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XXL-TEST: Smartphone RIM Blackberry Z10 - 4,2'' Display und schnelle Datenverbindung

08.04.2013 (cr)

Unser Partner für Smartphone-Tests: 


Das Produkt

Aktuellstes Smartphone aus dem Hause Research in Motion (RIM) ist das Blackberry Z10. Mit neuem Betriebssystem und hochwertiger Hardware möchte RIM hier eine ernsthafte Alternative zu Sony Xperia Z, Nokia Lumia 920, Apple iPhone 5 oder dem neuen Samsung Galaxy S4 anbieten. Ob dies gelingt, klärt unser XXL-Test. Zu haben ist das Blackberry Z10 in schwarz bei unserem Partner notebooksbilliger.de für 549 EUR (ohne Vertrag).

Verarbeitung

Strukturierte Rückseite, dadurch liegt das Z10 griffig in der Hand

Schnörkelloses, schlichtes Design

Herausnehmbarer, recht kompakter 1800 mAh-Akku, Speicherkarten-Slot unter Akkufachdeckel. MicroSD Karten bis 32 GB werden akzeptiert. 

Seitliche Ansicht mit silbernen Lautstärkeregeltasten. Dazwischen die Mute-Taste

Sicht von Oben mit An/Aus-Taste

MicroHDMI- und MicroUSB-Anschluss

Das Gerät liegt mit Abmessungen von 130 mm (Höhe) x 65,6 mm (Breite) x9 mm (Tiefe) und einem Gewicht von 136 Gramm sehr gut in der Hand. Dies liegt zum einen an der nach heutigen Maßstäben recht kleinen Bildschirmdiagonalen von 4,2 Zoll, zum anderen an der griffigen, gummierten Rückseite. Diese kann man übrigens abnehmen und so den von den Abmessungen her erstaunlich kleinen Akku austauschen. Unter dem Deckel ist auch der MicroSIM- und der MicroSD-Einschub. Der Deckel selber lässt sich etwas schwer öffnen, was auch leise Zweifel an der Haltbarkeit weckt. Das Design des Z10 ähnelt dem iPhone4, das iPhone 5, das enorm schmal ist, sieht etwas anders aus. Die Verarbeitung hinterlässt sonst einen soliden Eindruck. Das mitgelieferte Stereo Headset wirkt sehr billig und nicht passend für ein so teures Smartphone. Seitlich am Z10 befinden sich MicroUSB- und erfreulicherweise auch MicroHDMI-Anschluss. Mit 629 EUR ist das Z10 definitiv in der Oberliga zu Hause und ist wahlweise in schwarzer oder weißer Version erhältlich. 

Blackberry 10 Betriebssystem

Klare, grafisch schöne App-Symbole von praxisgerechter Größe. Telefonfunktion, Suchfunktion und Kamera unten immer per Direktwahl verfügbar

Alle relevanten Standard-Apps mit an Bord

Neue Apps werden in der Regel zügig heruntergeladen und schnell installiert. Nur mit mehreren parallelen Downloads kommt das Z10 nicht immer zurecht

Statusleiste

Sperrbildschirm

RIM verfolgt ein anderes Bedienkonzept beim neuen Blackberry 10 Betriebssystem als Android und Apple iOS. Durch Wischen von Oben nach Unten kommt man in ein Menü, in dem die geöffneten Apps angezeigt werden. Wischt man dann nach links, kommt man zu den einzelnen Apps. Diese Technik wird in einer kurzen Einführung zu Beginn auch erläutert. Blackberry nennt dieses Bedienkonzept „Flow“ – fließende, intuitive Bedienprozesse sollen die Folge sein. Einen Home-Button gibt es nicht, weder virtuell noch als Hardkey. „Nur mit dem Daumen“ soll die Bedienung möglich sein, verspricht Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM). In der Praxis muss man sich schon umgewöhnen, der Umstieg von Android auf Apple iOS-Devices oder umgekehrt ist einfacher. Auch Win8 Phone erfordert weniger Umgewöhnung. Dann ist eine komfortable Einhandbedienung möglich. Hardkeys gibt es für Lautstärkeregelung, Stummschalttaste und Sperre/An-/Ausschalter. Neu: Blackberry 10-Smartphones können erfreulicherweise endlich ohne kostenpflichtigen RIM-Service verwendet werden – so also auch das Z10. Auf dem Sperrbildschirm werden alle neuen Nachrichten – zum jeweiligen Konto passend, also hat z.B. Facebook ein anderes Nachrichtensymbol als SMS, E-Mail oder Twitter – angezeigt. Auch Termine etc. können sofort wahrgenommen werden,denn sie sind genauso auf dem Sperrbildschirm vertreten. Ebenfalls kann man direkt vom ersten Bildschirm aus auf die Kamera zugreifen. Dazu ist ein Kamerasymbol in der unteren rechten Bildschirmecke vorgesehen. Wischt man von oben nach unten, kann man sich einen Statusbildschirm mit elementaren Funktionen (z.B. WLAN an/aus) ins Sichtfeld ziehen. 

