alleine machen noch keinen akustisch guten DVD-Player aus. 

Ausgestattet ist der DVD-21 praxisgerecht, wenngleich man für 399 EUR in der jetzigen Marktsituation auch von der Feature-Liste her reichhaltiger ausstaffierte DVD-Spieler einkaufen kann. Echter Mangel herrscht aber keinesfalls, selbstverständlich gibt die Scart-Buchse RGB-Bildsignale aus, auch stehen ein optischer und ein koaxialer Digitalausgang zur Verfügung. Im Gegensatz zum DVD-25 gibt es aber keinen YUV-Ausgang und somit auch keine Progressive Scan-Bildsignalausgabe. Multimedial ist der DVD-21 sehr talentiert und kann sich von nicht wenigen "Klassenkameraden" absetzen: Ob DVD Video, DVD-R, DVD-RW, VCD, MP3-CD, CD-R oder CD-RW - alles wird abgespielt, sogar SVCD wird von HK als abspielbares Format angegeben. Nicht alltäglich: Der DVD-21 verfügt über ein fest installiertes Testbild zur Justage des Video-Equipments. Dessen Einsatzmöglichkeiten werden in der Bildwertung weiter unten im Text genau erklärt. Wer kein Bildwiedergabegerät besitzt, das NTSC oder PAL60 verarbeiten kann, wird sich darüber freuen, dass der Harman Kardon NTSC-Bildsignale in echtes PAL 50 und nicht nur in PAL 60 wandeln kann.

In unserem Testbetrieb konnten die multimedialen Eigenschaften des DVD-21 absolut überzeugen. Unsere Test-SVCDs wurden ohne Schwierigkeiten in recht kurzer Zeit eingelesen, ohne Bild- oder Tonaussetzer und ohne erkennbare Asynchronität von Bild und Ton erfüllte der DVD-21 hier die gestellten Erwartungen - schließlich wird, wie oben bereits erwähnt, SVCD auch offiziell als abspielbarer Standard angegeben. Einziger "Schönheitsfehler": Die Tonausgabe im SVCD-Betrieb konnte bei unserem DVD-21 nur auf analogem Wege erfolgen. 

Die MP3-Wiedergabe fügte sich nahtlos in das tadellose Bild - die Abspielsicherheit bei unserem Testmuster war hervorragend, in vier Stunden MP3-Dauerbetrieb erlaubte sich der DVD-21 nur 2 Aussetzer. Störgeräusche oder das Abschneiden von Track-Anfängen leistete sich unser Testgerät ebenfalls nicht. Klanglich sorgte der DVD-21 im MP3-Einsatz für eine Überraschung und strafte somit diejenigen Lügen, die denken, bezüglich der akustischen Qualität bei der Wiedergabe von MP3-Files gäbe es keinerlei Unterschiede: Die klare, satte Darstellung mit sehr guter Präzision und einem runden Bassbereich befördert den DVD-21 in dieser Disziplin in die Spitzengruppe aller bislang getesteten DVD-Spieler. Die Tonausgabe ist im MP3-Betrieb wahlweise über den analogen oder den digitalen Ausgang möglich. Die sonstige Feature-Bestückung der MP3-Funktion des HK-Players ist gut, aber noch nicht ganz komplett: So gibt es eine Random Play- und eine Programmierfunktion, es kann innerhalb eines Musikstücks vor- und zurückgespult werden, wenngleich dieser Vorgang noch etwas schneller und präziser vonstatten gehen könnte. Komplette Titelnamen kann der DVD-21 nicht darstellen, die Anzahl der Zeichen des Titelnamens, die via OSD erscheinen, ist beschränkt. Auch ID3-Tags beherrscht der DVD-21 nicht. 

