TEST: Panasonic Blu-ray Disc-Player DMP-BD10

29.06.2007 Autoren: Karsten Serck, Carsten Rampacher, Thomas Hermsen

Test-Equipment:

Der DMP-BD10A musste sich gegen harte Konkurrenz behaupten

Video-Equalizer

Der Panasonic DMP-BD10A verfügt über einen Video-Equalizer mit insgesamt sieben verschiedenen Bildeinstellmöglichkeiten. Diese können direkt über eigens zugewiesene Tasten aufgerufen werden, die sich ganz unten bei der Fernbedienung befinden. Die zwei Möglichkeiten zur Rauschunterdrückung sollte man  im Blu-ray Disc-Betrieb mit etwas Vorsicht genießen. Bei vielen, sehr gut gemasterten Blu-ray-Discs ist es besser, die Finger von der 3D-NR und der integrierten Rauschunterdrückung zu lassen, denn das Bild verliert sichtbar an Schärfe und wirkt leicht schwammig - und wirkliches Bildrauschen gibt es bei qualitativ guten Blu-rays sowieso nicht. Das Einzige, was augenscheinlich wird, ist die Körnigkeit des Filmmaterials, aber diese verstärkt nur den kino-mäßigen Bildeffekt und sollte nicht durch Rauschfilter bekämpft werden, zumal dies sich ohnehin als sinnlos erweist. Bei manchen Blu-rays mit älteren Mastern hingegen, die durchaus Bildrauschen verschiedener Art produzieren, können die Rauschfilter ganz nützlich sein, sofern man sich für eine eher "milde" Dosierung (3D-NR: Max. Stufe 2, Integrated NR: Max. Stufe 1) entscheidet. Generell nützlich ist hingegen die Schärfe-Einstellung, die eine Veränderung der Schärfe in jeweils sechs Schritten nach oben und unten erlaubt. Wir loben und kritisieren: Sehr gut ist, dass das Bild in Details wirklich schärfer und nochmals klarer wirkt, wenn man Stufen von + 2 bis + 4 für die zusätzliche Bildschärfe verwendet. Weniger gut ist, dass die Rasterung ein wenig zu grob ausfällt. 12 anstatt 6 Schritte in beide Richtungen (je nach Bildwiedergabegerät kann es gut sein, dass die Bildschärfe auch ein wenig herausgenommen werden muss, um Doppelkonturen oder einen unnatürlichen Bildeindruck zu vermeiden) wären die bessere Alternative. 

Die Möglichkeiten zur Kontrasteinstellung können bezüglich ihrer gesamten Wirksamkeit überzeugen, es sind wirkliche Optimierungen möglich, die, je nach Helligkeitssituation beim Filme anschauen, auch von Nöten sein können. Die Intensität der Farbwiedergabe kann mit der "Color"-Taste geregelt werden, auch hier ist eine deutliche Wirkung zu spüren. In den meisten Fällen bringen Veränderungen hier nur Disharmonie und keine Verbesserung. In 15 Schritten (von 0 bis + 15) lässt sich die Bildhelligkeit einstellen. Dies ist ausreichend sensibel. Dies kann man von der ebenfalls vorhandenen Gammakorrektur nicht ganz behaupten, hier sind fünf Schritte anwählbar, die auch einen kleinen Effekt bringen - für eine wirklich präzise Anpassung aber sollte sich die Gammakorrektur feiner dosieren lassen.

Bildqualität (Blu-ray Disc)

Steht das HDMI-Videoformat auf "automatisch", kommuniziert der DMP-BD10 mit dem Bildwiedergabegerät, welche Auflösung (bis maximal 1.080p/60) unterstützt wird