Anmerkungen zur Ersteinrichtung und zum Sync

Das Google-Konto synchronisiert nur Kontakte und Kalender, wenn man xy@gmail.com eingibt. Bei xy@googlemail.com kann man nur Mails schreiben und empfangen. Kalender und Kontakte werden nicht synchronisert. Die USB-Massenspeicherfunktion ist nur für die externe MicroSD-Karte vorgesehen. Wer die Daten auf dem Speicher des Z10 auf dem Desktop dargestellt haben möchte, muss Blackberry Link installieren. Anschließend werden die Inhalte auf dem Desktop dargestellt und können von dort aus z.B. in die gewünschten Ordner auf dem Rechner verschoben werden. Derzeit ist kein direkter Sync mit Outlook möglich - hier sollte nachgebessert werden.

Speicher, CPU, Akku

Das Z10 ist ausschließlich derzeit mit 16 GB internem Speicher erhältlich. Für Nutzerdaten sind davon rund 11 GB frei. Zusätzlich kann der Z10 mit MicroSD Karten um bis zu 32 GB unterstützt. Hier fragen wir uns, wieso RIM dem teuren Smartphone nicht gleich MicroSD-Support bis 64 GB mit auf den Weg gibt. Das Smartphone kommt mit Qualcomm Snapdragon S4+ 1,5 GHz Dual-Core-CPU. Dieser Prozessor bietet in Verbindung mit den 2 GB Arbeitsspeicher Leistung satt in nahezu allen Lebenslagen und lässt kaum den Wunsch nach „mehr“ aufkommen. Multitasking und rasend schnelles Surfen sind ohne Probleme möglich. Aber: Das Gerät braucht extrem lang zum Booten, hinzu kommen kleinere Mängel bei der Betriebssicherheit unseres Testgerätes: Trotz neuester Firmware wird bei Texteingaben (z.B. Facebook App) die virtuelle Tastatur manchmal nicht geladen. Der 1800 mAh-Akku scheint von den Basisdaten her eher leistungsschwach. In der Praxis aber sind die Werte nicht schlechter als bei der Konkurrenz. Gut einen Tag hält der Akku bei intensivem Gebraucht durch, ein passabler Wert. Dauereinsatz ohne Unterbrechung: Hier macht das Z10 nach knapp 5 Stunden schlapp. Anmerkung: Ist der Akku leer oder fast leer, sind die Reaktionen des Z10 extrem träge. Wir haben den Z10 an das Ladegerät gehangen, mit dem Aufladeprozess begonnen und dann die Ersteinrichtung gestartet - das ganze Spiel hat endlos gedauert. Bei geladenem Akku hingegen gibt es keine Probleme, alles funktioniert relativ rasch. 

