XXL-TEST: Geschlossener Over-Ear-Bluetooth-Kopfhörer Beyerdynamic Amiron Wireless für 699 EUR - Technik-Meisterwerk in kompromissloser Spitzenqualität?

Für 699 EUR schickt sich der Beyerdynamic Amiron Wireless an, eine ganz besondere Mission zu erfüllen: Als Bluetooth-basierter, geschlossener Over-Ear-Kopfhörer für zuhause richtet er sich an potentielle Käufer, die erstklassige akustische Qualität (Bluetooth mit aptX HD, Apple AAC und aptX LL für eine verzögerungsarme Tonübertragung bei TV und Videos) und hohen Komfort optimal miteinander vereint haben möchten. Das Touch-Bedienelemente auf der rechten Ohrmuschel, mit dem man zum Beispiel die Lautstärke regeln oder aber den aktuell laufenden Track pausieren lassen kann, reagieren recht gut und nach kurzer Zeit kann man den Amiron Wireless mittels des Touch-Elements präzise steuern.

Dahinter arbeiten Tesla-Treiber, Eigenentwickung von Beyerdynamic

Hochwertige Alu-Gabeln

Verstellmechanismus

USB-Buchse zum Aufladen, An/Aus/Kopplungs-Schalter

Touch-Bedienelement außen an der rechten Ohrmuschel

Logo auf der linken Ohrmuschel

Sorgfältig gepolstertes Kopfband

"Made in Germany"

Besonders wichtig war den Machern von Beyerdynamic ein hoher Tragekomfort. Ein nicht zu hohes Gewicht, sorgfältig gepolsterte Ohrmuscheln und ein ebenfalls sehr bequemes Kopfband tragen Sorge dafür, dass man auch nach mehrstündigem Tragen den Amiron Wireless noch gern auf dem Kopf hat. Die 380 Gramm stören erstaunlicherweise wirklich kaum. Das Kopfband ist mit weichem Alcantara gepolstert, Hochwertigkeit wird auch durch die Basis des exakt verstellbaren Kopfbandes mit Trägern für die Ohrmuscheln aus Aluminium demonstriert. Der Amiron Wireless ist "made in Germany" - ein Gütesiegel, das heute Seltenheitswert hat.

Box

Aus seitlicher Perspektive

Amiron mit Zubehör in der Box

Mitgeliefert ist auch eine hochwertige Box, in der man den Amiron Wireless einfach und sicher unterbringen kann. Ein entsprechendes Ladekabel und ein Kopfhörer-Kabel für den kabelgebundenen Betrieb finden sich ebenfalls im Lieferumfang.

Der ohrumschließende, geschlossene Bluetooth-Kopfhörer stellt Frequenzen zwischen 5 Hz und 40 kHz (Kabelbetrieb) dar, somit eignet er sich dank des erweiterten Frequenzbereiches auch vorzüglich für die Darstellung von hochauflösenden Audiodateien. 100dB beträgt der Kennschalldruckpegel.

Typisch für hochwertigen Kopfhörer-Modelle von Beyerdynamic bringt der Amiron Wireless dynamische Tesla-Treiber für einen hoch liegenden Wirkungsgrad und eine herausragende Impulstreue mit. Diese von Beyerdynamic selbst entwickelten Treiber sind in der aktuellen Ausbaustufe an Bord und haben sich schon in zahlreichen Beyerdynamic Referenzmodellen bestens bewährt.

Ladekabel und Kopfhörer-Kabel, sollte der Akku doch mal leer sein

Kopfhörerkabel mit integrierter 3-Tasten-Fernbedienung

Für den Amiron Wireless spricht auch die sehr lange Akkulaufzeit von mehr als 30 Stunden. Natürlich hängt die Länge, die maximal ohne Nachladen möglich ist, auch mit der Hörlautstärke zusammen. Wer genau wissen möchte, wie es um den Akku bestellt ist: Eine freundliche weibliche Stimme macht Ansagen zum Akkustand, genauso wie übrigens bei der Kopplung

App im App Store (erhältlich für iOS und Android)

Kernstück des Amiron Wireless ist aber die Klangpersonalisierung mittels der Beyerdynamic MIY App - "MIY" steht dabei für "Make It Yours". Herzstück der App ist die hochwertige Klangpersonalisierung von Mimi Hearing Technologies. Auf Grundlage eines zertifizierten Tests wird das eigene Gehör analysiert, im Anschluss daran wird der Kopfhörer perfekt auf die individuelle Struktur des Gehörs angepasst.  In der Praxis funktioniert dies sehr einfach und auch zuverlässig. Wir haben den Check gemacht und entsprechende Screenshots dazu angefertigt.

