Wehrlos - Die Tochter Des Generals

The General's Daughter

Studio

Paramount Pictures (1999)

DVD-Anbieter

Paramount Home Entertainment (2000)

Laufzeit

ca. 136 min.

FSK

12

Regie

Simon West

Darsteller

John Travolta, Madeleine Stowe, James Cromwell,Timothy Hutton u.a.

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1
3. Tschechisch, Dolby Surround
4. Ungarisch, Dolby Surround
5. Regiekommentar, Dolby Surround

Untertitel

Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Holländisch, Finnisch, Deutsch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 25 EURO
Film  

Paul Brenner (John Travolta) hatte noch nie sonderlich viel Glück mit Frauen: Das Schäferstündchen mit seiner letzten großen Liebe Sarah Sunhill (Madeleine Stowe) ist bereits einige Jahre her und wurde jäh durch ihren mit der Waffe drohenden Verlobten gestoppt. Brenner arbeitet für den CID, die interne Polizei des Militärs. Bei einem Besuch auf einem Stützpunkt platzt ihm ein Autoreifen. Mangels Werkzeug gestaltet sich der Reifenwechsel nicht so einfach, doch zum Glück hilft ihm eine attraktive Soldatin weiter. Als er sich einen Tag später bei Ihr für die Hilfe bedanken will, werden Brenners Annäherungsversuche kühl abgeblockt. Bereits nach kurzer Zeit kommt es zu einer weiteren Begegnung. Doch diesmal ist die Soldatin tot - offensichtlich vergewaltigt - und Brenner muss den Mörder finden. Vollkommen unerwartet taucht auch Sarah am Tatort auf. Sie soll Brenner als CID - Expertin für Vergewaltigungsfälle unterstützen. Schlimmer hätte es für Brenner nicht kommen können, muss er doch nicht nur den Tod einer Frau aufklären, der er gerne den Hof gemacht hätte, sondern auch gleichzeitig gegen alte Emotionen kämpfen, die er schon lange verdrängt geglaubt hatte. Doch es kommt noch besser: Denn die Ermordete war ausgerechnet die Tochter des hochdekorierten Armee - Generals John Campbell, der nach einer steilen Karriere beim Militär kurz vor dem Einstieg in die Politik steht und bei den nächsten Präsidentschaftswahlen Vizepräsident werden möchte. Behutsam aber deutlich wird Brenner nahegelegt, er solle die Interessen des Militärs bei seinen Ermittlungen stets im Auge behalten. Und das, obwohl er als CID - Angehöriger eigentlich über dem Militär steht und unabhängig von der Ranghöhe Festnahmen vornehmen darf. Für Sunhill und Brenner kein leichter Job. Schließlich drängt der General auch noch auf eine schnelle Aufklärung, denn nach 36 Stunden darf das FBI die Ermittlungen übernehmen...

Simon West, der bereits "Con Air" auf Hochglanz polierte, setzt auch bei "The Generals´s Daughter" auf weitausschweifende Kamerafahrten und malerische Optik. Die gesamte Szenerie des Films erstrahlt in leuchtenden Farben, die perfekt zur drückenden Schwüle der Südstaatenumgebung des Drehortes passen. Im Gegensatz zu dem sehr reißerisch gestalteten Trailer, der den Eindruck beinharter Action vermittelt, ist "The General´s Daughter" in Wirklichkeit ein sehr kühler und dezenter Krimi, der sich durch sehr viel Detailtreue und stellenweise recht langatmige Dialoge auszeichnet. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich ein wenig verworren und anstrengend. Zum Glück gibt es da so hervorragend agierende Schauspieler wie John Travolta und James Woods, die sich in einem gekonnten Rededuell an die Wand spielen und den Film deutlich aufwerten.

