XXL-TEST: Philips UHD-TV 55PUS7600 – Leistungsfähiger Android-TV mit Ambilight 3?

Philips 55PUS7600 Front Seitlich2

1.899 EUR kostet der voll ausgestattete Android-basierte Ultra HD-TV Philips 55PUS7600. Der TV beeindruckt bereits optisch direkt nach dem Auspacken. Der dünne Rahmen, die hochwertige Materialqualität und die extravagante, dabei trotzdem minimalistische Standfuß-Konstruktion. Praktisch ist diese nicht, da man den TV, möchte man ihn nicht an die Wand hängen und auf die eleganten Standfüße verzichten, auf ein Sideboard stellen muss, das sogar noch breiter ist als das eigentliche Display selber. Aber wie heißt es so treffend: „Wer schön sein will, muss leiden“.

Philips 55PUS7600 Verarbeitung

Dünner TV im eleganten Finish, auch im Detail

Philips 55PUS7600 Standfuss2

 Der Philips ist selbst unten, wo sich das Lautsprechersystem befindet, ziemlich dünn

Philips 55PUS7600 Standfuss1

Extravagante Gestaltung der Standfüße

Philips 55PUS7600 Bedienelement Rueckseite

Mit zwei Schrauben sind die Standfüße hinten befestigt

Philips 55PUS7600 Rueckseite Seitlich

Komplette Rückseite

Philips 55PUS7600 Ambilight1

Ambilight LED-Elemente

Philips 55PUS7600 Ambilight2

Im Einsatz

Typisch für Philips-Geräte sind zwei Dinge, eines schon lange, eines seit kürzerer Zeit: Ambilight für ein noch intensiveres Seh- und Lifestyle-Erlebnis und Android als für die aktuellen Modelle nochmals aufgehübschtes Betriebssystem. Ein leistungsstarker Prozessor mit vier Kernen bildet die Basis für Performance in allen Lebenslagen – und für ein entsprechend überzeugendes Bild-Processing. Zu den Features des 55PUS7600 gehört auch „Ultra Resolution“. Mittels Ultra Resolution wird jedes Quellmaterial optimal auf die 3.840 x 2.160 Pixel UHD-Auflösung des 55PUS7600 hochkonvertiert. Für bestmöglichen Kontrast – gerade in hohen Bildschirmauflösungen für einen geschliffenen Bildeindruck immens wichtig – sorgt Micro Dimming Pro. Dieses System verbessert den Kontrast des TVs basierend auf dem Umgebungslicht, welches im Aufstellungsraum herrscht. Die Bestandteile von Micro Dimming Pro sind ein Lichtsensor und eine spezielle Software, die das Bild in 6400 unterschiedlichen Zonen analysiert. Unter allen externen Lichtbedingungen, bei Nacht und am Tag, realisiert der 7600 demnach einen stets optimalen Kontrast. 

Philips 55PUS7600 Fernbedienung1

Erste Seite der Fernbedienung

Philips 55PUS7600 Fernbedienung2

QWERTY-Tastatur auf der zweiten Seite

Dank des Android-Betriebssystems verfügt der 55PUS7600 über viele Ausstattungsmerkmale, die man sozusagen zusammen mit dem eigentlichen Betriebssystem geliefert bekommt. Dazu gehört zum Beispiel der auch von den Android-Smartphones her bekannte und für die Verwendung in Verbindung mit einem TV optimierte Google Play Store. Hinzu kommt, als „Spezialität“ von Philips/TP Vision, die „Philips App-Galerie“. Der 55PUS7600 bringt bereits 16 GB internen Speicher für Apps etc. mit, darüber hinaus ist der Speicher auch erweiterbar. Weiterer Bestandteil des Google-Ausstattungspakets ist „Google Voice“ als Sprachsteuerung. Wer lieber tippen anstatt sprechen möchte: Natürlich hat Philips auch bei den aktuellen Modellen wieder eine zweiseitige Fernbedienung mitgeliefert. Auf der zweiten Seite befindet sich eine komplette QWERTY-Tastatur. Integriert ist auch ein recht sensibel steuerbares berührungsempfindliches Pad. Natürlich, und das ist das Praktische, kann die sehr sauber verarbeitete, nur etwas dicke Remote auch wie eine konventionelle Fernbedienung verwendet werden. Konservative User müssen sich daher nicht radikal umgewöhnen, sondern haben die Möglichkeit, die neuen Optionen der Fernbedienung je nach Bedarf nach und nach zu verwenden. 

Wenden wir uns der Ausstattung des 55PUS7600 im Detail zu. Der TV verfügt über ein 3-seitiges Ambilight, also nicht ganz das Top-System in den großen Baureihen. Möglich ist eine Anpassung an die Wandfarbe, des Weiteren gibt es einen Lounge- und einen Spiele-Modus. In eine komplette Raum-Lichteffektsteuerung kann der 55PUS7600 dank der Kompatibilität zu Ambilight+Hue integriert werden. 

Natürlich bietet der 55PUS7600 dem Kunden einen Assistenten, der ihn durch die Erstinstallation des TV-Gerätes führt. 