Der DMP-BD10A zeigt sich bei "Casino Royale" von seiner besten Seite: Die angenehme Farbgebung gefällt sehr gut, Farben werden sehr satt, mit ganz leicht warmem Einschlag, wiedergegeben. Auch nah beieinander liegende Farbnuancen differenziert der DMP-BD10A sauber auseinander. Die nicht zu grelle, gleichzeitig aber auch nicht zu düstere Wiedergabe von Weiß fügt sich nahtlos in unsere Eindrücke ein. Gleich zu Beginn des Hauptfilms, in der ersten, auf Madagaskar spielenden Sequenz, kann der DMP-BD10A seine Trümpfe ausspielen. Er detailliert sehr fein, wie sich beispielsweise bei Kameraeinstellungen zeigt, die den Sandboden fokussieren. Auch die Gesichter der Akteure erscheinen vielschichtig und detailliert. Ob Hautporen, Narben oder Bartstoppeln, der Panasonic-Player arbeitet nahezu alle Facetten klar heraus und kann damit auch exzellente Displays praktisch voll ausnutzen. Im Vergleich zum Pioneer BDP-LX70 erscheint das Bild des DMP-BD10A nicht ganz so messerscharf - wenn man jedoch mittels des Video-EQs nachregelt, kann man beinahe die identische Bildschärfe erreichen. Trumpfkarte des BDP-LX70 bleibt die 1.080p/24-Bildsignalausgabe. Mit den flüssigen Bewegungen auch bei langsamen Kamerafahrten und Bewegungen wird ein nahezu idealer Bildeindruck geboten. Diese Art der Signalausgabe beherrscht der DMP-BD10A nicht, das heißt, bei langsamen Kameraschwenks entdeckt man die für 1.080p/60 typischen Bildruckler. 

Überbewerten sollte man dieses Phänomen jedoch nicht, mit seinem sehr harmonischen und extrem rauscharmen Bild kann der Panasonic DMP-BD10 ohne Frage ausgesprochen gut gefallen. Im direkten Vergleich mit dem Samsung BD-P1000 stellten wir bei "Vertical Limit" und bei "Casino Royale" fest, dass der sehr günstige BD-P1000 visuell stärker zurückhinkt, als uns dies noch beim ersten Test des  DMP-BD10 aufgefallen ist. Wir haben extra auf sehr vielen Displays und mit sehr vielen anderen Zuspielern getestet, um die Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten noch präziser beziffern zu können. Im A/B-Vergleich mit 2 x der identischen Blu-ray-Disc, identisches HDMI-Kabel, Wiedergabe synchron gestartet, stellt der DMP-BD10A den BD-P1000 hinsichtlich aller Bildparameter in den Schatten. Der Panasonic zeigt praktisch kein Bildrauschen, während das Bild des BD-P1000 leicht verrauscht ist, zudem stellt der DMP-BD10A farbechter, schärfer und plastischer dar. Der dreidimensionale Eindruck, den "Vertical Limit" hinterlässt, zeigt sehr deutlich die Vorteile der neuen hoch auflösenden Discformate auf und beweist, wie harmonisch, differenziert und ausdrucksstark der DMP-BD10A darstellen kann. 

Als extrem leistungsstarker Gegner erweist sich einmal mehr die Sony PS 3 und Firmware 1.80. Die Playstation hat exakt ausbalancierte Farben ohne jegliche Tendenz ins Warme oder Kalte. Der minimal warme Einschlag des DMP-BD10A fehlt hier. Welche Farbgebung jeweils besser gefällt, ist Geschmackssache. Schon seit den ersten DVD-Player-Generationen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrtausends gehörte die sehr angenehme, harmonische, minimal warme Farbauslegung zu den Merkmalen von Panasonic DVD-Spielern. Daher kann man hier durchaus von einem firmenphilosophischen Ansatz sprechen. Einen anderen Ansatz verfolgt die PS 3, hier steht die maximal authentische Darstellung des Ausgangsmaterials im Fokus. Zurück zum Vergleich DMP-BD10A vs. PS 3. Die Sony-Konsole hat einen minimal höheren Bildhelligkeitspegel (in Werkseinstellung), was zu einem sehr brillanten Bild führt. Im direkten Vergleich wirkt die Bildwiedergabe des Panasonic mehr "Kino-like". Bei allen Vergleichen kann sich der DMP-BP10A in einer Disziplin einsam und allein an die Spitze setzen - die enorm tiefe Schwarzwiedergabe ist als beispielhaft zu bezeichnen. 

