VERGLEICHSTEST: Sechs aktive Subwoofer von 500 bis 1000 EUR 

17.11.2009 (phk/cr)

Einführung

Zu jeder richtigen Heimkino-Mehrkanal-Anlage gehört als wichtiger Bestandteil auch ein aktiver Subwoofer (Subwoofer mit eingebauter Endstufe), der für die Wiedergabe der tiefen Frequenzen zuständig ist. Gerade für den vollkommenen Filmgenuss ist der Einsatz eines separaten Basslautsprechers sehr zu empfehlen. Doch welcher Bassist kommt seiner Aufgabe am besten nach? Welcher eignet sich besonders gut für Filmton, welcher für Musik, und welcher gibt in beiden Disziplinen eine gute Figur ab? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir uns sechs beliebte aktive Subwoofer in einer Preisspanne zwischen 500 und 1000 EUR in den Testraum geholt, um ausführliche Vergleiche anzustellen.

Die Kandidaten

Teufel L5200SW, 495 EUR

Quadral Sub 88 DV Aktiv, 499 EUR (Marktpreis)

Canton AS-225SC, 600 EUR (Marktpreis)



Klipsch RW-12D, 600 EUR (Marktpreis)

MB Quart Alexxis SW-12, 900 EUR (Marktpreis)

Yamaha Soavo-900SW, 1000 EUR (Marktpreis)

Technische Daten

B.A.S.S.-Schaltung beim Yamaha

Yamaha-Fernbedienung

Teufel-Fernbedienung

Klipsch-Display

Teil 1:

Modell

Teufel

Quadral

Canton

Leistung

300 Watt (Sinus)
500 Watt (Musik)
150 Watt (Sinus)
220 Watt
(Musik)
100 Watt (Sinus)
200 Watt (Musik)

Chassis

300 mm 250 mm 260 mm

Prinzip

Bassreflex
Frontfire
Bassreflex
Downfire
Bassreflex
Downfire

Übertragungs-
bereich

35-200 Hz
(- 3 dB)
22-150 Hz 22 bis 200 Hz

Phasenregler

ja (FB) ja ja

Pegelregler

ja (FB) ja ja

Regelbare
Übernahme
Frequenz

ja  ja (0/180 Grad) ja

Automatik-
Modus

nein ja ja (2 Stufen)

Hochpegel-
Eingänge

nein ja ja

Cinch-Eingänge

L/R (2) L/R (2) L/R (2)

Cinch-Ausgänge

nein nein L/R (2)

Fernbedienung

ja nein nein

Weitere
Ausstattungs-
merkmale

  • Teufel 
    DPU Reflexsystem
    für Verhinderung
    von Strömungs-
    geräuschen
  • energie-
    optimierter
    Verstärker für geringsten
    Strom-
    verbrauch
  • Tieftöner
    mit
    Doppel-
    magneten
  • Subsonic-
    Schutz
  • SC-
    Technologie
  • Raumanpassung
    (Normal/Narrow)

Abmessungen
BxHxT

36x62x44 cm 31,9x39,5x40 cm 29,5x43,5x49,5 cm

Gewicht

32,60 kg 14,8 kg 17 kg

Lieferbare 
Farben

kombiniert
schwarz
silbern
weiß
schwarz
creme
alle hochglanz
schwarz
weiß
silbern

Fazit und Note

Hohe Belastungswerte,
üppig dimensioniert, Fernbedienung, sparsame Anschlussbestückung
Ausgezeichnet
Gut ausgestattet,
energieoptimiert,
normale Leistungsdaten
Sehr gut - ausgezeichnet
Top-Ausstattung, normale Leistungsdaten, 
Sehr gut - ausgezeichnet

Teil 2:

