XXL-SPECIAL: AV-Receiver/AV-Vorstufen 2016 – Welches Device ist für Sie das Richtige?

Oft erreichen uns E-Mails unserer Leser, welcher AV-Receiver denn nun das richtige Gerät für die eigenen Ansprüche ist. Nimmt man den vom Kaufpreis her unschlagbaren, günstigen AV-Receiver, der schon eine erstaunlich gute Ausstattung mitbringt, oder greift man lieber zum teureren Modell? Wir stellen hier selektierte, von uns getestete 2016er Modelle vor und machen eine Ausnahme – weil die Yamaha CX-A5100 nach wie vor brandaktuell ist, fand diese 11.2 Vorstufe auch den Weg ins Special. Falls sich Leser fragen, was mit den anderen 2015er Modellen ist, die man teilweise außergewöhnlich günstig erwerben kann: Man kann es nicht globalisieren, ob es sich lohnt, noch auf ein Vorjahresmodell auszuweichen. Bekommt man ein absolutes Oberklasse-Schnäppchen, als zum Beispiel einen ehemals 1.400 EUR teuren AV-Receiver, nun neu für 800 bis 850 EUR, so wird es sich schon lohnen, zuzuschlagen. Auch, wenn sich vieles getan hat, so kann man trotzdem sagen: Gerade die größeren 2015er Modelle waren auch schon ausgesprochen überzeugend, was Klang und Ausstattung angeht. 

Bei den 2016er Modellen sind verschiedene Merkmale schon ab der Liga zwischen 600 und 700 EUR selbstverständlich:

  • Mindestens sieben Endstufen
  • Mindestens 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler
  • 2 Vorverstärkerausgänge für den Anschluss aktiver Subwoofer
  • Decoder für Dolby Atmos und dts:X (dts:X teilweise nur per Update der Firmware, Sony hat als einziger großer Hersteller weder Decoder für dts:X noch für Dolby Atmos an Bord)
  • HDMI-Terminals mit Ultra HD Pass-Through mit HDCP 2.2 (4K/60p/4:4:4/24-bit, 4K/24p/4:4:4/36-bit, 4K/60p/4:2:0/36-bit), HDR und BT.2020 Unterstützung. Aufpassen: Nicht immer bringen alle HDMI-Terminals HDCP 2.2 mit.  
  • Lautsprecher-Einmesssystem mit Room EQ
  • HiRes-Audio-Kompatibilität: Meist bis 192 kHz/24-Bit bei FLAC, WAV (meist nur Stereo bei 192/24), ALAC und AIFF bis 96 kHz/24-Bit, manchmal auch bis 192 kHz/24-Bit, DSD (2,8 MHz, oft 2-Kanal und 5.1-Kanal, 5,6 MHz/nur Stereo)
  • Dualband-WiFi und Bluetooth an Bord
  • Aufpolierer für stark komprimierte Audiodateien (z.B. MP3 oder AAC)
Sony STR-DN1070 (UVP 699 EUR, Marktpreis rund 550 EUR)

Sony STR-DN1070 Front Seitlich3

Frontansicht

Sony STR-DN1070 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Sony STR-DN1070 Innenleben Gesamt

Innenansicht

Sony STR-DN1070 Fernbedienung

Fernbedienung

Sony STR-DN1070 Screenshot 13

OSD

Wir starten gleich mit einem „Exoten zum günstigen Marktpreis“: Der Sony 7.2 Kanal AV-Netzwerk-Receiver STR-DN1070 kommt auf einen Marktpreis von rund 550 EUR und hat weder Decoder für Dolby Atmos noch für dts:X. Dafür aber kann der im typischen Sony-Design gehaltene AVR Direct Stream Digital (DSD) Material nativ, das heißt ohne vorherige Wandlung auf digitaler Ebene in Pulse Code Modulation (PCM), wiedergeben. Die Eigenschaften:

