XXL-MESSEBERICHT: AREA DVD auf dem Mobile World Congress in Barcelona

15.02.2011 (phk/cr)

Einleitung

Traditionell werden die Mobile-Neuheiten des Jahres auf dem Mobile World Congress in der spanischen Metropole Barcelona vorgestellt. Alle namhaften Anbieter, bis auf Apple, stellen in den recht zentral gelegenen Hallen aus. Wir waren für Sie vor Ort und haben eine Zusammenfassung wichtiger Neuheiten erstellt.

Trends 2011

Wir konnten auf dem MWC verschiedene Trends ausmachen. Ein Trend sind ganz klar Tablets. Was Apple mit dem iPad begann, ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Mobile Device Marktes geworden. Tablets in allen Größen kommen z.B. von Samsung, LG, HTC, Hanvon, Anydata, View Sonic und RIM (Blackberry). In unterschiedlichen Größen, von sehr handlich und beinahe noch Jackentaschen-tauglich, bis deutlich größer und somit schon fast Netbook/Notebook-Ersatz in Personalunion mit einem leistungsstarken Präsentationsmedium, konnte man sie in Barcelona bewundern. Wir bestaunten eine in vielen Fällen exzellente Displayqualität (Samsung, LG, ViewSonic z.B) und rasch ansprechende Prozessoren, die ein schnelles Öffnen auch komplexer Anwendungen ermöglichen. Manche Anbieter sind auch bei der Materialwahl anspruchsvoll und offerieren Tablets, die aus haptischer Sicht echte Handschmeichler sind und aus optischer Sicht modernes Hightech-Flair verbreiten. Die Touchscreens reagieren bei den Modellen, die schon annähernd oder sogar komplett dem Serienstandard entsprechen, recht schnell, Multitouch ist natürlich Standard. Der Trend zur größeren Displaydiagonale macht auch vor Handys nicht Halt, 4 Zoll bis 5 Zoll markieren hier den jetzigen Stand. Die wachsenden Displaydiagonalen sorgen dafür, dass sich das Handy verschiedenen Anwendungsgebieten verstärkt öffnet: Das Thema Gaming besitzt eine stärker werdende Akzeptanz. Microsoft mit dem Xbox Live Angebot für Windows 7 Phones und nicht zuletzt Sony Ericsson mit dem brandneuen Xperia Play setzen hier Akzente. Das Xperia Play verfügt über ein ausziehbares Gamepad, mit richtigen Game-optimierten Steuerungselementen. Da die Geräte, die auf dem MWC präsentiert wurden, noch nicht ganz serienreif waren, hat die Darstellung noch etwas geruckelt, aber die Idee gefällt. Da wir gerade beim Thema „Ruckeln“ sind: Dank immer leistungsfähigeren Prozessoren wird dieses Thema bald abgehakt sein. Samsung und LG z.B. präsentierten Mobiltelefone mit Dual Core Prozessoren, die deutlich leistungsfähiger sind und sich daher für Multitasking und andere rechenintensive Anwendungen sehr gut eignen. Was wir auch sehr begrüßen: Mancher Hersteller hat klar den Trend der Zeit erkannt und präsentiert sich wieder Up To Date, so zeigt RIM (Blackberry) ein Tablet und auch Motorola wird auf dem Tablet-Markt aktiv und stellt ferner hochmoderne Hightech-Handys aus. Da wir gerade „High Tech“ erwähnt haben: Das Motto, möglichst viel Technik in ein Mobilphone zu packen, hat sich LG auf die Fahnen geschrieben. Zuletzt durch immense Gewinneinbrüche gebeutelt, ziehen sich die Koreaner mit innovativen Produkten aus der Krise. Tablet kann fast jeder – so ist das kein Alleinstellungsmerkmal. Das weiß man bei LG, daher zeigt man das erste serienreife 3D Mobiltelefon mit 3D Aufnahme- und Wiedergabefunktion, letztere interessanterweise ohne Brille zu nutzen. Für die Aufnahmen ist ein Dual Lens System mit 2 x 5 MP zuständig. Mit der „Nova“ Displaytechnologie führt LG beim Optimus Black zudem ein sehr energieeffizientes Display mit Topwerten für Helligkeit und Kontrast ein. Noch etwas ist auffällig – Der Siegeszug der Androiden ist nicht aufzuhalten. Das App-Angebot im Android Market wächst rasant, und ständig werden neue, leistungsfähigere Versionen der Plattform gezeigt. Auf Version 2.2 Froyo folgt Version 2.3 Gingerbread, und auch 3.0 ist schon im Anmarsch 
(Honeycomb). Dass Touchscreen-Handys im Trend liegen, für Business-User in Verbindung mit eienr ausziehbaren Tastatur, ist nichts Neues – konventionelle Phones sieht man kaum noch. Dafür nimmt das Handy auch seinen Platz als Medienlieferant – akustisch auch gern in Multichannel - verstärkt ein. So gab es bei Dolby eine Präsentation mit einem Onkyo AV Receiver und einem B&W Soundsystem – Zuspieler war ein Nokia N8 mit HDMI Ausgang. 

