Nine Queens

Kauf-VÖ: 09.12.2003

Original

Nueve reinas

Studio

Patagonik Film Group u.a. (2000)

Anbieter

Kinowelt Home Entertainment (2003)

Laufzeit

109:21 min. (FSK 12)

Regie

Fabián Bielinsky 

Darsteller

Gastón Pauls, Ricardo Darín u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.83 Mbps (Video: ca. 5.8 Mbps)

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Spanisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case
Film 

Zufällig beobachtet der routinierte Kleinkriminelle Marcos, wie der Newcomer Juan bei einem alten Umtausch-Trick auffliegt. Marcos hilft dem Greenhorn aus der Patsche, indem er sich als Polizist ausgibt und ihn festnimmt. Fortan nimmt Marcos den unerfahrenen Schützling unter seine Fittiche und lehrt ihn das Einmaleins der Gaunereien. Gemeinsam führen die beiden eine Reihe von lukrativen Coups durch. Doch das frischgebackene Erfolgsduo will mehr. Zusammen mit Marcos’ Schwester hecken sie einen raffinierten Plan aus: Ein gefälschtes Set wertvoller Briefmarken, die berühmten „Nine Queens“, soll verkauft werden. Es gibt sogar schon einen Käufer, der anbeißen will. Doch der Millionendeal spricht sich schnell im Milieu herum und plötzlich wittern auch andere das große Geld…

"Nine Queens" ist ein clever gemachtes Ganoven-Stück aus Argentinien, welches bereits die Aufmerksamkeit von Steven Soderbergh erhalten hat, der für das kommende Jahr ein US-Remake produzieren möchte. Was anfangs noch aussieht, wie ein routinierter Krimi, in dem wieder einmal ein "Ding" gedreht werden soll, entwickelt sich zur Stolperfalle für die Beteiligten, denen ein Hindernis auf das nächste in den Weg kommt. Zudem weiß man bis zum Ende nicht so richtig, was für einen Reim man sich auf die beiden Halunken bilden soll, die sich nie so wirklich gegenseitig vertrauen. Dieses Spannungsverhältnis macht den Reiz von "Nine Queens" aus, der im Gegensatz heutigen Mainstream-Hollywood-Produktionen nicht auf Action sondern ganz auf seine verzwickte Story mit vielen Wendungen setzt. Wollte man einen Vergleich finden, so dürfte "Nine Queens" stilistisch am ehesten als argentinische Kreuzung von "Snatch" und "Jackie Brown" durchgehen. Doch dabei geht "Nine Queens" zum Großteil wirklich einen eigenen Weg und überzeugt durch Ideenreichtum und eine spannende Handlung, die bis zum Ende ohne jeglichen Durchhänger auskommt.

 

Bild 

Aufgrund der kräftigen warmen Farbtöne macht das Bild zunächst einen sehr angenehmen Eindruck. Beim genauen Hinsehen entdeckt man aber doch noch einige Defizite: Der Film wurde mit einem Rauschfilter bearbeitet, welcher für unsaubere Konturen und Nachzieheffekte sorgt. Auch leichtes Farbrauschen ist zu beobachten. Die Schärfe ist lediglich befriedigend. Obwohl nicht ganz perfekt, kann man mit dem Kontrast im Großen und Ganzen zufrieden sein. Die Kompression fällt durch leichtes Blockrauschen auf, ist aber insgesamt weitgehend störungsfrei.

 

Ton 

Da "Nine Queens" sehr dialoglastig ist, spielen Musik und Effekte nur eine untergeordnete Rolle. Der Film ist überwiegend sehr frontlastig. Während die deutsche Synchro hier die gesamte Stereo-Breite ausnutzt, klingt die Originalfassung etwas dünn und lässt sowohl Dialoge als auch Geräusche zu einem Großteil aus dem Center erklingen. An einigen Stellen des Films sorgt die sauber erklingende Musik für eine dezente Räumlichkeit und überzeugt hierbei durch eine klare Höhenwiedergabe.

 

Special Features 
  • Behind the Scenes (19:21 min.): Dieser Clip zeigt lediglich unkommentierte Hintergrundaufnahmen von den Dreharbeiten. Vorwiegend handelt es sich dabei um Aufnahmen aus dem Hotel, in dem "Nine Queens" zu einem Großteil spielt.

  • Making of (24:32 min.): In technischer Sicht, bietet dieses Making of nur VCD-Qualität mit deutlichen Artefakten im Bild. Das Making of besteht zum Großteil aus Interview-Sequenzen mit dem Regisseur und den Darstellern des Films, die sich über ihre Zusammenarbeit unterhalten. Dabei überwiegt der informative Charakter, PR-Statements wie in Hollywood-Making ofs halten sich hier wirklich in Grenzen.

  • Mehrere Trailer

Review von Karsten Serck

07.10.2003