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App

  • Sieben Endstufen mit je 165 Watt. In der Praxis hat der Sony ordentlich Dampf und legt such kompromisslos auch mit den Besten an. Die Endstufen reichen auch für den Betrieb von großen Standlautsprechern vorn aus. 
  • Befriedigendes Sony „Digital Cinema Automatic Calibration“ Lautsprecher-Einmesssystem mit Room EQ
  • Native DSD-Wiedergabe (alle anderen relevanten HiRes-Formate werden natürlich auch unterstützt)
  • Das Video-Processing umfasst lediglich ein qualitativ sehr gutes Upscaling von Full-HD-Inhalten auf 4K
  • Bluetooth inklusive NFC
  • Google Cast for Audio jetzt schon integriert (Sony übernimmt hier eine Vorreiterrolle). Spotify Connect und AirPlay sind auch vorhanden.
  • 6 HDMI-Eingänge/2 Ausgänge (alle mit HDCP 2.2)
  • Erstaunlich gute DSP-Programme (getrennt für Musikmaterial und Filmton)
  • „Song Pal“ App ist sehr übersichtlich und optisch recht elegant gehalten
  • Ersteinrichtungshilfe unter dem Level der Konkurrenz
  • Teils nicht komplett ins Deutsche übersetzte OSDs, wirkt unprofessionell
  • Einfache, aber praktische Fernbedienung
  • Akustisch auf Augenhöhe mit den Besten: Klar, fein auflösend, lebendig. Gerade für Mehrkanal-Musik und Stereo-HiRes-Files eine Offenbarung. Modernste Decoding-Technik fehlt, daher ist der 1070 für Heimkino-Fans auch unter akustischen Gesichtspunkten nicht erste Wahl. Wem Dolby TrueHD und dts-HD allerdings ausreichen, der macht auch beim Heimkino-Einsatz mit dem klangstarken Sony nichts falsch. 

Fazit: Wer dts:X und Dolby Atmos nicht braucht, dafür viel Wert auf eine überzeugende HiRes-Audiowiedergabe zum kleinen Preis legt, ist mit dem Sony gut bedient. Das Lautsprechereinmess- /Room EQ System erreicht aber nicht ganz das Niveau der Konkurrenz. Auch die OSDs und der Assistent für die Ersteinrichtung entsprechen nicht dem, was die Marktführer bieten. Vor allem Mehrkanal-Musikliebhaber und HiRes-Fans dürften sich trotzdem vom 7.2-Kanal-Sony angesprochen fühlen. 

Pioneer VSX-1131 (649 EUR UVP):

Pioneer VSX-1131 Front Seitlich1

Frontansicht

Pioneer VSX-1131 Rueckseite Seitlich

Rückansicht

Pioneer VSX-1131 Innenleben Gesamt

Innenleben

Pioneer VSX-1131 Fernbedienung

Fernbedienung

Pioneer VSX-1131 Screenshot 7

OSD

Der Pioneer VSX-1131 ist ein 7.2 Kanal AV-Netzwerk-Receiver, der eine unverbindliche Preisempfehlung von 649 EUR aufweist. Seine Eigenschaften in der Übersicht:

Pioneer VSX-1131 Screenshot 1

Guter Einrichtungsassistent

  • Leistung 160 Watt/Kanal (6 Ohm, 1 kHz, 1 Kanal ausgesteuert, 1 Prozent Gesamt-Klirrfaktor). Wie üblich besitzt diese Leistungsangabe eine gegen Null tendierende relevanz für die Praxis. Im täglichen Betrieb aber erfreut uns der VSX-1131 mit enormer Pegelfestigkeit und ausgezeichneter Dynamik auch bei deutlich gehobener Lautstärke.
  • Decoder für dts:X und Dolby Atmos. 
  • Bluetooth 4.1 und Dualband-WiFi an Bord
  • MCACC Lautsprecher-Einmess- und Room EQ-System mit Pioneer-typisch hoher Performance und „Reflex Optimizer“ für die perfekte Einbindung der Top Firing-Module
  • An Multimedia-Merkmalen/Streaming-Diensten sind vorhanden: Apple AirPlay, Spotify, Tune In Internet Radio. TIDAL, Deezer und Google Cast for Audio per Update. 
  • Als Konkurrenz zu MusicCast von Yamaha: Fire Connect (per Update)
  • Uneingeschränkte HiRes-Kompatibilität (u.a. FLAC bis 192 kHz/24-Bit und DSD 2,8/5,6 MHz)
  • Der VSX-1131 verfügt über AKM 384 kHz/32-Bit D/A-Wandler
  • HDMI-Anschlüsse: Nicht alle der insgesamt sieben HDMI-Inputs (6 hinten, 1 vorn, insgesamt 1 weniger als beim in weiten Zügen baugleichen Onkyo TX-NR656) unterstützen HDCP 2.2
  • Video-Processing: Nur Upscaling von Full HD auf 4K möglich, nicht mehr
  • Einrichtungsassistent, direkt an Bord. Der Anwender wird in gut verständlichen Schritten durch die Ersteinrichtung geführt. 
  • Sehr gute App zur Steuerung
  • Recht einfache, aber praktische Fernbedienung
  • Klanglich tritt der VSX-1131 für seine Preisklasse ohne Einschränkung exzellent auf. Typisch für einen Pioneer AV-Receiver agiert er sehr dynamisch und lebendig, gleichzeitig aber, und das ist neu für Pioneer, bringt der VSX-1131 viel mehr Harmonie ins Klangbild. Angeschlossen an ein Mehrkanal-Lautsprechersystem der Liga zwischen 1.000 und 3.000 EUR, fühlt sich der Pioneer wohl. Er kann auch Standlautsprecher vorn ohne zusätzlichen aktiven Subwoofer leistungsmäßig versorgen und stellt die Vorzüge der objektbasierten Audioformate recht überzeugend dar. 