Modell

Klipsch

MB Quart

Yamaha

Leistung

350 Watt (Sinus)
825 Watt (Musik)
300 Watt (Sinus)
650 Watt (Musik)
600 Watt (Musikleistung)

Chassis

300 mm 300 mm 250 mm

Prinzip

Bassreflex
Frontfire
geschlossen
Downfire
Bassreflex
Frontfire

Übertragungs-
bereich

24 - 120 Hz 18 - 110 Hz 18 Hz -160 Hz

Phasenregler

ja (über DCS) ja ja

Pegelregler

ja (über DCS) ja ja

Regelbare
Übernahme
Frequenz

ja (über DCS) ja ja

Automatik-
Modus

nein ja ja

Hochpegel-
Eingänge

ja ja ja

Cinch-Eingänge

L/R (2) L/R (2) Normal (2)
LFE (2)

Cinch-Ausgänge

nein nein nein

Fernbedienung

nein nein ja

Weitere
Ausstattungs-
merkmale

  • Bash-Endstufe
  • Multi-
    funktionales
    Display DCS Digital User Interface
  • Drei EQ-Modi
    (Flat, Depth,
    Punch)
  • Drei User-
    Presets
    (Music, Movie,
    Night)
  • Crossover-
    Funktion
    abschaltbar
  • Bash-
    Endstufe
  • 3 Betriebsarten
    (B.A.S.S.-Modi)
  • 3 Presets
  • Advanced Y.S.T
    "Yamaha Active
    Servo Technologie"
    für beste Bassqualitität
    bei kompaktem Gehäuse

Abmessungen
BxHxT

37,1x48,8x53,3 cm 38x44x45,5 cm 41x45,7x46,2 cm

Gewicht

22,2 kg 18,5 kg 32 kg

Lieferbare 
Farben

schwarz Korpus schwarz
Platte auf Sub
lieferbar in:

Kirsch Furnier
Ahorn Furnier
Silber
Schwarz hochglanz
Weiß
hochglanz

birke
braun
dunkelbraun
schwarz

Fazit und Note

Reichhaltige 
Ausstattung, kraftvolle Endstufe, niedriger Marktpreis
Ausgezeichnet - hervorragend. 
Recht kostspielig, normale Ausstattung, Bash-Endstufe.
Sehr gut
Ausgezeichnete
Ausstattung, üppige Leistung, Bassprogramme
Ausgezeichnet
Geräterückseiten

Teufel L5200SW

Quadral Sub 88 DV

Canton AS-225SC

Klipsch RW-12D

MB Quart Alexxis SW-12

Yamaha Soavo-900SW

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung gibt es große Unterschiede - widmen wir uns zunächst der äußeren Verarbeitung.

Teufel

 

Für knappe 500 EUR liefert der Teufel L5200SW eine reife Leistung ab: Die verwendeten Materialien erscheinen hochwertig, das enorme Gewicht weckt Vertrauen. Elegantes Detail: Der rot leuchtende Teufel-Schriftzug. 

Quadral

Auch der Sub 88 DV von Quadral ist sauber verarbeitet, die Oberflächenqualität ist sehr gut, die Passungen ebenfalls.

Canton

Bestnoten kassiert der AS-225SC von Canton. Die hochwertigen Standfüße, die exzellente Oberflächenqualität und die perfekt gearbeiteten Kanten sorgen für Freude.

Klipsch

Der RW-12D ist keine Schönheit, wirkt aber mit seinen klaren Linien und dem robusten Finish vertrauenserweckend - ein "ganzer Kerl".

MB Quart

Hochwertige Materialien prägen den MB Quart Subwoofer von außen. Die dicke Holzplatte oben auf dem Gerät erhöht den Eindruck von Hochwertigkeit

Yamaha

Auch der Soavo-Subwoofer glänzt mit hoher Fertigungsgüte - die komplexe, schicke Gehäuseform wurde verarbeitungstechnisch hervorragend umgesetzt.

Noten Verarbeitung außen:

  • Teufel L5200SW: Hervorragend.

  • Quadral SUB 88 DV: Ausgezeichnet - hervorragend

  • Canton AS-225SC: Hervorragend - perfekt

  • Klipsch RW-12D: Ausgezeichnet

  • MB Quart Alexxis SW-12: Ausgezeichnet - hervorragend

  • Yamaha Soavo-900 SW: Hervorragend. 