Prima schlug sich im Testbetrieb das Laufwerk, denn ohne Probleme wurden alle DVDs und CDs beim ersten Versuch eingelesen. Auch sichtbar zerkratzte Discs spielte der Player ab, hier kam es nur bei einer stark zerkratzten DVD zu einem Bild- und Tonaussetzer, anschließend aber nahm der DVD-21 die Wiedergabe wieder auf. Das Laufwerksgeräusch hielt sich bei unserem Testgerät in einem sehr erträglichen Rahmen. Sicherlich gibt es noch leisere Geräte als den DVD-21, aber selbst für denjenigen Heimcineasten, der sich in unmittelbarer Nähe zum DVD-Player aufhält, wird das Laufgeräusch des Laufwerks erst bei sehr leisen Filmszenen hörbar, ohne aber auch dann zu dominant zu werden. Etwas besser lassen sich die Arbeitsgeräusche aus dem Geräteinneren nur während des Einlesevorgangs vernehmen, was aber keinesfalls unüblich und eigentlich bei praktisch jedem DVD-Player  - mit wenigen Ausnahmen - so ist. Noch zu verbessern ist der Layerwechsel, der zwar nicht übertrieben lang ausfällt, durch einen sichtbaren Bild- und einen hörbaren Tonaussetzer aber doch noch etwas zu stark präsent ist.

Bewertung Finish, Features

 

Bedienung

Hier ist alles von den anderen bisher getesteten Harman Kardon-DVD-Playern bekannt: Die komplett mittels Knopfdruck beleuchtbare Fernbedienung und das sehr schlichte, aber übersichtliche und leicht verständliche Graphical User Interface machen die Bedienung einfach. Ohne Schwierigkeiten zu bedienen ist auch das MP3-Menü mit seinen Zusatzfunktionen. Die Tasten am Gerät selber könnten noch ein wenig größer sein, sind vom Druckpunkt her aber gut zu bedienen.  Die Laufwerkslade fährt recht  leise und schnell heraus. Viele Konkurrenten können noch immer bei Harman Kardon in die Lehre gehen, um zu erfahren, wie man ein Gerät mit dazu passender Fernbedienung entwickelt, um das Chapter-Skippen zu perfektionieren: Harman hat hier die optimale Lösung, es  geht sehr schnell und präzise, zudem wird das gerade aktuelle Kapitel via OSD angezeigt. So fährt sich der Harman Kardon DVD-25 in der Bedienungswertung ein praktisch makelloses Ergebnis ein, zu dem auch die gut verständliche und ausführliche Bedienungsanleitung ihren Teil beiträgt. Kleine Kritik: Ein Display mit höherer Auflösung würde dem DVD-21 bestens zu Gesicht stehen, was aber aufgrund der sonstigen tadellosen Leistungen in der Bewertung keine negative Berücksichtigung findet.

Bewertung 

 

Bild

Der Harman Kardon DVD-21 konnte im Testeinsatz visuell absolut überzeugen. Auch wenn der Player auf den ersten Blick alles andere alles andere als ein Sonderangebot ist und es für deutlich weniger Geld bereits DVD-Spieler mit einem hervorragenden Bild gibt, versteht es der HK trotzdem, Akzente zu setzen - bei "Gladiator" zeigen sich diese insbesondere in einem natürlichen, überdurchschnittlich klaren, frischen und dynamischen Bild. Hier ist der DVD-21 der Einsteigerklasse klar entwachsen. Ein scharfes, insgesamt homogenes und farblich brauchbares Bild erzielen auch schon verschiedene DVD-Player der 180- bis 200 EUR-Klasse, aber eine so überzeugende Gesamtabstimmung kann man zu diesem Preis noch nicht erwarten. Wer also in Bezug auf die visuelle Homogenität, die Klarheit der Farben und eine natürliche, nie künstlich wirkende Bildschärfe höchsten Wert legt, sollte sich den DVD-21 auf jeden Fall schon einmal vormerken. Dass der Harman Kardon-Player herausragende visuelle Talente besitzt, macht auch ein genauer Blick auf "Asterix und Obelix, Mission Cleopatra" deutlich. Hier ist exaktes Hinsehen über einen längeren Zeitraum besonders wichtig, da diese visuell sehr gut gelungene DVD eigentlich auf fast jedem DVD-Spieler auf den ersten Blick sehr gut aussieht. Erst, wer sich genau die Farbverläufe, die Farbreinheit und die Kontrastverhältnisse ansieht, wird feststellen, dass der DVD-21 hier nochmals mehr bietet als viele andere DVD-Player, die teilweise auch noch deutlich teurer sind. Gerade auch die Gesichter der Protagonisten wirken natürlich, stimmig und sehr schön modelliert. 

