TEST: Hama AS-63 – kompakte Aktivlautsprecher im Aluminiumgehäuse 

02.05.2011 (cr)

Einführung

Für Marktpreise um die 30 EUR erhält der geneigte Kunde das kompakte Hama Aktivlautsprechersystem AS-63. Mittels 3,5 mm Stereoklinkenkabel finden nahezu alle mobilen Geräte schnellen Anschluss. Erfreulich - ein solches Kabel hat Hama dem AS-63 gleich mit in den Lieferumfang gegeben. Das mit Aluminium-Gehäuse versehene Mini-Soundsystem kann wahlweise mittels Netzteil oder mittels vier AA-Batterieb betrieben werden. Die Lautsprecher sind für den Transport einfach ins Gehäuse zu schieben – kompakter geht es kaum noch. 

Verarbeitung/Leistung

Unterseite

Bedienelemente

Lautsprecher

Batteriefach

Sehr gut gefällt uns das edel anmutende Alugehäuse, auch die kleinen Breitbandchassis sind gut nahtlos eingepasst. Weniger überzeugt hat uns der labil erscheinende, zu leichtgängige und kaum Feedback gebende Lautstärkeregler. Die drei Knöpfe für die Inbetriebnahme, den Bass-Expander und die 3D-Funktion rasten gut ein. Unter dem Gehäuse befinden sich sogar kleine Gumminoppen, damit das AS-63 gut steht und die Oberfläche des Schreibtischs nicht verkratzt. Mit einer RMS-Leistung von 2 1 1200 mW reichen die Reserven des AS-63 für den mobilen Einsatz, z.B. zur Nutzung am Flughafen oder im Hotelzimmer, aus. Das 390 Gramm (ohne Batterien) wiegende Soundsystem ist 24,5 breit, 7 cm hoch und 7,5 cm tief. Gesamtnote: Gut.

Klang

Lautstärkeregler

Durchaus brauchbarer Klang

Das AS-63 eignet sich durch die Möglichkeit, auch Batterien einzulegen, sehr gut für den mobilen Einsatz. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen kann man die akustische Leistung als absolut angemessen bezeichnen. Zu loben ist, dass die 3D-Funktion wirklich Anflüge von Räumlichkeit erzeugt. Hier hätten wir nur ein mittenbetontes, halliges Einerlei erwartet. Doch der Hall nimmt zwar leicht zu, aber nicht störend, und die Klarheit steigt sogar und wird nicht eingedämmt. Der Bassverstärker sollte unserer Meinung nach aktiviert werden, weil das AS-63 dann deutlich fundierter und nachdrücklicher wiedergibt. Klar dürfte jedem sein, dass Ausflüge in wirklich tiefe Frequenzbereiche nicht möglich sind, denn dazu reichen weder Verstärkerleistung noch Gehäusevolumen aus. Die Dynamik ist ordentlich, bei „Tell me why“ von Prezioso featuring Marvin wurde der Beat mit Schwung wiedergegeben, der Bassbereich war durchaus vorhanden, klang allerdings etwas hölzern. Bei „Wonderful Life“ von Hurts ist sogar die Trennung von Stimmen und Instrumenten prima. Bei der Feindynamik kann – das ist bei einem solchen Gerät aber hinsichtlich der konstruktiven Rahmenbedingungen absolut verständlich – nicht mehr als ein ausreichendes Ergebnis erzielt werden. Bei „I wish i had an Angel“ von Nightwish kommt der Bass unten herum kaum zur Geltung, zudem sind teilweise die Dynamikunterschiede nicht ganz realistisch. Die E-Gitarre aber kommt überraschend fetzig zum Hörer, und auch die Stimme klingt brauchbar. Bei „We are the People“ von Empire oft the Sun fehlt es unten herum an Fundament, die Stimmen aber sind gut abgebildet und lösen sich sogar in Ansätzen vom kleinen Soundsystem. Gesamtnote: Gut. 

Fazit

Geschlossener Zustand

Das Hama AS-63 sieht attraktiv aus, ist praktisch durch die kompakten Abmessungen und die Möglichkeit zu Netz- und Batteriebetrieb. Der Klang ist ordentlich, die grundsätzliche Verarbeitung wirkt solide. Da auch der Preis stimmt, kann man die kleine aktive „Soundbar“ durchaus empfehlen. 

Kompakter Aktivlautsprecher mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten

Aktivlautsprecher Einsteigerklasse
Test 02. Mai 2011

Test: Carsten Rampacher
Datum: 02. Mai 2011