TEST: Kenwood AV-Receiver KRF-V9300D

08. Januar 2009 (cr)

Bedienung

Griffgünstiger Lautstärke-Drehregler

Das Bedienkonzept des KRF-V9300 kann in verschiedenen Punkten nicht überzeugen. Die Einstellung und Justage des Gerätes für den Betrieb ist allein schon aufgrund der Tatsache, dass kein OSD an Bord ist, mühevoll, da ausschließlich mit Hilfe des (wenigstens ansprechend auflösenden) Punktmatrixdisplays auf der Gerätefront gearbeitet werden kann. Möchte man das Setup über die Fernbedienung vornehmen, so sieht zunächst alles einfach aus, da sich eine zentral untergebrachte Navi-Einheit auf der Fernbedienung befindet. Diese jedoch ist keinesfalls zum Einstellen der Grundfunktionen des AV-Receivers gedacht, sondern zur Steuerung eines angeschlossenen DVD-Players. 

Display mit ordentlicher Auflösung

Drehregler für die Eingangswahl

Setup-Einstelltasten auf der Fernbedienung

Für das AV-Receiver-Setup sind die viel zu kleinen "Multi Control"-Tasten gedacht, welche oberhalb der Navi-Einheit zu finden sind. Der Enter-Button, der zum Bestätigen für den Eintritt ins jeweilige Menü notwendig ist, findet sich nicht direkt bei den Multi Control-Pfeiltasten, sondern etwas höher - auch nicht wirklich sinnvoll. Die Fernbedienung ist außerdem nicht beleuchtet, weist aber wenigstens phosphoreszierende Tasten für die Grundfunktionen auf. Gut gelöst ist der schnelle Wechsel des Hörmodus (Listen Mode, direkt oben auf der Fernbedienung). Auch die Wipptasten für die Lautstärkeregelung sind schnell gefunden. Die Bedienung am Gerät selber überzeugt durch den schnell arbeitenden Eingangswahl-Drehregler. Mittels eines kleinen Drehreglers ist der Hörmodus auch am Receiver selber direkt einstellbar. Mittels zwei zu kleiner Tasten und des großen Multi Control-Drehreglers ist es möglich, am KRF-V9300 ohne die Fernbedienung in alle Setup-Menüs zu gelangen und dort entsprechende Einstellarbeiten durchzuführen. Pluspunkt ist der griffgünstige, große Lautstärkeregler. Gesamtnote Bedienung: Befriedigend - gut. 

Testequipment
Klang

Allgemeine Feststellungen

Neue Tonformate

Celine Dion, A New Day, Blu-ray, Dolby TrueHD: Hier beweist der Kenwood KRF-V9300 zusammen mit dem Teufel 5.2-Lautsprechersystem Theater 5, dass atmosphärisch dichtes akustisches HD-Feeling auch schon mit vergleichsweise preiswerten Komponenten zu realisieren ist. Das neutral und frisch aufspielende Teufel Hybrid Set harmoniert hervorragend mit dem kraftvoll und schnell agierenden 9300er. Der Hochtonbereich dieser Kombination ist derart brillant und klar, dass selbst Anwender mit einiger Hörerfahrung auf eine deutlich teurere Kombination tippen dürften. Verschiedene vokale und instrumentale Ebenen werden bei "A New Day" sehr gut auseinander differenziert. Die Beifallsbekundungen des Publikums wirken sehr realistisch. Dions Stimme ist auf der Bühne stets exakt zu orten. Bei der Celine Dion-Interpretation von "The Power of Love" ist der ebenso dynamische wie nachdrückliche Auftritt des Kenwood AV-Receivers erneut erstaunlich. Doch nicht nur im Groben, auch im Feinen überzeugt das Gerät, denn der Übergang vom Hochton- in den oberen Mitteltonbereich erfolgt praktisch unmerklich, so dass eine homogene und harmonische Wiedergabe die hörbare Folge ist. Plötzliche Dynamiksprünge managt der Kenwood souverän - er vermittelt einen echten Benefit von Dolby TrueHD, indem gekonnt ein erweiterter Dynamikumfang präsentiert wird. Auch der große Hit "It's all coming back to me now" wird vom KRF-V9300 mit enormer Klarheit und tief gehender Emotionalität wiedergegeben. Die charismatische Ausarbeitung der Stimme beweist das bereits eingangs Erwähnte: Nicht immer ist das Bewegen enormer Geldsummen notwendig, um beeindruckenden Sound ins Heimkino zu zaubern. 