Via Scart-RGB angeschlossen, so unsere Bilanz, bietet der DVD-25 keinesfalls ein schlechteres Bild als der DVD-25, bei unserem Testgerät konnte die überragende Farbwiedergabe sogar noch minimal mehr überzeugen. In dieser Disziplin kann der DVD-21 sogar mit dem Marantz SR-4300 gleichziehen  - nur, was die Gesamtbildschärfe betrifft, bietet der Marantz minimal mehr, und, ebenso wie auch der DVD-25, natürlich die Progressive Scan-Option. Ein YUV-Ausgang fehlt, wie bei der Ausstattung schon beschrieben, dem DVD-21. Somit empfiehlt sich der Player weniger für den ambitionierten Projektoren-Besitzer, sondern eher für den Eigner hochwertiger Röhren-TV- und Plasma-Geräte. Der DVD-21 zeigt auch sehr eindrucksvoll, dass ein exzellentes, klares und rundherum überzeugendes Bild auch mit einem sehr guten 27 MHz/10-Bit Video-DAC möglich ist - es kommt eben auf die gesamte Videotechnik des Players an und nicht nur auf den Videowandler. Dies soll nun nicht heißen, dass ein 54 mHz/10-Bit Video-DAC oder ein 108 MHz/12-Bit-Video-Wandler keinerlei Vorteile erbringen könnte - in den Punkten Detailtreue und Plastizität sind durchaus noch Veränderungen der positiven Art zu beobachten, wie auch unsere Tests zeigen. Aber: Es kommt immer darauf an, ob die gesamte Peripherie des DVD-Spielers so hochwertig ist, dass diese Vorteil auch tatsächlich sichtbar zum Tragen kommen. Fest steht nach unserem gründlichen Check des DVD-21, dass gerade diejenigen potentiellen Käufer, die weiter oben im Text näher charakterisiert sind, ihre Freude am DVD-21 haben werden. 

Um die Bildgüte in Verbindung mit dem verwendeten Bildwiedergabegerät zu optimieren, verfügt der DVD-21 über ein interessantes Feature: Fest integriert im DVD-21 ist ein Testbild, welches multifunktional einsetzbar ist, um die Bildqualität und die Bildgeometrie des Bildausgabegeräts einzustellen. Sowohl senkrechte Farbbalken als auch eine Graustufenskala sind vorhanden.  Im folgenden Exkurs sollen die Möglichkeiten zur Bildoptimierung genau erläutert werden.

Die Farbbalken geben Auskunft über:

  • die richtige Farbsättigung des Bildausgabegeräts

  • die richtige, reine Farbwiedergabe jedes Balkens. Hier kann der Benutzer überprüfen, ob sein Bildausgabegerät in der Lage ist, reine Farben ohne die störende Beimengung anderer Farben darzustellen. 

  • Die Güte der Farbübergänge: Sind die Übergänge klar definiert? Verschwimmen die Übergänge nicht? Hier kann der Benutzer viele wichtige Komponenten für ein gutes Bild abchecken, denn die Bildung von Doppelkonturen und Schattenmustern beim Übergang von einem Farbbalken zum nächsten kann auch ein Hinweise auf ein mangelhaft arbeitendes Scartkabel sein. Ebenfalls können hier Unterschiede zwischen der verschiedenen Signalverarbeitung bei RGB, S-Video und dem für ein gutes DVD-Bild untauglichen FBAS gemacht gut dargestellt werden: Die Kantenschärfe und die Kantensauberkeit geben hier wertvolle Aufschlüsse. Ebenfalls müssen die Kanten, wenn alles optimal justiert ist, ruhig stehen.

