TEST: Onkyo Blu-ray-Player BD-SP809 - talentierter Gentleman mit THX-Lizenz

16.07.2012 (sw/cr)

Noblesse mit THX-Zertifikat: Onkyo BD-SP809 für rund 430 EUR Marktpreis

Akkurat verarbeitete Rückseite mit speziellem Analog-Cinch-Ausgang, der auch den Anschluss hochwertiger Kabel durch den größeren Anschlussabstand ermöglicht. Weiteres Kennzeichen - Zwei HDMI-Ausgänge

Fernbedienung

Home-Menü

Einführung

Für Marktpreise um die 430 EUR kann man den THX-zertifizierten Blu-Ray-Player BD-SP809 erstehen. Der hochwertig auftretende Player mit Aluminium-Frontplatte ist wahlweise in schwarzer oder silberner Version lieferbar. Anschlußseitig trumpft der BD-SP809 mit zwei HDMI-Ausgängen auf. Dadurch kann man einfach zwischen zwei verschiedenen Bildwiedergabegeräten umschalten. Natürlich verfügt der Player über 3-D-Fähigkeit und ist DLNA-1.5 zertifiziert. Mit dem USB-Anschluß kann man Audio- und Videodateien von einem USB-Stick wiedergeben. Eine hochwertige Video-Konvertierung von 576i auf 1.080 p ist dank des Qdeo-Videochips von Marvell möglich. Auch das Innere des BD-SP809 demonstriert durch getrennte Schaltungsbereiche für die Video- und Audio-Hochwertigkeit. Wir haben im folgenden Test überprüft, ob der Player den hohen Erwartungen gerecht wird. 

Verarbeitung

Formschöner Standby-Knopf, präzise eingepasst

Auch die weiteren Bedienelemente überzeugen durch die saubere Verarbeitung

Display

Laufwerkslade

Noble Gesamterscheinung

Finish der Frontblende aus seitlicher Sicht

Innenleben in der Gesamtübersicht

Im Detail

Netzteilsektion - Detailansicht

Netzteilsektion - Übersicht

Laufwerk

Der BDP-SP809 macht schon optisch durch die beachtliche Gerätehöhe deutlich, dass seine Heimat die Blue-Ray-Player-Oberklasse ist. Günstigere Konkurrenten kommen mit simpler Kunststofffront daher, der Onkyo setzt auf edles gebürstetes Aluminium. Die präzise auf der Frontblende eingepassten Bedienelemente mit klar definiertem Druckpunkt ergänzen unseren ausgezeichneten Eindruck. Im Gegensatz zu früheren Onkyo-Playern erstrahlt das Punkt-Matrix-Display nun in weißlichem Blau, früher waren die Displays bei silberfarbenen Testgeräten stets bernsteinfarben. Das Display ist einwandfrei ablesbar und bietet einen guten Kontrast. Eher einfach erscheint uns die Lagerung der Laufwerkslade. Sie fährt aber relativ leise und schnell ein und aus. Die Rückseite des BD-SP809 überzeugt mit hochwertig ausgeführten, vergoldeten Cinch-Anschlüssen. Der Gehäusedeckel des Players könnte aufwendiger verschraubt sein, das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Auf der Unterseite des Gerätes finden sich tadellose Standfüße, deren Mitte mit Kork ausgekleidet ist. Das Innenleben des Onkyo ist übersichtlich aufgebaut, die Verkabelung ist ordentlich, und im Mittelpunkt befindet sich das ordentlich geschirmte Laufwerk. Nicht ganz unsere Zustimmung findet die mitgelieferte Fernbedienung. Sie ist recht klobig und der Kontrast zwischen Tasten und Fernbedienungsgehäuse tendiert gegen Null. Auch die Materialqualität hat uns nicht überzeugt. 