Die einzelnen Hersteller

Anydata

Ein Hightech-Tablet, das unter Android 2.3 läuft, konnte von uns in Augenschein genommen werden. Mit 7 Zoll Screen ausgestattet, fällt es recht kompakt aus. Als „Herzstück“ fungiert ein Qualcomm 1,2 GHz Dual Core Prozessor. 

Dell

Dell zeigte ein Win7 Phone basiertes Smartphone namens „Venue Pro“. Mit 5 Mp Kamera sowie HD-Video-Funktion ausgestattet, werden Standardfeatures höherwertiger Smartphones offeriert. Auch ein GPS-Empfänger ist eingebaut. Der Speicher fasst 8 GB, 1 GB ROM und 521 MB RAM sind ebenfalls an Bord. Der Screen misst 4,1 Zoll, der Prozessor schafft die für Win7 Phone notwendigen 1 GHz Taktfrequenz. Die maximale Gesprächszeit soll 420 Minuten betragen. 

Hanvon

Der in Deutschland weitgehend unbekannte Hersteller brachte ein Tablet namens HPad A116 mit nach Barcelona. Das recht schlanke (10,8 mm Dicke) Gerät verfügt über einen 1 GHz Prozessor, einen 3300 mAh Akku sowie über ein 7 Zoll Display mit 1024 x 600 Pixel Auflösung. Eingebaut sind eine 5 MP Kamera für Aufnahmen sowie eine 1,3 MP Zweitkamera für Videotelefonie. Es werden MicroSD Karten bis 32 GB unterstützt. Das Gerät läuft unter Android 2.2 und 2.3.

HTC

Flyer

Auch HTC steigt mit dem Flyer in den Tablet Markt ein. Das Gerät mit HTC Sense als Benutzeroberfläche begeistert durch optische sowie haptische Hochwertigkeit mit Aluminium Unibody Gehäuse und HTC Watch als HD Video Streaming-Dienst. Zudem gibt es OnLiveGaming als Cloud-basierter Gaming Service. Skype Video Chat ist auch eingebaut, daher spricht HTC davon, als erster Anbieter ein komplettes Ökosystem an Services für die berufliche und private Nutzung zu offerieren. Das Gewicht liegt bei 415 Gramm, die Abmessungen betragen 195 x 122 x 13,2 mm. Als Betriebssystem-Basis dient Android. Der interne Speicher ist 32 GB groß, MicroSD Karten mit bis zu 32 GB werden zusätzlich noch unterstützt. HSPA+ mit Downloads bis zu 14,4 Mbps Download und 5,76 Mbps Uload ist auch mit dabei. Eine 1,3 MP Frontkamera und eine 5 MP Back-Cam erweitern die Ausstattung ebenso wie WLAN-n. Der Akku ist groß ausgelegt (4000 mAh). Mittels HTC Scribe kann man mittels digitalem Stift gezeichnet werden, auch ist es möglich, Notizen anzufertigen – man kann sogar auf Websiten schreiben. Das Flyer wird in der Mitte des 2. Quartals 2011 erhältlich sein und 699 EUR kosten. Zum Verkaufsstark gibt es Android 2.4, frühestmöglich wird ein Update auf 3.0 bereitgestellt. 