  • Auch die Qualität des Farbfilters des verwendeten Bildwiedergabegeräts lässt sich mit Hilfe der Farbbalken ermitteln, wenn der DVD-Player (was in der Praxis nur im äußersten Notfall geschehen sollte!) der DVD-Player via FBAS-Composite am Fernseher, Plasmaschirm oder Projektor angeschlossen ist. Die Farbkanten müssen ruhig stehen, ohne vertikal entlanglaufende Punkte (Perlschnur-Effekt). Bei S-Video und RGB gibt es diese möglichen Probleme systembedingt meist nicht.

Die Graustufen-Skala ist zu verwenden für:

  • die Optimierung der Bildhelligkeit. Die einzelnen Abstufungen sollten gleichmäßig von tiefem Schwarz bis hin zu reinem Weiß ansteigen, die einzelnen Balken müssen sich klar voneinander unterscheiden

  • die Optimierung des Kontrastes

TV-Bild mit Hilfe des Testbildes justieren

Mit dem fest eingebauten Testbild des DVD-21 kann auch der eigene TV/Plasma/Projektor justiert werden, und zwar folgendermaßen:

Helligkeit:

  • Farbregler am TV soweit zurückdrehen, bis die Farbbalken nur noch in Schwarz-Weiß zu sehen sind

  • Kontrastregler soweit zurückdrehen, bis die einzelnen Balken der Graustufenskala des Testbilds gerade noch zu sehen sind - dabei ist aber darauf zu achten, dass man die Balken voneinander noch deutlich unterscheiden können muss. Falsch ist es, wenn alles ohne das Erkennen jedes einzelnen Balkens einfach "formlos" und nicht sichtbar abgegrenzt voneinander ineinander übergeht.

  • Einstellung der Helligkeit: Die einzelnen Balken der Graustufenskala sollen alle genau zu erkennen sein, der Balken ganz links im Testbild sollte nicht dunkelgrau sein, sondern so tiefschwarz wie irgend möglich. Eine tiefe Schwarzwiedergabe ist für eine hervorragendes Bild von elementarer Wichtigkeit, weil nur so ein plastischer, dreidimensionaler und somit natürlicher und realistischer Bild-Gesamteindruck einstehen kann. Der HK DVD-21 überzeugt, die korrekte Einstellung des Bildwiedergabegeräts vorausgesetzt, mit einer klaren und plastischen Schwarzdarstellung. Wichtig: Je nach dem verwendeten Bildwiedergabegerät kann es hier deutliche Unterschiede bei der Schwarzwiedergabe geben. Gerade ältere Rückenprojektions-Fernseher, verschiedene Plasmaschirme und viele LCD-Projektoren haben ein Problem mit einer "richtigen" Schwarzwiedergabe, selbst eigentlich schwarze Bildbereiche wirken eher dunkelgrau. Die Balken neben dem Balken, der möglichst tiefschwarz aussehen soll, müssen sich deutlich davon abheben. Alle Balken der Graustufenskala sollten von links nach rechts stufenweise und gleichmäßig in der Helligkeit ansteigen und sich klar voneinander abgrenzen.

Kontrast:

  • Kontrast am TV/Plasma/Projektor so justieren, dass am rechten unteren Ende des Testbildes ein leuchtend weißes Feld erscheint. Das Feld links daneben sollte tiefschwarz erscheinen, um so den maximal möglichen Kontrast darzustellen, was einer realistischen Bildwiedergabe entgegen kommt. Bei der Kontrastjustage sind aber auch die Lichtverhältnisse im Heimkinoraum und der eigene Geschmack zu berücksichtigen. 