Display

Internet-Querdarstellung

damit unter dem Level aktueller FullHD-Displays, diese sind allerdings mit größeren Displaydiagonalen von 4,5 bis 5 Zoll verbunden. Das Display ist farbecht und begeistert mit tollem Schwarzwert. Das Display ist hell genug, um auch drau0en bei Sonnenschein noch eine überzeugende Präsentation der Inhalte zu ermöglichen. Die Touch-Sensibilität ist exzellent, der Touchscreen reagiert schnell und präzise. Die virtuelle Blackberry-Tastatur soll sich, so RIM, dem Schreibstil des Benutzers und der Art, wie der Anwender tippt, anpassen. In der Praxis lernt der Z10 schnell neue Wörter und schlägt recht gekonnt nächste, dazu passende Wörter vor. Die Tastatur gibt vor, welcher Buchstabe als nächster zu drücken ist, wenn man das vorgeschlagene Wort schreiben möchte. Das Schreiben, auf Wunsch mit akustischem Feedback, geht sehr angenehm und überraschend schnell vonstatten. Kurzum, eine der derzeit besten uns bekannten virtuellen Tastaturen. Wie schlägt es sich bei der Wiedergabe von FullHD-Videos? Die Antwort: Erstklassig. Im Zeitalter von 5 Zoll-Diagonalen sorgen die 4,2 Zoll des Z10 zwar hinsichtlich der Größenverhältnisse nicht mehr für Begeisterungsstürme, letztere werden aber durch die ausgesprochen stabile, scharfe und flüssige Bildwiedergabe geweckt. Hier nimmt das Z10 ohne Kompromisse Tuchfühlung zu den besten auf. Hand aufs Herz – in 4,2 Zoll reicht die Auflösung absolut aus, die Pixeldichte ist hoch genug, dass man auch bei genauem Hinsehen keine einzelnen Pixel erkennt. Die praktisch ruckelfreie Bewegungswiedergabe hat uns sehr erstaunt und erfreut. 

Verbindungsmöglichkeiten, Sprachqualität, Surfgeschwindigkeit, Datenverbindungsqualität, WLAN

Was die Verbindungsmöglichkeiten anbetrifft, präsentiert sich das Smartphone mustergültig. RIM gibt folgendes an: Netzwerkfrequenzen: Quadband mit LTE 3, 7, 8, 20 (1800/2600/900/800 MHz), Triband mit HSPA+ 1, 5/6, 8 (2100/850/900 MHz), Quadband mit EDGE (850/900/1800/1900 MHz), Wi-Fi® 802.11 a/b/g/n 2,4 GHz/5 GHz , 4G Mobile Hotspot, Bluetooth 4.0 Low Energy (LE), GPS. Vorinstallierte BlackBerry Maps-Anwendung. Natürlich verfügt das Z10 auch über NFC: BlackBerry Tag mit NFC-Technologie zur Kommunikation zwischen BlackBerry Smartphones und anderen Geräten mit aktivierter NFC-Technologie mit nur einer Berührung. Das Scannen von NFC-Tags funktionierte im Test schnell und zuverlässig. 

Medienfreigabe

Medien können auf dem Z10 freigegeben und über andere DLNA-zertifizierte Geräte wiedergegeben werden, wenn sich die Komponenten im gleichen Netzwerk befinden. Nochmals zum Thema HSPA: Hier wird HSPDA+ mit bis zu 42 Mbit/s für den Download unterstützt – hervorragend. Bevor man vor Freude sich nicht mehr einbekommt, sollte man aber beim Provider nachfragen, welche Obergrenze der eigene Mobilfunkvertag hat. Für Uploads werden die gängigen 5,76 Mbit/s bei HSUPA unterstützt. 

Internetdarstellung ohne Zoom im Hochformat

Internet-Einstellungen

Telefontastatur

Systemeinstellungen

Netzwerkverbindungen

Mobilfunknetz mit Möglichkeiten zur Übertragungsstandard-Wahl

Hinzu kommen exzellente Empfangseigenschaften. Der stabile LTE-Empfang ist zu loben, in 3G/2G Grenzgebieten springt der Blackberry Z10 nicht ständig hin und her, sondern bleibt im 3G-Netz. Sehr schnelles Surfen ist mit dem Z10 in hervorragender Art und Weise möglich. Schon im 3G-Betrieb öffnen sich Internetseiten nach rund 3-4 Sekunden, bei LTE oder im schnellen WLAN-Netz vergehen kaum 2 Sekunden. Der Browser unterstützt Flash und ist außergewöhnlich flink, zudem ist die Bedienung sehr einfach. Das Zoomen klappt flüssig und exakt. Die Gesprächsqualität ist befriedigend. Auch bei nur ausreichendem Empfang kann man ohne Probleme telefonieren, aber stets wirken Stimmen etwas zischend. Hinzu kommt minimales Rauschen. Sehr gut wären externe Störgeräusche unterdrückt. Wenig überzeugend ist bei unserem Testgerät das ganze WLAN-Setup. Was bei jedem 100 EUR-Smartphone ein Kinderspiel ist, gerät bei unserem Testgerät zur Geduldsprobe. Das mittels Passwort gesicherte Netzwerk wird falsch erkannt (als offenes Netzwerk), komischerweise aber ist es möglich, eine gesicherte WPS-Verbindung herzustellen. Das funktioniert aber auch nur einmal, danach ist das offensichtlich nicht gespeicherte Netzwerk wieder vergessen, der Z10 verbindet sich nicht –erst, als wir den Router neu starten, wird unser WiFi-Netzwerk korrekt als verschlüsseltes Netzwerk erkannt, und wir können den Schlüssel eingeben. Danach treten keine Probleme mehr aus. Wir gehen hier allerdings von einem Einzelfall aus.

