TEST: Blu-ray-Player Panasonic DMP-BD60 

08.04.2009 (cr)

Menüs/Konfiguration/Bedienung

Grundmenü:

Basismenü

Erscheint nach dem Drücken der Setup-Taste auf der Fernbedienung.

• Disc
• Video
• Audio
• Display
• TV/Geräteanschluss
• Netzwerkeinstellungen
• Sonstige

Das Menü ist, wie von Panasonic bekannt, grafisch relativ schlicht, aber übersichtlich und verständlich gehalten. Nun zu den Submenüs.

Disc-Menü

Disc: Die üblichen Einstellmöglichkeiten (DVD Video-Sicherungsstufe, Altersgrenze für BD Video, Audiospurwahl, Untertitel-Sprachauswahl, Sprachauswahl, BD Live Internet-Zugang)

Video: Standbild-Modus (automatisch, Halbbild, Vollbild), nahtlose Wiedergabe (für DVD-VR-Betrieb, ein/aus), NTSC-Ausgabe (NTSC oder PAL 60)

Audio-Menü

Menü für die Ausgabeformante am Digitalausgang

Audio: Dynamikbereich-Kompression (aus, auto, ein), Digitaler Audio-Ausgang (Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD: Bitstream oder PCM, DTS/DTS-HD: Bitstream oder PCM, MPEG Ton: Bitstream oder PCM, BD Video Zweitton an oder aus), PCM Abwärtswandlung (ein/aus), Downmix (Stereo oder Surround-codiert). Anmerkung: Die TrueHD/Master Audio Ausgabe via Bitstream funktionierte tadellos. Das Erkennen der Tonspur sowie die Zusammenarbeit mit dem angeschlossenen Pioneer VSX-LX51 funktionierten sehr gut.

Menü Display

Display: Bildschirm-Einblendungen (automatisch/aus), Bildschirmsprache (Sprache OSDs), Bereitschaftsfunktion (ein/aus), Helligkeit des Anzeigefeldes, Software-Lizenz (Anzeige der Software-Lizenzvereinbarung).

HDMI-Optionen

Wählbare Auflösungen über den Komponentenausgang

TV/Geräteanschluss: TV Bildschirmformat (4:3, 4:3 Letterbox, 16:9, 16:9 Vollbild), HDMI-Anschluss (HDMI Videomodus: ein/aus, HDMI Videoformat: automatisch, 576/480p/720p, 1080i/1080p, 24p Ausgang ein/aus, HDMI-Ausgabebereich Standard/erweitert, HDMI-Audioausgabe ein/aus, VIERA Link zur Steuerung der gesamten HDMI-verkabelten AV-Anlage mit nur 1 Fernbedienung ein/aus), Komponentenauflösung (zur Verfügung stehende Auflösungen bei Wahl des analogen Komponentenausgangs, 576i/480i/576p/480p/720p/1080i), TV System (PAL/NTSC). Anmerkung: Als nachteilhaft empfinden wir, dass der DMP-BD60 kein 576/480i über HDMI ausgeben kann. 

Netzwerk-Grundmenü

Der DMP-BD60 bei automatischer Konfiguration

Netzwerkeinstellungen: IP-Adresse/DNS-Einstellungen (Auto-Zuweisung IP oder manuell mit fester IP-Adresse, Maske Subnetz, Gateway-Adresse, automatische oder manuelle Zuweisung der DNS-IP, bei manueller Zuweisung Eingabe von primärer und sekundärer DNS, Auto-Konfiguration der Anschlussgeschwindigkeit, oder manuell Einstellung der Anschlussgeschwindigkeit), Einstellungen des Proxy-Servers/falls verwendet, Netzwerkdienst (Netzwerksperre automatische Audio-Verst.-Regelung, verkleinerte Bildschirmanzeige, Zeitzone, Sommerzeit), zudem zeigt der Panasonic seine MAC-Adresse On Screen an. Anmerkung: Ohne Probleme gelang der DMP-BD60 in unser Netzwerk. Die darüber hergestellte Internetverbindung braucht der Panasonic für die Nutzung der BD Live-Funktion. 

