TEST: Die erste LCD-REFERENZ! Toshibas 32WL58P setzt Maßstäbe(2/4)
Anschlussmöglichkeiten

Besonderes Kennzeichen des Toshiba 32WL58P ist der gleich in zweifacher Ausführung verfügbare HDMI-Anschluss. Dadurch hat der Anwender weitaus mehr Flexibilität wie mit lediglich einer HDMI-Verbindung. Pioneer bietet bei der neuen 6G-Baureihe auch zwei HDMI-Anschlüsse an, ebenfalls kommt von TechniSat ein neuer LCD-TV (32 Zoll) mit 2 x HDMI. Die Vorteile liegen auf der Hand: Da die HD-ready-Zukunft HDMI spricht, werden immer mehr Zuspieler über ein solches digitales audiovisuelles Interface verfügen. Das heißt: Nicht nur der DVD-Player, sondern beispielsweise die HDTV Set Top Box ist mit einer HDMI-Schnittstelle ausgestattet. Dann ist es ungemein praktisch, wenn man ohne separaten und teuren HDMI-Switcher beide Zuspieler direkt am TV anschließen kann.  Aber auch ansonsten gibt es keinen Anlass zur Klage, der 32WL58 trumpft mit seinem beinahe konkurrenzlos reichhaltigen Anschlussangebot auf. 

Zwei HDMI-Eingänge sorgen für hohe Zukunftssicherheit

Auch ein FBAS/Cinch-Stereo-AV-Eingang mit S-Video-Beschaltung ist vorhanden

"Maximum Connectivity": Zusätzlich sind noch drei Scartbuchsen mit an Bord

Zum Support der eingebauten Lautsprecher kann man noch über Cinch einen externen aktiven Subwoofer anschließen

Gleich drei Scartbuchsen sorgen dafür, dass auch ältere Geräte problemlos und zahlreich Verbindung zum Hightech-LCD aufnehmen können. Für den Anschluss z.B. eines analogen Camcorders bietet der 32WL58P auch eine S-Video-Hosiden-Buchse. Wer seinen PC analog anschließen möchte, findet einen entsprechenden D-Sub analog RGB-Anschluss. Natürlich ist auch ein Terminal für die hochwertigste analoge Anschlussart vorhanden: Allerdings wie üblich am Markt gibt es nur einen Komponenten-Eingang. Schon oft haben wir darauf hingewiesen: Es wäre unserer Ansicht nach sinnvoller, eine Scartbuchse zugunsten eines weiteren Komponenten-Anschlusses zu opfern, gerade bei einem modernen Bildwiedergabegerät wie einem LCD-TV. Gut: Wer für Unterstützung im Bassbereich einen aktiven Subwoofer anschließen möchte, kann dies ebenfalls tun, es befindet sich eine extra "Woofer"-Cinchbuchse als Pre-Out. 

Die Abschlüsse in der Übersicht:

Eingänge:

  • 3 x Scart

  • S-Video

  • Cinch AV (Stereo-Cinch plus FBAS)

  • Komponente

  • 2 x HDMI

  • PC-Eingang (D-Sub)

Ausgänge: 

  • Audioausgang

  • Separater Subwoofer-Ausgang

  • Kopfhörerausgang

Menüführung und Einstellmöglichkeiten, Bedienung

In dieser Disziplin möchten wir Ihnen zeigen, welche Konfigurationsmöglichkeiten der 32WL58P bietet. Die Shots der OSD-Menüs sind in Schwarzweiß gehalten, in Wirklichkeit sind sie jedoch natürlich in Farbe. 

Der 32WL58 bietet, wie die meisten TV-Geräte heutzutage, eine Auto Setup-Funktion. Bei Toshiba nennt sich das "Quick Setup". 

Nach der Wahl der Sprache drückt man "OK" auf der Fernbedienung, dann startet die automatische Sendersuche:

Unter " Einstellungen" kann man alle für die Sendersuche relevanten  Funktionen unter Kontrolle halten und individuell konfigurieren. Hinter "AV-Anschluss" ist folgendes Submenü zu finden:

  1. HDMI 1 Ton: Wenn der Zuspieler keinen digitalen Ton über HDMI supportet (das ist z.B. dann der Fall, wenn eine DVD-Player, der lediglich über einen rein visuellen DVI-Ausgang verfügt, mit dem Toshiba mittels eines DVI/HDMI-Adapterkabels verbunden wird), dann kann man den Ton über HDMI ausschalten, was dann die Möglichkeit eröffnet, ein zusätzliches separates Audiokabel am TV anzuschließen. 