Apps

Hier stellen wir zunächst verschiedene Apps vor, die bei RIM im Fokus liegen.  Zunächst zu erwähnen ist der Blackberry Hub. Dieser wird als zentraler Posteingang verstanden, von SMS über E-Mails, Anrufe bis zu Facebook-Statusmeldungen hat der Anwender in diesem Hub mit einem Blick alles gesehen. Der Anwender kann bestimmen, welche Konten in den Hub kommen und welche nicht. 

Blackberry Messenger

Kalender, Monatsübersicht

Tagesübersicht

Terminerstellung und -bearbeitung

Weitere Apps: Blackberry Messenger und der Blackberry Kalender präsentieren sich beim Z10 in neuer Form. Dabei entpuppt sich der Kalender als flexibles Tool, das Tage, die voller Termine sind, größer anzeigt als Tage, an denen wenige oder keine Termine vorhanden sind. Tippt man mit dem Finger auf den Tag, werden alle Informationen angezeigt. Praktisch: Hat man z.B. ein Meeting mit mehreren Teilnehmern, die im Adressbuch des Z10 abgelegt sind, dann kann man direkt aus dem Kalender alle Infos zu den Kontakten abrufen. Der Blackberry Messenger zeigt sich im neuen und modernen optischen Gewand. Möglich ist es, aus einem BBM Chat direkt in ein BBM Videogespräch zu wechseln. Bildschirminhalte können mit dem Gesprächsteilnehmer geshared werden.

App "Remember"

Zur Notiz kann man aus der App heraus direkt Bilder schießen und diese als Anlage zur Notiz speichern

Sprachnotizen oder Tags können ebenso wie Anlagen hinzugefügt werden

Auswahl der gewünschten Anlage

Sehr zu empfehlen ist die App „Remember“: Mit dieser App kann man zentral Notizen, Aufgaben und Termine festhalten, zu den Einträgen könne noch Dateien, Fotos oder auch Sprachnotizen ergänzt werden. Die Informationen können sogar zwischen Apps ausgetauscht werden. Dies funktioniert folgendermaßen: Der Anwender kann neue Ordner anlegen - z.B. „Business“ – und dann in diesem Ordner verschiedene Unterdateien erstellen – z.B. „Test Blackberry Z10“. Dazu können dann Notizen gemacht werden, es ist möglich, dazu ein Foto oder mehrere Fotos zu schießen, eine Sprachnotiz hinzuzufügen oder eine Anlage anzuhängen. Das Ganze funktioniert einfach und reibungslos. Zu jeder Aufgabe kann man auch ein Fälligkeitsdatum eingeben. 

Blackberry ermöglicht es dem Anwender zudem prinzipiell, geschäftliche von privaten Daten zu trennen. Das System nennt sich „Blackberry Balance“ und ermöglicht die Erstellung zwei getrennter Benutzerkonten. Durch Wischbewegung kann zwischen den Konten gewechselt werden. Voraussetzung ist hier allerdings, dass der Blackberry Z10 mit dem Blackberry Enterprise Service 10 Server verbunden ist. Dies ist quasi eine Software von RIM, die man sich downloaden kann – allerdings sind weitere Rahmenbedingungen erforderlich, damit das System läuft. Für Privatanwender oder kleine Unternehmen nicht ohne weiteres zu gebrauchen. Dieses Feature richtet sich eher an größere Unternehmen, die den Mitarbeitern so die Option geben, das Smartphone getrennt für Beruf und Freizeit zu verwenden. 

