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XXL-SPECIAL: Die Samsung QLED Ultra-HD-TVs des Modelljahres 2018

Samsung hat die 2018er Generation der QLED Ultra HD-TVs präsentiert. Samsung hebt erneut die Faktoren Q Picture, Q Style und Q Smart hervor. Hier die Kurzform:

Wenden wir uns nun den Neuerungen und Modellen im Einzelnen zu.

Damit der Faktor „Q Picture“ weiter optimiert werden konnte, setzt Samsung mit der „Q Engine“ einen neuen, effizient arbeitenden Bildprozessor ein. Nachdem LG mit dem Alpha 9 Prozessor und Philips schon 2017 mit der P5 Engine sowie Sony seit 2016 mit dem X1 Extreme enorm leistungsstarke Prozessoren vorgestellt haben und auch Panasonic mit der neuesten Studio HCX Engine auftrumpfen möchte, zeigt Samsung nun ebenfalls Flagge.

Q6FN

Q7FN

Q8CN (Curved-Modell)

Q9FN

Die Q Engine macht es möglich, hochauflösende HDR-Bilder und daraus resultierende intensive Seh-Erlebnisse unabhängig von der Helligkeit im Raum sicherzustellen. Der Chip berechnet Kontraste, Farben und HDR-Metadaten, das TV-Bild wird automatisch an das gemessene Umgebungslicht angepasst. Die Q Engine ist in allen neuen Serien enthalten: Q6, Q7FN, Q8FN, Q8CN und Q9FN.

Q9FN als technologische Speerspitze

Die exzellente HDR-Wiedergabe hat Samsung ganz besonders im Visier. Q HDR Elite bietet eine besonders präzise HDR-Darstellung mit Spitzenhelligkeiten von 1.000 bis 2.000 Nits. Inhalte, welche den neuen dynamischen HDR10+ Standard unterstützen, geben alle 2018er QLED-TVs wieder. Aufgrund der Verarbeitung dynamischer Metadaten in Echtzeit konnte das HDR-Erlebnis im Vergleich zum statischen HDR10-Standard nochmals verbessert werden. Jede einzelne Sequenz eines Films kann mit individuellen HDR-Parametern dynamisiert werden. Helligkeit und Farbwiedergabe werden dadurch noch präziser. 

Schon auf der IFA 2017 konnten wir auf zwei Q9F 88-Zoll-TVs Eindrücke von HDR10+ Material von Amazon Prime Video sammeln.

Samsung HDR10+ Demo auf der IFA 2017

Ein Q9F zeigt konventionelles Material (links), der rechte Q9F präsentiert HDR10+ Inhalte. Leider ist etwas zu viel externes Licht (Strahler von oben) bei der Demonstration vorhanden, bei manchen Bildsequenzen kann man aber die Vorzüge des auf dynamischen HDR-Metadaten basierenden Verfahrens gut ausmachen. So z.B. bei einer Dünenlandschaft oder bei einem heftigen Drift eines BMW M4 auf der Rennstrecke: Eine sehr räumliche, plastische Wiedergabe mit vielen fein gestuften Details, alles wirkt noch näher an den Seh-Fähigkeiten des menschlichen Auges, vergleicht man mit HDR10.

Der Q9FN schafft 2.000 Nits

Das Spitzenmodell, der Q9FN, dient Samsung als technologische Speerspitze. Um dies zu verdeutlichen, setzt der TV-Marktführer auf „Direct Full Array Elite“. Eine Direct LED-Technik mit ausgeklügelter, szenenselektiver Backlight-Anpassung. Das ist gut für erstklassige Kontrastwerte, gleichzeitig wird der „Blooming“-Effekt deutlich reduziert. „Ultra Black Elite“ liefert nahezu unabhängig vom Blickwinkel ein besonders tiefes Schwarz, indem Reflexionen auf der Bildoberfläche, die ihren Grund in externer Lichteinstrahlung haben, mittels der direkten Hintergrundbeleuchtung ausgeglichen werden.

Auf welcher Basistehnologie fußt QLED eigentlich? Warum ist „Q Picture“ so wichtig? Hier haben wir einen Exkurs vorbereitet.

QLED-Technologie fußt unter anderem auf der Verwendung von Quantum Dots

Q Picture basiert auf Samsungs weiterentwickelter Quantum Dot-Technologie.  Mit „Quantum Dots kommt auch das Q in QLED. Denn LED steht, exakt wie beim LCD-TV, für „light emitting diode“., dabei handelt es sich um anorganische Leuchtmittel. Übrigens: Diese anorganischen LEDs werden bei QLED-Geräten auch für die Hintergrundbeleuchtung eingesetzt, wenn auch nicht in identischer Form.

Blickwinkelstabil und farbecht

Mit Quantum Dots werden Farben auf dem Display auf anderem Wege bereit gestellt  als mit den konventionellen LCD-TVs mit Farbfiltern und weißen LEDs als Backlight. Zeit, der Frage nachzugehen, was „Quantum Dots“ überhaupt sind. Es handelt sich hierbei um Halbleiter-Partikel in der Größe von 2 bis maximal 10 Nanometern im Durchmesser.

QLED: Seit 2017 Samsungs Schlüsseltechnologie für bestes Bild

Sie produzieren, abhängig von ihrer spezifischen Größe, unterschiedliche Farben: Die kleinsten Partikel produzieren zum Beispiel Blautöne, die größeren sind für rötliche Farben zuständig. Diese extrem kleinen Elemente werden dann in großer Zahl auf eine Schicht aufgebracht, die ihren Sitz zwischen Hintergrundbeleuchtung und LC-Display hat.

