PREVIEW: Samsung BD-F5500 - Gutes Bild und flexible Netzwerk-Qualitäten zum Einstiegspreis

29..Juli 2013 (phk/sw)

Einführung

Der Samsung BD-F5500 ist bereits zu sehr günstigen Marktpreisen erhältlich und will sich als ideales Startermodell für "Anfänger mit Anspruch" etablieren. Hohe Bildqualität sowohl bei der 2D und 3D-Wiedergabe in FullHD als auch bei der Upconversion von DVD-Scheiben steht im Fokus, dennoch bietet auch der Einsteiger bereits Netzwerkzugang mit DLNA-Support und Zugriff auf verschiedene Internetangebote von social media- bis zu Videodiensten. Dank USB-Anschluss können auch Dateien von einem USB-Stick oder einer externen Festplatte mit dem BD-F5500 wiedergegeben werden. Die UVP des Samsung-Gerätes beträgt 109 EUR.

Verarbeitung

Disc-Lade

USB-Slot vorne

Innenleben

Laufwerk

Überschaubare Rückseite

Bedienelemente

Fernbedienung

Die Samsung Blu-ray Player besitzen einen gewissen Wiedererkennungswert - und zwar in dem Sinne, dass links bei der Disc-Lade häufig die Kante geradlinig ist, während die rechte Kante geschwungen verläuft. An dieser geschwungenen Kanten sind an der Oberseite des Gerätes Touch-Bedienelemente zu sehen, darunter Play/Pause, Stop, Eject und Power. Das Gehäuse, abgesehen vom Unterboden, ist komplett in hochglanzschwarzem Kunststoff gehalten. Die Disc-Lade, die relativ geräuscharm ausfährt, schließt bündig mit der Frontblende ab. Ein Geräte-Display ist nicht integriert. Das Stromkabel ist an der Rückseite fest mit dem Gerät verbunden, kann also bei etwaigem Defekt nicht einfach getauscht werden. Die Materialqualität ist sicherlich nicht beeindruckend, dennoch ist die Verarbeitung ausreichend solide. Setzt man der hochglanzschwarzen Oberfläche nicht allzu stark mit Fingernägeln zu, sieht diese ganz hübsch aus, als Standfüße dienen frontal zwei kleine Gumminoppen an der Unterseite. Die Fernbedienung macht ebenfalls einen soliden Eindruck und präsentiert sich mit einer Kunststoffoberfläche im geschliffenen Alu-Look. Sie ist recht kompakt, bietet aber eine Vielzahl an Tasten mit sehr gutem Druckpunkt, ein Navigationskreuz befindet sich im unteren Drittel.

Anschlüsse

Rückseitige Anschlüsse

  • HDMI
  • Koaxialer Digitaler Audio-Ausgang
  • Ethernet-Anschluss
  • USB vorne

Der Samsung BD-F5500 bietet mit HDMI und einem koaxialen digitalen Audio-Ausgang ein sehr übersichtliches Angebot an Anschlüssen, was die Übertragung von Audio- und Videosignalen betrifft - im Idealfall erfolgt der Anschluss an einen AV-Receiver und das Bildwiedergabegerät via HDMI. Ins Netzwerk integriert wird der Blu-ray Player kabelgebunden, frontal steht noch ein USB-Anschluss zur Verfügung.

Menüs, Setup und Konfiguration

Sprachwahl

Start des Installationsassistenten

Bildformat

Netzwerkeinstellungen

Home-Bildschirm

Einstellungen - hier Bild

Audio-Settings

Netzwerkeinstellungen vornehmen

Systemeinstellungen

Sprachwahl für verschiedene Funktionen

Nach dem ersten Einschalten des Samsung Blu-ray Players wird vom Anwender die gewünschte Sprache eingestellt, danach startet sofort der Installationsassistent. Hier werden zum einen Video-Einstellungen wie das präferierte Bildformat vorgenommen als auch eine Netzwerkverbindung hergestellt. Mit dem BD-F5500 ist eine kabelgebundene Integration ins Netzwerk Voraussetzung. Bei einem aktivem DHCP-Server bezieht das Gerät automatisch eine IP-Adresse, natürlich können IP, Gateway und DNS auch manuell eingegeben werden.

Der Home-Screen des Samsung-Players empfängt uns mit Zugriff zu verschiedenen Kategorien des DLNA-Streamings, einigen Apps wie YouTube sowie den Geräte-Einstellungen. Die grafische Benutzeroberfläche ist relativ einfach gehalten, überzeugt aber mit guter Auflösung, sauberer Übersetzung und kleinen Hilfetexten zum jeweiligen Menüpunkt. Navigation und Befehlseingabe gelingen flott und verzögerungsfrei.

Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

  • Booten: ohne Schnellstart benötigt der Samsung etwa 10 Sekunden bis er betriebsbereit und für sämtliche Funktionen verfügbar ist, mit Schnellstart benötigt der Player nur den Bruchteil einer Sekunde - extrem flink
  • Fluch der Karibik Blu-ray: 12 Sekunden
  • Casino Royale Blu-ray: 15 Sekunden
  • Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull Blu-ray: 12 Sekunden
  • Star Wars Episode III DVD: 14 Sekunden
  • Sahara DVD: 8 Sekunden

DVD-Layerwechsel, Top Gun DVD, Kapitel 18 auf 19: Sehr guter Layerwechsel, auch einem geschultem Auge fällt hier kaum etwas auf

Der Samsung Player ist beim Einlesen von Blu-ray Discs zwar nicht überdurchschnittlich flink, aber definitiv bei den schnellsten dabei. Außergewöhnlich flott gelingt der Bootvorgang bei aktiviertem Schnellstart, aber auch ohne zusätzlichen Standby-Verbrauch fährt der Player nach gerade einmal 10 Sekunden hoch. Ein Lüfter ist erfreulicherweise nicht integriert, das Laufwerk kann aber auch schon ab und an für eine gewisse Geräuschkulisse sorgen.

Bild

Casino Royale, Kapitel 2, 1080p24

Von Beginn des zweiten Kapitels an begeistert der Samsung Blu-ray Player mit einer hervorragenden Plastizität und Bildtiefe. Die einzelnen Ebenen der Zuschauerränge können klar differenziert werden und auch Objekte, die in den Randbereichen etwas außerhalb des Fokus liegen, wirken nicht eindimensional und flach. Die verschiedenen Bildebenen werden allesamt sehr scharf abgebildet und detailliert. Bewegungen von einzelnen Objekten im Bild, wie die ringenden Arme der Zuschauer, bereiten dem BD-F5500 keine Probleme und werden ebenfalls scharf und sauber dargestellt. Bei lang gezogenen Kameraschwenks fällt uns aber auf, dass die 24p-Stabilität beim Einsteiger ein wenig leidet. Gleich in den ersten Sekunden können wir bei der Kamerafahrt über die provisorische Kampfarena an der unteren geschwungenen Linie und der diagonalen Kante der Wellblechhütte leichtes Zittern erkennen, dies fällt auch später beim Kampf auf den Kranauslegern auf. Feine Details wie das Fell des Frettchens oder den Bart von Bonds Gehilfen zeigt der Samsung mit überdurchschnittlicher hoher Schärfe und Präzision. Bei der Einstellung, an der James an dem verkohlten Holzbalken lehnt, ist eine solide Schwarz-Graudifferenzierung und guter Schwarzwert zu sehen, allerdings fällt in den dunklen Bereich minimales Rauschen auf. Die Verfolgungsjagd erfolgt mit sehr guter Bewegungsschärfe und Stabilität. Die Farbgebung gefällt ebenfalls mit authentischen, warmen Farben

Avatar, Blu-ray 3D, native Wiedergabe von 3D-Material

In Kombination mit einem geeigneten Bildwiedergabegerät bietet der BD-F5500 eine stabile und angenehme 3D-Signalausgabe. Der exzellente plastische Eindruck aus der 2D-Testsequenz setzt sich auch im 3D-Betrieb fort. Dank guter Kontrastwerte erscheinen einzelne Ebenen klar definiert und voneinander abgegrenzt. Zu Beginn des Filmes und der Kamerafahrt über das Dschungelkanapee können wir einzelne Äste und Blätter gut differenzieren, das Grün mischt sich nicht zu einer undefinierbaren Masse. Auch in der Szene, als Jake Sully aus dem Cryo-Schlaf erwacht und seine enge Kabine verlässt, zeigt der Samsung ein sehr plastisches Bild, das bin in die hinteren Bildebenen sauber durchzeichnet ist. Trotz des Helligkeitsverlustes in Kombination mit aktiver Shutterbrille bietet der Player soliden Kontrast und ausreichend Helligkeit. Die Farbauthentizität bleibt ebenfalls weitgehend erhalten, natürlich und nicht zu kalt werden die Farben dargestellt. Crosstalk ist immer mal wieder vom geschulten Auge zu entdecken, nimmt aber nicht Überhand. Insgesamt kann man sich mit dem BD-F5500 an einer stabilen Signalausgabe erfreuen.