Philips 55PUS7600 Screenshot 1

Start der Erstinstallation

Philips 55PUS7600 Screenshot 3

Anmelden bei Google 

Philips 55PUS7600 Screenshot 4

Auswahl des Landes

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Ja, auch fernsehen kann man mit einem modernen Smart TV noch

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Satelliten-Senderinstallation

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Auswahl: Ein oder zwei Tuner?

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Tipps für optimales Gelingen der Sender-Installation

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Überprüfung der Signalqualität und Signalstärke abgeschlossen

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Auswahl der zu installierenden Sender

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Die eigentliche Installation beginnt

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Installation abgeschlossen

Der TV läuft exakt unter Android 5.1 Lollipop und bietet Google Play Movies, Google Play Music, die Google-Suche, Google Voice, YouTube sowie den VoD-Dienstleister Netflix direkt als vorinstallierte Apps. Zu Netflix findet sich auch eine Taste für den direkten Zugang auf der Fernbedienung. Die schon erwähnten 16 GB Speicher an Bord lassen sich über USB-Speichermedien erweitern. Wer ins normale Internet möchte, findet natürlich auch einen dafür vorgesehenen Browser vor.

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Elegante und praktische Menüführung, Google Voice Control als Sprachsuche

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Apps

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Gaming-Bereich der App „GameTree TV“, optisch interessant gestaltet

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Praktisches TV-Menü

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Browser für den Zugang zum freien Internet

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Philips-eigene App-Galerie

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TV-Guide

Die Eingabe von Internet-Adressen gestaltet sich dank der praktischen QWERTY-Tastatur auf der Fernbedienung ausgesprochen komfortabel. Der Philips 55PUS7600 kann als Multiroom-Client und Multiroom-Server fungieren. Was ist damit gemeint? Es ist zum einen möglich, dass der 55PUS7600 das Signal auf mehrere entsprechend kompatible Philips TVs verteilt, dann arbeitet er als Multiroom-Server. Ebenso kann der 55PUS7600 auch Signale von einem anderen Philips-TV, der als Multiroom-Server dient, entgegen nehmen. In diesem Falle ist der 55PUS7600 der Client.  Ausgestattet ist der 55PUS7600 auch mit „Simply Share“ – damit ist bei Philips gemeint, dass die Medien, die z.B. auf Smartphone oder Tablet gespeichert sind, auf einfache Art und Weise über den TV geteilt werden können. Alternativ kann man den Fernseher auch über die Philips TV Remote App steuern. Über die App gibt es Zugriff auf die Steuerung des TVs, auf die Apps auf dem TV, „es findet sich natürlich auch ein TV-Guide. In den 55PUS7600 integriert ist ein 8-Tage-EPG. Natürlich fehlen auch HbbTV und PVR-Funktion nicht. 

Philips 55PUS7600 Screenshot 17

Menü „Häufige Einstellungen“. Hier werden alle für den Basisbetrieb relevanten Justagen zusammengefasst. Mehr Parameter gibt es unter „Alle Einstellungen“

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Verschiedene Bildmodi. Philips verzichtet beim 55PUS7600 leider auf die ISF-Modi „Tag“ und „Nacht“, die wir in den Topmodellen des Hauses finden

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Genau wie beim visuellen Part gibt es auch beim Ton unterschiedliche vorprogrammierte Modi. Die Auswahl ist relativ groß

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Hinsichtlich Ambilight kann man z.B. aus verschiedenen Betriebsarten wählen, um fürs Quellmaterial und für die eigene Verfassung den optimalen Modus zu finden

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Komplette Parameter

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Grafische Verdeutlichung, wie sich ein Anheben oder Absenken der Bildhelligkeit auswirkt

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Erweiterte Bildeinstellungen

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Ton-Konfiguration

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Komplettes Ambilight-Menü

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Allgemeine Einstellungen

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Menü „Kabellos und Netzwerke“

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Bei modernen TVs ebenso wichtig wie beim PC und beim Smartphone: Software auf neuestem Stand halten!

Neben den schon erwähnten Features Ultra Resolution und Micro Dimming Pro verfügt der TV auch über 1.400 Hz Perfect Motion Rate für die Frame Interpolation. Typisch für Philips-Devices ist überdies „Perfect Natural Motion“ im Ausstattungsumfang enthalten. Weniger überzeugend ist – High Dynamic Range-Content (HDR) wird derzeit nicht unterstützt. Auch bietet der 7600 kein spezielles Display mit Quantum Dot- oder vergleichbare Technologie, um einen erweiterten Farbraum wiederzugeben, wie es beispielsweise Samsung (SUHD) oder Sony (Triluminos) im Programm haben. 

Philips 55PUS7600 3D Brille

Mitgelieferte aktive 3D-Brille

Der Philips 55PUS7600 ist auch 3D-fähig, Philips vertraut bei diesem Modell der aktiven Shutterbrillen-Technologie. Zwei-Spieler Fullscreen-Gaming sowie eine besonders leistungsfähige 2D auf 3D Konvertierung sind an Bord. Das mitgelieferte Zubehör umfasst sogar zwei aktive 3D-Shutterbrillen.

