TEST: Klipsch Synergy 7.2-System - Höchste Dynamik dank Hochton-Horn? (1/3)

03.08.2006 (cr)

Einführung

Viel Dynamik, ein exzellenter Wirkungsgrad und massiver Bassdruck: Alles Eigenschaften, die den Home Theatre Liebhaber außerordentlich ansprechen. Unser Klipsch Synergy 7.2-Setup, bestehend aus zwei F-3 Frontboxen, vier Regallautsprechern vom Typ B-3 als Surround- und Back Surround-Speaker, einem C-3 Centerlautsprecher und zwei Sub-10 Aktivsubwoofern mit 420 Watt B.A.S.H.-Endstufe sollen für den vergleichsweise kleinen Preis von 2.693 € alle diese Wünsche für eine effektvolle Filmtonwiedergabe wahr machen. Wir gingen in dem nun folgenden Test der Frage nach, ob das Klipsch-Ensemble diese Ansprüche auch tatsächlich erfüllt - und hörten genau hin, was denn der Musikfreund vom 7.2 Setup mit den Klipsch-typischen Hochton-Hörnern erwarten kann. Lassen Sie sich überraschen!

Verarbeitung

Im Hörraum prallten während unsere groß angelegten letzten Testreihen Extreme aufeinander: Auf der einen Seite das Jamo A775HCS4, welches mit seiner eleganten Optik und extremer Hochwertigkeit bei Verarbeitung und Materialauswahl glänzen kann, und auf der anderen Seite das Klipsch-System, das von einem mit professionellen Beschallungsanlagen beladenen LKW heruntergefallen sein könnte: Privat-Disco-Ensemble versus Glanzlichter fürs noble Wohnambiente. Die Klipsch-Boxen sind allesamt robust verarbeitet, Liebe zum Detail oder eine besondere Oberflächenqualität darf man jedoch nicht erwarten. Wenigstens haben die Frontlautsprecher Bi-wiring-Terminals, während die Regalboxen und der Center mit normalen Single-wiring-Terminals auskommen müssen. Der aktive Subwoofer verfügt über Schraub-Hochpegelanschlüsse, und die Cinchbuchsen sind vergoldet. Die Gehäuseecken sind nicht besonders attraktiv ausgestaltet, dafür sind die Passungen der Chassis exakt ausgeführt. 

Das Gehäuse des Centerlautsprechers besteht aus Kunststoff 

Frontlautsprecher F-3 mit Bi-wiring-Terminals

Sehr einfaches Terminal an den Regallautsprechern B-3

Die Gehäuseecken könnten eine etwas sorgfältigere Ausgestaltung vertragen

Solides Anschlussfeld des aktiven Subwoofers

Von hinten betrachtet sind die Gehäuse aller Komponenten ordentlich verarbeitet, besondere Liebe zum Detail ist aber auch hier nicht zu finden

Übersicht:

(Noten: Ungenügend, mangelhaft, ausreichend, befriedigend, gut, sehr gut, ausgezeichnet, hervorragend, perfekt plus alle Zwischennoten)

Merkmal

Klipsch Synergy 7.2-System

Erster optischer Eindruck

befriedigend

Oberflächenqualität

befriedigend

Qualität der Gehäuseecken/Passungen

befriedigend

Qualität der Anschlussterminals inklusive aktivem Subwoofer

befriedigend - gut

Qualitätsniveau in Anbetracht des Kaufpreises

befriedigend

Fazit

Robust ist das Synergy-Set - aber es ist auch etwas lieblos und wenig attraktiv gestaltet. Etwas für sehr technisch orientierte Anwender. Gesamtnote: Befriedigend

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