Neu sind auf dem MWC auch die Smartphones HTC Desire S, Wildfire S (beide mit Android 2.4) und Incredible S (Android 2.2). Alle Geräte laufen mit HTC Sense. Das Desire S (489 EUR, ab März) kommt mit Aluminium Unibody-Gehäuse, 1 GHz Snapdragon Prozessor und dualen Kameras mit 5 MP. Das 3,7 Zoll Display arbeitet mit SLC-Technologie. Integriert sind HSDPA/HSUPA + sowie WLAN-n. Der Akku liefert 1450 mAh Kapazität. Skype für Videotelefonie ist auch mit an Bord.

Das Wildfire S (ab Q2, 279 EUR) ist in mehreren Farben lieferbar und hat ein 3,2 Zoll Display sowie einen 3,2 Zoll Touchscreen. Die Kamera bringt 5 MP Auflösung. Das Incredible S (Q2, 539 EUR) hat neben einen extravaganten Design einen 10,2 cm Bildschirm und einen 1 GHz Prozessor. Integriert ist auch eine 8 MP Kamera mit doppeltem LED Blitz. Mittels DLNA können HD Videos direkt auf ein TV-Gerät übertragen werden. 

HTC hielt für die Besucher weiter das neue ChaCha mit Bluetooth 3.0 bereit, das eine markante Form mit speziellem Knick als optischen Gimmick bereithält. Der Touchscreen misst 6,6 cm und löst in 480 x 320 Pixeln auf. Unter dem Screen gibt es eine QWERTZ Tastatur. An Kameras gibt es eine 5 MP Kamera mit LED Blitz hinten und eine vorn mit VGA Auflösung. Der Qualcomm Prozessor ist mit 600 MHz getaktet, MicroSD Karten bis 32 GB werden unterstützt. Als Betriebssystem fungiert Android 2.4 , auf das HTC Sense mit schicker Grafik und hoher Benutzerfreundlichkeit gelegt wurde. Schwerpunkt von Sense ist auch die Integration von Facebook. WLAN-n wird unterstützt, als Arbeitsspeicher stehen 512 MB zur Disposition. Der 1250 mAh Akku steht für gute Ausdauer. Mitte des 2. Quartals 2011 soll das ChaCha für 319 EUR erhältlich sein. Man bleibt Latein-/Südamerika bei der Namensgebung treu, die 2. Neuheit hört auf den Namen „Salsa“ und kommt mit Aluminium-Unibody-Gehäuse. Kennzeichen sind ein 3,4 Zoll Display mit 480 x 320 Pixeln Auflösung sowie 5 MP Kamera, 600 MHz Prozessor, MicroSD Erweiterung bis 32 GB, 512 MB Arbeitsspeicher und 1300 mAh Akku. Auch Bluetooth 3.0 ist mit dabei. Für 389 EUR kommt das Handy in der Mitte des 2. Quartals 2011 auf den Markt. Beide Neuheiten verfügen über HSPA+ . 

Huawei

Huawei präsentierte auch Smartphones und nicht nur die bereits bestens bekannten Mobile Wireless-Solutions. Das Ideos X5 läuft unter Android 2.2, kann Videos in 720p aufzeichnen und hat einen 3,8 Zoll Touchscreen. WiFi-n ist ebenso vorhanden wie eine Kamera mit 5 MP. Gezeigt wurde auch ein Prototyp des Ideos X3. Das Android 2.3 Smartphone kommt im März in Japan auf den Markt. Es ist mit 3,2 Zoll Display ausgestattet und 11,2 mm dünn.