Verarbeitung innen:

Teufel:

Dicker Ringkerntrafo beim Teufel - sehr nobel für die Preisklasse

Teufel - Platinenlayout

Quadral

Die Elektronik-/Endstufeneinheit hinterlässt bezüglich der Verarbeitung und Materialgüte einen guten, aber keinen exzellenten Eindruck

Innenleben - preisklassengerecht aufbereitet

Canton

Perfektes, übersichtliches Layout - mehr muss man nicht sagen

Sorgfältige Auskleidung mit Dämmwolle

Klipsch

Übersichtliches Endstufenlayout mit tadelloser Verkabelung

Klipsch-Woofer von Innen

MB Quart

Endstufe/Elektronik: Mit Schirmung und einem sehr unspektakulären Aufbau, typisch für digitale Endstufen

Keine Torwand für Fußball-Newbies - hinter diesem Konstrukt sitzt der Basstreiber

Yamaha

Digitale Endstufe mit ordentlichem Aufbau

Sorgfältige Einpassung des Bassreflexrohrs

Noten Verarbeitung innen:

  • Teufel L5200SW: Ausgezeichnet - hervorragend.

  • Quadral SUB 88 DV: Gut - sehr gut. 

  • Canton AS-225SC: Hervorragend - perfekt

  • Klipsch RW-12D: Ausgezeichnet

  • MB Quart Alexxis SW-12: Sehr gut - ausgezeichnet

  • Yamaha Soavo-900 SW: Sehr gut - ausgezeichnet. 

Testequipment

Zuspielung

Liefern die aktiven Subwoofer die Voraussetzungen für großes Kino?

Testbedingungen
  • Identisch eingepegelt
  • Alle Testkandidaten stehen für den Test an der identischen, eigens dafür markierten Position im Raum
  • Identisches LFE-Kabel
  • Akustisch optimierter Raum mit Wallpanels, Deckensegel, Cornerblöcken
Test-Blu-rays
  • Batman - The Dark Knight, Dolby TrueHD

  • Stirb Langsam 4.0, DTS-HD Master Audio

  • Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, Dolby TrueHD

  • Celine Dion - A New Day, Dolby True HD

  • Tiesto - Elements of Live, Copenhagen, DTS-HD Master Audio

  • Andrea Bocelli, Vivere - Live in Tuscany, PCM 5.1

Klang

Was können unsere Kandidaten in den Hörtests?

The Dark Knight, Filmbeginn:

  • Teufel: Der preiswerteste Subwoofer im Testfeld stellt sich einer sehr schwierigen Filmsequenz. Und er schlägt sich wacker, der Tiefgang ist ordentlich, die Präzision sogar sehr gut. Das tadellose Volumen und die ausgezeichnete Erfassung subtiler Bassgebilde sorgen für Freude.
  • Quadral: Die kleinen Gehäuseabmessungen fordern ihr Tribut – der erste Bassschlag des Films ist etwas zu viel für den kleinen Quadral-Woofer, und auch die folgenden sehr harten Bassattacken bringen den kleinen Woofer an seine Grenzen. Der Schuss auf das Glasfenster wirkt ebenfalls zu massiv. Insgesamt wird ist der Quadral nachdrücklichem Heimkino-Hören bei diesem Film nicht gewachsen. 
  • Canton: Respekt – der kleine Canton Woofer vermittelt zwar aufgrund der kompakten Abmessungen nicht den ultimativen Tiefgang, setzt aber die kräftigen, harten Bassschläge für einen Woofer dieser Preisklasse exzellent um. Subtile Bassgebilde, die sich in Frequenzen ab 40 Hz aufhalten, werden ebenfalls sehr gut erfasst. 
  • Klipsch - EQ Einstellung „Deepth“: Kräftig und mit sehr gutem Tiefgang managt der RW-12D die schwierige Sequenz. Er agiert sehr souverän und macht vergessen, dass er lediglich 600 EUR kostet. Selbst die mangelhafte Präzision, die man US-Woofern gern nachsagt, ist hier nicht vertreten. Sicher und klar verteilt der Klipsch-Woofer die Bassanteile.
  • Yamaha - B.A.S.S. Modus auf „Film“: Auch der Yamaha schafft es nicht ganz, den ersten Bassschlag ganz ohne Durchschlagen zu managen, aber das schaffen selbst doppelt so teure Woofer kaum. Die subtilen Bassstrukturen arbeitet er sehr gut heraus. Als die Scheibe herausgesprengt wird, ermöglicht der Yamaha einen harten Bass, der aber das Gerät bis an den Anschlag belastet. Insgesamt eine gute Performance.
  • MB Quart: Bei höherem Pegel erzeugt der MB Quart Woofer nur eine wenig erfreuliche Performance - es hapert an Tiefgang, an der Präzision und zudem schlägt der Woofer sehr deutlich durch. Subtile Bassgebilde werden nicht erfasst. Für den hohen Preis muss das deutlich besser gehen. 