Stirb Langsam 4.0, Blu-ray, englische Tonspur DTS-HD Master Audio: Hier beweist der 9300 wiederum seine Klasse. Im 4. Kapitel versuchen Gabriels Killer, den Ex-Hacker Matt Farell mit allen Mitteln, umzubringen. Lautstark hält Cop McLane dagegen - mit massiven Feuergefechten, explodierenden Feuerlöschern und der Explosion der gesamten Wohnung am Ende des Kapitels liegt hier im wahrsten Sinne des Wortes viel Zündstoff. Der Kenwood beeindruckt mit antrittsstarken Endstufen, die mit ihrer hohen Pegelfestigkeit beeindrucken. Ohne Dynamikeinbußen im Hochton- und Bassbereich lässt der AV-Receiver die Fetzen fliegen. Scharf fliegen die Schüsse am Auditorium vorbei. Kleine Details wie das Wechseln des Magazins an der Waffe von McLane kommen gut zur Geltung. Als die gesamte Wohnung explodiert, wird aber offenbar, dass der Kenwood trotzdem in der AV-Receiver-Mittelklasse zu Hause ist. Bei hohem Pegeln erscheint diese Explosion etwas oberflächlich und komprimiert. Teure AV-Receiver holen hier hörbar mehr Tiefe und Struktur heraus. In Kapitel 17 rollt der schwarze Truck von Gabriel bassstark und kraftvoll über die Straßen. Das Nageln des großvolumigen Dieselmotors wird sehr realitätsnah übertragen. Ebenso die kurze Sequenz in Kapitel 19, in der McLane erst eine Autoscheibe einschlägt, kurz danach explodieren Fahrer- und Beifahrerairbag. Selbst das Zuschlagen der Tür des "gekaperten" 5er BMWs erscheint, als stünde man unmittelbar daneben. Der Kenwood schafft es, auf allen Kanälen ein ansprechendes Surroundpanorama mit gleichbleibender akustischer Balance zu erstellen. Die Einarbeitung der Surroundkanäle erfolgt sehr stimmig, so entsteht der Eindruck einer geschlossenen Klangkulisse. Hinten stellt der 9300 ein breites, klar aufgebautes Klangbild zur Verfügung. Die Stimmwiedergabe ist sehr natürlich, Stimmen haben ein passendes Volumen, der Kenwood zieht weder ab, noch dichtet er Volumen dazu. Dass feine vokale Charakteristika nicht vollständig erfasst werden, liegt in der Preisklasse des 9300 begründet. 

Fazit: Der KRF-V9300D beweist, dass nicht nur teure AV-Receiver ab 1.000 EUR die akustischen Vorteile der neuen Tonformate darstellen können. Mit dem dynamischen Antritt und der präzisen Ausformung des Hochtonbereiches zeigt der 9300 die Möglichkeiten hochwertiger HD-Tonspuren gut auf. Klar ist, dass sehr teure AV-Receiver und erst recht noble Vertreter der Bolidenliga mehr Details und mehr Brillanz herausholen - aber für unter 600 EUR sind die Fähigkeiten des Kenwood sehr beeindruckend. 