Anschlüsse

2 x HDMI, USB nur hinten, Ethernetanschluss

Hochwertiger 2-Kanal Cinch-Analog-Ausgang, vergoldet plus großer Abstand der beiden Cinch-Buchsen voneinander für die Verwendung hochwertiger Kabel

Der BD-SP809 verfügt auf der Rückseite über zwei HDMI-Ausgänge und einen USB-Anschluss. Des weiteren gibt es einen optischen und koaxialen konventionellen Digitalausgang, einen Komponenten –Videoausgang, sowie einen FBAS-Videoausgang. Das Sortiment wird vervollständigt von einem analogen Stereoausgang und einer RS232 Schnittstelle. Für Netzwerk-basierte Anwendungen steht eine Ethernet-Schnittstelle bereit. 

Bedienung und Menüs

Menü "Video Ausgang"

Bildformat

Videosignalauflösung über den analogen Komponentenausgang

Standbildmodus

Audioausgang

Menü "HDMI"

Menü "Wiedergabe"

Display-Dimmer mit den Modi Auto, Hell oder Dunkel

Netzwerkmenü

Netzwerkmodi

Kabelbasiert  ist der 809 schnell eingebunden, ein Wireless-Modul bietet der Player nicht

Netzwerkstatus

Menü "Andere"

Software-Update per Netzwerk, USB oder Disc

Aktuelle Firmware installiert

Das Home-Menü des Onkyo besteht aus den Optionen Disc, USB, Heimnetzwerk und Einstellungen. Das Menü Einstellungen stellen wir nun im Einzelnen vor. 
Video-Ausgang:

1. Bildsteuerung:

Im Video-Ausgang-Menü gibt es zunächst den Punkt Bildsteuerung. Hier kann der Anwender zwischen fünf verschiedenen Speicherplätzen (Memory 1, Memory 2, Memory 3, Memory 4, Memory direkte Quelle) auswählen. Memory 1 – 5 können individuell justiert werden. Im Einzelnen sind einstellbar: Kontrast -7 bis +7, Helligkeit 0 bis +15, Schärfe -2 bis +2, Gamma-Korrektur -2 bis +2, ICR rot einstellbar von 0 bis +7, ICR blau einstellbar von 0 bis +7, Farbe einstellbar von -7 bis +7, Farbton einstellbar von -7 bis +7, Rauschminderung einstellbar in drei Stufen, MPEG-Rauschminderung einstellbar in drei Stufen, Randverbesserer einstellbar in drei Stufen , Qdeo-true-colour einstellbar in drei Stufen. Der letzte Punkt im Video-EQ ist die Option Vollbildmodus, hier kann man das DE-Interlacing automatisch oder dediziert für Video-Material vornehmen.
2. Bildformat: Hier stehen zur Verfügung: 16:9 Breit, 16:9 Squeeze, 4:3 Letterbox, 4:3 Pan & Scan
3. Komponenten-Ausgang: Die Bild-Signalausgabe des Komponenten-Ausganges kann wahlweise 480i/576i, in 480p/576p, in 720p oder in 1.080i erfolgen.
4. Standbildmodus: Hier kann gewählt werden zwischen Auto, Halbbild und Vollbild

Audio-Ausgang:

1. Dynamic-Range-Control (DRC): Die Dynamik-Bereichs-Kontrolle kann auf Auto, An oder Aus geschaltet werden. 
2. Digital-Ausgang: Der Digital-Ausgang kann wahlweise Signale in bit-stream oder PCM ausgeben. 
3. Heruntertaktung: Diese kann wahlweise aktiviert oder deaktiviert werden. 
4. BD-Audio-Modus: Diese Einstellung ist sehr wichtig, sollen die aktuellen HD-Tonformate ausgegeben werden, muß diese Funktion auf HD-Audio-Ausgabe gestellt sein.