Kommen wir zu weiteren vorinstallierten Programmen. Auch Blackberry integriert in das Z10 eine Sprachsteuerung. Diese ist bei Erstanwendung schnell betriebsbereit. Allerdings tut sie sich schon bei recht einfachen Befehlen („SMS schreiben an XY“) etwas schwer. Gibt man den Befehl „Abbrechen“, wird der Vorgang abgebrochen. Man kann dem Z10 auch Texte in Form von Notizen diktieren (Sprachbefehl „Notiz“ wird auch gleich verstanden), hier aber ist das Ergebnis auch alles andere als fehlerfrei. An Siri kommt demnach auch RIMs Sprachsteuerung nicht heran. 

Routendarstellung

Beginn der Zielführung

Documents To Go - hier die Word-Implementierung - ist mit an Bord und verarbeitet auch Power Point- und Excel-Dokumente

Whats App und Netzwerker (Xing-Adaption für Blackberry) sind kostenlos erhältlich. Man braucht einen Benutzernamen und ein Passwort für eine Blackberry ID, ähnlich wie bei Apple. Der App Store nennt sich „Blackberry World“ und zeigt sich bezüglich der Apps ordentlich bestückt. Nachrichten-Apps wie n-tv oder Tagesschau sind selbstverständlich verfügbar. YouTube ist schon „ab Werk“ mit an Bord.  Auch gibt es Blackberry Maps, diese App umfasst Navigation und Kartenmaterial. Das Navigationssystem arbeitet unter günstigen Bedingungen (im Freien oder im Auto) gut, in geschlossenen Räumen in einem Haus aber konnte es vom Satelliten kein GPS-Signal abgreifen.  Zahlreiche Apps sind bereits vorinstalliert, einige haben wir bereits genannt. Hier zählen wir Ihnen alle vorinstallierten Apps auf: BlackBerry® Hub, Contacts, Browser, Calendar, BBM, Text Messages, BlackBerry® World, Remember, Docs To Go, Pictures, Music, Story Maker, Facebook®1, Twitter®1, LinkedIn®1, Foursquare®, BlackBerry® Maps, Games, YouTube®, Voice Control, Weather, Clock, Calculator, Compass, File Manager, Box, BlackBerry® Connect for Dropbox, Print To Go, Smart Tags, Settings, Adobe® Reader, Phone, Camera/Video Camera/Time Shift, Setup, Help, SIM Toolkit, Search.

Kamera

Außenaufnahme bei wolkenverhangenem Himmel

Gute Bildqualität

Macro-Außenaufnahme

Innenaufnahme in der Dunkelheit mit Blitz aus recht kurzer Distanz zum fotografierten Objekt

Macro-Innenaufnahme mit Blitz

Innenaufnahme, wenig Licht, ohne Blitz

Die eingebaute 8 MP Kamera erlaubt bei Tageslicht sehr gute Außenaufnahmen. Die Bilder sind recht farbecht – mit minimal erdigem Einschlag -, scharf und kontrastreich. Aufnahmen im Macrobereich gelingen ausgezeichnet. Die Kamera stellt recht schnell scharf, die Auslöseverzögerung ist nur gering. Macht man in der Dunkelheit mit dem eingebauten Blitz Nahaufnahmen, dann leuchtet dieser das Bild gleichmäßig aus und das Ergebnis scheint scharf und noch natürlich. Farbverfälschungen halten sich in tolerablen Grenzen. Schlechter sieht es aus, wenn man mit dem Blitz z.B. in einen dunklen Raum hineinfotografiert – kaum Aufhellung, viel Rauschen und Unschärfen sind die Folge. Wer bei geringem Licht keinen Blitz einsetzen möchte, kann sich auf befriedigende Ergebnisse gefasst machen. Schlecht ist die Lichtempfindlichkeit des Sensors nicht, Maßstäbe werden aber, gerade dann, wenn man die doch recht hohe Preisklasse mit ins Kalkül zieht, nicht gesetzt. 