Der 55PUS7600 ist mit einem Doppeltuner für DVB-T/T2/C/S/S2 ausgestattet und unterstützt MPEG2 und MPEG4. Hier ein Überblick über die darstellbaren Formate:

Philips 55PUS7600 Screenshot 32

Die Kompatibilität zu vielen Video-, Audio- und Fotoformaten setzt der Käufer voraus

Videowiedergabeformate:

  • Dateien: AVI, MKV
  • H264/MPEG-4 (AVC)
  • MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4
  • WMV9/VC1
  • HEVC

Unterstützte Untertitelformate: 

  • .SMI, .SRT, .SSA, .SUB, .TXT, .ASS

Musikwiedergabeformate

  • AAC
  • MP3
  • WAV
  • WMA (v2 bis v9.2)
  • WMA-PRO (v9 und v10)

FLAC-Dateien spielt der Philips laut Datenblatt nicht ab. 

Bildwiedergabeformate: 

  • JPEG
  • BMP
  • GIF
  • JPS
  • PNG
  • PNS
  • BMS
  • MPO

Der Philips 55PUS7600 bringt vier HDMI-Terminals inklusive HDCP 2.2 mit. Hängt ein Computer am HDMI-Input, werden 60 Hz/bis Ultra-HD 3.840 x 2.160 Pixel akzeptiert. Nutzt man den HDMI-Input als Videoeingang, nimmt der 55PUS7600 bei 24, 25, 30, 50 oder 60 Hz Signale bis 3.840 x 2.160 Pixel entgegen. Es gibt noch einen Scartanschluss, viel wichtiger aber sind die drei USB-Slots.

 Philips 55PUS7600 Anschluesse Rueckseite2

Anschlusssektion

Ferner vorhanden ist ein integriertes WiFi-Modul 11n 2×2 für starke, stabile Empfangsleistung. Weitere Anschlüsse umfassen einen IEC75 Antennenanschluss, Anschlüsse für den Satelliten-Tuner, Common Interface Plus (CI+), Ethernet-LAN (RJ45), einen optischen Digitalausgang, einen L/R-Audioeingang, einen Audio-Eingang, wenn ein DVI-Device (nur Bilddaten) an einem HDMI-Slot hängt und einen 3,5 mm Kopfhörerausgang.

Philips 55PUS7600 Speaker

Integriertes Soundsystem

Philips 55PUS7600 Speaker2

Laut Philips soll selbst der Bassbereich überzeugend sein

Klanglich soll der 55PUS7600 ebenfalls auftrumpfen. 30 Watt leistet das eingebaute Soundsystem, das mit „DTS Studio Sound“, „Smart Sound“ und „Triple Surround“ ausgestattet ist. Damit die Bässe ansprechend klingen, bringt der 55PUS7600 die „Double Ring“ Technologie mit. Diese Technik soll einen großen Hub der Subwoofer-Chassis im Sinne einer vollen, verzerrungsfreien Basswiedergabe garantieren. Trotz des dünnen TV-Designs möchte Philips hier entsprechend leistungsfähige Chassis eingebaut haben. 

Der 55PUS7600 entspricht den Anforderungen, die zum Erreichen der Energie-Effizienzklasse A erforderlich sind. Laut Philips verbraucht er pro Jahr 153 kWh Energie bei normaler Nutzung. Der Standby-Stromverbrauch liegt bei weniger als 0,5 Watt. Um den Stromverbrauch zu senken und um die Energiebilanz zu optimieren, finden sich ein Ausschalttimer, ein Lichtsensor sowie eine Bildabschaltung bei Radiobetrieb. Nur das Display wiegt 17,9 kg, inklusive dem Fuß kommt der 55PUS7600 auf 18,6 kg. Der Philips ist 42,2 mm tief, 709 mm hoch und 1.228 mm breit. Mit montiertem Fuß ist der 55PUS7600 dann 215 mm tief, 762 mm hoch und 1.320 mm breit. 

Der Philips hinterlässt bislang einen guten Eindruck – hier unsere Pro- und Contra-Argumente:

+ Gute Verarbeitung 
+ Elegante Optik, geringe Bautiefe
+ Doppeltuner
+ 4 HDMI-Terminals mit HDCP 2.2
+ Zweiseitige Fernbedienung mit QWERTY-Tastatur
+ Zwei aktive Shutterbrillen im Lieferumfang
+ Ambilight für intensiveres Sehvergnügen und Entspannungsfaktor
+ Praktisches, optisch attraktives Menü
+ Aufwändiges Soundsystem

– Kein Support von HDR-Content
– Kein Support von FLAC-Audiodateien
– Keine ISF-Programme im Video-EQ
– Optisch schöne, aber unpraktische Standfuß-Konstruktion
– Energieeffizienzklasse A und nicht A+ (was mancher Konkurrent schafft)

Der 55PUS7600 in Betrieb: Handling, Bild, Ton

Wir haben den TV getestet mit:

TV-Signal 720p:

  • ARD Mittagsmagazin + Tagesschau
  • ZDF Extra Wintersport – Skispringen
  • ARTE Journal

TV-Signal 576i:

  • SAT 1 – Trailer zu Madagascar 1 +2, Richter Alexander Hold
  • RTL:  Punkt 12 – das RTL Mittagsjournal
  • Pro 7: Two and a Half Men

Ultra HD-Trailer von YouTube:

  • 4K Video – Beauty Of Nature, LoungeV Studio
  • Eye Of The Storm 4K Ultra HD – Evosiastudios
  • Star Wars 7 Officinal FINAL Trailer
  • Transformers – Age Of Extinction
  • Captain America 3 – „CIVIL WAR“ Trailer

Blu-rays:

  • Skyfall
  • Avatar 3D

Handling

Der 55PUS7600 braucht nur eine kurze Zeit, um hochzufahren. Generell fällt auf, dass Philips mit der mitgelieferten Fernbedienung einen Volltreffer gelandet hat. Nicht zwei Fernbedienungen, sondern eine für alles – das halten wir für außerordentlich sinnvoll, zumal die Philips-Remote trotz ihrer Abmessungen, die nicht unbeträchtlich sind, gut in der Hand liegt. Das Touchpad, welches in die Navigationseinheit integriert ist, arbeitet in der Regel vortrefflich. Der 55PUS7600 lässt sich damit präzise steuern, und in wenigen Sekunden sind die gewünschten Bild-, Ton- und Ambilighteinstellungen getroffen. So und nicht anders muss das funktionieren! Startet man Anwendungen zum ersten Mal, kann sich für kurze Zeit allerdings auch Ärger beim Anwender breit machen, denn hier dauert es etwas lang, bis der Befehl umgesetzt wurde. Auch im Betrieb lässt sich der Philips – wenn auch selten – ab und zu etwas zu lange Zeit. In der Regel aber ist die Reaktionszeit top, und nicht nur das: Der 55PUS7600 hat – was wir noch nie bei einem Philips-TV in dieser Form erlebt haben – genug Reserven, im Hintergrund Apps zu installieren und parallel ein exzellentes Bild beim Streaming von YouTube 4K-Inhalten zu offerieren. Gleichzeitig spricht die Fernbedienung immer noch zügig auf gegebene Befehle an – wenn das mal kein echter Fortschritt ist. Wir hoffen, dass auch die verschiedenen Chargen dieses TV-Gerätes den Standard halten, den unser Test-TV hat. Auch, was das leidige Thema Betriebssicherheit angeht, können wir dem 55PUS7600 sehr gute Zensuren geben. Kein Absturz, kein Neustart, nichts – der 55PUS7600 läuft zuverlässig und macht genau das, was er User auch erwartet: Freude bereiten. Selbst Vorgänge, die bei manchem Konkurrenten Nerven kosten, erledigt der 55PUS7600 souverän. Als Beispiel sei das Anmelden bei Google mit dem eigenen Google-Konto genannt. Hier gibt man den Benutzernamen sowie das Passwort ein, beim Philips dank der zweiseitigen Fernbedienung ein Kinderspiel. Eine komplette Tastatur ist schlichtweg „Gold Wert“. Auch, wenn man in den Browser geht und dort Adressen eingibt, der Philips reagiert zügig, das Schreibgefühl ist sehr gut, und man kann bilanzierend sehr zufrieden mit dem Handling sein. Die Android-Menüs sind leicht durchschaubar, das, was Philips selbst an Benutzeroberfläche gemacht hat, ist nicht überladen, sondern klar strukturiert und mit klarer, unmissverständlicher Symbolik versehen. Prima sind die kurzen Umschaltzeiten – genau damit hatte Philips früher ein massives Problem. Möchte man z.B. von der YouTube-App in den TV-Betrieb wechseln, so geht dies sehr zügig. Gut gefällt uns auch „Google Voice“. Unsere Suchanfragen wie z.B. „Ultra HD Trailer“ wurden direkt verstanden, und die Suche wurde enorm flink umgesetzt. Hier hat Philips mächtig aufgeholt. 

Unsere Zusammenfassung – Handling Pro & Contra:

+ Sehr praktische Fernbedienung mit sehr gutem Touchpad und praxisgerechter Tastatur
+ Im wesentlichen schnelle Reaktionen auf Eingabebefehle
+ Im Testbetrieb hohe Betriebssicherheit
+ Schnelles Umschalten z.B. zwischen Apps und Live TV
+ Klare Symbolik

– Selten kommt es zu Verzögerungen bei der Reaktion

Bildqualität

Wie ist es um die Bildqualität bestellt? Starten wir einfach unverschämterweise mit den Nachteilen. Selbst dann, wenn wir den Bildmodus „Film“ anwählen, sind die Farben sichtbar zu kalt. Zudem ist die eingebaute Gammakorrektur mit dem von Philips offerierten Einstellbereich wenig gut zu verwenden. Die üblichen Gammawerte wie z.B. 2,2, 2,3, 2,4 würden hier mehr Sinn bringen. Die „serienmäßige“ Gammaeinstellung ab Werk ist gut und deutlich besser als bei früheren Philips-Modellen, bei denen ja gerade das Gamma problematisch war. Aber wir waren bei den Nachteilen – zu diesen gehört, dass Farben selbst im Film-Modus etwas sehr satt erscheinen. Das mag für manchen Anwender nicht einmal ein Nachteil sein. Wem „Erleben“ von Inhalten über die absolute Authentizität geht, der wird mit der Auslegung des 55PUS7600 sicherlich sehr glücklich. Gerade in Verbindung mit dem als sehr angenehm empfundenen Ambilight 3 ist dann ein 100 prozentiges „Abtauchen“ in den Film- und Fernsehgenuss garantiert. Demnach ist die Charakteristik des Philips durchaus in sich schlüssig. Weiterer Nachteil ist, dass es keine ISF-Bildmodi für den Einsatz bei Tag und bei Nacht gibt. Hiervon hätten wir uns realistischere Farben versprochen und ein etwas „zurückhaltenderes“ Bild. 