Zuerst wird der Kopfhörer gekoppelt

Amiron wird erkannt

Nun muss die Kopplung bestätigt werden

Nun beginnt die Personalisierung

Kopfhörer basierend auf Alter und Hörvermögen personalisieren

Eingabe des Geburtsjahres

Erster Teil der Personalisierung abgeschlossen

Nun folgt der zweite, umfassendere Teil, den man auslassen kann, wenn man nicht möchte

Die App braucht die Zustimmung, aufs Mikrofon des Smartphones zugreifen zu dürfen

Am besten an einem ruhigen Ort die Messungen durchführen

Smartphone auf 50% Pegel einstellen

Nun beginnt der Test. Sobald man einen Ton vernimmt, drückt man den Kreis, solange, bis man den Ton nicht mehr hören kann

Nachdem zahlreiche Testtöne (250Hz, 500Hz, 1kHz, 2kHz, 4kHz, 8kHz) durchgelaufen sind, ist das erste Ohr akustisch vermessen

Und wieder geht es los

Test erfolgreich beendet

Nun erfolgt die Personalisierung auf Grundlage der Testergebnisse

Geschafft! Der Amiron Wireless ist vollständig personalisiert - Make It Yours!

Profile - hier kann man festlegen, wie deutlich die Klang-Personalisierung eingreifen soll, in mehreren Stufen von 20 bis 100 Prozent

Tracking für die individuellen Hörgewohnheiten

Die Empfindlichkeit des Touchpad kann eingestellt werden

Untermenü "Info"

Die App ist ein praktisches Tool, um den Amiron Wireless schnell und zuverlässig auf das eigene Gehör "feinzutunen". Wie die Klangtestreihen beweisen, mit akustischem Erfolg.

Klang

Die Intensität der Klangbeeinflussung durch die Individualisierung haben wir mir mit 20, 40 sowie 60 Prozent getestet. Alle drei Stufen kann man guten Gewissens empfehlen, der eigentliche Klang wird nicht "verbogen", sondern sehr präzise an die eigenen Gewohnheiten angepasst. Wer es schon recht intensiv hinsichtlich der akustischen Ausprägung schätzt, nimmt 60 Prozent, was ab und zu schon etwas überzogen erscheint, wer es etwas weniger intensiv schätzt, wählt 20 bis 40 Prozent. Im Vergleich zur De-Aktivierung des persönlichen Klangprofils bietet die optimierte Variante wahrhaftig Vorteile in den ersten drei Intensitäts-Stufen. 80 und 100 Prozent lassen den Klang unserer Meinung nach unnatürlich wirken.

Wir starten mit "L'attesa" von Andrea Bocelli und sind sehr beeindruckt von der fundierten, sehr feinfühligen Stimmwiedergabe. Die Trennung der Stimme Andreas von den Instrumenten gelingt vorzüglich, ohne die Harmonie einer ganzheitlichen akustischen Vorstellung infrage zu stellen. Der gesamte Umfang von Andreas Stimme wird ohne erkennbare Einschränkungen wiedergegeben, und das Ganze auf eine souveräne, selbstverständliche Art. Klar, lebendig, mit einem runden, kräftigen, aber nie überbetonten Bassbereich vermittelt uns der Amiron Wireless sehr viel Hörvergnügen.

Und auch bei "Quizas, Quizas, Quizas" - einem Duett Andrea Bocellis mit Jennifer Lopez - gelingt dem Amiron Wireless eine lebendige, zugleich sensible Wiedergabe, die beide Stimmen, auch die von Jennifer, mit Sinn fürs Detail eingearbeitet. Doch auch die Streicher und anderen Instrumente werden mit Sorgfalt aufbereitet. Der Bass trifft genau den richtigen Punkt, er weist Ausdruckskraft sowie Differenzierungsvermögen auf. Dynamische Unterschiede, ganz gleich, ob kleiner oder größer, werden umgehend umgesetzt, die Impulstreue liegt hoch.

