Narrow Margin - 12 Stunden Angst

VÖ: 02.07.2002

Original

Narrow Margin

Studio

Carolco / Studio Canal (1990)

Anbieter

Kinowelt Home Entertainment (2002)

Laufzeit

93:15 min.

Regie

Peter Hyams

Darsteller

Gene Hackman, Anne Archer

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

8.25 Mbps

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)
3. Audio-Kommentar Peter Hyams (192 kbps)

Untertitel

Deutsch, Schwedisch, Norwegisch, Holländisch, Dänisch, Finnisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 20-25 €
Film 

Per Zufall wird Carol Hunnicut Augenzeugin am Mord an einem Unterweltanwalt. Aus Angst davor, nun selbst umgebracht zu werden, verbirgt sie sich in einer abgelegenen Hütte in den Rocky Mountains. Ihre Panik ist berechtigt. Als der zuständige Staatsanwalt Robert Caulfield sie dort aufsucht und sie zu einer Aussage vor Gericht überreden will, überfällt ein Killerkommando das Haus. Carol und Robert können fliehen und als es ihnen gelingt, im letzten Moment in einen Zug zu steigen, wähnen sie sich fürs erste in Sicherheit. Doch das war ein Trugschluss. Ihre Verfolger waren ihnen zu dicht auf den Fersen und so kommt es nach 12 Stunden nacktem Überlebenskampf in einem fahrenden Zug zur letzten, entscheidenden Konfrontation...

Von der Handlung ist "Narrow Margin" zwar keine große Überraschung. Das macht der Film aber durch seine gute Besetzung wieder wett. Neben den Hauptdarstellern Gene Hackman und Anne Archer wimmelt der Film nur so von bekannten Nebendarstellern und Filmbösewichten der achtziger Jahre wie z.B. dem genialen J.T. Walsh., dem hier die der unspektakuläre Part des Mordopfers zugewiesen wurde.

 

Bild 

Während das Bild in dunklen Szenen oft neblig und verschwommen erscheint, wirken Tageslichtaufnahmen überwiegend plastisch und detailscharf. Hervorragend sieht z.B. die erste Szene in Kapitel 4 aus. Das Master weist einige Kratzer auf, Rauschen ist aber kaum ein Problem. Dafür treten häufig Treppenmuster in der Zeilenstruktur auf. Der Film ruckelt ein wenig unregelmäßig hin und her, was entweder auf einen Fehler während der Abtastung oder der Kompression zurückzuführen sein dürfte. Der Kontrast ist nahezu perfekt und neigt lediglich dazu, Details in Schatten verschwinden zu lassen. Die Farbwiedergabe ist sehr kräftig und sogar in der Lage, Signalfarben deutlich wiederzugeben (z.B. die Flaggen am Anfang von Kapitel 7). Die Kompression weist angesichts enormer Bitreserven von rund 7.5 Mbps kaum Störungen auf. Leichte Unregelmäßigkeiten dürften sich eher durch dezenten Rauschfiltereinsatz ergeben haben.

 

Ton 

Das der Film noch aus der Endzeit der Dolby Surround-Ära stammt, ist an diskreten Mehrkanalton nicht zu denken. Der Sound ist recht steril und monton. Während der Vorspann noch viel Bass und Musik aus den Surround-Kanälen bietet, kommt es während des eigentlichen Filmes nur gelegentlich zu Surround-Einlagen. Aufgrund des muffigen Sounds entsteht hier kaum eine räumliche Atmosphäre. Die Dialoge der englischen Originalversion sind zudem etwas unverständlich.

 

Special Features 
  • Audio-Kommentar mit Regisseur Peter Hyams (ohne Untertitelung): Peter Hyams dürfte sich nicht darum gerissen haben, diesen Kommentar zu sprechen. Da Hyams, wie er selbst sagt, einen Film nicht mehr ansieht, nachdem er die Arbeit beendet hat, merkt man richtig, wie im während des Films immer wieder neue Dinge einfallen. Dadurch ergebt sich ein etwas stockender Kommentar, der überwiegend aus vielen kleinen Anekdoten besteht.

  • Featurette & Behind the Scenes: Viel erwarten sollte man von dem Featurette nicht, denn es handelt sich hierbei lediglich um das übliche Promo Making of, ohne das kaum ein Film auskommt und in dem kurz die Story angerissen wird sowie ein paar nette Worte gesagt werden. Das Behind the Scenes-Material bietet ausnahmsweise sogar einmal ein paar interessante, wenn auch unkommentierte Aufnahmen. So sieht man z.B. wie die Dreharbeiten auf dem fahrenden Zug durchgeführt wurden oder so kleine Tricks wie ein Karussell mit Tannenzweigen, welches im Studio die Fahrt des Zuges simulieren soll.

  • Kino-Trailer

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

27.06.2002