Wertung The Dark Knight:

1. Klipsch
2. Teufel, Canton
3. Yamaha
4. Quadral
5. MB Quart

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, Kapitel 11:

  • Teufel: Der Teufel bietet nicht ganz den Tiefgang des Klipsch, muss sich aber nur knapp geschlagen geben und landet beim Tiefgang auf Rang 2. Sehr gut gefallen Volumen und Präzision, die Pegelfestigkeit ist ausgezeichnet. Dynamisch und energiegeladen – Top-Leistung des Berliners.
  • Quadral: Bei „Indiana Jones“ gefällt der Sub 88 sehr gut, er erzeugt einen kräftigen und klaren, sehr angenehmen Bass mit prima Volumen. Die Pegelfestigkeit ist gut, die Detaillierung in diesem Filmbeispiel sogar sehr gut. Leichte Strömungsgeräusche sind auf der Sollseite zu verzeichnen. 
  • Canton: Der Canton setzt sich auch bei „Indiana Jones“ exzellent in Szene. Erstaunlich ist wiederum das große Volumen, welches der kleine Bassist aufbaut. Auch die hohe Präzision überzeugt. Die Pegelfestigkeit zeigt, dass man sich nicht auf Papierdaten verlassen kann. Obwohl beim Canton dort eher bescheidene Werte stehen, gehört er bezüglich der Pegelfestigkeit zu den ganz Großen. 
  • Klipsch: Mit ausgezeichnetem Tiefgang und viel Energie, aber auch tadelloser Impulstreue hält sich der Klipsch auch hier seine Gegner vom Hals. Souverän, unerbittlich und auch noch recht präzise – wiederum eine Bestleistung. 
  • MB Quart: Hier beweist der Alexxis Woofer durchaus Talente bezüglich des Volumens – aber nur, solange keine harten, massiven Effekte auf der Tonspur sind. Dann beginnt er, bei erhöhtem (noch nicht einmal bei sehr hohem) Pegel, wiederum durchzuschlagen.
  • Yamaha: Der Yamaha stellt kleine Bassanteile prima dar und bietet einen tadellosen Nachdruck. Er liefert hier bei Indiana Jones eine rundherum gelungene Performance ab – die digitale Endstufe bricht auch bei sehr massiven Effekten nicht ein, der Woofer schlägt auch nicht durch. Der Tiefgang setzt aber keine neuen Bestmarken. 

Wertung Indiana Jones:

1. Klipsch
2. Teufel
3. Canton
4. Yamaha
5. Quadral
6. MB Quart

Stirb Langsam 4.0, Kapitel 5

  • Teufel: Der Teufel Woofer überzeugt durch sein sehr sauberes, akkurates Spiel ohne Störgeräusche. Er erzielt ein realistisches Volumen und einen prima Tiefgang, nur ganz weit unten stellt er die Bassanteile nicht mehr dar. Bei der Explosion des Feuerlöschers fehlt es minimal an Fundament unten herum, dafür ist der Rest der Explosion im Bassbereich sehr gut gestaffelt.
  • Quadral: Bei Stirb Langsam trumpft der Quadral groß auf und erzielt sowohl bei Nachdruck als auch bei Volumen sehr gute Leistungen. Er schlägt kaum durch und sorgt für einen klaren, gefestigten Basseindruck. Die Explosion des Feuerlöschers managt er mit Kraft und Dynamik. 
  • Canton: Tiefgang und Souveränität verblüffen uns ein weiteres Mal. Dynamisch, weitläufig, klar – für so kleine Abmessungen holt der AS-225SC ein Optimum heraus. Nur bei den härtesten Effekten übersteuert er leicht.
  • Klipsch: Wir hatten es schon erwartet: Zum dritten Mal setzt der Klipsch den Maßstab. Seinem nachdruck, seiner Pegelfestigkeit und seinem Tiefgang ist in diesem Umfeld niemand gewachsen. Nur der Teufel spielt noch präziser und etwas knackiger. Am 1. Platz des Klipsch gibt es aber nichts zu rütteln, mehr Film-Feeling bietet keiner.
  • MB Quart: Der Tiefgang ist akzeptabel, aber die Schwäche im Kickbassbereich wird bei den harten MP-Salven erneut deutlich, als der Woofer wieder deutlich übersteuert. Er verliert dadurch hörbar Präzision und landet wiederum auf dem letzten Platz. 
  • Yamaha: Der Tiefgang ist ordentlich, ebenso spricht der Yamaha impulsschnell an und liefert einen realistischen Raum. Er erkennt komplexe Bassgebilde problemlos und beginnt erst bei hohem Pegel, durchzuschlagen. Limitierender Faktor dürfte das Gehäuse sein. Subtile Bassgebilde beim Spannungsaufbau stellt der Soavo gut dar.

Wertung Stirb Langsam 4.0

1. Klipsch
2. Teufel
3. Canton, Quadral
4. Yamaha
5. MB Quart

A New Day, „The Power of Love“:

  • Teufel: Der Hammer – für schlappe 495 EUR erzielt der Berliner Bassist hier überragende Werte. Er verweist alle Kontrahenten – bis auf den Yamaha Soavo, mit dem er sich Platz 1 teilt - auf die Plätze, denn er bietet alles: Exzellente Kontrolle, ausgezeichnete Kraftreserven und enorme Integrationsfähigkeiten. 
  • Quadral: Der DV 88 muss sich während Celines Gesangsperformance nicht verstecken. Druckvoll und für die Dimensionen voluminös spiegelt er das Gebotene wieder, bei zu hoher Strapazierung kann er aber schon einmal anschlagen. Die Präzision ist ordentlich, leichtes Nachschwingen ist für audiophile Kenner kaum zu tolerieren, für die Zielgruppe des Sub 88 DV aber schon.
  • Canton: Mit dieser BD kommt der Canton nicht so gut zurecht. Es fehlt dem Bass an Präzision, Ausdruckskraft und Differenzierungsvermögen. Recht kraftvoll und energiegeladen kommen die tieffrequenten Anteile schon zum Ausdruck – der anspruchsvolle Musikliebhaber wünscht sich aber noch mehr. 
  • Klipsch: Selbst im Musikbereich bietet der Klipsch sehr gute Qualitäten - er erzielt einen tollen Raum, einen enormen Tiefgang und viel Nachdruck. So harmonisch und geschliffen wie der Yamaha aber agiert er nicht – der Soavo-Subwoofer integriert sich zudem besonders gut. Der Teufel erzielt ebenfalls noch etwas mehr Harmonie, zudem packt er hier schneller zu. 
  • MB Quart:  Die unzureichende Pegelfestigkeit und die Schwäche bei Bässen um die 90 bis 100 Hz zeigen sich auch bei diesem Beispiel – bei Musik kann man ebenfalls nicht auf überzeugende Qualitäten des MB Quart zählen.
  • Yamaha (B.A.S.S. Schalter für Musikwiedergabe auf Stellung 3): Hier setzt sich der Soavo-Bassist exzellent in Szene. Er arbeitet die Strukturen sehr gut heraus, bietet Kraft, Dynamik und eine natürliche Räumlichkeit. Diese Souveränität bleibt auch bei hohem Pegel in fast vollem Umfang erhalten. Zudem fügt er sich nahtlos ins restliche Lautsprecherensemble ein. 