Schwierig ist es, HD DVD-Player und Blu-ray-Disc-Player mit HD-Material miteinander zu vergleichen. Zwar ist es kein Problem, Filmtitel aufzutreiben, die es sowohl auf Blu-ray als auch auf HD DVD gibt, aber man kann nie genau wissen, in welchen Faktoren etwaige Bildqualitätsunterschiede ihre Begründung haben. Wir haben es trotzdem gewagt und haben uns alle drei Mission Impossible-Teile als Blu-ray auf dem DMP-BD10 und als HD DVD auf dem Toshiba HD-EP10 und dem Toshiba HD-XE1 angeschaut. Beide Toshibas, insbesondere der HD-XE1, erzielen ein nochmals schärferes Bild - in Bezug auf die maximale Gesamtbildschärfe. Auch die Farben wirken bei bei beiden Toshiba-Playern sehr neutral, ohne erkennbare Einschläge. Mit noch mehr Brillanz und Dynamik schlägt der HD-XE1 hier den HD-EP10 in der internen Konkurrenz. Der DMP-BD10A allerdings gibt sich nicht geschlagen und kontert massiv: Mit dem besseren Kontrast und der tieferen Schwarzdarstellung erzielt er eine erstklassige Durchzeichnung, was der Panasonic alles auf den dunklen Bildbereichen an Strukturen herausholt, ist nahezu optimal und liegt sogar über dem Level des HD-XE1. Feine Details bei normalen Kontrastverhältnissen schält hingegen der HD-XE1 noch schärfer heraus. Bilanz: Das Gerät mit der "kino-mäßigeren" Wiedergabe ist der DMP-BD10, den größten HD-"Aha"-Effekt erzielt nach wie vor der HD-XE1 durch die meisterhafte Bildschärfe und Detailtreue. Überraschend ist, mit welch geringem Abstand der HD-EP10 folgt - von anderen Anwendern beobachtete Schwächen wie massive Kämme und Flimmern bei der 1.080p-Signalausgabe konnten wir beim HD-EP10 nichts erkennen - was selbstverständlich nicht heißen soll, dass wir die von anerkannten Experten beobachteten Schwächen nicht ernst nehmen. Vielmehr werden wir den HD-EP10 nochmals in Verbindung mit weiteren Bildwiedergabegeräten genau testen. 

Über den Komponentenausgang lassen sich Bildsignale bis 1.080i darstellen

Bildqualität (DVD)

Als Wiedergabegerät für herkömmliche DVDs bleibt der DMP-BD10 der Bildphilosophie treu, die dafür sorgte, dass Panasonic DVD-Spieler stets sehr beliebt waren: Im Mittelpunkt steht bei "Star Wars Episode III" stets eine hohe Gesamtharmonie. Der Panasonic versteht sich nicht als "Scharfmacher", der zugunsten einer maximalen Gesamtbildschärfe auf fließende Übergänge und ein augenfreundliches Bild verzichtet.

Sehr lobenswert arbeitet der interne De-Interlacer - bei allen Star Wars-Teilen sieht man dies gleich schon zu Beginn, als die schon legendäre Schriftrolle sehr ruhig und klar ihre Bahn durch Universum zieht. Die Jagd zu Beginn von Episode IV, als der imperiale Sternzerstörer mit Darth Vader an Bord Prinzessin Leias Konsulatsschiff verfolgt, erscheint praktisch ruckelfrei und ohne Nachzieheffekte auf dem Bildwiedergabegerät, wenn wir als Ausgabe-Einstellung "1.080p" gewählt haben. Der souveräne, stabile Gesamteindruck ist schon beinahe mustergültig zu nennen - ein so ruhiges Bild bietet der Pioneer BDP-LX70 im DVD-Betrieb nicht. Überhaupt kann sich der Panasonic - nach dem Plus an Bildqualiät, welche der BDP-LX70 durch die 1.080p/24-Bildsignalausgabe und die perfekte Farbdarstellung im Blu-ray-Betrieb noch verbuchen konnte - bei der Wiedergabe normaler DVDs vor dem BDP-LX70 platzieren. Das Bild wirkt tiefer, dynamischer und bietet dadurch den emotionaleren, intensiveren Gesamteindruck. Es gibt DVD-Player, die holen aus allen Star Wars-Episoden noch mehr heraus - zu nennen wäre hier insbesondere der superbe Denon DVD-3930 - aber der DVD-3930 ist dafür kein Blu-ray-Player, und deutlich teurer als der mittlerweile fair kalkulierte DMP-BD10A ist er auch. Für eine Kombination aus Blu-ray- und DVD-Player agiert der Panasonic auch im DVD-Modus tadellos, er schlägt den Samsung BD-P1000 genauso wie den BDP-LX70. Seinen Meister bezüglich eines HD-Players, der auch noch DVDs abspielt, findet der DMP-BD10 bezüglich der Qualität bei der Wiedergabe normale DVDs im Toshiba HD-XE1, der mit seiner erstklassigen Plastizität und der exzellenten Gesamtbildschärfe sogar dem Denon DVD-3930 massiv Konkurrenz macht. 