Star Wars Episode III, Upconversion von 576i auf 1080p, Filmmaterial

Hier zeigt der BD-F5500, dass auch im günstigen Einstiegsbereich bereits brauchbare Upconversion-Komponenten integriert sein können. Der Player bietet bei der gelben Laufschrift zu Beginn der dritten Episode der Star Wars-Saga hohe Bildruhe und Stabilität. Bis zur Bildschirmmitte hin stehen die einzelnen Letter wie zementiert und zeigen lediglich ein paar Treppenstufen. Ab der Mitte sind dann ab und an leichte Ruckler und ein paar unruhige Linien zu entdecken, auch werden die Zeilen nach hinten hin ein wenig unscharf. Wellenbewegungen oder ein Ausbleichen der gelben Farbe gibt es aber nicht. Außerdem arbeitet der Player einzelne Sterne solide vor dem dunklen Nachthimmel heraus. Beim Schwenk auf den Zerstörer bietet der Player ebenfalls ein relativ ruhiges Bild und nach 1-2 Sekunden stehen auch die diagonalen Kanten des riesigen Schiffes ruhig. Als die kleinen Raumjäger darüber hinwegfliegen, präsentiert sich der Kontrast mit einer soliden Durchzeichnung des dunklen Bereiches am Heck des Schiffes. Die Objektkanten der kleinen Schiffe bleiben ebenfalls weitgehend ruhig und zittern nur minimal. Beim Abknicken auf Coruscant macht sich wieder die sehr gute Plastizität bemerkbar, die Belagerungsschiffe liegen klar in verschiedenen Ebenen des Raumes und wirken nicht eindimensional. Die Nahaufnahmen der Protagonisten überzeugen mit solider Kanten- und Detailschärfe, auch die Farbgebung ist wieder recht natürlich.

AVEC Professional Test DVD, Upconversion von 576i auf 1080p, Videomaterial

  • Schriften vor verschieden farbigem Hintergrund: Bei Videomaterial gefällt uns die Bildstabilität nicht ganz so gut, hier sieht man schon in der ersten Geschwindigkeit leichtes Zittern. Allerdings lässt sich auch die schnellste Schrift noch recht gut ablesen und die Farbtrennung gelingt ausgezeichnet. Fehlerartefakte, die sich häufig als Pixelflecken oder schwarze Punkte im Bild bemerkbar machen, sind nicht zu sehen.
  • Schwingendes Pendel: Beim Pendel zeigen sich ab etwa der Mitte Nachzieheffekte und die farbigen Balken lassen sich nicht mehr klar differenzieren. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil.
  • Stadtbild Esslingen: Das Bewegtbild über Esslingen gefällt durch geringe Artefakteausprägung und stabilen Kamerafahrten. Selbst an den Haudächern, an denen häufig Zeilenrauschen auftritt, ist kaum etwas zu sehen. Auch bei SD wirkt die gebotene Plastizität sehr gut, die Landschaft im Hintergrund wird sauber durchzeichnet. Die Farbgebung bleibt weiterhin natürlich mit einer leicht gelblichen Neigung des Rasen- und Blättergrüns.
Erstes Fazit

Der Samsung Player begeistert zum günstigen Einstiegspreis in unserem Preview besonders mit ausgeprägter Plastizität im 2D- und 3D-Bereich sowie exzellenter Bildschärfe. Die hohe visuelle Performance bei Blu-ray wird lediglich durch ein nicht ganz optimales 24p-Verhalten getrübt. Auch bei der Upconversion beweist der Einsteiger, dass im günstigen Preissegment schon mit hochwertiger Upconversion zu rechnen ist, wenn auch Filmmaterial etwas besser gelingt als Videomaterial. Das Menü ist zwar etwas schlicht gehalten, heimst aber besonders durch flinke Navigation und Übersichtlichkeit Punkte ein, auch ein Installationsassistent ist integriert. Trotz des günstigen Preises bietet der Samsung auch flexible multimediale Eigenschaften, die sich aber im endgültigen Test noch beweisen müssen. Bedenkt man die umfangreichen Features und die bisher sehr guten visuellen Qualitäten, bietet der Samsung BD-F5500 ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Preview: Philipp Kind
Bilder: Sven Wunderlich
29. Juli 2013