Kommen wir nun zu den Vorzügen des 55PUS7600. Hier wären zunächst einmal die sehr gut arbeitende Frame Interpolation, die Bewegungen scharf, ruckelfrei und flüssig präsentiert. Auch „Ultra Resolution“ arbeitet exzellent und sichert ein enorm plastisches Bild. Der Philips ist ein EDGE LED-LCD, sein Arbeitsprinzip kann er recht gut verheimlichen. Die Bildhelligkeit wird für einen EDGE LED-basierten LCD-TV erstaunlich homogen verteilt. Das macht der Philips besser als viele, auch namhafte Konkurrenten. Der Schwarzwert ist so gut, dass auch der Film-Liebhaber zufrieden sein wird. 

Der 55PUS7600 verfügt über einen rundherum exzellenten TV-Tuner (getestet: DVB-S2), der ganz an der Spitze des Konkurrenzumfeldes liegt. Nur Panasonic bietet hier Vergleichbares. Bestechend gut ist die Präsentation von 720p Material der Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten. Wenn dieses Material, wie z.B. Mittagsmagazin oder Tagesschau, auch in HD produziert wurde, zeigt der Philips ein enorm klares, beinahe völlig artefaktefreies, extrem rauscharmes Bild. Leider sieht man, z.B. wenn Gesichter im Großformat erscheinen oder viel Weißanteil im Bild ist, die etwas zu kalte Farbwiedergabe. Ansonsten beeindruckt der 55PUS7600 durchweg: Der Gesamtkontrast ist ausgezeichnet, er bringt viel Dreidimensionalität ins Bild und selbst Objektkanten, die komplex geformt sind, sehen gut aus. Doppelkonturen/Ringing sind selten in geringem Umfang zu beobachten. Hier muss man dann doch die Bildschärfe etwas nach unten korrigieren. Wenn der Philips SD-Material z.B. von RTL darstellt, das eigentlich für HD+ Kunden in HD produziert wurde und nur für denjenigen, der kein HD + Modul sein Eigen nennt, auf 576i herunterskaliert ausgestrahlt wird, ist es beeindruckend, was er aus der niedrigen Auflösung an Bildgüte herausholt. Echtes, natives SD-Material wie z.B. ältere TV-Serien sehen immer noch erstaunlich gut aus. Einzig und allein „Richter Alexander Hold“ auf SAT 1 war eine visuelle Zumutung, was hier aber klar am schlechten Quellmaterial liegt. 

Die zahlreichen von uns betrachteten 4K-Trailer und Naturfilme lassen nur einen Schluss zu: Der 55PUS7600 ist enorm talentiert, wenn es um die Wiedergabe von Ultra HD-Inhalten geht. Die Naturaufnahmen, farblich von den jeweiligen Machern bewusst verfremdet, um einen besonders intensiven Bildeindruck zu generieren, wirken sehr eindrucksvoll. Bindet man den 55PUS7600 kabelgebunden ins Netzwerk ein, sichert er ein stabiles Streaming auch bei längeren Sequenzen. Extrem gut ist es um die Plastizität bestellt, auch die Bildschärfe und die Detailtreue verdienen sich Bestnoten. Man hat bei den Naturaufnahmen mit grünen Pflanzen, Steinformationen, einem Fluss und Bergen im Hintergrund den Eindruck, tief ins Bild eintauchen zu können. Der Philips stellt auch die Berge im Hintergrund noch scharf und detailreich dar. Schwimmende Eissschollen und Eisstücke erscheinen so dreidimensional, als könnte man die Eisstücke mit der Hand direkt „aus dem TV holen“. Dabei wird die charakteristische Oberfläche des Eises in allen Details verdeutlicht. Schneebedeckte Berge kommen mit viel Strahlkraft heraus, die Kontraste zwischen den schneeweißen und den dunklen Gesteins-Bereichen an den Bergen arbeitet der 55PUS7600 trefflich heraus. Was den Bild-In-Bild-Kontrast angeht, ist der 55PUS7600 der bislang beste Philips-TV, den wir betrachten konnten. 