Dolby Digital und DTS

Star Wars Episode 3, DVD, Tonspur Englisch Dolby Digital 5.1 EX: Auch bei herkömmlichen Tonspuren weiß der Kenwood, sich sehr gut in Szene zu setzen. Die spektakuläre Eröffnungsschlacht von Star Wars Episode 3 kommt mit kräftiger Effektausgestaltung und enormem Tiefbassvermögen ausgezeichnete zur Geltung. Die gute Stimmwiedergabe der Stimmen von Obi Wan und Anakin ist ebenfalls zu loben, sehr klar und deutlich sind alle vokalen Elemente zu vernehmen. Sein schnelles Reaktionsvermögen beweist der 9300 beim pfeilschnellen Flug der beiden Raumjäger durchs wilde Kampfgetümmel. Der Kampf gegen aufsässige fliegende Droiden und gegen hartnäckige Raketen wird sehr ausdrucksstark wiedergegeben. Der Music Score wird stimmig eingeflochten. Die Zerstörungsmanöver der Droiden an der Außenhaut von Obi Wans Raumjäger kommen exakt zur Geltung. Die Surround-Klangkulisse erscheint vielschichtig und gekonnt abgestimmt - sie wird nicht überbetont, stellt aber jederzeit genug Substanz für die Effekteinarbeitung zur Verfügung. 

Jarre in China, DVD, Tonspur DTS 5.1: Der KRF-V9300D agiert auch hier stimmig und sensibel, so dass auch kleine Synthesizer-Effekte gut eingearbeitet werden. Die Live-Atmosphäre des Konzertes in der verbotenen Stadt wird realitätsnah übertragen. Der frische Hochtonbereich, die praktisch nahtlos daran angrenzenden Mitten und der schnelle, tatkräftige Bass ergänzen sich auch hier zu einem sehr guten Gesamteindruck. 

Surroundaufpolierer

Dolby Pro Logic IIx Music: Sehr zu loben ist die Klarheit im Hochtonbereich, die sich bei "Aerozone" von Jean-Michel Jarre gleich zu Beginn des Tracks sehr schön nachvollziehen lässt. Die PLIIx-typische "Panorama" Schaltung zur Weitung des Klangbildes funktioniert beim 9300 ausgezeichnet. Ohne hörbaren Präzisionsverlust wirkt die Akustik weitläufiger. Überhaupt gefällt es uns sehr gut, dass der Kenwood mit Erfolg um ein homogenes, gut ausbalanciertes Klangbild bemüht ist. Der Sound wird nicht zu diffus, der Bass bleibt schnell und knackig. Die Mitten sind harmonisch eingebettet ins Frequenzspektrum und sind in sich sauber strukturiert. Sehr gelungen präsentiert der Kenwood auch "Fogma" von der Groove Armada. Klar, nachdrücklich und kraftvoll geht der AV-Receiver zur Sache und erzeugt so ein atmosphärisch dichtes Club-Feeling im Hörraum. Die gleichmäßige, von störendem Hall praktisch freie räumliche Klangverteilung, die sehr frei erscheint, ist für das ausgezeichnete Abschneiden des 9300 zu einem beträchtlichen Teil verantwortlich. 

DTS Neo:6 Music: Neo:6 Music klingt minimal blecherner, was allerdings nur im direkten Hörvergleich auffallen dürfte. Die Basswiedergabe ist ebenfalls gelungen, nur ein klein wenig hohler. Im PLIIx Music Betrieb kam der Kenwood noch genauer auf den Punkt. Die akustische Verteilung von Bässen und Effekten sowie den Stimmen ist nicht ganz so ausgeglichen wie bei PLIIx Music. Der Hochtonbereich läuft minimal spitzer zu. 

Fazit: Beide Surroundaufpolierer sind sauber integriert. Dolby Pro Logic IIx Music wirkt insgesamt durch die homogenere Klangverteilung und die authentischere Akustik noch gelungener. 