  • Sobald sich die Helligkeit des weißen Feldes mit dem Kontrastregler nicht mehr steigern lässt oder die Ränder des weißen Harman Kardon-Schriftzuges oben im Testbild fransig werden und im schwarzen Hintergrund verschwimmen, ist der Kontrast zu hoch eingestellt, der Schriftzug wird zu unscharf. Eine zu hohe Kontrasteinstellung kann beim DVD-Betrieb zum "Überstrahlen" der hellen Bildbereiche führen - die hellen Bildbereiche wirken im Vergleich zu den dunklen zu hell und somit zu dominant, die visuelle Homogenität leidet durch die nicht richtig akzentuierte Gewichtung teilweise beträchtlich. Daher sollte der Kontrast ab dem Auftreten solcher eben beschriebenen Störungen wieder zurückgenommen werden, bis die Störungen völlig verschwunden sind und sich ein stimmiger Bild-Gesamteindruck einstellt.

  • Wichtig für diejenigen, bei denen das Wohnzimmer gleichzeitig auch Heimkinoraum ist: Wird der TV in einem Umfeld mit natürlichem Tageslicht betrieben, was in der Praxis nicht selten der Fall sein dürfte, ist es wichtig, den Kontrast so zu justieren, dass ein normales Fernsehbild von den Farben her ähnlich aussieht wie die Gegenstände im Wohnzimmer. Vorteil dieser Einstellung: Auch bei mehrstündigem Sehen werden die Augen des Zuschauers nicht überanstrengt von unterschiedlichen Kontrastverhältnissen. Ist das Umgebungslicht stärker, kann man den Kontrast etwas weiter aufdrehen, wird das Umgebungslicht schwächer, kann man den Kontrast wieder herunterregeln. 

  • Auf der Graustufenskala in der Mitte des Testbildes sollen sich die einzelnen Balken noch immer genauso gut unterscheiden lassen wie vor der Kontrasteinstellung. Ist dies nicht der Fall, muss im Sinne eines insgesamt stimmigen Bildes nochmals nachregelt werden - die Helligkeits- und Kontrastanpassung muss erneut optimiert werden, durch Nachregeln der Helligkeit und Reduzierung des Kontrastes.

Farben:

  • Nächster Punkt ist die Einstellung der Farbsättigung - diese Justage ist sehr wichtig in Bezug auf die Natürlichkeit, das kräftige Aussehen und die Reinheit der Farben.  Hier ist die richtige Balance von entscheidender Bedeutung, so sollen die Farben schon ausgeprägt und ausreichend kräftig sein, gleichzeitig sollte aber die Bildharmonie in vollem Umfang erhalten bleiben - zu stark ausgeprägte Farben wirken nicht selten unnatürlich und schmälern die visuelle Gesamthomogenität.  Je nach TV-Gerät werden bei zu viel Farbe die einzelnen Testbild-Balken breiter, oder aber die Farbintensität nimmt einfach nicht mehr weiter zu. Hier ist es erforderlich, mit weniger Farbe zu arbeiten. Wichtig bei der Farbjustage ist auf jeden Fall, ein natürliches Fernsehbild zur Hilfe zu nehmen, Gesichter, Blumen, Früchte oder auch Landschaften eignen sich besonders gut, um festzustellen, ob das Bild farblich ausgewogen und in sich stimmig ist.

  • Bietet das verwendete Bildwiedergabegerät zudem die Option, die Farbart (Tint) einzustellen (diese Funktion wird bei den meisten europäischen TVs nur bei der Wiedergabe von NTSC-Bildsignalen unterstützt), kann der große weiße Balken der Graustufenskala dazu verwendet werden, die Wärme des Bildes einzustellen. Die Bildwärme hängt vom persönlichen Geschmack des Betrachters ab.

Insgesamt verdient sich der DVD-21 mit einer sehr erwachsenen, kompletten Leistung die vollen sechs Sterne in der Bildwertung. Von den preislich noch günstiger zu nennenden Geräten ohne YUV-Ausgang ist der DVD-21 sicherlich eines der Geräte mit dem besten Bild auf dem Markt.