  2. HDMI Ton 2: Dasselbe für die 2. HDMI-Buchse

  3. EXT3-Eingang: Hiermit wird die Art des Signals bestimmt, das an SCART 3 (EXT3) an der Rückseite des Fernsehgerätes geleitet wird. 

  4. EXT3-Ausgang: Hiermit kann man die an SCART 3 angeschlossene Ausgabequelle auswählen. Um beispielsweise Sendungen in Stereo aufzunehmen, muss die betreffende Quelle, z.B. einen Satellitenreceiver, an SCART 1 und den DVD-Recorder an SCART 3 anschließen. Man wählt dann dann EXT1 als EXT3-Ausgang aus. Das über SCART 1 empfangene Signal wird dann direkt über SCART 3 ausgegeben. Optionen bei EXT3 Ausgang: 
    Monitor = das auf dem Bildschirm
    angezeigte Bild.
    EXT1 = das Bild des an SCART 1
    angeschlossenen Gerätes.
    EXT2 = das Bild des an SCART 2
    angeschlossenen Gerätes.
    EXT5 = das Bild des über die Eingangsbuchsen
    angeschlossenen Gerätes.
    TV = die letzte Programmauswahl am
    Fernsehgerät.

  5. Bass: Externe oder interne Basswiedergabe (extern bei Anschluss eines aktiven Subwoofers)

  6. Audioausgang: Zuweisung des Audioausgangs

Zurück zur Sendereinstellung. Ist man mit der automatischen Sender-Anordnung nicht einverstanden (bei jedem uns bekannten Gerät kann es manchmal zu Ungereimtheiten kommen, wie dass das ZDF auf dem 1. Programmplatz ist, wo man gewohnheitsmäßig die ARD sucht), kann man mittels der Funktion "Programme ordnen" Umstrukturierungen vornehmen:

Selbstverständlich ist wahlweise auch eine komplett manuelle Sendersuche möglich, die sich unserer Meinung nach aufgrund des erhöhten Zeitbedarfs aber nicht lohnt. Sehr praktisch: Durch Drücken der Taste OK kann auf dem Bildschirm jederzeit eine Liste mit allen gespeicherten Programmen und extern angeschlossenen Geräten angezeigt werden. Zum Markieren drückt man auf der Fernbedienung die Tasten P und Q und zur Auswahl die Taste OK.

Kommen wir als nächstes zum Klang-Menü:

Hier finden sich zusätzlich zu den elementaren Parametern Bass, Höhen und Balance noch erweiterte Einstellmöglichkeiten. Hinter 2-Kanalton verbirgt sich die obligatorische Möglichkeit, bei einem in 2 Sprachen vorgetragenen Film (z.B. Mono Deutsch Tonspur 1/Mono Englisch Tonspur 2) zwischen den Tonspuren hin- und herzuschalten. Mit der Funktion "Aut. Lautstärkeanpassung" werden hohe Lautstärkepegel begrenzt und extreme Lautstärkeschwankungen verhindert, die beim Umschalten des Kanals oder beim Einblenden eines Werbeblocks während einer Sendung auftreten können. Hinter "WOW" verbergen sich verschiedene schaltbare Effekte. 

Mit WOW™ kann ein Stereosignal in virtuellen Raumklang umgewandelt und über die Lautsprecher des Fernsehers ausgegeben werden. Mit der Option SRS 3D kann die Klangharmonie verbessert werden. Mit der Option FOCUS wird eine besonders klar ortbare Stimmwiedergabe erreicht. Mit TruBass kann  der Anwender die Basswiedergabe anpassen. 

Nun kommen wir zu einem wichtigen Punkt - den verschiedenen Bildanzeigeformaten:

Insgesamt erweist sich die Auswahl, die Toshiba anbietet, als praxisgerecht und gelungen. Alle Modi erfüllen gut ihren Zweck, auch "Super Live" und "KIno", in letzterem Modus können auch 2,35:1 Filme bildschirmfüllend angezeigt werden. 