Menü "Sonstige"

Sonstige: Fernbedienung (Code 1/Code 2/Code 3), Schnellstart (aus/ein, wählt man „ein“, steigt der Stromverbrauch im Standby-Betrieb, da das Gerät permanent für ein schnelles Hochfahren bereit ist).

Im Menü „Sonstige“ findet sich auch die „Grundeinstellung“ Starthilfe, die dem unerfahrenen Anwender durch die elementaren Justagearbeiten hilft. Einzustellen sind: Bildschirmsprache (Sprache OSD), TV Bildschirmformat, Schnellstart). Diese Starthilfe ist unvollständig, da weder nach der Auflösung noch nach Aktivierung oder De-Aktivierung der 24p-Funktion gefragt wird. 

Weitere Einstellungen im Menü „Sonstige“: Standardeinstellungen (zurücksetzen auf Werksstandard), DivX-Aufzeichnung, Aktualisierung der Firmware.

Weitere, per Fernbedienung abrufbare Menüs/Anzeigen:

Video-EQ

Bei eingelegter Disc erscheint nach Drücken der Taste „Display“ auf der Fernbedienung ein kleines Menü oben im Bildschirm. Folgende Angaben werden angezeigt bzw. folgende Einstellungen sind verfügbar: Disc-Signaltyp (Anzeige von Videoformat und der aktiven Audiospur, welche auch gewechselt werden kann. Anzeige für Haupt- und Nebenvideo. Unter „Play“ kann man die Wiedergabe-Wiederholung aktivieren. Das Submenü „Video“ hält die Wahl des Progressive-Modus (für den DVD-Betrieb) bereit. Hier kann zwischen auto, Video und Film gewählt werden. Sehr gut für diese Preisliga, das gibt ein Extralob an Panasonic. Ferner stehen verschiedene vorprogrammierte Bildfelder zur Verfügung, die wir nun vorstellen:

• Normal stellt ein ausgewogenes Bild mit natürlicher Bildschärfe, angenehmen Farben und sehr gutem Kontrast zur Verfügung
• Soft zeichnet ein leicht gedimmtes Bild mit weicheren Konturen (kann bei visuell unausgewogener Software durchaus zum Einsatz kommen)
• Cinema sichert ein sehr angenehmes und augenfreundliches Bild, das mit hoher, aber natürlicher Bildschärfe und langzeittauglichen Helligkeitswerten ausgesprochen gut gefällt. Bei geringem bis gar keinem externen Lichteinfall ein exzellenter Bildmodus mit sorgsam angepassten Parametern. 
• Fine mit erhöhter Bildschärfe ist dann gut zu verwenden, wenn man hervorragendes Ausgangsmaterial wie z.B. die „Transformer“ oder die „Fluch der Karibik“ BD verwendet und einen intensiven HD-Effekt erzeugen möchte. Die Konturen werden sichtbar geschärft, bei weniger brillanter Software bilden sich Überschärfungseffekte an den Kanten und leichte Pixelmuster. 
• Für eigene Justagen gibt es den Modus „User“, hier können verschiedene Bildparameter selber eingestellt werden. Der Kontrast ist von – 7 bis + 7 einstellbar. Die Rasterung ist etwas grob, aber noch brauchbar. Bildhelligkeit ist von 0 bis + 15 einstellbar. Die Rasterung könnte noch sensibler ausfallen, für einen preiswerten BD-Player aber ist die Regelung absolut in Ordnung. Der Schärferegler weist eine Skala von – 6 bis + 6 auf. Die Schritte sind völlig in Ordnung, man kann eine recht ordentliche Detailoptimierung vornehmen. Der Farbkontrast ist in Steps zwischen – 7 und + 7 einstellbar. Die Justage des Schwarzpegels reicht von 0 bis + 5. Eine 3D Rauschreduzierung ist ebenfalls mit an Bord. Diese ist in 1er Schritten von 0 bis 4 schaltbar. Als zweiter Rauschfilter ist die integrierte Rauschreduzierung vorhanden, die in 1er Schritten von 0 bis 3 schaltbar ist. Für den BD-Betrieb empfehlen wir in den meisten Fällen, die Rauschfilter zu deaktivieren. Der Video-EQ funktioniert auch im Standbild-Betrieb, was wesentlich bei der Optimierung hilft. 