Übrigens: Bei der 720p-Signalausgabe erzielt der DMP-BD10A ebenfalls sehr gute Ergebnisse, das Bild wirkt sogar minimal ruhiger als im 1.080p-Modus. Dafür büßt man minimal, aber sichtbar an Detaillierung und Durchzeichnung ein.  Der De-Interlacer gibt sich auch im 720p-Betrieb keine Blöße und liefert ein sauberes Bild mit flüssiger Bewegungswiedergabe. 

Fazit Bildqualität

Der DMP-BD10A begeistert mit seinem angenehmen Bild, das authentisches Kino-Flair ins Wohnzimmer transportiert. Stundenlangen Film-Sessions steht somit nichts im Wege. Die Schwarzwiedergabe des Panasonic ist perfekt, der Kontrast ist erstklassig. Bis auf die fehlende 1.080p/24-Unterstützung kann man dem Player nichts vorwerfen. Als normaler DVD-Spieler werden sehr gute Ergebnisse erzielt. Gesamtnote (in Relation zum Preis): 

Ausgezeichnet - hervorragend 

Tonqualität

Noch nicht möglich ist es, Dolby TrueHD und DTS-HD als Bitstream über die HDMI-Schnittstelle auszugeben

Akustisch begeistert der DMP-BD10A nahezu restlos - hier unsere Eindrücke:

DTS-HD Master Audio: Obwohl er noch kein DTS-HD Master Audio decodieren kann, ertönen auf DTS 5.1 herunter gerechnete DTS-HD Master Audio-Tonspuren enorm dynamisch, druckvoll und detailreich. Die wilde Verfolgungsjagd Rakete-Jet bei "Im Fadenkreuz" wird sehr authentisch und nachdrücklich übertragen. Auch "Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman" erklingt sehr vielschichtig und realistisch. Gleich zu Beginn, als die Panzer durch die Wand in die Bank eindringen, überzeugt der präzise Bassbereich, der gleichzeitig kraftvoll und räumlich auftritt. Bei "Königreich der Himmel" vermag sich der DMP-BD10A mit seiner sehr feinfühligen Einarbeitung kleiner akustischer Einzelheiten erneut hervorragend in Szene zu setzen. Ob es das Schmieden von Schwertern oder die charismatische Stimmwiedergabe ist - der Panasonic-Player lässt das klangliche Gewand des Soundtracks in nahezu allen Nuancen lebendig werden. Bei verschiedenen Musikstücken der Pat Metheny Group (Blu-ray "The Way Up - Live") begeistert die filigrane Wiedergabe des Hi-Hat und der grandios auflösende Klang in seiner Gesamtheit. Alles wirkt wie aus einem Guss, trotzdem wird jedes Instrument individuell ausgezeichnet präsentiert. 

Dolby TrueHD: Bei "Legends of Jazz" (Blu-ray mit Dolby TrueHD-Tonspur) vermittelt der DMP-BD10A eine sehr authentische Live-Kulisse. Der gesamte musikalische Vortrag wirkt in sich geschlossen und stimmig, mit feingliedrigen Übergängen, die Details ans Tageslicht holen, die man ansonsten auf dem Weg zu einer kompletten Gesamtwiedergabe vermisst hatte. Gerade feine klangliche Eigenheiten von Instrumenten und vokale Einzelheiten werden klar und prägnant herausgearbeitet. Die Fähigkeit des DMP-BD10A, dynamisch, nachdrücklich und präzise zu agieren, wird auch bei dieser Blu-ray deutlich.

DTS/Dolby Digital: Auch bei herkömmlichen DTS- und Dolby Digital-Tonspuren vermittelt der DMP-BD10A viel klangliches Flair. Besonders beeindruckt wieder die gelungene Synthese aus grob- und feindynamischer Qualität. Ganz gleich, ob massive Effektkombinationen oder sehr stimmbetonte Sequenzen - bei der Star Wars Episode III erzielt der Panasonic-Player Leistungen, die bezüglich der Decoding-Qualität mancher 1.000 EUR AV-Receiver nicht erreicht. Dabei bleibt der gesamte Klang immer angenehm und differenziert, auch bei hoher Lautstärke wirkt der DMP-BD10A nie aufdringlich oder aggressiv. 