HDMI:

1. HDMI-Ausgang: Hier kann man entscheiden, ob man entweder nur den HDMI-Hauptausgang oder aber beide HDMI-Ausgänge nutzen möchte. Als dritte Option steht ein Splitting von Video und Audio-Signalen zur Verfügung. Über den Hauptausgang werden Video-Signale, über den Sub-Ausgang Audio-Signale gegeben. 
2. 3D-Ausgang: Hier kann eingestellt werden: Auto (3D), 3D oder 2D
3. Videoauflösung: Hier stellt man die Video-Signal-Ausgabe über den HDMI-Ausgang ein. Zur Wahl stehen Auto, 480i, 576i, 480p, 576p, 720p, 1080i, 1080p, 1.080p/24 und Direktquelle. 
4. HDMI-Farbraum: Der Farbraum kann zwischen YCbCr und RGB umgeschaltet werden. 
5. RGB-Einstellung/HD
6. Auto-Format für HDMI: Hier gibt es die Option Maximum und Bildschirm
7. Deep-Colour: Auto oder Aus
8. Audio-Ausgang: Bitstream, PCM, Aus
9. HDMI-CEC: An / Aus

Wiedergabe:

1. Playermenü (Menüsprache)
2. Audio (Audiosprache)
3. Untertitel (Untertitel-Sprache)
4. Disc-Menü (Disc-Menü-Sprache)
5. DivX-Unteritel (Sprachwahl)
6. BD-Einstufung (Altersbegrenzung)
7. DVD-Einstufung (Altersbegrenzung)
8. Passwort ändern
9. Kamerawinkel
10. Anzeige (2-Stufiger Display-Dimmer + Auto-Modus)

Netzwerk:

1. Netzwerk-Verbindung (Start manuell oder automatisch/DHCP, Verbindung prüfen)
2. Netzwerk-Status (Alle Informationen zum Netzwerk, mit dem der Player verbunden ist)
3. Haftungsausschluss für den Netzwerk-Service

Andere:

1. Schnellstart-Modus An / Aus
2. Abschaltung An / Aus (ist hier An gewählt, schaltet sich der Player nach 30 Min. ab)
3. Anschalt-Steuerung Aktivieren / Deaktivieren
4. DivX-VOD Registrieren / Registrierung löschen
5. Produktinformation: Hier wird die aktuelle Firmware-Version angezeigt.
6. Software-Update: Dieses kann wahlweise per Netzwerk, per USB oder per Disc angewählt werden
7. Initialisierung: Einstellungen zurücksetzen, Netzwerk-Einstellungen zurücksetzen, Gespeicherte BD-Daten löschen, USB - gespeicherte Daten löschen und USB - formatieren.

Allgemeine Anmerkungen:

Sehr praktisch ist, dass man die Ausgabe-Auflösung über HDMI bequem mittels des Resolution-Knopfes auf der Fernbedienung ändern kann. Drückt man die Taste „Display“ auf der Fernbedienung erhält man oben im Bildschirm eine Statusleiste mit allen Informationen zum aktuellen Wiedergabe-Betrieb. Unten rechts auf der Fernbedienung befindet sich noch die Taste „Mode“. Drückt man diese, wird ein kleines Menü auf dem Bildschirm angezeigt. Dieses umfasst die Parameter „Suchen“, Audio, Untertitel, Wiederholen, Bildsteuerung, Winkel und PiP“. Arbeitswinkel und Reichweite der Fernbedienung sind nur befriedigend, es kommt manchmal vor, dass man eine Taste mehrmals drücken muss, bis die gewünschte Funktion ausgeführt wird. 

Laufwerk, Einlesezeiten und Betriebsgeräusche

Leises, aber nicht allzu schnelles Laufwerk

Laufwerk und Einlesezeiten:
1. Booten mit aktivierter Schnellstart-Funktion: Hier fährt der Onkyo in rund 8 Sek. hoch. Zu beachten ist allerdings das der Standbye-Stromverbrauch bei aktivierter Schnellstart-Funktion höher ist. 
2. Einlesezeit „Casino Royal” (BD): 31 Sek.
3. Einlesezeit “Fluch der Karibik I” (BD): 35 Sek.
4. Einlesezeit „Indiana Jones und das Königreich des Metallschädels“ (BD): 23 Sek. 
5. Einlesezeit „Star Wars III“ (DVD): 22 Sek.
6. Einlesezeit „Sahara“ (DVD): 16 Sek.