Generell niedriger ausfallen könnte das Bildrauschen, schon bei Innenaufnahmen bei leicht gedämpftem Tageslicht ist dieses gut zu erkennen. Gerade in größeren einfarbigen Flächen wird dadurch die Bildqualität etwas beeinflusst. Im Videobetrieb bei Tageslicht und ruhiger Kameraführung sind die Ergebnisse ausgezeichnet, denn das Bild ist farbecht und scharf. Der leicht erdige Einschlag ist auch hier zu sehen. Aufnahmen sind in 720p und in 1080p möglich. Geht man mit der Kamera von Außen nach Innen, gewöhnt sich der Sensor rasch an die anderen Lichtverhältnisse. Es gesellt sich allerdings merkliches Bildrauschen hinzu, das bei den Aufnahmen draußen durch Abwesenheit glänzt. Probleme hat die Videokamera, wenn man sich z.B. rasch auf ein Objekt zu bewegt und dann schnelles Scharfstellen gefragt ist. Hier dauert es manchmal einen Augenblick, bis das Objekt scharf erscheint. Bei Dunkelheit nimmt die Qualität des Ergebnisses rapide ab. Ist man weiter als 2 Meter vom zu filmenden Objekt entfernt, reißt auch die Videoleuchte das Ergebnis nicht mehr raus. Insgesamt eine gute Vorstellung, allerdings hat das Z10 gegen die „Chefs im Ring“, das Nokia Lumia 920 und das Sony Xperia Z keine Chance. Es reiht sich hinter dem immer noch sehr guten Apple iPhone 5 ein. Was interessant isrt: Die 2 MP Kamera auf der Frontseite macht richtig gute Bilder und eignet sich sogar für die 720p Videoaufnahme. 

Zu den Kameraeinstellungen. Hier muss gesagt werden, dass diese ab Werk nicht sonderlich üppig ausfallen. Interessant ist der „Time Shift Modus“. Hierbei wird ein Schnappschuss in mehrere Fotosequenzen unterteilt, und aus diesen einzelnen Sequenzen kann man dann das bestmögliche Bild zusammenstellen und speichern. Angenehm: Die Bedienung dieses neuen Feature ist wahrhaftig kinderleicht, schnell ist das Wunschbild fertig. Des Weiteren gibt es zusätzlich zum Automatikmodus die Bildfelder Aktion, Whiteboard, Nacht und Strand/Schnee. Im Aufnahmemodus „Normal“ kann der Blitz aktiviert werden, man wählt die je nach Lichtverhältnissen automatische Aktivierung oder schaltet den Blitz ab. Wählt man den Aufnahmemodus „Stabilisierung“, ist der Blitz grundsätzlich deaktiviert. Zur Verfügung als Aufnahmemodus steht noch die Serienbildaufnahme. 

Wer Screenshots erstellen möchte, drückt gleichzeitig die Lauter-/Leiser-Taste. Ein Kameraauslöser-Geräusch ist zu vernehmen. Von der Kameranwendung lassen sich keine Screenshots erstellen, aber von allen anderen Apps, auch vom Sperrbildschirm. 

Story Maker: Materialauswahl

Auswahl der Musik zum Film

Titel und Abspann

Effektauswahl

Wiedergabe mit Effekt

Optimierung

Speichern nach Abschluss

RIM gönnt dem stolzen Besitzer noch ein nettes Spielzeug: “Story Maker”, hier kann man aus Fotos oder Videos eine eigene Story basteln. Mit Vor- und Abspanntitel (maximal 16 Zeichen), aus dem Musikarchiv kann man sich die passende Hintergrundmusik auswählen, und man ist in der Lage, verschiedene Effekte einfließen zu lassen (Chromatic, Bleach Bypass, Black&White,, Vintage, Retrospect, Simplicity). Einzelne Bildobjekte können auf Wunsch noch bearbeitet werden, so kann man auch die Länge bestimmter Sequenzen anpassen. Sehr schön, dass dieses Tool serienmäßig mit an Bord ist.