Stereo

CD: Peter Tchaikowsky, 1812 Ouvertüre: Im normalen Stereobetrieb gefällt der spritzige, aber gleichzeitig überraschend sensible Sound des 9300. Der erstaunlich frei aufspielende Hochtonbereich sorgte für Erstaunen - mit viel Talent für eine freie räumliche Verteilung geht der Kenwood hier zu Werke. Auch diffizil darstellbare Instrumente wie Streicher werden ansprechend wiedergegeben. Natürlich kann nicht erwartet werden, dass kleine akustische Details in der zweiten oder dritten klanglichen Ebene akkurat und komplett erfasst werden - in Anbetracht seines günstigen Kaufpreises jedoch meistert der Kenwood alle Hürden der komplexen 1812 Ouvertüre mit Bravour. Plötzliche, massive Einsätze des Orchesters stellen den AV-Receiver vor keinerlei Probleme. Präzise und schnell wird, wenn vorhanden und gewünscht, ein angeschlossener aktiver Subwoofer ansteuert. Mit zum Anstieg der Gesamtlautstärke linearen Pegel steigt die Lautstärke des Subwoofers. Nutzen wir nun den Modus "Pure Audio": In diesem Modus wird der kürzestmögliche, reinste Signalweg gewählt. Das Display des Gerätes ist im Pure Audio-Modus deaktiviert. Ebenso die analoge Videosektion. Während die Pure Audio-Modi gerade in preiswerten AV-Komponenten meist wenig nutzen, stellt der KRF-V9300D hier eine löbliche Ausnahme dar. Der Sound erscheint eine Spur samtiger, wohl dosierter, klarer und seidiger. Gerade für Klassikliebhaber ist es empfehlenswert, im Stereo-Betrieb den Pure Audio-Modus zu konsultieren. 

CD: Robin Gibb, Juliet: Die bei dieser CD etwas spitze Hochtonwiedergabe wird (Active EQ off, Pure Audio deaktiviert) praktisch ungefiltert in den Hörraum übertragen. Die sehr guten dynamischen Fähigkeiten des Kenwood kommen auch bei diesem Stück sehr gut heraus. Verwenden wir den Active EQ "Music", dann erscheint das Klangbild etwas homogener und sanfter. Es wird dem Hochtonbereich zwar an Brillanz, aber auch an störender Aggressivität genommen. Die Gesamtdynamik wird kaum eingeschränkt. Der Bassbereich präsentiert sich im Bereich von 80 bis 100 Hz als maßvoll angehoben, dasselbe gilt für die unteren Mitten. Im Pure Audio Modus wirkt alles sehr authentisch - leider auch der schneidende Hochtonbereich, für den der Kenwood nichts kann. 

CD: Jean-Michel Jarre, Jarre in China, Track Nr. 6, Equinoxe 4, gehört im Pure Audio-Modus: Der Kenwood liefert eine klare und fundierte Basswiedergabe. Die anderen Frequenzanteile werden nicht durch die Basspräsenz in ihrer Wirkungsweise eingeschränkt, sondern spielen sich mit deutlicher Differenzierung zu einem harmonischen Gesamtklangbild. Der Aufbau des Tracks gelingt dem 9300 tadellos, er stellt die verschiedenen Effektanteile dynamisch und weitläufig dar. Schnelle Ein- und Ausschwingsequenzen liegen dem Kenwood, hier kann er seine hervorragende Impulstreue voll ausspielen. 

Fazit: Gut gemacht, Kenwood - die Stereoqualitäten des KRF-V9300 überzeugen uns. Dass bescheiden aufgenommene CDs auch in eingeschränkter Qualität wiedergegeben werden, ist alles andere als ein Nachteil, viel mehr zeigt sich hier die erstaunliche Neutralität des Kenwood. Mittels der Active EQ Einstellung "Music" können leichte Softwareschwächen ausgeglichen beziehungsweise abgeschwächt werden. Sehr gut: der wirksame Pure Audio Modus, der bei sehr guten Aufnahmen für mehr Finesse im Detail sorgt. 

Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Videosektion
  • Der 9300 bearbeitet keine HDMI-Signale. Eingehende HDMI-Signale werden nur durchgeschliffen. Scaler und De-Interlacer sind nur bei analog angelieferten Videosignalen aktiv. 

  • Der 9300 besitzt keinen Video-EQ. 

  • Durchschleifen eines 1.080p/24 Hz-Signals von Blu-ray: Ohne erkennbaren Qualitätsverlust schleift der 9300 das Signal durch.