Für bestmögliche Internet-Flexibilität gibt es einen Adobe Flash Player. Weiteres Modell ist das U8500, das unter Andoid 2.1 läuft und mit 3,2 MP Kamera ausgestattet ist. Auch hier sorgt WLAN-n für eine schnelle Netzwerkeinbindung. Das U8300 ist besonders kompakt, daher muss hier ein 2,6 Zoll Display ausreichen. Auch bei diesem Modell dient Android 2.1 als Betriebssystem. Die Kamera bietet 3,2 MP. Als Mobile WiFi-Tool wurde das E587 42 M gezeigt – Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 42 Mbps werden unterstützt. Für Uploads stehen maximal 5,76 Mbps zur Verfügung. 


Auch im Tablet/Pad-Markt möchte man Fuß fassen und brachte das Ideos S7 Slim mit nach Spanien, das unter Android 2.2 Froyo läuft. Der 7 Zoll Screen bietet 800 x 480 Pixel Auflösung. Es ist als 3G plus WLAN (inklusive n Standarf) Tablet ausgelegt. In England soll das Pad 350 bis 400 Pfund kosten. 

LG

 

Optimus 3D - Video

Klares Highlight bei LG war das Optimus 3D. Um die für die 3D-Funktionalität hoch liegende Rechenleistung prozessorseitig zur Verfügung zu stellen, wurde ein Texas Instruments OMAP4430 Cortex-A9 Dual Core 2 x 1 GHz Prozessor verbaut. Dual Channel, dual Memory ist für enorm hohe Datentransferraten zuständig. Das Optimus 3D kann in 720p in 2D und in 3D aufzeichnen – dank des Doppellinsensystems (2 x 5 MP). 2D-Content kann sogar in 1080p aufgenommen und wiedergegeben werden. Für die Darstellung der Inhalte sorgt das 4,3 Zoll messende IPS-Display, geeignet für Glass-free 3D. Integriert ist auch ein Auto Sync mit 3D TVs durch HDMI 1.4 und DLNA. 

Key Facts:
• 1 GHz Dual-Core Dual-Channel CPU (Texas Instruments OMAP4)
• 4.3-Zoll 3D WVGA Display mit 800 x 480 Pixeln Auflösung
• 8GB Speicher und 4GB LP DDR2
• 1,500 mAh Batterie
• 5MP Doppellinsen-Kamera
• 2D: 1080p MPEG-4/H.264 Aufnahme und Wiedergabe
• 3D: 720p H.264 SEI Aufnahme und Wiedergabe
• HSPA+, DLNA/HDMI 1.4
• Formate: H.264, H.263, DivX, MKV, WMV-9, ASF, AVI, 3GP, MP4

Nächster Schlager: Das LG Revolution läutet als erstes 4G LTE-Smartphone der Welt in Amerika eine neue Ära des Mobilfunks ein.

LG Optimus Pad am LG-Stand

LG Optimus Pad am Nvidia-Stand

 

Optimus Pad - Video

Auch auf dem Tablet/Pad-Markt gibt LG Vollgas. Das Optimus Pad mit 1280 x 768 Pixeln Auflösung im 8,9 Zoll Format. Das Pad soll unter Android 3.0 Honeycomb laufen und mit 32 GB Speicher aufwarten können. Als CPU ist die enorm leistungsfähige Nvidia Tegra 2 (T20) Cortex A9 Dual Core Engine mit dabei. Das Optimus Pad verfügt über eine 3D Stereoscopic Kamera mit 2 x 5 MP, auf der Vorderseite ist noch eine Single Lens 2 MP Kamera verbaut. Full HD Recording und Playback (1080p) ist möglich. Auch 3D HD Recording gehört zu den innovativen Features des Optimus Pad. Kaum noch der Erwähnung bedarf es, dass natürlich aus HSDPA und WLAN-n an Bord sind. Das Optimus Pad wiegt 630 Gramm und misst 243 x 149,2 x 12,8 mm (H x B x T). 