Die Filmtrailer liegen dem talentierten UHD-TV ebenfalls. Beim Star Wars Episode 7 Trailer beeindruckt der TV mit enormer Plastizität beim Aufmarsch der Storm Troopers, die Aufstellung beziehen. Das Laserschwert-Gefecht bzw. die kurzen Auszüge daraus im Wald wirken von den Kontrasten und vom Schwarzwert her absolut überzeugend. Die wilden Flugmanöver des Rasenden Falken und der X-Wing-Fighter sowie den Raumjägern der Gegner kommen scharf und flüssig heraus. Einzelheiten am in der Wüste liegenden Wrack des Sternzerstörers arbeitet der 55PUS7600 sorgfältig heraus. Beim Transformers „Age Of Extinction“ Trailer auch nur Bestnoten für den Philips-TV. Er erzeugt eine enorme Weite im Bild, und selbst in hinteren Bildebenen sind noch Details zu erkennen, die manch anderes Gerät in dieser Schärfe nicht mehr darstellt. Als der Raddampfer aus etwas Distanz in der Dunkelheit kurz ins Bild rückt, zeigt der Philips die Konturen und die Einzelheiten des altertümlichen Schiffs scharf, klar und nahezu ohne Artefakte. Die kämpfenden Autobots und Decepticons kommen mit scharfen, fließenden Bewegungen hervorragend heraus, die glänzenden Panzer an ihrer Außenhaut wirken sehr realistisch. Einstützende Skyscraper, von Decepticon-Greifarmen umschlungen, erscheinen aus visueller Sicht höchst eindrucksvoll. Beim Captain America „Civil War“ Trailer brilliert der 55PUS7600 ein weiteres Mal. Ganz gleich, ob es das charakteristische Schild und der kennzeichnende spezielle Helm von Captain America oder die Rüstung des „Iron Man“ ist – immer generiert der Philips ein lebendiges, komplettes Bild, welches davon profitiert, dass der 55PUS7600 im hochfrequenten Bildbereich so gut detailliert. Bei diffusen Lichtverhältnissen sind kaum störende Rauschmuster festzustellen, der Kontrast wirkt auch dann außerordentlich solide. 

Die Wiedergabe von Full HD-Blu-rays, die der 55PUS7600 auf seine native Panelauflösung von 3.840 x 2.160 Pixel hochskaliert, ist sehr eindrucksvoll. Wir haben uns verschiedene Auszüge aus dem 007-Film „Skyfall“ angesehen. Direkt zu Beginn, dieser Teil des Films spielt in Istanbul, geht 007 durch die geöffnete Tür in die Wohnung nahe des Grand Bazar. Es fällt etwas Licht von Innen auf den Gang, das warme Licht der Tischlampe im Inneren der Wohnung gibt der Philips sehr glaubwürdig wieder. Die Gebrauchsspuren am Türrahmen kommen ebenfalls sehr gut heraus. Von Außen, von der Dämmerung aus betrachtet, stellt der 55PUS7600 die Struktur der hölzernen Türoberfläche plastisch dar. Im Inneren hilft Bond einem verwundeten MI6-Agenten, dessen schmerzerfüllte Gesichtszüge vom Philips ausgezeichnet wiedergegeben werden. Die diffusen Lichtverhältnisse stellen den leistungsfähigen TV vor keinerlei Probleme. Als das Notebook, dessen HDD vom Killer Patrice entwendet wurde, kurz von der Seite sichtbar ist, kann man die Anschlüsse genau erkennen. Nun stürmt der britische Agent auf die Straße – der Übergang vom Dunkel des Treppenhauses in die Helligkeit draußen gelingt dem Philips bezüglich der Kontrastwiedergabe hervorragend. Seine Kollegin erwartet ihn mit dem Land Rover Defender Pickup, und sie verfolgen Patrice im schwarzen Audi A5 Sportback. Details an den Fahrzeuge wie z.B. die Außenspiegel des Defenders, die im „Eifer des Gefechts“ zu Bruch gehen, werden vom 55PUS7600 überragend präsentiert.

Kurze Zeit später wechselt Bond das Verkehrsmittel und hastet nun auf einer gekaperten Enduro dem flüchtenden Killer hinterher. Hier gibt es innerhalb der Verfolgungsjagd starke Helligkeitsunterschiede. Mal im Hellen über den Dächern des Grand Bazar, mal im Dunkeln durch finstere Gänge. Der 55PUS7600 arbeitet Details an den Enduro-Geländemaschinen auch bei wenig Licht im Bild sehr gut heraus. Im Hellen über den Dächern der riesigen Stadt modelliert der TV Einzelheiten z.B. am Dach einer prachtvollen Moschee im Hintergrund oder an den teils recht antiquierten Hausdächern sehr präzise heraus.

Einige Kapitel danach ist London Nachts bei strömendem Regen zu sehen, auch hier, wie in der Panorama-Sicht auf die britische Hauptstadt einige Kapitel später, erzeugt der Philips ein messerscharfes, präzises Upscaling, nahezu rausch- und artefaktefrei werden auch komplexe Objektstrukturen und größere einfarbige Flächen wiedergegeben. Es ist Nacht in Shanghai, und kurz Zeit ist die imposante Skyline der chinesischen Industrie- und Lifestyle-Metropole zu sehen. Der 55PUS7600 bietet ein höchst leuchtstarkes Bild, welches kleine Kontrast-Differenzen herausragend berücksichtigt. Die Plastizität ist auch in dieser Sequenz sehr ausgeprägt. Als kurz 007 im Schwimmbad auf dem Dach des Hotels gezeigt wird, erscheinen die Kraulbewegungen des Agenten in hervorragender Bewegungsdarstellung. Als Bond Sekunden später an der Bar des Hotels sitzt und eine SMS mit den Flugdaten von Patrice geschickt bekommt, ist der Screen des Sony Xperia Smartphones ebenso klar und artefaktefrei zu erkennen wie die Getränke, die in den Kühlschränken der Bar lagern. Nach der Jagd auf Patrice verschlägt es 007 nach Macau. Hier ist das Casino seine Anlaufstelle, dessen Kulisse extrem beeindruckend ist – mit dem Lichtermeer auf dem Wasser. Das Innere des Casinos ist in warmes, gelblich-oranges Licht getaucht, das der Philips aufgrund der schon angesprochenen Auslegung selbst im Film-Modus eine Idee zu kalt wiedergibt. Trotz dieses kleinen Mankos: Der 55PUS7600 leistet hier höchst Beeindruckendes. 