Speziell arrangiert ist bei QLED-TVs die Hintergrundbeleuchtung. Hier setzt  man bei QLED TVs allerdings nicht weiße LEDs, sondern auf farblich reine blaue LEDs ein. Bei weißen LEDs handelt es sich in der Regel um blaue Leuchtdioden, die mit einem gelben Phosphor-Überzug versehen wurden. Folge: Unreines Licht. Mit Quantum Dots kann man auf pure blaue LEDs zurückgreifen, die ein deutlich reineres Licht abgeben. In der Praxis gibt es ein dynamisches Bild mit gleichermaßen satten wie reinen Farben, das Ganze wird mit feinen Kontrastabstufungen und enormer Helligkeit, bei Samsung QLEDs bis zu 2.000 Nits, kombiniert. Trotz der enormen Helligkeit und Leuchtkraft sind Samsungs QLED-TVs mit Quantum Dot-Technologie sehr sparsam hinsichtlich des Stromverbrauchs.

Ab der Geräte-Generation 2017 ummantelt Samsung die winzigen Nanopartikel darüber hinaus noch mit Metall. Diese Maßnahme verhindert die  Oxidation und erhöht die somit Lebensdauer, ebenfals können die Quantum Dots innerhalb des TVs noch besser untergebracht werden, um Farben noch präziser darzustellen und um den Blickwinkel auch für zahlreichre Zuschauer zu optimieren.

Der Q8C von 2017 war bei uns im Test und schnitt erstklassig ab

Der Q9F in 88 Zoll war das 2017er Topmodell: Ein äußerst lebendiges, authentisches und farbechtes Bild sahen wir auf der IFA 2017

Wir konnten schon bei den letztjährigen Modellen einen grandiosen Kontrast, eine enorme Leuchtkraft, eine hohe Blickwinkelstabilität und einen sehr guten Schwarzwert attestieren. HDR-Inhalte konnte man auch bei deutlichem externem Lichteinfall in ausgezeichneter Qualität betrachten. 

8K QLED-Prototyp mit AI-Technologie

Einen Ausblick in die QLED-Zukunft gab Samsung schon auf der CES 2018 mit einem 8K-QLED-Prototyp, der auch auf der deutschen 2018er Roadshow präsentiert wurde.

One Cable Invisible

Nun haben wir Q Picture im wahrsten Wortsinn „ausgiebig beleuchtet“, und es wird Zeit für Q Style. Style steht 2018 unter dem Motto: „Alles in einem Kabel“, hinzu kommt der „Ambient Mode“.

Das „One Cable Invisible“ ist laut Hersteller eine echte Weltneuheit. Ein einziges, praktisch transparentes Kabel bündelt sämtliche AV-Signale und die Stromversorgung.

One Connect Box

Das Kabel misst 5 Meter und es geht von der auch 2018 verwendeten „One Connect Box“ zum TV. Optional ist ein 15 Meter langes Kabel verfügbar.  

Ambient Mode

Auch hier ist die Wirkung des "Ambient Mode" gut zu erkennen

Der „Ambient Mode“ eröffnet neue Integrationsmöglichkeiten ins Wohnambiente. Wird der QLED-Ultra HD-TV vor der Wand mittels der „Smart Things“ App fotografiert, erstellt die App daraus ein Muster für den QLED-TV. Wie ein Chamäleon scheint der Fernseher dadurch mit dem Hintergrund zu verschmelzen. Die extrem dünnen Rahmen unterstützen die Wirkung natürlich zusätzlich. Zudem kann man im Ambient-Modus Informationen wie die Uhrzeit, Wetter oder Nachrichten anzeigen lassen.

Tower Stand im Detail

Mit der „No Gap“-Wall-Mount-Wandhalterung wird der TV rasch an der Wand befestigt. Auch das bereits 2017 erschienene weitere Zubehör wie der Tower Stand oder der Studio Stand kann mit den 2018er Modellen verwendet werden.

Fernbedienung

TV-Einrichtung per Smartphone

Im Fokus: Die "Smart Things" App

So einfach geht TV-Installation heute

Wie sieht es mit dem Bedienkomfort aus? Der Samsung Smart Hub 2018 vereint unter dem Oberbegriff „Q Smart“ eine noch schnellere Einrichtung und eine besonders komfortable Bedienung.

Samsung Smart Hub 2018 

Dank „Auto TV Detection“ lässt sich der TV in nur wenigen Schritten einrichten, indem Einstellungen wie zum Beispiel das WLAN-Passwort und das verknüpfte Samsung-Konto vom Smartphone übernommen werden. Die App „Smart Things“ stellt die einfache Vernetzung sicher, und eine Vielzahl an kompatiblen Samsung Produkten im Heimnetzwerk kann angesteuert werden, vom Kühlschrank bis zum Smartphone.

Der „Universal Guide“ verkürzt den Suchprozess nach Inhalten deu5lich, denn der TV gibt jetzt personalisierte Empfehlungen über alle Kanäle hinweg ab. Ganz gleich, ob das normale  Fernsehprogramm oder aber verschiedene VoD-Dienstleister.

Mit hoch entwickelten neuen QLED-Modellen möchte Samsung die klare Nummer 1 bleiben

Zu guter Letzt nun die Preise:

Sobald Samples verfügbar sind, werden Testberichte folgen.

Special: Carsten Rampacher
07. März 2018

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