Wertung A New Day:
1. Yamaha, Teufel
2. Klipsch, Quadral
3. Canton
4. MB Quart

Andrea Bocelli,, Live in Tuscany, Melodramma:

  • Teufel: Voll gerecht wird keiner der Testkadidaten dem komplexen Beginn von “Melodramma” – was der Teufel für den günstigen Kaufpreis aber herausholt, ist sehr lobenswert. Volumen, Tiefgang und Integrationsfähigkeit sind sehr gut. Das Timing bei feinen Basseinsätzen ist aber nicht exakt genug – ebenso wie bei anderen Konkurrenten. 
  • Quadral: Der Quadral ist einfach musikalisch – seinen Ruf festigt er auch bei der Bocelli-BD. Klar – so fein und differenziert, wie es das Stück erfordert, kann auch er nicht agieren. Aber er bringt einen guten Überblick ins Gesamtgeschehen ein und öffnet einen erstaunlich weiten, tadellos gestaffelten tieffrequenten Raum, der in allen Dimensionen glaubwürdig wirkt. Bei der Bocelli-BD legt der Quadral-Bassist seine Meisterprüfung hin und lässt der Konkurrenz keine Chance.
    Canton: Mit noch etwas mehr Nachschwingen hat der Canton hier zu kämpfen. Ins orchestrale Klangbild fügt er sich harmonisch ein und bietet guten Tiefgang, aber es hapert etwas an Präzision. Die voluminöse Räumlichkeit ist nicht ganz so ausgeprägt wie bei den Klipsch oder Teufel Woofern, kann sich aber problemlos sehen lassen.
  • Klipsch: Der Klipsch Woofer spielt erneut kraftvoll und mit gutem Tiefgang auf, fügt sich aber nicht ganz so harmonisch wie der kleine Quadral ins musikalische Klangbild. Die Präzision und Schnelligkeit ist gemessen am Preis des US-Amerikaners auf hohem Niveau, absolut exakt modelliert er die Tieffrequenzen aber noch nicht.
  • MB Quart: Die bislang beste Performance des bislang nicht zufrieden stellenden Woofers. Hier fügt er sich gut ein und bringt ein harmonisches Klangbild an den Start. Der Bass besitzt ein gutes Volumen – insgesamt reicht es für ein ordentliches Abschneiden. 
  • Yamaha: Der Yamaha erbringt erneut sehr gute Leistungen – nur ein etwas zu langes Nachschwingen bei einigen Bassanteilen sorgt für leichte Abzüge. Ansonsten offeriert der Yamaha viel Volumen, Sensibilität und Differenzierungsvermögen. 

Wertung Melodramma:
1. Quadral
2. Yamaha
3. Canton
4. Teufel und Klipsch
5. MB Quart