DVD-Audio: Wer denkt, dass die Wiedergabe von DVD-Audio-Discs nur ein kleines Bonus-Feature darstellt, der irrt gründlich. Bei Eric Claptons DVD-A "Reptile" gefällt die natürlich-authentische Art, die der DMP-BD10A an den Tag legt. Er spielt für ein solches Gerät (das nicht als High-End-DVD-A-Player konzipiert ist) erstaunlich flüssig und nuanciert, so dass man durchaus eine hochwertige Audio-Wiedergabekette in Verbindung mit dem DMP-BD10A einsetzen kann. Er liefert eine sehr ausgewogene Front-/Surroundbalance, was für ein harmonisches, homogenes Klangbild sorgt. Die Trennung von Stimmen und Instrumenten gelingt exzellent. 

Audio-CDs analog: Auch bei der Wiedergabe von Audi-CDs über den analogen 2-Kanal-Ausgang setzt sich der DMP-BD10A sehr gut in Szene. Sein natürlicher, nie fade-emotionsloser Sound, die klare Stimmwiedergabe und die guten Fähigkeiten bei der Einarbeitung von instrumentalen Details beweisen, dass sich der Panasonic-Player als die Audio-Maschine unter den Blu-ray-Playern versteht. Er kann mit einem guten Mittelklasse-CD-Player akustisch daher konkurrieren, auch der straffe, gut gestaffelte Bassbereich, dem es trotzdem nicht an Nachdruck fehlt, ist sehr zu loben.

Digitalklang optischer/koaxialer Ausgang: Es sind keine klanglichen Unterschiede auszumachen, ganz gleich, ob man den optischen oder den koaxialen Digitalausgang anwählt. Das akustische Ergebnis ist immer von allerhöchster Güte: Fein auflösend, sauber und brillant sorgt der DMP-BD10 für eine große Überraschung. Nie wird irgendein klanglicher Anteil überrepräsentiert, immer handelt der DMP-BD10A im Sinne einer optimalen akustischen Gesamtbalance. Der Hochtonbereich stellt mit hoher Strahlkraft dar und wirkt sehr dynamisch und lebendig. 

Digitalklang/HDMI: Klanglich ist die Auslegung praktisch identisch zu der, die wir bei Verwendung des optischen oder koaxialen Digitalausgangs gehört haben. Mit hoher klanglicher Tiefe, enormer Präzision und sehr guter Dynamik erzielt der DMP-BD10A auch hier erstklassige Ergebnisse. 

Gesamtnote Klang in Relation zum Preis-/Leistungsverhältnis: Hervorragend. 

Fazit

Der Panasonic DMP-BD10A ist attraktiver denn je - nicht nur wegen der brandaktuellen erneuten Senkung des UVPs auf 999 EUR (Marktpreis ca. 100 EUR darunter), sondern auch wegen der Möglichkeit, über den internen Decoder DTS-HD High Resolution Audio und Dolby TrueHD wiederzugeben. Somit können nun beinahe alle Vorteile der Blu-ray Disc aus audiovisueller Sicht genossen werden - nur die 1:1 Decodierung von DTS-HD Master Audio fehlt noch, ebenso eine 1.080p/24-Bildsignalausgabe. Allerdings: Der Pioneer BDP-LX70, der als Standalone-Player-Konkurrent die 1.80p/24-Bildsignalausgabe beherrscht, bietet nicht die selben umfangreichen akustischen Eigenschaften wie der DMP-BD10A - dies wird sich allerdings wohl in Kürze teilweise durch ein gerade von Pioneer angekündigtes Update ändern. Alle aktuellen Beobachtungen zeigen es uns: Den "perfekten" Blu-ray-Player gibt es derzeit nicht, zieht man aber die exzellenten klanglichen Leistungen und das sehr harmonische, angenehme, Kino-artige Bild mit ins Kalkül, kommt der preislich auf einem absolut fairen Level operierende DMP-BD10A dem Ideal schon sehr nahe. Auch als Wiedergabegerät für herkömmliche DVDs ist der Panasonic sehr gut geeignet. Er kommt zwar nicht ganz an Denons Top-Player und an den Toshiba HD-XE1 bezüglich der Bildgüte bei normalen DVDs heran, aber das Gebotene ist für eine sehr ansprechende visuelle Wiedergabe normaler DVDs mehr als ausreichend. Aus klanglicher Sicht hält der Panasonic alle HD DVD- und Blu-ray-Konkurrenten auf Distanz, denn was er hier leistet, verdient höchsten Respekt. Der eingebaute Decoder agiert schon im normalen DTS/DD-Betrieb frisch, kräftig und zugleich sensibel, und mit seiner Möglichkeit, auch Dolby TrueHD zu decodieren, wird eine nochmals höhere akustische Performance geboten, die sich in exzellenter Dynamik und höchster Präzision niederschlägt. Die Ausstattung des DMP-BD10A ist reichhaltig, das Setup enthält alle aus audiovisueller Sicht relevanten Parameter. Die zu langsamen Lade- und Zugriffszeiten hingegen wären noch zu verbessern, zuverlässig arbeitet das Laufwerk jetzt schon. Insgesamt verhindern die kleinen Mängel nicht, dass der DMP-BD10A gerade in Anbetracht der Preissituation eine klare Empfehlung der Redaktion ausgesprochen bekommt - denn wenn man alles zusammen fasst und man eine möglichst hochwertige Mischung aus klanglicher Leistungsfähigkeit, visueller Güte und reichhaltiger Ausstattung sucht, führt aktuell kein Weg am DMP-BD10A vorbei. 