Multimedia-Kompatibilität

Das Z10 ist Multimedia-Formate betreffend sehr abspielfreudig. Unten sind die Formate, die akzeptiert werden, aufgelistet: Multimedia/Bildformate: BMP, WBMP, JPG, GIF, PNG, TIFF, SGI, TGA. Audio- und Videoformate: 3GP, 3GP2, M4A, M4V, MOV, MP4, MKV, MPEG-4, AVI, ASF, WMV, WMA, MP3, MKA, AAC, AMR, F4V, WAV, MP2PS, MP2TS, AWB, OGG, FLAC. Audio- und Videoverschlüsselung/-entschlüsselung : H.264, MPEG-4, H.263, AAC-LC, AAC+, eAAC, MP3, PCM, Xvid, AMR-NB, WMA 9/10, WMA10 Professional, WMA-LL, VC-1, VP6, SPARK, PCM, MPEG-2, MJPEG (mov), AC-3, AMR-WB, QCELP, FLAC, VORBIS

Audio

Musikalben - Übersicht

Titel auf den Alben

Musikwiedergabe

Wenig vertrauenserweckend erscheint uns das mitgelieferte In-ear-Headset. Der Klang ist ordentlich, wenn auch nicht überragend. EQ-Einstellungen finden wir beim werksmäßig vorinstallierten Player keine. Wer einen anderen Musicplayer möchte, findet im App Store bei den kostenlosen Varianten eine eher dürftige Auswahl. Die maximal mögliche Lautstärke liegt recht hoch, vor Hörschäden durch zu hohe Lautstärke warnt das Smartphone automatisch. Der eingebaute Lautsprecher ermöglicht einen befriedigenden bis guten Klang, berücksichtigt man die Geräte-Kategorie. Die Handhabung des Musicplayers ist einfach. Sehr gut – TuneIn als bekannte Internet Radio Plattform ist auch in der Blackberry World vertreten. 

Konkurrenzvergleich

  • Nokia Lumia 920: Nokias Topmodell ist zum praktisch identischen Preis (ab 540 EUR, Z10 ab 550 EUR) neben schwarz und weiß auch in poppigen Farben erhältlich (weiß und gelb). Das Nokia kommt mit nicht erweiterbarem 32 GB fassenden Speicher und mit fest eingebautem Akku. Das Smartphone ist exzellent verarbeitet und hält auch einen Sturzflug ohne größere Schäden aus. Dieser wird auch leider dem User ab und zu passieren, da die Rückseite rutschig ist und das Smartphone aufgrund seines hohen Gewichtes bei der Einhandbedienung gern mal aus der Hand gibt. Die Zuverlässigkeit ist beim Lumia mindestens so hoch wie beim Blackberry, die Kamera ist definitiv besser. Beide Smartphones sind extrem schnell, gerade beim Browsing. Das Z10 kann hier aber knapp in Führung gehen. Auch liegt das TopSmartphone von RIM deutlich besser in der Hand, nahezu alles lässt sich mit komfortabler Einhandbedienung ausführen. Beide Smartphones verfügen über leistungsstarke Business-Powertools, das Z10 kann vor allem mit der exzellenten Remember-App auftrumpfen und so das Nokia auf Distanz halten. Für das Z10 spricht auch der besser ausgestattete App Store. Das Nokia legt aber nach - die mitgelieferten Headphones sind sehr gut, die Klangqualität ist besser. Zudem offeriert Nokia einen tollen kostenlosen Music Streaming Service. Bei beiden Smartphones ist die Synchronisierung mit Outlook nicht oder nur schwer möglich.  

  • Sony Xperia Z: Unser absoluter Favorit derzeit. Praktisch nicht teurer als Nokia und RIM, brilliert das Xperia Z mit erstklassigem FullHD-Display, toller Kamera, schneller Quadcore-CPU und schmucker Sony-optimierter Benutzeroberfläche. Das Ganze ist in einem überragend verarbeiteten, flachen und eleganten Gehäuse untergebracht, das wasserfest und staubdicht ist. Die Office- und Businesstools sind nicht ganz so leistungsstark wie beim Z10, hier kann man aber im exzellent bestückten Google Play-Store nachrüsten. Akustisch bietet das Smartphone mit erstklassigen Headphones und tollem Musicplayer eine über jeden Zweifel erhabene Leistung und wird auch hier seinem Ruf als Highend-Smartphone vollauf gerecht.  