Fazit: Das Laufwerk des Onkyo ist selbst während des Einlesevorgangs angenehm leise, allerdings ist es bei Blu-Rays und bei DVD’s sehr träge. Leicht zerkratzte Discs spielt der Onkyo ohne Probleme ab. Das Booten mit aktivierter Schnell-Start-Version geht relativ schnell vonstatten.

Multimedia und Netzwerk

Serverliste

Wählt man im Home-Menü die Option Heimnetzwerk aus, zeigt der Onkyo die verfügbaren PCs und Server in einer Übersicht an. Folgende Formate können wiedergegeben werden : MPEG 1, MPEG 2PS, MPEG 2 TS, TTS, PCM, MP3, WMA und JPEG. Doch der Player gibt mehr Formate wieder, als Onkyo aufführt, so z.B. MP4, Quicktime und WMV. 

Die beliebten MKV-Container gibt der BD-SP809 nicht wieder. Die Formate, die über das Heimnetzwerk wiedergegeben werden können, spielt der Onkyo auch von einem USB-Medium ab. Als unpraktisch erweist sich, dass der USB-Eingang auf der Geräte-Rückseite ist. Im Netzwerk-Betrieb agiert der Onkyo vergleichsweise langsam, gerade beim Laden längerer Videos. 

Erweiterte Netzwerk-Nutzungsmöglichkeiten, wie z.B. den direkten Zugriff auf Internet-basierte Dienste (YouTube, Picasa) gehören nicht zur Ausstattung unseres Test-Kandidaten.

Testequipment
Bild

Bei „Avatar“ in 3D gelingt dem Onkyo schon die erste kurze Kamera-Fahrt über die Planeten-Oberfläche von Pandora ganz hervorragend. Der BD-SP809 beweist eindrucksvoll, dass eine erstklassige 3D-Bildwiedergabe nicht nur vom Fernseher, sondern auch vom Blu-Ray-Player mitbestimmt wird. Hervorzuheben ist die sehr genaue Detaillierung der sehr exotischen Vegetation und die absolut überragende, natürliche Tiefenwirkung. Hier kann man es leicht verschmerzen, dass der edle Onkyo nur native 3D-Signale ausgeben kann, aber nicht in der Lage ist von 3D in 2D zu wandeln. Kurz darauf erwacht Jake Sully aus dem Cyro-Schlaf, die Großaufnahme seiner sich öffnenden Augen wird vom BD-SP809 in nahezu allen Details erfasst. Kleine Kontrastdifferenzen auch in kleinen Bildbereichen arbeitet der Player präzise heraus. Als Sullys Bett herausgefahren wird und man einen Blick in den langen Gang des Langstreckenraumschiffes werfen kann, fällt auf, dass selbst weit hinten noch eine exakte Unterscheidungsmöglichkeit einzelner Bildebenen gegeben ist. Im rechten Bildbereich erscheint das Licht der Neon-Röhren ungemein realistisch. Insgesamt verbindet der Onkyo eine natürliche Bildschärfe nahezu perfekt mit einer Detailtreue. Das Äußere des großen Raumschiffes kommt ebenfalls in fast allen Einzelheiten heraus, sehr plastisch wird die Planetenkonstellation wiedergegeben. Wir springen zum 7. Kapitel. Hier realisiert der Onkyo bei der Wiedergabe des fliegenden Helikopters und den Flugsaurier-ähnlichen Geschöpfen eine räumlich absolut glaubwürdige Darstellung, die von einer hohen Bildstabilität ergänzt wird. Die fremdartige Vegetation des Planeten gibt der BD-SP809 sehr stimmig wieder, an den Mammut-Bäumen lassen sich sogar einzelne kleine Äste voneinander differenzieren.