  • Durchschleifen eines 1.080p-Signals einer vom Samsung BD-P2500 hochskalierten DVD: Ohne erkennbaren Qualitätsverlust

  • Eingespeistes FBAS-Videosignal wird in HDMI 1.080p gewandelt: Das Bild erscheint naturgemäß etwas unscharf. Der zu Filmbeginn durchs Bild gleitende Sternzerstörer wirkt etwas detailarm. Das De-Interlacing ist gut, es kommt nur zu geringen Flimmereffekten. Bei schnellen Bewegungen sind an diffizilen Objektkanten leichte Treppenstufen erkennbar. Die Bewegungsunschärfen fallen sehr klein aus. Das Bild erscheint etwas dunkel, die Farben aber wirken summa summarum authentisch. 

  • Eingespeistes Komponenten-Videosignal wird in HDMI 1.080p gewandelt: Bekommt der 9300 ein qualitativ gutes 576i Komponentensignal angeliefert, formt er ein überraschend gutes HDMI 1.080p-Signal daraus. Bei Star Wars Episode 3 läuft die typische Schrift zwar nicht übertrieben scharf, dafür aber ruhig und farblich korrekt durchs All. Die einzelnen Buchstaben stehen stabil. Der kurz darauf durch den Bildschirm gleitende Sternzerstörer wird mit gleichmäßiger Bewegung dargestellt, es kommt kaum zu Flimmern. Der Kenwood punktet in dieser Wertung voll, was er für seine Preisliga leistet, ist überdurchschnittlich. Die hohe Bildruhe, die realistischen Farben, die natürliche Helligkeits- und Kontrastdarstellung sowie die geringe Rauschneigung verdichten sich zu einem sehr guten Gesamtbild. Die maximal mögliche Bildschärfe könnte noch eine Idee höher liegen. Da der 9300 keinen Video-EQ besitzt, muss man am Quellgerät oder am Bildwiedergabegerät nachregeln. 

Fazit: Die Videosektion des 9300 bietet ein ausgezeichnetes Leistungspotential und weiß mit sehr gutem Upscaling und De-Interlacing zu überzeugen. FBAS-Signale, die gewandelt werden, sehen allerdings etwas unscharf aus. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Fazit

Der KRF-V9300D erweist sich als leistungsfähige AV-Schaltzentrale

Der Kenwood KRF-V9300 beweist eindrucksvoll, dass mit Kenwood wieder voll zu rechnen ist, denn der Siebenkanal-AV-Receiver präsentiert sich als praxisgerecht ausgestattete Heimkino-Schaltzentrale mit kraftvollem, aber dennoch brillantem und sensiblen Sound sowie einer leistungsstarken Videosektion. Bei dieser ragt insbesondere die überdurchschnittlich gute Wandlung eines eingehenden 576i Komponentensignals in ein 1.080p HDMI-Signal heraus. Die sehr gut integrierten Surroundaufpolierer und der fundierte, authentische Stereoklang sichern dem 9300 weitere Pluspunkte. Die Pegelfestigkeit liegt über Preisklassen-Niveau. Die wenigen Defizite: Nur zwei HDMI-Eingänge und kein OSD. Wünschenswert wäre ferner ein Lautsprechergruppen-selektives Management für die Übernahmefrequenzen und ein Upscaling sowie De-Interlacing von eingehenden HDMI-Signalen - letzteres bietet in dieser Preisklasse aber aktuell kein AV-Receiver, ganz gleich von welchem Anbieter.

Leistungsfähiger AV-Receiver, der durch seinen lebendigen, präzisen und kraftvollen Klang ebenso überzeugt wie durch die sehr gute Videosektion

AV-Receiver Mittelklasse
Test 08. Januar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis
Pro:

+ sehr leistungsstarke und schnell antretende Endstufen
+ Sehr lebendiger und brillanter Hochtonbereich
+ Präziser und druckvoller Bass
+ Genau ausbalancierte räumliche Darstellung>
+ Leistungsfähige Videosektion
+ Gute Verarbeitung
+ Niedriger Kaufpreis

Contra:

- nur 2 HDMI-Ausgänge
- Bedienmängel (kein OSD, nicht in allen Punkten schlüssiges Bedienkonzept)