  • Samsung Galaxy S3 GT-I9300: Das 2012er Modell ist mit 16 GB schon für 400 EUR zu haben. Wer kein LTE braucht, liegt mit dem Galaxy S3 nach wie vor gut im Rennen. Die LTE-Version des S3 kommt allerdings auch nur geringfügig teurer. Schnell ist das S3 immer noch, die Benutzeroberfläche TouchWiz gefällt. Die Kamera bietet eine sehr gute Performance, die man noch bedenkenlos der Oberklasse zuzählen kann. Größtes Manko des S3 ist die einfache Verarbeitungs- und Materialqualität. Bei der Akkulaufzeit liegt das S3 noch sehr gut im Rennen und kann sich vor dem Z10 und auch dem Lumia 920 und dem iPhone platzieren. 

  • Apple iPhone 5: Das iPhone 5 mit 4-Zoll-Display ist etwas kleiner, liegt aber nicht ganz so gut  in der Hand wie das Z10. Punkten kann das iPhone 5 gegenüber dem RIM-Smartphone mit besserer Kamera (vor allem in der Dunkelheit), größerem App-Angebot und sehr hoher Zuverlässigkeit. Die Akkulaufzeit ist durchschnittlich, die Schnelligkeit liegt nach wie vor hoch.  Das edel verarbeitete Smartphone kokettiert überdies mit der konkurrenzlosen Wertbeständigkeit - Apple ist nun mal Kultmarke. Großer Nachteil - LTE bietet das iPhone 5 nur für Anwender mit Telekom-Vertrag. 

Mit dem neuen Blackberry 10 Betriebssystem und der leistungsfähigen Hardware des Blackberry Z10 ist der Anschluss an die Top-Devices in der Oberklasse geschafft. Besonders die handliche Form hat uns überzeugt. Das Smartphone liegt gut in der Hand und hat eine nahezu ideale Größe. Das Gewicht des insgesamt sauber verarbeiteten Gerätes liegt nicht zu hoch. Das neue Betriebssystem erfordert vom iPhone- oder Android Device-Nutzer schon eine gewisse Umgewöhnung. Hat man sich erst einmal mit dem Z10 vertraut gemacht, geht die Bedienung aber einfach von der Hand. Zudem gibt es gerade für Business-User tolle Power-Apps wie Remember oder auch den Kalender. Die Akkulaufzeit ist guter Durchschnitt, zudem kann man erfreulicherweise den Akku selber tauschen, in dem man einfach die rückseitige Abdeckung abnimmt. Das Display und der Touchscreen überzeugen restlos und gehören zum derzeit besten, was der Markt bietet. Mit sattem Schwarz und scharfer, kontrastreicher Darstellung punktet das Display, der Touchscreen reagiert sehr sensibel. Die virtuelle Tastatur ist hervorragend. Das Z10 ist außerordentlich schnell und empfangsstabil, und es bietet LTE für alle Netze in Deutschland. Zu loben ist auch der eingebaute Browser. Gute, aber nicht exzellente Ergebnisse erzielt die Kamera im Still Imaging- und im Video-Betrieb. Wären die Ergebnisse bei ungünstigeren Lichtverhältnissen besser, könnten wir die Resultate nach oben korrigieren. Der interne Speicher fällt mit rund 11 GB für Nutzerdaten nicht eben riesig aus, aber es kann mittels MicroSD-Karten um bis zu 32 GB erweitert werden. 64 Gb MicroSD-Karten werden nicht unterstützt. In unseren Testreihen schien noch die ein oder andere kleine Unzulänglichkeit durch (WLAN-Einrichtung, virtuelle Tastatur verschwindet), dies dürfte sich aber einfach mittels Firmware-Updates beheben lassen. 

Solides, optisch attraktives und modernes Smartphone, das besonders für den Business-Anwender ein sehr empfehlenswerter Begleiter ist

Smartphones Oberklasse 
Test 08. April 2013

+ Empfangsstark
+ LTE für alle Frequenzen
+ Display und Touchscreen exzellent
+ Solide Verarbeitung
+ Schnelle CPU und großer Arbeitsspeicher
+ Schneller Browser
+ Viele nützliche Business-Apps vorinstalliert
+ Blackberry World als App Store erstaunlich gut bestückt

- MicroSD nur bis 32 GB
- Kameraergebnisse bei Dunkelheit
- recht kostspielig

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 08.04.2013