Das Feature 3D-Wiedergabe hat mehr und mehr an Bedeutung verloren. Trotzdem bieten gerade UHD TV-Geräte gehobener Preisklassen dieses Ausstattungsmerkmal nach wie vor an. Der 55PUS7600 verfügt über aktive, recht bequem sitzende und leichte 3D-Shutterbrillen. Man kann die 3D-Brille auch über eine normale optische Brille aufsetzen, wenngleich das Ganze dann etwas „rutschig“ wird. Bei der 3D-Blu-ray von „Avatar“ haben wir anhand des 1. und des 7. Kapitels überprüft, wie gut sich der 55PUS7600 schlägt. Insgesamt sind wir hier von den Fähigkeiten des Philips sehr beeindruckt. Beginnen wir auch hier wieder mit den Schwächen. Diese betreffen klar die Stabilität des Helligkeits-Levels bei stärkeren Kopfbewegungen. Hier bricht die Bildhelligkeit deutlich ein. Und zum zweiten: Das Problem des Crosstalks/Ghostings bei 3D-TVs mit aktiven Shutterbrillen ist nach wie vor vorhanden. Fairerweise beim 55PUS7600 nur sehr schwach, aber 2 Sequenzen sind uns aufgefallen. Als die sterblichen Überreste von Jakes Bruder verbrannt werden, ist zunächst der Karton-Sarg von oben zu sehen, wie er in den Ofen geschoben wird. In dieser Sequenz leistet sich der Philips keine Schwäche, die Kennzeichnung oben ist klar zu erkennen, kein Ghosting. Kurze Zeit später aber, als der Sarg im Ofen von vorn erkennbar ist, ist Ghosting sichtbar. Zweites Beispiel – die Knöpfe am Mantel des blonden Mitarbeiters der Minenfirma, der Jake zur Mitarbeit überreden möchte. Auch an diesen Knöpfen sind Doppelkonturen und Unschärfen zu beobachten.

Ansonsten aber brilliert der Philips direkt ab Filmbeginn. Die sehr kurze Kamerafahrt über den Dschungel Pandoras gelingt bei der Präsentation hervorragend. Einzelne Äste an den Bäumen sind sichtbar, zudem wirkt der 3D-Eindruck enorm natürlich und lebendig. Die verschiedenen visuellen Ebenen teilt der Philips stimmig ein. Dies merkt man auch kurz darauf. Zunächst wacht Jake aus dem 5 Jahre währenden Schlaf im Langstreckenraumschiff auf. Seine Pupille wird scharf und sehr realistisch wiedergegeben, auch die Struktur der Haut rund ums Auge. Als dann seine Schlafkabine zusammen mit denen der anderen Insassen herausfährt, beweist der 55PUS7600 ein weiteres Mal, wie gut er unterschiedliche visuelle Ebenen differenzieren und einen authentischen Eindruck räumlicher Tiefe schaffen kann. Keine Schlafkabine ruckelt, alle fahren flüssig heraus. Jede einzelne Schlafkabine, ganz gleich wo im Raumschiff, lässt sich einwandfrei differenzieren. Auch in den hinteren Bildebenen sind nahezu keine Crosstalk-Probleme zu erkennen. Als das Langstreckenraumschiff von außen gezeigt wird, und am Zuschauer vorbeifliegt, begeistern Bildstabilität, Schärfe, 3D-Effekt und Bild-Sauberkeit nahezu vollkommen. Ganz gleich, ob das Sonnensegel oder die sich drehenden Versorgungseinheiten des Raumschiffs: Alles wird mit hervorragendem Bildstand und enormer Detailtreue erfasst. Kurze Zeit später nimmt das Kurzstreckenraumschiff mit Sully und den anderen Söldnern und Wissenschaftlern an Bord Kurs auf die Basisstation auf Pandora. Das Innere des Raumschiffs, insbesondere das Cockpit, wird exakt wiedergegeben. Selbst Details an den Instrumenten stellt der 55PUS7600 präzise dar. Die riesigen Abbaugebiete mit den Spezialfahrzeugen werden aus der Luft in nahezu allen Einzelheiten und sehr scharf, aber nahezu frei von Doppelkonturen dargestellt. 