Die beiden ersten Tracks haben wir über Apple iTunes zugespielt. Die nun folgenden Tracks kommen von Tidal. Machen wir mit "California Dreamin" , ursprünglich von den Eagles, in der uns vorliegenden Adaption aber von Diana Krall, weiter. Sehr klar ertönen auch hier die vokalen Anteile, die Trennung von den Instrumenten ist überzeugend. Auch, wenn man mal (nicht zu oft und zu lange, das schadet dem Gehör) lauter hört, verliert der Amiron Wireless nicht seine Gelassenheit. Er gibt alles so selbstverständlich wieder, auch das Klavier mit der dazu gehörenden Anschlagdynamik. Dieses schon mehrfach zitierte Selbstverständliche, Verlässliche, zugleich aber Energiegeladene, das ist die Mischung, die den Amiron Wireless so interessant macht, trotz des nicht eben niedrigen Einstandspreises.

Bei "Desperado", wiederum in der Adaption von Diana Krall, präsentiert der Amiron Wireless erneut das Piano in einer hervorragenden Art und Weise. Die Anschlagdynamik wird in einen Maß vermittelt, die für eine wahrhaftige Live-Atmosphäre sorgt. Sicher - selbst hier mag noch mehr gehen, noch mehr Kontur und Differenzierung. Aber, so merkwürdig es auch klingen mag: Kaum für 700 EUR. Was für "Otto Normalverbraucher" schon unfassbar viel für einen Kopfhörer ist, bedeutet für manchen High-Ender erst der Anfang. Kopfhörer, die 1.500 EUR und mehr kosten, sind durchaus auf dem Markt zu finden. Aber was der Beyerdynamic-Hörer leistet, ist schon für äußerst anspruchsvolle Ohren geeignet. Klarheit und Substanz, ein geschlossenes, dynamisches und zudem sehr angenehmes Klangbild sorgt für große Begeisterung.

"A Thousand Kisses Deep" von Till Brönner mit charismatischem Saxophon - das liegt dem Amiron Wireless. Mit dem für den Kopfhörer typischen Feingefühl widmet er sich dem Instrument, und es sind die "kleinen Zwischentöne", die beweisen, wie ernst es der Heilbronner Kopfhörer mit einer kompletten, kultivierten Wiedergabe nimmt. Der Amiron Wireless filtert dank effektiver Polsterung und geschlossener Bauweise Außengeräusche sehr effektiv heraus. Selbst, wenn in einiger Entfernung der Fernseher läuft, man selbst aber tief in die Musik eintauchen möchte, ist dies problemlos möglich. Übrigens: 10 Meter kann die Bluetooth-Quelle maximal vom Amiron Wireless entfernt sein.

Klassik pur und ohne Schwächen? Die Ouvertüre zu "Figaros Hochzeit" von Wolfgang Amadeus Mozart soll es aufzeigen. Klar, mit einer exakt dosierten Räumlichkeit, kommt die Ouvertüre heraus. Die zahlreichen, plötzliche Dynamiksprünge managt der Amiron Wireless mit der für ihn typischen Gelassenheit - man weiß genau: "Der macht das schon". Dies ist auch hier wieder das herausragende Kennzeichen des Headphones aus Heilbronn, die enorme Souveränität. Nichts scheint zu komplex, auch differenzierte orchestrale Gefüge werden präzise zum Hörer gebracht. Dieser kann daher komplett in die Musik eintauchen, sogar jeder einzelne Musiker ist innerhalb der orchestralen Struktur zur orten.

Nun kommt ein "Härtefall" auf den Amiron Wireless zu: "Living On A Player" von Bon Jovi war in den 80er Jahren der große Durchbruch für Jon Bon Jovi und seine Jungs. Das Quellmaterial ist, nun ja, ganz ok hinsichtlich der Qualität. Meist aber sind die akustischen Ergebnisse eher "mau", selbst gute Kopfhörer mühen sich oft vergeblich ab. Der Beyerdynamic Amiron Wireless bleibt sich aber treu: Souverän und klar macht er die Qualität des Quellenmaterials fast vergessen - wie frisch die Höhen klingen, wie straff der Bass agiert: Das ist Extraklasse. Mit noch mehr atmosphärischer Dichte, mit noch mehr "Schmiss" arbeitet der Heilbronner Edel-Kopfarbeiter bei "It's My Life", ebenfalls von Bon Jovi. Die gesamte Dynamik, der Spannungsbogen in der Stimme Jon Bon Jogis - all das kommt zu einem mitreißenden, intensiven Feeling zusammen. Bei den Bon Jovi-Stücken hat uns der Amiron Wireless demnach erneut voll überzeugt.