Zu Beginn des zweiten Kapitels von Indiana Jones und „das Königreich des Kristallschädels“ (BD, 2D-Wiedergabe) öffnet sich das riesige Tor des Hangars, die Blechstruktur des Tors wird scharf und nur mit geringem Rauschen dargestellt. Der Schmutz an den kleinen Fenstern im oberen Bereich des Tores ist genau zu erkennen. Das von außen in die mit Kunstlicht beleuchtete Halle fallende Tageslicht wird mit akkuratem Kontrastverhältnis auf den Bildschirm gebracht, es kommt zu keinen unschönen Überstrahlungseffekten. Das Innere der Halle kommt ausgezeichnet zum Ausdruck, die einzelnen Holzkisten sind auch dann gut zu erkennen, wenn sie im Halbdunkel stehen. Als der Blick vom Halleninneren auf die Armeefahrzeuge vor der Halle fällt, schafft es der Onkyo, auch die weiter hinten stehenden LKWs noch scharf abzubilden. Zu loben ist die neutrale Farbwiedergabe mit sehr guter Farbbalance. Nur selten tritt eine leichte Instabilität im Bildstand auf, was man am leichten Zittern des Bildes bemerken kann. Exzellent präsentiert der BD-SP809 die Gesichter der Schauspielerinnen und Schauspieler. So kommen Gesicht und Kopf von Indiana Jones mit Bartstoppeln, blitzenden Augen und dem auf dem Kopf sitzenden charakteristischen Hut facettenreich heraus. Als der Blick in das Halleninnere fällt, stellt der Onkyo einen bezüglich der räumlichen Tiefe gestaffeltes Bild zur Verfügung. 

Upconversion von 576i DVD-Signalen auf 1080p, Film-Material, Star Wars Episode III, ab Filmbeginn:

• Star Wars typische gelbe Laufschrift gleich zu Beginn: Der Lauf der Schrift ist sehr ruhig, selbst weit hinten Raum kommt es kaum zu Wellenbewegungen, die einzelnen Buchstaben werden beinahe artefaktefrei wiedergegeben. Der Onkyo macht überdies viele Sterne des Star Wars – Universums auf dem Bildschirm sichtbar. 
• Großer Sternzerstörer fliegt durch das Bild: Das Bild zittert kurz und wirkt etwas unscharf bezüglich der Konturen, anschließend wird der Sternzerstörer in guter Bildschärfe und mit hoher Stabilität wiedergegeben. Nicht ganz perfekt präsentiert der Onkyo die Kommandobrücke, die leicht weich gezeichnet auf dem Bildschirm erscheint. 
• Die beiden Raumjäger fliegen über der Oberfläche des Sternzerstörers: Hier kann man sagen, dass sich der Onkyo keine Blöße bei der Wiedergabe beider parallel stattfindender Bewegungsabläufe gibt. Der langsam fliegende Sternzerstörer und die schnell über die Oberfläche fliegenden Raumjäger werden relativ scharf und bewegungsstabil dargestellt. 
• Die beiden Raumjäger kippen steil nach unten ins Schlachtgeschehen: Hier eröffnet sich dem Betrachter ein gut gestaffeltes Panorama mit tiefem Räumlichkeitsempfinden. Die Raumschiffe direkt über der Planetenoberfläche könnten allerdings noch schärfer wiedergegeben werden. 
• Darstellung der Gesichter von Obi-Wan und Anakin: Die Wiedergabe der Gesichter gelingt dem Onkyo hervorragend. Nicht nur, dass die Hautfarbe sehr natürlich wirkt, auch Hautporen und Haare sowie Haaransatz sind präzise erkennbar.
• Wiedergabe der verschiedenen Explosionen während der Raumschlacht sowie die Detaillierung der Raumschiffe, Androiden und Raumstationen: Generell herrscht eine angenehme Bildschärfe, gepaart mit lobenswerter Detailtreue vor. Die zahlreichen Explosionen kommen mit präziser Staffelung zur Geltung. Ab und zu jedoch treten leichte Bewegungsunschärfen auf. 