 

Bild  

Das Bild würde ohne Zweifel sechs Sterne bekommen - wenn die Bildschärfe noch etwas besser wäre. Leider sinkt sie stellenweise auf ein Niveau ab, in dem die im Bild gezeigten Gegenstände leicht verschwommen abgebildet werden. Dazu ergänzen sich leichte Bewegungsunschärfen. Doch das ist so ziemlich das einzige, was leichte Mängel aufweist, ansonsten überzeugen die visuellen Qualitäten von "The General's Daughter". Der Kontrastumfang ist gleichbleibend gut bis sehr gut, auch in den Szenen, die im Dunkeln spielen. Die Farbgebung ist genauso gelungen wie die Detailwiedergabe, die nur leicht unter der manchmal nicht perfekten Bildschärfe leidet. Die Kompression ist nahezu mängelfrei.

 

Ton   

Eine weitaus bessere Bewertung als bei der Code 1-DVD erringt die Code 2-Fassung  in der Tonwertung: Die Dolby Digital 5.1-Tonspur weiß im englischen Original sowie in der deutschen Synchronfassung absolut zu gefallen. Besonders hervorstechend: Der ungemein kraftvolle und trotzdem verzerrungsfreie Basswiedergabe (zum Beispiel in Chapter 6). Ebenfalls gelungen: Der in großen Teilen des Films weiträumige Raumgefühl, das aus der sehr guten Integration der beiden Surroundkanäle resultiert. Die Effekte sind ausgezeichnet positioniert und nutzen häufig die Möglichkeiten diskreten 5.1-Sounds. Das trifft zum einen auf die "großen" Effekte, die allerdings eher spärlich eingearbeitet sind  - minutenlange Effektfeuerwerke sucht man vergeblich . Zum anderen sind auch die Umgebungsgeräusche sauber eingebaut: So klingen die stellenweise quer durch den Raum fliegenden Hubschrauber sehr real, auch die Geräusche der Natur mitten in der Nacht sind detailreich integriert und sorgen für räumliche Harmonie. Passend zum guten Gesamteindruck sind auch die gelungene Wiedergabe der Stimmen: Stets verständlich, nicht überrepräsentiert und bis auf ganz wenige Ausnahmen verzerrungsfrei. Der Music Score erklingt an den entsprechenden Stellen raumfüllend und dynamisch auf allen Kanälen.

 

Special Features  

Für die bislang eher karg ausgestatteten Paramount-Code 2-DVDs besitzt diese DVD richtig viel Bonusmaterial:  So nicht nur einem Audio - Kommentar mit Regisseur Simon West, sondern auch ein "Behind the Scenes" - Extra, das recht ausführlich ist und wie üblich neben Bildern von den Dreharbeiten auch Interview-Ausschnitte mit den Hauptdarstellern beinhaltet. Außerdem hat man die Möglichkeit, insgesamt vier geschnittene Szenen sehen, unter anderem auch die aus der Endfassung vollkommen herausgenommene Wiedererweckung der Liaison zwischen Brenner und Sunhill. Ebenfalls findet sich darunter auch ein alternatives Ende. Auch wenn es villeicht für den Charakter des Film durchaus positiv ist, dass Simon West die Love Story am Rande eingespart hat, verpasst man leider dadurch einige Hintergründige Details über den Charakter von Sunhill, der so gar nicht zum liebenswürdigen Image von Madeleine Stowe passen würde. Als weiteres Extra gibt es noch einen Trailer und einen Teaser.

Special Features im Überblick

  • Dokumentation zu den Dreharbeiten (18:56 Min.)
  • 4 unveröffentlichte Szenen einschließlich einem alternativen Ende
  • Regiekommentar von Regisseur Simon West
  • Kinotrailer und Teaser

Review von Karsten Serck (Inhalt) und Carsten Rampacher (Bild, Ton, Special Features)

Test - Equipment:
TV  Sony KV-32FS60D
DVD-Player Pioneer DV-05, Pioneer DV-737, Panasonic DVD-RV60
THX Surround EX/DTS ES Compatible 6.1-Verstärker Denon AVC-A10SE
Dolby Digital EX/DTS ES Compatible-Verstärker Yamaha DSP-AX1

06.11.2000

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