Des Weiteren findet sich ein kleines Audio-Menü mit verschiedenen Parametern. So sind verschiedene Audio „Remaster“ Schaltungen verfügbar, die je nach Quelle und Geschmack des Hörers kleine Veränderungen am Signal vornehmen, die aber im wesentlichen die Charakteristik des Oberwellenbereiches betreffen und daher nur bei sensiblem Hinhören zu erfassen sind. Es gibt 3 verschiedene Remaster-Programme: Nr.1 ist für ein schnelles Tempo, Nr. 2 für gemischte Tempi und Nr. 3 eher für Musik – oder Filmmaterial mit langsamem Tempo. 

Nach Drücken der Taste „Functions“ auf der Fernbedienung öffnet sich folgendes Menü:

• Hauptmenü
• Weitere Funktionen
• SD-Karte
• USB-Gerät

Dieses Menü eignet sich als Schnellzugriff auf wichtige Gerätefunktionen.

Übersichtliche, nicht zu kleine Tasten, der Kontrast Tasten-Gehäusefarbe ist aber im oberen Teil der FB sehr gering

Navigationseinheit

Die mitgelieferte Fernbedienung ist uns bestens bekannt und gibt bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit keine Rätsel auf. Alle Bedienelemente liegen sehr gut zur Hand, der Tastendruckpunkt ist absolut in Ordnung. Reichweite und Arbeitswinkel sind voll befriedigend. 

Bilanz Bedienung und Konfiguration: Bravo, Panasonic – mehr kann man von einem Einstiegs-BD-Player kaum erwarten. Sehr gute ab Werk eingestellte Bildprogramme, dazu ein nützlicher Video-EQ, tolle Komfortfunktionen, eine komplette Audioausstattung und eine einfach zu verwendende Netzwerkeinbindung – bis auf das unvollständige Grundeinstellungs-Menü als Starthilfe und die nicht vorhandene Möglichkeit, 576i über HDMI auszugeben, finden sich keinerlei Schwächen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet – hervorragend. 

Testequipment
Bildqualität Blu-ray HDMI 1080p/24 Hz

Casino Royale, Anfangssequenz in Prag und auf Madagaskar: Die Anfangssequenz in Schwarz-Weiß stellt der Panasonic überzeugend dar. Der Kontrast auch bezüglich der Darstellung feiner Bilddetails ist gut. Das Bild (Hochfahrt des Aufzugs) wirkt stabil. Die Musterung der Tür beim Eintreten des korrupten MI6 Mitarbeiters ist sehr gut zu erkennen. Die Pistole in der Schreibtischschublade erscheint tadellos detailliert. Die Streifen des Hemdkragens sind akkurat differenziert, die Poren in der Haut sind bei beiden Darstellern gut auszumachen. Dass bei Bond die Rasur schon etwas länger her ist, sieht man genau. Hervorragend gibt der DMP-BD60 die Sequenz auf Madagaskar wieder. Die Bildschärfe ist gleichermaßen natürlich wie hoch, der Sandboden wird exakt erfasst. Die Stabilität des Bildes ist gut, hier geht aber bei teureren Playern noch mehr. Die Struktur des angesengten Holzbalkens neben 007 ist sehr gut auszumachen, die Kontrastdynamik erscheint realistisch. Der Kampf zwischen Bond und dem Bombenleger auf der Großbaustelle wird visuell realistisch dargestellt. Die Träger des rostroten Gerüstes erscheinen scharf, auch der Kranausleger mit blauen Metallträgern wird scharf und echt wiedergegeben. Für die Preisklasse ist die Plastizität wirklich gelungen. Teurere Player bringen noch mehr Tiefe und Klarheit ins Bild – es ist aber die Frage, ob man eine so hochwertige Gesamtkette hat, dass man die Benefits auch in der Praxis nutzen kann. Für den versierten Ein- und Aufsteiger ist die Performance des DMP-BD60 auf jeden Fall als ausgesprochen gut zu bezeichnen.