Upconversion von 576i DVD-Signalen auf 1080p, Video-Material, AVEC Professional Test DVD: 

• Schriften in weiß und schwarz vor blau/rot/weißem Hintergrund, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchlaufen: Die Schriften werden scharf abgebildet, wobei gerade die schnellste Schrift schon leichte Bewegungsunschärfen und Flimmern aufweist. Das haben wir schon deutlich besser gesehen. Die Farbtrennung ist gut. 
• Ein magenta-farbener Siemensstern in der Bildmitte und vier kleine Siemenssterne in den Bildschirmecken, grüner Hintergrund, gleichmäßige Drehbewegung: Die Siemenssterne laufen alle gleichmäßig, hier kommt es kaum zu Unschärfen während der Bewegung. Die einzelnen Segmente auch der kleinen Sterne werden sehr gut differenziert. Die Farbwiedergabe gelingt dem Onkyo ausgezeichnet. 
• Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie schwingt: Das Pendel weist auch bei schnellerer Gangart im Vergleich zu vielen Konkurrenten nur geringe Bewegungsunschärfen auf. Die Linien im Pendelinneren verschwimmen zwar leicht bei höherer Pendelgeschwindigkeit, sind aber immer noch auszumachen. Etwas Treppenstufen zeigt die Pfeilspitze des Pendels, die schwarze Linie bleibt stabil. 
• Dynamisches Stadtbild von Esslingen, Kamerafahrt über Hausdächer mit Dachziegeln, Autos in der Ferne auf der Bundesstraße, Grünanlage und Teile der Stadtbefestigung: Das Stadtbild wird in ordentlicher Gesamtbildschärfe wiedergegeben, allerdings flimmern die einzelnen Dachziegel leicht, die Farbwiedergabe ist gut, das Grün des Rasens erscheint uns aber minimal zu hell und zu wenig intensiv. Sehr gut gefällt uns die tadellose Plastizität auch im DVD-Betrieb. 

Ton

Aus akustischer Perspektive entpuppt der BD-SP809 als Volltreffer. Er klingt bei Anschluss über HDMI angenehm und räumlich, kleine akustische Details arbeitet er sorgfältig heraus. Ganz gleich ob reine Musik oder Filmton mit Musicscore, immer behält der Onkyo souverän den Überblick über alle klanglichen Ebenen. Stimmen werden mit exakter Kontur wiedergegeben, Instrumente wirken atmosphärisch dicht und charismatisch. Insgesamt dürfte es derzeit kaum einen Blu-Ray-Player geben, der dem Onkyo aus klanglicher Sicht das Wasser reichen kann. Analog verbunden, ersetzt der BD-SP809 auch einen Mittelklasse-CD-Spieler ohne Schwierigkeiten: Der Klang erweist sich als klar, fundiert und harmonisch. Details stellt der Player gut heraus, nur in den hinteren akustischen Ebenen lässt die Fähigkeit, Einzelheiten zu erkennen, etwas nach. Für die Preisklasse bilanzierend aber eine hervorragende Leistung. 