Hauptmerkmale und technische Daten
  • HDMI 1.3a-Repeater mit 2 Eingängen und 1 Ausgang 
    HDMI 1.3-Audio-Unterstützung inkl. Dolby TrueHD, DTS-Master Audio & DTS-HD, Auto LipSync und CEC (Fernbedienungsprotokoll) 
    Digitale HDMI- und Komponenten-Video-Konvertierung analoger Videoquellen 
    Video-Scaler für analoge Videoquellen bis zu einem Ausgabeformat von 1.080p via HDMI-Ausgang 
    Kenwood Auto Room EQ (Lautsprechereinmessautomatik) 
    Audio Delay Funktion – manuell einstellbar 
    Pure Audio Mode 2 / Straight Decode-Funktion 
    Dolby Digital EX, DTS-ES, DTS 96/24 Decoder 
    Dolby Virtual Speaker & Dolby Headphone 
    3 Digitaleingänge, 6-Kanal-Eingang 
    Komponentenvideoanschüsse 
    Schaltbare Subwooferübernahmefrequenzen 
    Diskret aufgebaute Frontkanäle mit Linear TRAIT-Endstufen 
    7-Kanal-Endstufe mit 100 Watt (6 Ohm, DIN) pro Kanal 

  • Ausstattungsmerkmale Verstärker
    Max. Surroundausgangsleistung 7 x 130 Watt 
    Max. Stereoausgangsleistung 2 x 120 Watt 
    New Linear TRAIT für die Frontkanäle 
    Spezielle Masseführung (Advanced Ground Line) 

  • Ausstattungsmerkmale Tuner
    UKW/AM-Tuner 
    Radio Daten System (RDS) 
    Enhanced Other Network (EON) 
    Radio Text  
    Programmarterkennung (PTY) 
    Anzahl der Senderspeicher 40 

  • Surround Formate
    DTS 96/24 
    DTS-ES (Discrete 6.1) 
    DTS-ES (Matrix 6.1) 
    DTS Neo: 6 (Cinema/Music) 
    DTS-HD Master Audio 
    DTS-HD High Resolution Audio 
    Dolby Digital EX 
    Dolby Digital EX (6.1) 
    Dolby Digital 
    Dolby Digital Plus 
    Dolby Pro Logic IIx 
    Dolby Pro Logic II 
    Dolby Pro Logic 
    Dolby TrueHD 
    Dolby Headphone 
    Dolby Virtual Speaker  
    DSP 5 Modi 
    DSP-Modi Arena / Jazz Club / Theater / Stadium / Disco 

  • Ausstattungsmerkmale Audio
    Kenwood Room Acoustic Calibration 
    Auto Room EQ 
    D/A Wandler 24-Bit/96kHz 
    32-Bit Floating Point SHARC DSP 
    Midnight Mode für Dolby Digtal/DTS 
    Aktiver EQ 
    Klangeinstellung Bass / Höhen 
    X-Bass / Bass Boost 
    Einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenz 

  • Allgemeine Ausstattungsmerkmale
    Lautsprecherwahl A/B 
    Durchschleifen des HD-Komponentenvideosignals 
    Videokonverter (Video auf S-Video) 
    Videoaufwärtskonvertierung (Video auf Komponentenvideo) 
    Videoaufwärtskonvertierung (S-Video auf Komponentenvideo) 
    HDMI-Videoaufwärtskonvertierung Ja, Ausgabe der analogen Videosignale über HDMI-Anschluss 
    Video-Skalierung: Konvertierung und Ausgabe analoger Videosignale mit einer Auflösung bis zu 1080p über HDMI-Anschluss 
    Dimmbares Display 
    "Audio Delay"-Funktion (LipSync), Audio Delay (LipSync) Funktion manuell einstellbar 
    Digital Recording Mode (Auto/Manual) 
    Fernbedienung IR-Fernbedienung mit Steuerung für Kenwood DVD-Spieler 