Mit dem besonders hellen NOVA Display (Indoor 50 % Energieersparnis laut LG) setzt das Optimus Black Akzente. An der dicksten Stelle misst es lediglich 9,2 mm an den Seiten stehen 6 mm an. Weitere Features: Wi-Fi Direct und eine 2 MP Zweitkamera sowie ein 5 MP Erstkamera. 


Mit Dual Core Prozessoreinheit steht das Optimus 2x in den Startlöchern, das 139 Gramm wiegt und 123,9 x 63,2 x 10,9 mm misst. Das Display misst 4 Zoll. 

Motorola

Atrix

Gleam geschlossen

Gleam Offen

Im Brennpunkt steht hier das Atrix genannte Power-Smartphone, das dank 2 Prozessorkernen schnell agiert. Weitere Merkmale sind das qHD-Display und ein voll funktionsfähiger Webbrowser, der auch einen Adobe Flash Player beinhaltet. Computer-ähnliche Leistung soll die neue „Webtop Application“ ermöglichen. Auch ausgestellt wurde das Motorola Pro mit 1 GHz Prozessor und QWERTY-Tastatur. Für erweiterte Möglichkeiten sorgt der Adobe Flash Player 10. Als klassisches Clamshell-Handy war das Gleam zu bewundern. 13,9 mm dünn, kommt das gerade beim weiblichen Geschlecht bestimmt gut ankommende Gerät mit eingebautem Radio und Mediaplayer. Motorola steigt mit dem Xoom auch ins Tablet-Business ein. Das Gerät, das unter Android 3.0 läuft, war schon auf der CES in Las Vegas im Januar zu bestaunen. Für Rechenpower sorgt ein Nvidia Tegra Dual Core Prozessor. Das Dispay misst 10,1 Zoll. Dank der Flash 10.1 Unterstützung ist bestmögliche Internet-Flexibilität garantiert. 

 

Motorola Xoom

RIM

 

Video: PlayBook

PlayBook

RIM/Blackberry zeigt mit dem schon auf der CES (als reine WiFi-Variante) präsentierten „PlayBook“ ein 7 Zoll Tablet mit 1024 x 600 Pixel-Display, das nach neuesten Plänen nun auch HSPA+ sowie LTE unterstützten soll und nicht nur als reines WiFi Tab fungiert. Als Prozessor für das PlayBook wird ein Cortex A9 Dualcore CPU verwendet. Bluetooth-technisch belässt man es unverständlicherweise beim Standard 2.1. Das Gerät ist mit 16, 32 oder 64 GB Speicher zu erwerben – hier orientiert man sich offensichtlich am Konkurrenten Apple. Eine Erweiterung mit Speicherkarten ist nicht vorgesehen, auch das ist nicht verständlich. WLAN-n ist an Bord. Das Gewicht liegt bei 400 Gramm (WiFi Version) und es ist 194 mm hoch und 10 mm dünn. Als Betriebssystem fungiert das hauseigene „Blackberry Tablet OS“. 

Samsung

Im Fokus - das Highend Smartphone Galaxy S II

Galaxy S II

Nexus S

Das bereits auf der CES gezeigte Samsung Nexus S, weltweit erstes Gingerbread-Mobiltelefon, war in Barcelona ebenfalls vertreten. Für erfreuliche Blick-Momente sorgt das SUPER CLEAR LC Display. Für volle Internetfunktionalität sorgt der eingebaute Flashplayer. Besonders zu erwähnen bei Samsung ist das neue Galaxy S II mit einem der besten Handydisplays, die wir je gesehen haben: Das 4,3 Zoll messende SUPER AMOLED PLUS Display besticht durch enorme Farbtreue und Brillanz. Für maximale Rechenpower ist ein Dual Core Prozessor mit an Bord. HSDPA+ ist für extrem schnelle (bis zu 21 Mbps) Downloads zuständig. Dabei ist auch 5 GHZ WiFi. Kennzeichen sind des Weiteren die vier Hubs (Social Hub, Readers Hub, Music Hub, Game Hub), die alle Möglichkeiten beliebter Abwendungsgebiete sinnvoll bündeln. Das Galaxy S II ist nur 116 Gramm schwer und 8,49 mm dick. Um die immense Leistung auch nutzen zu können, spendierte Samsung dem Aushängeschild einen starken 1650 mAh Akku. Als großer Bruder des beliebten Galaxy Tab (dessen UVP wurde von Samsung auf 599 EUR gesenkt) kommt das Samsung Galaxy Tab 10.1 mit großem 10,1 Zoll Display. Das kleinere Galaxy Tab ist zudem auch für 499 EUR (UVP) in einer reinen WiFi-Version erhältlich. 