Beim Phil Collins-Klassiker "I Wish It Would Rain Down" ergibt sich das identische akustische Bild. In einer qualitativ sehr guten, 2016 remisierten Aufnahme sind die Grundbedingungen natürlich schon ordentlich. Was der Amiron Wireless aber im Endeffekt daraus macht, vor allem diese bestechende, freie Räumlichkeit, dieses auf angenehme Art und Weise "große", nicht drückende, zur Last fallende Klangbild ist überragend. Man hat dank der MIY-App und der zuvor erfolgten Einmessung den Eindruck, dass Gehör und Kopfhörer wirklich eine Einheit bilden, dass man extrem gern auch sehr lang hört und einfach das, was man unter angenehmen und zugleich anspruchsvollem Hören exakt getroffen wird.

Wir springen aus zeitlicher Sicht etwas nach vorn, und es wird Zeit für einen Klassiker von Technotronic: "Get Up" mit kräftigem Bass und einem schwungvollen Rhythmus stellt kaum eine Herausforderung für den Beyerdynamic Amiron Wireless dar. Klar und hart trifft der Bass, ohne die Stimme zu verdrängen, und der Rhythmus wird impulstreu wiedergegeben, Ja, auch solche Tracks machen richtig Freude mit dem Amiron, kein Zweifel.

"I Like" ärgert selbst den erstklassigen Amiron Wireless

"I Like" von Keri Hilson ist der einzige Track, bei dem die Treiber des Amiron Wireless bei höherem Pegel an ihre Grenzen stoßen - zwar nur leicht, aber immerhin haben wir es geschafft, auch den ansonsten untadlig verzerrungsarmen Beyerdnamic-Kopfhörer über Gebühr zu strapazieren. Der Black-Track ist auch fiese, und wir kennen auch ausgewachsene aktive Subwoofer, die sich im übertragenen Sinne hier schon "die Finger verbrannt" haben. Nichtsdestotrotz, hier senken den Pegel ein wenig, und schon stimmt wieder alles: Kraft, Substanz, Lebendigkeit, und ein freier, räumlich dichter Hochtonbereich sind herauszuhören.

Und nun ein zeitgemäßer Club-Track, der den Amiron Wireless ordentlich fordern wird: Der "Thriller" Remix von Steve Aoki (Midnight Hour Remix) hält viele elektronischen Elemente und einen kräftigen Bass bereit. Auch hier gilt wieder: Kein Problem für den Beyerdynamic Kopfhörer, der die Effekte in rasender Geschwindigkeit im Ohr des Hörers gruppiert. Von der Oper in den Club und zurück - mit dem Amiron Wireless ist das kein Problem.

Das DJ Antoine Remix des Shanice-Klassikers liegt dem Amiron zweifelsfrei

Nun noch ein paar Club-Hits von Spotify, beginnen wir mit "Onesummer" von Kadinin Sesi: Der Bass trifft wieder genau den richtigen Punkt, der Aufbau des Tracks kommt exzellent heraus. Die ganze Kraft, die ganze Energie gibt der Beyerdynamic so unvermittelt an den Zuhörenden weiter, dass man geneigt ist, sofort mit zu tanzen - wir haben den Track schon auf zahlreichen Kopfhörern gehört, auch teuren. Keiner kann hier mithalten, der Amiron Wireless schlägt mit seiner Souveränität voll zu. Keine Verzerrungen, keine Störungen. Nur Sound, und das auch bei höherem Pegel.

Erstklassig, kaum zu toppen, hier kommt der "Chef im Club": Bei "Gold Digger" von Croatia Squad begeistert der Amiron Wireless wieder mit seinem massiven, zugleich aber absolut präzisen Bass und der intensiven räumlichen Wirkung. Und wie sieht es beim aktuellen Calvin Harris-Hit "One Kiss" (with Dua Liga) aus? Keine Veränderungen, der Amiron hat seinen Charakter und bleibt diesem treu. Die feine vokale Wiedergabe trifft auf eine hochklassige Basskraft, und auch hier gilt wieder: Eine sauber gestaffelte Räumlichkeit, wie wir sie nur selten bei einem Kopfhörer vernehmen konnten. "I Love Your Summe"(DJ Antoine&Dizkodude featuring Sibbyl) stellen, last but not least, das akustische Finale dar, das eine praktisch makellose Leistung erneut mit nachdrücklichem Bass, enormer Ausdruckskraft und gleichzeitig hoher klanglicher Gesamtharmonie krönt.