  • Digitale Ein/Ausgänge
    iPod-Direkt-Anschluss Ja, optionales Anschlusskabel PNC-iP120 erforderlich 
    Optische Digital-Ein/Ausgänge 2 / - 
    Koaxiale Digital-Ein/Ausgänge 1 / - 
    HDMI Eingang 2 
    HDMI Ausgang 1 
    Digitaleingang für 24-Bit / 96 kHz 
    Analoge Anschlüsse (Ein/Ausgänge)
    Cinch-Audio/Videoeingänge 3 A / 4 AV 
    Cinch Audio/Videoausgänge 2 A / 2 V 
    Komponenten-Videoein/ausgänge 3 / 1 
    S-Videoein/ausgänge 2 / 1 
    Cinch-Videoein/ausgänge (FBAS) 3 / 2 
    Cinch Front AV AUX-Eingang Ja 
    6-Kanal-Eingang für DVD-Audio- und SACD-Wiedergabe 
    Lautsprecheranschlussklemmen für A + B 
    Lautsprecherschraubklemmen Alle 
    Kopfhöreranschluss (6,3 mm Stereoklinke) 
    75 Ohm UKW-Antennenanschluss 
    Anschluss für AM-Antenne 

  • Technische Daten Audio
    Stereo-Nennausgangsleistung (FTC) 2 x 100 Watt (63Hz ~ 20kHz, Klirr 0,7%, 6Ω) 
    Stereo-Nennausgangsleistung (Klirr 10%) 2 x 130 Watt (1kHz, Klirr 10%, 6Ω) 
    Surround-Nennausgangsleistung (Klirrfaktor 0,7 %) 7 x 120 Watt (1 Kanal angesteuert, (1kHz, Klirr 0,7%, 6Ω) 
    Surround-Nennausgangsleistung (Klirrfaktor 10 %) 7 x 130 Watt (1 Kanal angesteuert, (1kHz, Klirr 10%, 6Ω) 
    Gesamtklirrfaktor 0,009% (1kHz, 50W, 6Ω) 
    Übertragungsbereich analoger Line-Eingang 10 Hz ~ 100 kHz, 0 dB ~ -3 dB 
    Übertragungsbereich (IHF'66) CD 10 Hz - 100 kHz, +0 dB - -3,0 dB 
    Signal/Rauschabstand (IHF '66): Line-In 95 dB 
    Signal/Rauschabstand (IHF'66): CD Eingang 105 dB 
    Eingangsempfindlichkeit/Impedanz: Line-In 300mV (47kΩ) 
    Eingangsempfindlichkeit/Impedanz: CD Eingang 550mV (25kΩ) 
    Eingangsempfindlichkeit/Impedanz: AV AUX-Eingang 550mV (25kΩ) 
    Eingangsempfindlichkeit/Impedanz: 6-Kanal-Eingang 550mV / 25kΩ 
    Ausgangspegel/Impedanz: Subwoofervorverstärkerausgang 1,3V / 2,2kΩ 
    Ausgangspegel/Impedanz: Aufnahme (Rec out) 500mV / 1kΩ 
    Klangeinstellung (Bässe) ± 9dB (bei 100Hz) 
    Klangeinstellung (Höhen) ±9dB (bei 10kHz) 
    Einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenz 40 Hz bis 200 Hz - in 10er-Schritten einstellbar

  • Technische Daten Video
    Videoformat (Videoanpassung) PAL/NTSC 
    Ein/Ausgangspegel: Videosignal (FBAS) 1Vss (Impedanz 75Ω) 
    Ein/Ausgangspegel: S-Videosignal (Y/C) 1Vss / 0,286Vss (Impedanz 75Ω) 
    Ein/Ausgangspegel: Komponentenvideosignal (YUV) 1Vss / 0,7Vss (Impedanz 75Ω) 

  • Technische Daten FM Tuner
    Frequenzabstimmbereich 87,5MHz ~ 108MHz 
    AM Tuner Spezifikationen
    Frequenzabstimmbereich 530 ~ 1610kHz 
    Leistungsangaben
    Max. Leistungsaufnahme 275 Watt 
    Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb Unter 0,4 Watt 

  • Gewicht und Abmessungen
    Abmessungen (B x H x T) 440 x 166 x 394 mm 
    Gewicht (netto) 11 kg

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Text: Carsten Rampacher
Datum: 08. Januar 2009