Bewertung 
Ton

Auch wenn die verbauten 192 kHz/24-Bit-Audio-DACs des DVD-21 etwas weniger aufwändig sind wie die des DVD-25, so lässt das Ergebnis unserer Hörproben trotzdem aufhorchen. Beim analogen Anschluss begeisterte der Harman Kardon mit seinem sehr klaren, im Hochtonbereich sehr gut akzentuierten und brillanten Klangbild. Gerade bei klassischer Musik ist der Player voll in seinem Element und kann, ein ansprechendes übriges Equipment vorausgesetzt, mit einer überraschend detaillierten, charismatischen Wiedergabe punkten, die durch ihre Vielschichtigkeit besticht und den Hörer richtig in die musikalische Welt des jeweiligen Komponisten eintauchen lässt. Die Klientel, die also einen DVD-Player sucht, der auch einen sehr guten CD-Player ersetzen kann und zudem erschwinglich ist, braucht nicht mehr weiter zu suchen, denn wer auf den YUV-Ausgang für die Progressive Scan-Bildausgabe verzichten kann, muss die 100 EUR Mehrpreis weder in den Marantz DV-4300 noch in den Harman Kardon DVD-25 investieren. Natürlich bieten sowohl DV-4300 als auch DVD-25 akustisch exzellente Leistungen, die beide Player an die Klassenspitze stellen, doch ist der DVD-21 den beiden "leuchtenden Vorbildern" so dicht auf den Versen, dass selbst die meisten anspruchsvollen Hörer echte Unterschiede gar nicht oder erst in stundenlangen Hörsessions heraushören werden - dies ist unsere Prognose. Den überragenden Auftritt des DVD-21 komplettiert der überdurchschnittlich klare, sehr detaillierte und akustisch gefällige Digitalton.

Bewertung 
Fazit

Der Harman/Kardon DVD-21 tritt in die Fußstapfen seines "größeren Bruders" DVD-25 und kann sich bei uns ebenfalls ein überragendes Testergebnis abholen. Zwar ist der Player nicht ganz preiswert - wer rein auf das Preis-/Leistungsverhältnis schaut, fährt vielleicht mit einer anderen Alternative besser - aber wer eine exzellente Bild- und Tonqualität zum bezahlbaren Preis sucht, wird hier fündig. Gerade derjenige Käufer, der einen hochwertigen TV und eine große CD-Sammlung besitzt, wird mit dem DVD-21 eine sehr gute Wahl treffen, denn seine hohe Bildqualität wird an einem derartigen Bildwiedergabegerät besonders eindrucksvoll deutlich, akustisch ersetzt der Harman Kardon auch einen sehr guten CD-Player, so klar und sauber aufgebaut ist sein Klangbild. Die Formatkompatibilität des HK-DVD-Spielers überzeugt, ebenso die einfache Bedienung und die gelungene MP3-Wiedergabe. Als sehr nützliches Feature bringt der DVD-21 außerdem auch noch fest integriertes Testbild zur Bildjustage mit. 

Zwar nicht ganz günstig, dafür visuell und akustisch gleichermaßen hervorragend

Mittelklasse
Test 05. März 2003
Preis-/Leistung:


Pro:
  • Exzellentes, natürliches und klares Bild via Scart-RGB

  • Hervorragender Klang als CD-Player-Ersatz

  • Akustisch überzeugende, störungsarme MP3-Wiedergabe

  • Erstklassiger Digitalklang

  • Sehr einfache Bedienung

  • Praktisches Testbild zur Bildjustage integriert

  • Sehr gute Format-Kompatibilität

Contra:
  • Layerwechsel verbesserungswürdig

Technische Daten:

Technische Daten:
• DVD Video-Player
• Abspielformate DVD-Video,DVD-R/-RW/+RW/+R, Audio-CD, CD-R/RW, MP3, VCD, SVCD (offiziell garantiert)
• Video-D/A-Wandler 10 Bit/27 MHz, Audio-D/A-Wandler 192kHz/24Bit
• Optischer und koaxialer Digitalausgang
• 1 x Scart (RGB, Composite)
• S-Video Anschluss Hosiden
• FBAS-Anschluss
• Abmessungen (BxHxT in cm) 44 x 8,7 x 30,7
• Farbe: Schwarz
• Gewicht ca. 7 kg
• Unverbindliche Preisempfehlung 399 Euro (inkl. Mwst.)