Konkurrenzvergleich

Denon DBT-1713UD: Nahezu gleich teuer, entpuppt sich der Denon als starker Konkurrent. Im Gegensatz zum Onkyo liest er auch DVD-Audio und SACD ein. Was die Reaktion auf Menü-Befehle angeht, ist der Denon schneller als der BD-SP809, auch beim Einlesen von Discs ist der Denon, der im Gegensatz zum Onkyo erst kurz auf dem Markt ist, schneller. Bezüglich der Verarbeitung sind beide Player auf ähnlich gutem Level, was die Materialqualität angeht, liegt der Onkyo im Detail vorn (Alu-Front). Bei der Bewertung der Bildgüte sind beide Player bei der Ausgabe nativer 3D-Signale hervorragend, im Detail offeriert der Onkyo nochmals mehr Präzision und Tiefenstaffelung. Bei 2D-Blu-rays liegen beide Konkurrenten auf identischem, sehr hohen Niveau. Die Upconversion von 576i Material auf 1080p gelingt beiden Playern ordentlich, aber nicht erstklassig. Hier und da können Bildstand und Bewegungswiedergabe noch verbessert werden. Multimedial lassen beide Player noch ordentlich Spielraum nach oben, der Denon hat außer YouTube auch keine netzwerkbasierten Dienste vorzuweisen. An Dateiformaten, die per Streaming darstellbar sind, kann der Denon noch mit MKV dienen. Der Onkyo bietet gleich 2 HDMI-Ausgänge, der Denon lediglich einen, was ein Vorteil ist, den so mancher Anwender schätzen dürfte. 

Panasonic DMP-BDT500: Der Panasonic liefert multimedial eine deutlich bessere Performance ab und offeriert ein breites Spektrum an internetbasierten Diensten. Das andere Fernbedienungs-Konzept mit Touchpad ist Geschmackssache. Der Panasonic wandelt 2D in 3D Bildsignale und fällt bei der Signalausgabe von nativen 3D-Material nur knapp hinter den erstklassigen Onkyo zurück. Besser als der Onkyo agiert der Panasonic beim Hochrechnen von 576i-Signalen in 1080p. Auch der Panasonic macht einen gediegenen Eindruck, die Materialqualität erreicht aber nicht die des Onkyo. Deutlich attraktiver präsentiert sich das Menü des Panasonic, auch das Laufwerk ist merklich schneller. Was die Klangqualität angeht, gibt sich der Panasonic auch nicht so leicht geschlagen, nur wer ins letzte Detail geht, wird feststellen, dass der Onkyo noch minimal mehr Transparenz an den Tag legt. Wie der Onkyo hat auch der Panasonic zwei HDMI-Ausgänge.

Fazit

Der Onkyo BD-SP809 ist schon geraume Zeit am Markt, was ihn aber nicht daran hindert, in verschiedenen Disziplinen Bestleistungen zu erzielen. Besonders zu loben ist die erstklassige 3D-Ausgabe. Das Bild ist nahezu makellos und in allen Ebenen natürlich scharf. Auch 2D-Blu-Rays kommen kontraststark und farbecht zur Geltung. Akustisch liefert der Onkyo ebenfalls eine Leistung ab, die deutlich über dem sonst üblichen Durchschnitt liegt. Er sieht edel aus und ist hochwertig verarbeitet. Nur gut aber nicht überdurchschnittlich rechnet der BD-SP809 576i-Signale auf 1080p hoch. Das Laufwerk ist zwar leise und zuverlässig, aber ziemlich langsam. Das Menü wirkt nicht mehr ganz frisch, teilweise sind die Reaktionen auf Befehle, die mit der Fernbedienung gegeben werden, etwas träge. Multimedial bietet der Onkyo eine Grundausstattung, die DLNA-Streaming und die Wiedergabe von Dateien, die auf einem USB-Stick gespeichert werden, umfasst. Weitere Internet-basierte Dienste offeriert der Onkyo nicht. Zu loben ist insgesamt die untadelige Betriebssicherheit, was heute alles andere als selbstverständlich ist. Hervorzuheben sind auch die zwei HDMI-Ausgänge. 

Edler Player mit überragendem Blu-ray-Bild und hervorragender Akustik

Blu-ray-Player Obere Mittelklasse
Test 16. Juli 2012

+ Erstklassiges BD-Bild in 2D und 3D
+ Brillanter Ton
+ Hochwertige Verarbeitung und gediegene Materialanmutung beim Hauptgerät
+ Leises Laufwerk mit tadelloser Zuverlässigkeit
+ Zwei HDMI-Ausgänge

- Laufwerk etwas träge
- Reagiert nicht immer schnell auf Bedienbefehle

Text: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 16.07.2012

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