DJ Tiesto, BD 2, Back in Your Head

  • Teufel: Exzellent – der Teufel lässt die Kickbässe krachen und bietet einen gleichermaßen eindrucksvollen wie präzisen Nachdruck. Das überragende Timing und die hohe Räumlichkeit verdichten sich zu einem exzellenten Gesamteindruck. Strömungsgeräusche sind keine zu hören. 
  • Quadral: Leichte Strömungsgeräusche – das ist das Einzige, was man dem Quadral-Woofer vorwerfen kann. Ansonsten brilliert er ohne Ausnahme und liefert einen satten, harten Kickbass, zudem schafft er es, die tiefer frequenten Bassanteile im Timing perfekt anzupassen. Er integriert sich zudem optimal ins Gesamtsystem – fürs Geld sensationell.
  • Canton: Auch der AS-225SC enttäuscht nicht, kommt aber nicht ganz die Performance des Quadral heran. Das Spiel des Canton-Bassisten wirkt etwas ruhiger und nicht ganz so impulsschnell und dynamisch. Der aufgebaute Raum des AS-225SC erscheint realistisch, die Pegelfestigkeit ist tadellos.
  • Klipsch: Der Klipsch gibt sich keine Blöße und beweist erneut die Standfestigkeit von Gehäuse und Endstufe. Er verdaut hohe Pegel problemlos und liefert üppigen Nachdruck und ein gutes Timing. Tiefgang und Raumaufbau sind prima. 
  • MB Quart: Die Präzision ist nur befriedigend, zudem schlägt das Basschassis beim harten Kickbass an. Der MB Quart Bass ist außerdem zu langsam und kann den schnellen Beat nicht mitgehen.
  • Yamaha: Der Yamaha bietet hier einen exzellenten Nachdruck und ein ausgezeichnetes Timing. Er liefert eine authentische Club-Atmosphäre ohne Abstriche und geht auch hohe Pegel ohne Schwierigkeiten mit. Der Kickbass erscheint hart und authentisch, der im Frequenzspektrum darunter liegende Bass wirkt ungemein dynamisch und treibend. 

Wertung Back in Your Head:
1. Quadral
2. Teufel
3. Yamaha, Klipsch
4. Canton
5. MB Quart

Fazit

Klipsch RW-12D

Einer wird in Führung gehen - bei unserem Subwoofer-Mastertest ist dies der Klipsch RW-12D, der durch seine Souveränität bei der Filmtonwiedergabe, seinen enormen Tiefgang und seinen exzellenten Nachdruck Bestwerte erzielt. Bei der Wiedergabe von Musik fällt er kaum ab - hier sind zwar einige Kontrahenten besser, aber der Vorsprung, den der RW-12D durch seine eindrucksvolle Filmtonperformance hat, ist nicht mehr einzuholen. Top ist auch die Ausstattung, robust, aber wenig nobel fällt die Verarbeitung aus. 

Klipsch RW-12D - Gesamtsieger Subwoofer-Mastertest der Preisklasse 500 bis 1000 EUR

Teufel L5200SW

Das Prädikat des Preis-/Leistungssiegers geht an den Teufel L5200SW. Er präsentiert sich als sauber verarbeiteter Universalist mit gelungener Filmton- und Musikwiedergabe und lobenswerter Pegelfestigkeit. Nur die Ausstattung fällt etwas schmal aus. 

Teufel L5200SW - Preis-/Leistungssieger Subwoofer-Mastertest der Preisklasse 500 bis 1000 EUR

Die restlichen Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge:

Canton AS-225SC

Innerhalb eines Canton Chrono SL Sets (SL590DC/SL555/SL530/AS225SC) ist die Performance des AS-225SC auf Referenzniveau - er fügt sich überragend zwischen die Frontlautsprecher ein. Auch im starken Teilnehmerfeld dieses Vergleichstests kann sich der Canton profilieren und dominiert die Verarbeitungswertung mit deutlichem Vorsprung. Klanglich liefert er auch im anderen Umfeld sehr erfreuliche Leistungen ab, er spielt präzise, kräftig und homogen. 

MB Quart

Nachbesserungspotential bringt der MB Quart Alexxia SW-12 mit. Er schlägt zu deutlich durch, spielt nicht besonders präzise und entwickelt einen nur befriedigenden Tiefgang. Die Verarbeitung und die Ausstattung gehen in Ordnung. 

Quadral

Der kleine, kompakte und preiswerte Sub 88 DV Aktiv ist wie prädestiniert für das kleinere Wohn- oder Musikzimmer, denn seine Qualitäten bei der Musikwiedergabe sind überragend. Effektspektakel in Blockbustern liegen dem Quadral-Bassisten weniger. Die Verarbeitung ist tadellos. 

Yamaha

Der edel auftretende Yamaha ist reichhaltig und sinnvoll ausgestattet. Er liefert einen präzisen und klaren Sound, große Schwächen sucht man vergeblich - bis auf die Tatsache, dass der Soavo-Bassist nicht eben besonders preiswert ist. 

Text: Carsten Rampacher, Philipp Kind
17.11.2009