Konkurrenzvergleich

Ultrasone mit speziellem Sirius-BT-Adapter

  • Ultrasone Performance 880 mit Sirius-Bluetooth-Adapter für 469 EUR komplett: Dank S-Logic mit überragender Räumlichkeit, überdies pegelfest, dynamisch, mit hoher Homogenität: Auch die Ultrasone-Kombination kann begeistern. Über 100 EUR günstiger (Kopfhörer plus BT-Adapter), wirkt die Verarbeitung nicht ganz so opulent, zudem spielt der eingemessene Amiron Wireless noch fülliger und eine Spur souveräner. So steht fest: In ihren Preisklassen sind beide Kopfhörer erste Wahl.

  • Soll der Aventho Wireless für den mobilen Einsatz sein, so dient der Amiron Wireless eher zu Hause - so sieht es Beyerdynamic vor. Trotzdem wagen wir uns  in die "Höhle des Löwen" und vergleichen: Bitte nicht böse sein, Beyerdynamic, der Aventho Wireless ist mit 449 EUR günstiger und gewiss ein toller Kopfhörer, aber der Amiron Wireless ist einfach sensationell gut. Noch souveräner, räumlich dichter, extrem angenehm: Er kann schlichtweg alles, und alles nochmals deutlich besser.

  • Ja, auch 329 EUR sind noch viel Geld. Im Falle des Sony MDR-1000X, der laut unverbindlicher Preisempfehlung mal 399 EUR gekostet hat, aber nicht zu viel. Ebenfalls mit Touch-Bedienelement für die Steuerung ausgerüstet, klingt er recht dynamisch und ausdrucksstark. Klar, der Sony hat eine ganz andere Ausrichtung. Mit verschiedenen Modi fürs Active Noise Cancelling ist er ideal für die Reise. Und er kostet viel weniger - trotzdem ist der Vergleich zum Amiron Wireless interessant. Denn der Sony befriedigt alle Bedürfnisse des Alltags, der Beyerdynamic praktisch alle Bedürfnisse, die auch der sehr anspruchsvolle Hörer hegt. Zudem, obwohl kein ANC an Bord ist, blendet der edle Heilbronner Kopfhörer auch Umgebungsgeräusche richtig gut aus. Klar, "echte" Konkurrenten sind die zwei schon allein wegen des Preisunterschiedes nicht, aber auch wenn Beyerdynamic es anders sieht: Der Amiron Wireless ist aufgrund der Abmessungen nicht ganz so mobil, das Case größer etc., wer aber den Platz hat bzw. den Kopfhörer um den Hals trägt, erlebt auch mit dem Amiron Wireless großes Entertainment unterwegs.
Fazit

Sauber gelöst: Der Beyerdynamic Amiron Wireless überzeugt auf der ganzen Linie. Technisch aufwändig mit hochwertigen Tesla-Treibern ausgerüstet, punktet der Heilbronner Kopfhörer auch mit erstklassiger Material- und Fertigungsqualität. Er sitzt praktisch perfekt, der Anpressdruck passt, die Polsterung von Kopfband und Ohrmuscheln ist sehr bequem und angenehm, nicht zu schweißtreibend. Gut werden Außengeräusche vom Hörenden ferngehalten. Die Make It Yours App mit Personalisierung funktioniert sehr gut, wurde die Personalisierung vollzogen und finalisiert, kann der Anwender bestimmen, in welcher Intensitätsstufe sie eingreifen soll. Mit mehr als 30 Stunden Akkulaufzeit laut Hersteller erweist sich der Amiron Wireless als sehr ausdauernd, wir konnten in der Praxis diesen Wert fast erreichen (28 Stunden). Hinsichtlich der Akustik kann man den Amiron Wireless schnell treffend umschreiben: Souverän, dynamisch, räumlich authentisch und extrem kultiviert. Er eignet sich praktisch für jeden Musikstil, und durch die MIY-App kann man seine Lieblingsmusik noch pointierter und stimmiger genießen. Für uns trotz des Preises von knapp 700 EUR ein wahrer Champion.

Premium durch und durch: Materialqualität, Verarbeitung, Ausstattung, Klang. Nahezu perfekt, trotz des hohen Preises

Gesamt-Referenz Bluetooth-Kopfhörer
Test 12. Juni 2018

Test: Carsten Rampacher
Datum: 12. Juni 2018

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