Als nächstes widmen wir uns dem Bildmenü:

Im Grund-Bildmenü kann man verschiedene Funktionen deaktivieren oder aktivieren.  Der "Kino Modus" hat zur Aufgabe, eine optimale Wiedergabequalität bei Filmmaterial zu garantieren. Aktiviert man die Option "Farbmanagement", stehen erweiterte Farb-Einstellmöglichkeiten (siehe Erklärungen weiter unten) zur Verfügung.  Hinter "Bildeinstellung" verbirgt sich folgendes Submenü:

Alle Standardparameter finden sich hier. "Panelhelligkeit" regelt die Stärke der Hintergrundbeleuchtung, während sich "Helligkeit" um die Gesamt-Helligkeit des gezeigten Bildes kümmert. Des weiteren gibt es mit "Tag, Abend und Nach" drei voreingestellte Optionen. Unter "eigene Einstellung" kann der Anwender seine eigenen
Einstellungen speichern. Wenn man im Bildmenü nach der Option "Schärfe" weiter nach unten scrollt, kommt der 2. Teil der einstellbaren Bildparameter:

Eine Schwarzwert-Erweiterung verbirgt sich hinter dem Punkt "Schwarzanp.", dunkle Bildanteile werden hier noch ein wenig effektvoller wiedergegeben als in "Aus"-Position. Ebenfalls findet sich eine Rauschunterdrückungsfunktion (MPEG Rauschreduz.), die überraschend gut arbeitet: Das Bild erscheint sichtbar sauberer. Neben der MPEG Rauschreduzierung gibt es noch einen weiteren Rauschfilter (DNR, Digital Noise Reduction). Diese zeichnet das Bild weicher, reduziert gleichzeitig aber unschönes grobkörniges Rauschen (z.B. bei manchen TV-Sendungen von qualitativ schlechteren Sendern von Vorteil). Die Farbtemperatur ist in drei Stufen einstellbar (kalt, normal, warm), was dem üblichen Standard entspricht. Darüber hinaus jedoch verfügt der 32WL598 noch über ein spezielles Farbmanagement. Die Einstellungen hier sollten einem erfahrenen Anwender vorbehalten bleiben, der mit Geduld und Geschick noch wirkungsvolle Optimierungen, je nach angeschlossener Quelle, vornehmen kann. 

Der 32WL58P verfügt noch über weitere Menüs - z.B. das Menü "Funktion.

Hier kann der Anwender Einstellungen zum Videotext vornehmen oder, z.B. wenn Kinder im Haushalt sind, das Bedienfeld am TV sperren. Wählt man die Option "Auto-Format", wird die Sendung unabhängig von der aktuellen Bildformateinstellung des Fernsehers automatisch im Breitbildformat angezeigt. "Grauer Bildschirm" zeigt bei fehlendem Eingangssignal einen grauen Bildschirm und schaltet den Ton aus. Mit der Funktion "Zoom Balken" kann man die im Format 4:3
oder 14:9 jeweils an den Bildschirmrändern sichtbaren Streifen heller oder dunkler einstellen. Dadurch wird ein Nachleuchten des Streifenbildes vermieden und ein entspannteres und angenehmeres Fernseherlebnis ermöglicht, da man das das Bild an helle oder dunkle Lichtbedingungen anpassen kann. Des Weiteren gibt es einen internen Timer, dessen Menü folgendermaßen aussieht:

Ein- und Ausschaltzeit sowie das gewünschte Einschaltprogramm können hier eingegeben werden. Für den PC-Betrieb - wir erinnern uns, der 32WL58P hat eine analoge D-SUB-PC-Buchse - ist auch ein Menü vorgesehen:

Hier kann die Bildlage korrigiert und angepasst werden, und zwar horizontal (Lage/Breite), vertikal (Lage), die Bildhöhe, die Funktion Clock phase gleicht das PC-Signal an das LC-Display an. Durch die Einstellung dieser Funktion können störende waagerechte Streifen und Unschärfen im Bild beseitigt werden. Mit der Funktion Sampling clock kann die Anzahl der Impulse pro Bildabtastung eingestellt werden. Dadurch können ggf. im Bild störende senkrechte Streifen beseitigt werden.

Die Fernbedienung überzeugt mit griffgünstig untergebrachtem Navigationskreuz

Die Bedienung des 32WL58P geht sehr leicht von der Hand. Nach kurzem Studium der Bedienungsanleitung kann man einen Großteil der Menüs verstehen. Für die Zukunft wünschen wir uns jedoch in Bezug auf die Bedienungsanleitung mehr Präzision und mehr Treffsicherheit bei der Erklärung der Funktionen - besonders Neueinsteiger können sonst nicht richtig über die Funktionsvielfalt des 32WL58 aufgeklärt werden. Die Fernbedienung ermöglicht eine sehr einfache Bedienung, sie ist nicht mit Tasten überfrachtet und hat ein griffgünstig untergebrachtes Navigationskreuz.

Bewertung

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