Fluch der Karibik 1, Anfangsszenen, Jack Sparrow nimmt Kurs auf Port Royal und kommt dort im Hafen an: Die Gesamtbildschärfe ist sehr gut, allerdings weisen teurere BD-Player hier noch besser betonte Konturen auf. Dem DMP-BD60 gelingt es, als Jack Sparrow in den Hafen einfährt und ein weiter Blick ins Hinterland möglich ist, die verschiedenen visuellen Ebenen gut auseinander zu differenzieren. Das Holz des Landungssteges wird gut wiedergegeben, die Maserung ist problemlos zu erkennen. Leichtes Flimmern tritt beim Kameraschwenk über die Festung auf – hier ist die 24p Signalausgabe nicht hundertprozentig stabil. Sehr scharf bringt der Panasonic die Mauersteine hinter den Soldaten zur Geltung. Die Oberfläche der Steine ist fein detailliert. Das Rot der Uniformen der Soldaten wirkt kräftig, tief und satt. Der Glanz in den Augen von Sparrow wird ebenfalls realistisch wiedergegeben. Die Gebrauchsspuren am Hut von Sparrow sind deutlich zu erkennen. Das Metall vorn an den Gewehren ist bezüglich Gebrauchsspuren und Materialbeschaffenheit klar zu sehen. Beim Festakt im Hof der Festung überzeugt der DMP-BD60 ebenfalls, die Kanone wird sehr plastisch innerhalb des Mauerwerks dargestellt. Die Gesichter der Protagonisten sind, wenn sie aus einiger Entfernung gezeigt werden, noch gut erkennbar, wirken bezüglich der Konturenschärfe aber nicht ganz perfekt. Als Sparrow gerade ins Wasser springt, um Elizabeth zu retten, ist im Moment des Sprungs die Flanke des Segelschiffs ruhig und klar auszumachen. Als Sparrow mit Misses Swann aus dem Wasser auftaucht, wird die Wolkenformation oben am Himmel präzise erfasst. Als Sparrow das Piratenamulett, welches Elizabeth um den Hals trägt, mustert, sind die Konturen des Amuletts in natürlicher Bildschärfe erkennbar. Der Piratenkopf darauf wirkt plastisch und authentisch. Beim Dialog nach der Rettung von Elizabeth wirkt das Bild wiederum recht plastisch. Elizabeths Umhang wird detailreich wiedergegeben. Als Sparrow Elizabeth kurz darauf kidnappt, sind selbst ihre silbernen Ohrringe gut herausgearbeitet.

Bilanz Blu-ray: Selbst preiswerte Modelle geben mittlerweile als BD-Spieler eine richtig gute Figur ab. Gerade dann, wenn man einen guten 42 oder 46 Zoll LCD als Bildwiedergabegerät verwendet, kann man mit der Performance sehr zufrieden sein. Natürlich – es ist noch mehr möglich. Mehr Bildschärfe, noch mehr Durchzeichnungsvermögen in dunklen und hellen Bildbereichen, noch mehr Bildtiefe und eine nochmals feinere Wiedergabe von Mustern und kleinen Details. Um dieses Mehr an Bildgüte aber genießen zu können, sollte man auch über ein 60 oder 65 Zoll Display von exzellenter Qualität beziehungsweise über einen hochwertigen Full HD Beamer verfügen. Für die meisten Ansprüche wird das, was der gelungene DMP-BD60 leistet, ohne Zweifel ausreichen. Gesamtnote Wiedergabe Blu-ray: Ausgezeichnet – hervorragend. 

Bildqualität DVD HDMI 1080p:

Star Wars Episode III, HDMI 1080p, De-Interlacing-Modus „Auto“: Der Panasonic zeigt eine gute Leistung. Die Buchstaben der Laufschrift sind in ziemlich einheitlichem, sattem und stimmigen Gelb gehalten und flimmern kaum. Der Effekt, dass die Buchstaben zum Rand hin sich in Richtung weiß verändern, ist kaum festzustellen. Die Schrift läuft ruhig und sicher, auch der Teil, der schon weit hinten im Universum ist, wirkt noch scharf und stabil. Der Sternzerstörer flimmert während der ersten 2 Sekunden gut sichtbar an der äußeren Kante. Danach sind keine Bildschwächen mehr erkennbar. Die Bildschärfe liegt hoch, der Scaler arbeitet auch feine Details sehr gut ein. Beim Abkippen der Jäger von Obi-Wan und Anakin nach unten in die Raumschlacht zeichnet der Panasonic die verschiedenen visuellen Ebenen sehr gut durch. Die Sternzerstörer, die in den unteren Ebenen im Einsatz sind, sind sehr gut zu erkennen und glänzen mit scharfen Konturen. Verschiedene Bewegungsebenen – langsame Raumschiffe und daran schnell vorbei fliegende Raumjäger – bekommt der DMP-BD60 gut in den Griff. Leichte Bewegungsunschärfen sind aber sichtbar, für die Preisklasse, in der sich der Panasonic befindet, kann die Leistung aber als sehr ordentlich bezeichnet werden. Die unterschiedlichen Raumschiffe sind reichhaltig detailliert und erscheinen dadurch auch sehr plastisch. Die Gesichter der Protagonisten wirken recht realistisch, nur feine Einzelheiten wie Poren der Haut gehen etwas unter. Die Farbwiedergabe erscheint im Modus „Normal“ als sehr gut, aber nicht übertrieben gesättigt. Der Eindruck ist, Panasonic-typisch, schon im „Normal“ Modus Kino-like, das Bild ist bezüglich der Helligkeit nicht zu grell, zudem sind die Farben minimal warm, was für eine hohe visuelle Harmonie sorgt. 

AVEC Professional Test DVD, HDMI 1080p, Modus Auto : 

• Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten : Die Schriften laufen gleichmäßig, die einzelnen Buchstaben weisen aber Nachzieher auf und erscheinen etwas verschwommen. Zwischen den Progressive-Modi Auto und Film sind keine Unterschiede erkennbar. 
• Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten: Kaum Nachzieheffekte, die innere Struktur des Pendels bleibt beinahe vollständig während des Bewegungsablaufes vorhanden. Die Linie, über die das Pendel gleitet, zittert minimal. 
• Frau in weißem Kleid vor weißem Hintergrund: Sehr gut differenziert der DMP-BD60 die verschiedenen Weißtöne auseinander – eine ausgezeichnete Leistung. Die Konturen des Körpers sind im wesentlichen sauber gezeichnet, innerhalb des Arms ist nur ein leichtes Flimmern zu sehen. Als die Dame ihr Gesicht dem Zuschauer zuwendet, sind kaum Unschärfen während der Kopfbewegung sichtbar. Während des Laufens taucht ein leichtes Flimmern, gepaart mit einem kleinen Kantenversatz, hinten am Kleid auf. 
• Stadtbild von Esslingen: Eine insgesamt saubere Wiedergabe des Panasonic. Nur leicht flimmern die Ziegel der Hausdächer. Die grüne Wiese wird mit minimalem Gelbeinfluss, aber mit sehr guter Detaillierung und ordentlicher Schärfe wiedergegeben. Die Bewegungsabläufe verlaufen mit nur sehr geringer Ruckelneigung. 

Fazit: Für die Preisklasse bietet der DMP-BD60 eine prima Scaling- und De-Interlacing-Funktion. Natürlich wünschen sich erfahrene, sehr anspruchsvolle Anwender noch mehr Bildstabilität, noch mehr Detailschärfe und noch weniger Ruckeln, aber man darf bei der Gesamtbewertung auch die Preisklasse nicht außer Acht lassen. Wer noch mehr Scaling- und De-Interlacingqualität möchte, sollte sich darauf vorbereiten, deutlich tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Variante B wäre ein im DVD-Betrieb leistungsstärkeres Auslaufmodell, welches aber unter Umständen die reichhaltigen sonstigen Features des Panasonic nicht bieten kann. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Klang

Klang HDMI, Dolby TrueHD: Der Panasonic erzielt ein harmonisches, klares Klangbild, das eine gute Brillanz bietet, aber keine aggressiven Spitzen auch bei hohem Pegel bereit hält. Der Bassbereich erscheint rund und mächtig, mit viel Punch und Nachdruck. Die Mitten gliedern sich harmonisch ein und sind bezüglich der Detaillierung auf einem für diese Preisklasse sehr erfreulichen Level. Stimmen klingen klar, vokale Details werden ordentlich heraus gearbeitet. 