 

Nexus S

 

Galaxy S II

Sony Ericsson

Xperia Neo

Xperia Play geschlossen

Xperia Play offen

 

Video: Xperia Play

 

Video: Xperia Pro

 

Video: Xperia arc

Auf dem Mobile World Congress hat Sony Ericsson drei neue Smartphones vorgestellt, die auf Android 2.3 basieren. Das Highlight ist sicher das lang erwartete Spielehandy Xperia PLAY, das unter seinem aufschiebbaren 4-Zoll-Touchscreen (854 x 480 Pixel) ein Gamepad verbirgt, das an die Controller der Playstation erinnert. Anstelle der bewährten Analogsticks wurde bei dem Smartphone allerdings ein ovales Touchpad integriert, das mit beiden Daumen bedient werden kann. Dank des schnellen Prozessors mit 1 GHz Taktfrequenz werden auch grafisch anspruchsvolle 3D-Spiele flüssig dargestellt. Die auf dem MWC gezeigten, noch nicht ganz serienreifen Prototypen begeisterten zwar schon mit reich detaillierter Grafik, es kam aber noch zu sichtbarem Ruckeln.

Weitere Ausstattungsmerkmale des Xperia PLAY sind unter anderem noch eine rückwärtige 5,1 Megapixel-Kamera mit Autofokus und Bildstabilisator, ein Mediaplayer mit Coveranzeige, Bluetooth, die DLNA-Zertifizierung, Internetzugang über WLAN und die Möglichkeit den internen 400 MB-Speicher durch microSD-Karten um bis zu 32 GB zu erweitern. Das Xperia PLAY wird im Laufe des ersten Quartals 2011 in den Farben Schwarz und Weiß zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 649 Euro erhältlich sein.

Mit der First10 Aktion haben Sony Ericsson Fans zudem die Chance,das Xperia PLAY vor offizieller Markteinführung zu gewinnen. Unter dem Motto „Was würdest Du tun“ können Fans vom 13. Februar bis 16. März auf der Sony Ericsson Facebook-Seite und direkt auf der Sony Ericsson-Website Fotos und Videos hochladen. Die 10 Fans mit den kreativsten, lustigsten oder überzeugendsten Ideen erhalten ein Xperia PLAY.

Die zwei neuen Modelle Xperia neo und Xperia pro sind weitestgehend baugleich ausgestattet. So wurde hier ein hochwertiger Bildsensor „Exmor R“ verbaut, der auch unter schwierigen Lichtverhältnissen für scharfe Bilder und Videos von der 8,1 Megapixel-Kamera (mit LED-Blitz, Bildstabilisator, Geotagging und Autofokus) sorgt. Diese können über den 3,7 Zoll messende Multitouchscreen betrachtet werden oder über den integrierten HDMI-Anschluß auch direkt an einen TV übertragen werden. Ebenfalls baugleich ist der 1 GHz Snapdragon-Prozessor und der 320 MB große, interne Speicher. Für dessen Erweiterung ist im Lieferumfang bereits eine 8 GB große microSD-Karte enthalten und über separat erhältliche Speicherkarten sind bis zu 32 GB möglich.