Wenden wir uns dem siebten Kapitel zu. Hier unternimmt Jake Sully in Gestalt seines Avatars einen Ausflug in den Dschungel des Planeten. Das Team fliegt mit einem helikopterähnlichen Fluggerät und wird ein Stück von einem Rudel Flugdrachen begleitet. Innerhalb der eigenartigen Geschöpfe bietet der 55PUS7600 eine überragende räumliche Differenzierung. Diese ist auch festzustellen, als der Hubschrauber nach unten in Richtung des Wasserfalls sehr steil „abbiegt“. Der Philips stellt ein hervorragendes räumliches Gefühl zur Verfügung, der Zuschauer hat hier den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Als der Helikopter inmitten des Dschungels landet, stellt der Philips die von der zirkulierenden Luft herumwirbelnden Farne exzellent dar. Praktisch jede Nuance, auch an den Rinden der riesigen Bäume, ist zu sehen. Der 55PUS7600 differenziert die unterschiedlichen Grüntöne an den Pflanzen sehr gekonnt auseinander. Auch die Außenhaut des Fluggerätes kommt tadellos heraus, mit allen Nieten in den Stahlplatten, den Aufschriften und Gebrauchsspuren. Die exotische Tierwelt kann der Philips auch gelungen präsentieren, die Mischung aus Frosch und Fledermaus, die sich von Ast zu Ast schwingt wie einst Tarzan, kommt ausdrucksstark und mit einer Bildschärfe auf Spitzen-Niveau heraus. Die legendäre Szene, als Jake seine Waffe kreisen lässt, wird vom 55PUS7600 natürlich auch hervorragend, weil klar und plastisch, wiedergegeben. 

Unsere Zusammenfassung – Bild Pro & Contra: 

+ Erstklassige Plastizität, schon im 2D-Betrieb
+ Überragende Bildschärfe und Detailtreue
+ Leistungsstarke Frame Interpolation
+ Hervorragender Bild-Im-Bild-Kontrast
+ Sehr lebendiges, dynamisches Bild 
+ Herausragende Bildhelligkeit
+ Sehr guter Schwarzwert, der aber keine neuen Maßstäbe setzt
+ Wirkungsvolle Ultra Resolution-Funktion zur Optimierung der Auflösung
+ Hervorragende Gesamtergebnisse im 3D-Betrieb
+ Rauscharmes Panel mit recht breitem horizontalen Blickwinkel
+ Ambilight steigert Intensität des Film- und TV-Genusses

– Ab und zu leichtes Ghosting im 3D-Betrieb
– Helligkeitsverlust im 3D-Betrieb bei stärkeren Kopfbewegungen
– Farbtemperatur selbst im Modus „Film“ zu kühl
– Gamma-Regler im Video-EQ nicht praxisgerecht ausgeführt
– Keine ISF-Programme

Tonqualität

Und wie klingt der Philips? Wir haben einiges erwartet, denn schließlich wurde hinsichtlich des verbauten Soundsystems durchaus ein gewisser Aufwand betrieben – und dieser war nicht umsonst, denn der 55PUS7600 klingt besser als manche kostengünstige Soundbar. Was nun nicht nach einem wirklichen Lob klingt, soll aber eines sein, denn so schlecht, wie die meisten Lautsprechersysteme in Flat- und Curved-Screens in der Praxis sind, reicht oft schon eine 80 EUR-Soundbar, um deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen. Der 55PUS7600 bietet bei leiseren bis mittleren Lautstärken bei aktivierter „Incredible Surround 3D“ Funktion einen räumlich dichten und überraschend bassstarken Klang bei den Programmen „Original“, „Film“ und „Musik“. Stimmen sind klar verständlich, klingen aber etwas synthetisch. Bei höheren Pegeln schlagen dann die Membranen der Subwoofermodule an, was zu Verzerrungen führt. Bei normal gebräuchlichen Lautstärken für die Lieblingsserie oder den TV-Krimi am Abend schlägt sich das Soundsystem aber ausgezeichnet. 

Unsere Zusammenfassung – Ton Pro & Contra:

+ Erstaunlich wirkungsvoller Bass
+ Sehr gute virtuelle Surroundfunktion
+ Zahlreiche vorprogrammierte Sound-Modi
+ Gute Verständlichkeit von Stimmen
+ Tadellose Gesamtdynamik
+ Recht ordentlicher Hochtonbereich

– Stimmen klingen synthetisch
– Bass schlägt bei höherem Pegel durch

Fazit

Philips 55PUS7600 Front Seitlich1

Der Philips 55PUS7600 kann im Testbetrieb in vielen Belangen Begeisterung wecken. Sein helles, kontrastreiches, scharfes und plastisches Bild genießen wir bei nativem UHD-Material ebenso wie bei hochskalierten Blu-rays und beim Betrieb des hervorragenden internen TV-Tuner. Der optisch attraktive, sauber verarbeitete Philips hat sehr formschöne, aber nicht besonders praktische Standfüße und wirkt durch die geringe Bautiefe ausgesprochen elegant. Das Android Lollipop-Betriebssystem harmoniert ausgezeichnet mit der im Lieferumfang enthaltenen, zweiseitigen und ausgesprochen praktischen Fernbedienung. Die Anschlussbestückung ist reichhaltig, selbst die Klangqualität überzeugt – ebenso wie die Zuverlässigkeit. Nur kleinere Beanstandungen finden sich im Protokoll, dazu gehören die fehlenden ISF-Modi, der nicht optimale Gamma-Regler oder das ab und zu verzögerte Ansprechen des TVs auf gegebene Befehle. 

Leistungsstarker Ultra HD-TV mit hervorragendem Bild, tadellosem Ton und üppiger Ausstattung
ueberragend
TVs bis 55 Zoll Oberklasse
Test 18. Januar 2016

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 18. Januar 2016 




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