Klang HDMI, Dolby Digital 5.1: Auch hier gefällt das in sich schlüssige, räumlich intensive Klangbild mit ordentlicher Detaillierung. Der Hochtonbereich agiert sehr homogen, extreme Brillanz, die sich aber auch schnell in Aggressivität wandeln kann, wird nicht geboten. Für die Preisliga eine überzeugende akustische Performance. 

Klang HDMI, DTS 5.1: Auch die DTS-Wiedergabe erscheint rund und homogen. Der Bass entfaltet viel Volumen, weist aber auch eine gute Durchstrukturierung auf. Stimmen sind ebenfalls akkurat aufgebaut und stets gut verständlich. Durch die harmonische Auslegung wird auch hier deutlich, dass sich der DMP-BD60 sehr gut zum Langzeithören eignet. 

Klang Stereo-analog: Der Stereo-analog-Klang reicht für durchschnittliche Ansprüche aus. Der Sound ist recht homogen, wenngleich es an Durchzeichnungsvermögen fehlt. Stimmen und Instrumente werden gut voneinander getrennt. Dem ganzen Sound fehlt es weniger an Wucht, als an Tiefe. Die Breite der Bühne erscheint recht realistisch. Die Räumlichkeit ist prima, allerdings fehlt es bei kleinen Effekten etwas an Ortungsschärfe. 

Fazit Klang: Der DMP-BD60 überzeugt mit seiner harmonischen und runden Klangqualität beim digitalen HDMI-Anschluss. Analog angeschlossen, schlägt er sich wacker und bietet eine Klanggüte, die dem normalen Anwender ohne Schwierigkeiten ausreichen dürfte. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Fazit

Überzeugend: Der Panasonic DMP-BD60

Der Panasonic DMP-BD60 kann viele Vorzüge in die Waagschale werfen. Dazu gehören zweifelsohne das scharfe und zugleich angenehme Blu-ray-Bild und die ordentliche DVD-Wiedergabe. Die akustischen Qualitäten sind ebenfalls prima, der harmonische, runde Klang beim Anschluss über HDMI sichern eine stets angenehme und räumlich dichte Wiedergabe. Die Ausstattung ist für ein Gerät dieser Preisklasse üppig. Die Netzwerkeinbindung wird nicht nur für BD Live-Inhalte verwendet, zusätzlich sind noch ein YouTube- und ein Picasa-Client integriert, der sich ohne Schwierigkeiten nutzen lässt. Ein Video-EQ ist ebenfalls mit an Bord. Neben sehr guten ab Werk vorprogrammierten Bildfeldern ist es auch möglich, selber aktiv zu werden. Zu loben ist auch die umfangreiche und praxisgerechte USB-/SD-Card-Funktionalität. Somit wird der DMP-BD60 insgesamt zu einem echten Home Entertainment Center, das einen enormen Funktionsumfang mit einfacher Bedienung vereint und so die gesamten Möglichkeiten auch weniger versierten Anwendern zur Verfügung stellt. Das leise Laufwerk agiert zuverlässig, ist aber entschieden zu langsam. Hier hat die Konkurrenz nicht geschlafen und stellt schnellere BD-Player auf die Beine. Die relativ schlichte optische Erscheinung und die routinierte, aber nicht sehr detailverliebte Verarbeitung zeigen weitere kleine Defizite auf. Insgesamt aber präsentiert sich der DMP-BD60 als moderner, flexibel einzusetzender und sehr betriebssicherer Blu-ray-Player, der auch als DVD-Player eine passable Figur abgibt. 

Der Panasonic DMP-BD60 ist ein reichhaltig ausgestatteter Blu-ray-Player, dessen sehr gute Allround- und Multimediaqualitäten in Anbetracht des günstigen Kaufpreises bestechend sind

Blu-ray-Player untere Mittelklasse
Test 08. April 2009
Preis-/Leistungsverhältnis (UVP)

+ Harmonisches, scharfes und klares Blu-ray-Bild
+ Prima Leistungen im DVD-Betrieb
+ Hervorragende Multimedia-Eigenschaften (Netzwerk, SD Card, USB)
+ Komfortable Bedienung
+ Tadellose akustische Eigenschaften
+ Interessanter Kaufpreis

- Träges Laufwerk

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Test: Carsten Rampacher
08. April 2009