Fasst man die audiovisuelle Leistungsfähigkeit, den Ausstattungsumfang und das Preis-/Leistungsverhältnis zusammen, bietet der DMP-BD10A derzeit ein unschlagbares Gesamtpaket

Blu-ray/HD DVD-Player Oberklasse
Preis-/Leistungsverhältnis
Pro:
  • Im Blu-ray-Betrieb höchst angenehmes und zugleich klares Bild
  • Sehr gutes Bild bei der Wiedergabe herkömmlicher DVDs
  • Ausgezeichneter interner De-Interlacer und Scaler
  • Nützlicher Video-EQ auch für den Blu-ray-Betrieb
  • Exzellenter interner Decoder, der auch DTS-HD High Resolution Audio und Dolby TrueHD beherrscht
  • Interessantes Preisniveau
Contra:
  • Kein 1:1 Decoding von DTS-HD Master Audio
  • Keine 1080p/24-Wiedergabe

Technische Daten des Panasonic Blu-ray-Spielers DMP-BD10A

ABSPIELFORMATE
Blu-ray Disc
BD-Video / DVD-Video / DVD-Audio •/•/•(7.1)
DVD-RAM / DVD-R / -R[DL]/ -RW / +R / +R[DL] / +RW •/•/•/•/•/•/•
SVCD / Video-CD / Audio-CD / HDCD •/•/•/•
MP3 von CD-R / -RW
JPEG von CD-R / DVD-RAM •/•
VIDEO-FEATURES
Video D/A-Wandler(MHz) 297/14bit
P4HD (Precision Progressive Processing für HD)
Progressive Scan: PAL/NTSC •/•
Digital Noise Reduction für das Bild
Bildeinstellungen (u.a. Gamma Korrektur)
Normal/Cinema1+2/Animation/Dynamik •/•/•/•
NTSC-Wiedergabe
AUDIO-FEATURES
192kHz/24 bit Audio D/A-Wandler
Multi Digital Remaster
dts/DolbyDigital /DD Plus/Dolby TrueHD/dts-HD Dekoder •/•/•/•/•
Advanced Surround
PCM-Audio / MPEG 2 Ton •/•
Dialog-Lautstärke-Modus
Dynamik Kompression
Highspeed-Scan 200x
BEDIENFREUNDLICHKEIT
Menüführung (GUI) / Kapitelrückschau •/•
Navigations-Menü (MP3/JPEG)
Progress Indicator
Fernbedienung
ANSCHLÜSSE
HDMI / HDAVI-Control •/•
optisch/coaxial •/•
Scart (RGB, S-Video, Video)
Componenten Ausgang (YUV)
S-Video Ausgang Hosiden / Video-Ausgang •/•
Audio-Ausgang 7.1 / 5.1 / 2.0 •/•/•
ALLGEMEINE DATEN
Abmessungen (B x H x T) 43,0 x 8,5 x 33,1 cm
Gewicht in kg 4,7 kg
Farbe schwarz
Unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt. 999 Euro

Test: Karsten Serck, Carsten Rampacher, Thomas Hermsen
Datum: 27. Juni 2007

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