Der Unterschied der beiden Geräte liegt in der vollwertigen, aufschiebbaren QWERTZ-Tastatur des Xperia pro. Damit und mit bereits vorinstallierten Widgets, die mit einem einzigen Fingertippen die Schreibfunktion öffnen, richtet es sich explizit an Vielschreiber.

Das Xperia neo ist im Laufe des ersten Quartals 2011 in den Farben Blauschwarz, Dunkelrot und Silber für 479 Euro (UVP) erhältlich. Etwas später, nämlich im Laufe des zweiten Quartals 2011 wird das Xperia pro in den Farben Schwarz, Rot und Silber zu einem Preis von 499 Euro (UVP) im Handel erscheinen.

ViewSonic

ViewPad 4

ViewSonic zeigten eine ganze Reihe sehr interessanter Pads/Tablets. Beginnen wir mit dem kompakten ViewPad 4 mit 4,1 Zoll Display. Es läuft unter Android 2.4 mit Flash 10.1 Support und weist eine Displayauflösung von 800 x 480 Pixeln auf. Die 5 MP Kamera kann auch in 720p aufnehmen. Freude der Videoetelefonie finden noch eine Frontkamera in VGA-Auflösung. Für beste Konnektivität sorgt der MiniHDMI-Ausgang. An Speicher gibt es 512 MB RAM, zudem werden SD-Karten bis 32 GB eingelesen. Das Pad wiegt schlanke 143 Gramm. 

Im 7 Zoll Format kommt das ViewPad 7, das unter Android 2.2 Froyo an den Start geht und die identische Auflösung wie das ViewPad 4 aufweist. Die Rearcam bietet 3 MP, die Frontkamera VGA-Auflösung. Bei diesem Modell gibt es keinen HDMI-, sondern einen MiniUSB-Ausgang. Die leistungsstarke Batterie soll eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden sicherstellen. 

Das ViewPad 10 ist sehr innovativ und verbindet die flexiblen Möglichkeiten zweiter unterschiedlicher Plattformen miteinander: Entweder Windows 7 oder Google Android sind möglich (Dual Booting). Der Screen schafft 1024 x 600 Pixel (mit LED-Backlight). Der eingebaute Intel Atom Prozessor bietet 1,66 GHz Taktfrequenz, eingebaut ist ein schneller 16 GB SSD Speicher. 2 GB DDR3 RAM Arbeitsspeicher machen das ViewPad 10 zum Formel 1 Racer unter den Tablets. 

Das ViewPad 10 Pro, das auf ein Gewicht von 800 Gramm kommt, verfügt über einen Intel Oak Trail Z670 1,5 GHz Prozessor und über 2 GB DDR2 Arbeitsspeicher. Es gibt dieses Pad auch als 3G Modell. Das Gerät kann dank Dual Booting unter Win7 oder unter Android 2.2 betrieben werden. MicroSD Karten bis 32 GB werden entgegen genommen. Intern sind nochmals 32 GB vorhanden. Das ViewPad 10 Pro verfügt über eine 1,3 MP Frontkamera. 

Die Produktfamilie wird vom ViewPad 10s (wie das ViewPad 10 sowie das ViewPad 10 Pro) mit 10 Zoll Display) vervollständigt. Schwerpunkte liegen hier im Mobile Entertainment/Mobile Gaming. Ein Nvidia Tegra 2 Prozessor sorgt für den Background. Die Auflösung des LED Backlit Displays beträgt 1024 x 600 Pixel. HDMI und USB werden anschlussseitig unterstützt. Flash 10.1 wird ebenfalls supportet.

Fazit

Der Mobile World Congress hat auch interessante „echte“ Premieren geboten - denn manches war zwar neu für Europa, der versierte und interessierte Mobile-Fan kannte die Geräte aber schon von der CES. Tablet, Highspeed-CPUs und große Displays auch fürs Handy sind stark im Kommen, daher freuen wir uns schon jetzt auf die ersten Testsamples

Text: Carsten Rampacher
Bilder und Videos: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Datum: 15.02.2011