Fazit: Idealer „Volks-AV-Receiver“. Es fehlt an nichts, sehr gute Ausstattung, tadelloser Einrichtungsassistent, hohe Betriebssicherheit. Leider sind einige Multimedia-Merkmale (Fire Connect) laut Website immer noch nicht final verfügbar. Der Klang ist dynamisch, aber gleichzeitig homogen. Klare Empfehlung für den preis-/leistungsbewussten Käufer. 

Yamaha RX-A860 (999 EUR UVP)

Yamaha RX-A860 Front Seitlich1

Frontansicht

Yamaha RX-A860 Rueckseite Seitlich

Rückansicht

Yamaha RX-A860 Innenleben Gesamt

Innenleben

Yamaha RX-A860 Fernbedienung

Fernbedienung

Yamaha RX-A860 Screenshot 12

OSD

Auch der Yamaha RX-A860 ist ebenfalls ein 7.2 AV-Receiver  und kommt auf einen Kaufpreis von 999 EUR. Seine Eigenschaften in der Übersicht:

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MusicCast App

  • Yamaha liefert hinsichtlich der Leistung einen etwas mehr praxistauglichen Wert: 100 Watt an 8 Ohm, bei nur 0,06 Prozent Gesamt-Klirrfaktor, bei 20 Hz bis 20 kHz, 2 Kanäle sind ausgesteuert. In der Praxis zieht der Yamaha, der auf klassische analoge Endstufen setzt, den Modellen der 600 bis 700 EUR Klasse klar davon. Gerade, wenn man einen Hörraum hat, der größer als 25 Quadratmeter ist, und überdies ein größeres Lautsprechersystem verwendet wird, ist der RX-A860 die bessere Wahl.
  • Yamaha YPAO (inklusive Winkelmessung) als Lautsprecher-Einmesssystem mit Room EQ funktioniert ausgezeichnet, Yamaha hat hier schon seit einigen Jahren einen zu Recht sehr guten Ruf. 
  • Typisch für Yamaha sind die konkurrenzlos guten DSP-Programme, insbesondere für Filmton. Vorhanden sind: Spectacle, Sci-Fi und Adventuren (Cinema DSPs). Früher gab es noch „General“, dieser Modus fehlt, dafür gibt es ein Programm mit dem Namen „Standard“. Weiter an Bord sind „Mono Movie“, „Drama“, „Sports“, „Music Video, „Action Game“ sowie „Roleplaying Game“. Diese DSP-Betriebsarten findet man, wenn man die „Movie“-Taste auf der Fenrbedienung drückt. Wählt man den „Music“-Button, tauchen die folgenden Programme auf: „7ch Stereo“, „Hall in Munich“, „Hall in Vienna“, „Chamber“, „Cellar Club“, „The Roxy Theatre“, „The Bottom Line“ sowie „2ch Stereo“
  • Yamaha hat es am schnellsten begriffen: Multiroom Audio macht dann besonders Sinn, wenn praktisch alle Produkte, vom AV-Receiver über den Sound Projektor bis hin zu kompakten HiFi-Anlagen und Stereo-Netzwerkreceivern sowie Single Wireless Aktivlautsprechern, mit der identischen Technologie ausgestattet sind: MusicCast 2.0, auf der IFA 2015 erstmals vorgestellt, steckt in bald allen aktuellen Yamaha-Devices. MusicCast begeistert uns immer wieder: Einfache Integration, tolle Funktionalität.  Man kann Musik von NAS/Home Server abspielen sowie vom Smartphone/Tablet. Und es gibt die folgenden Dienste: Napster, Spotify, Juke, vTuner Internet Radio. An Bord ist auch AirPlay, derzeit aber kein Google Cast for Audio. 
  • 8 HDMI-Eingänge (3 mit HDCP 2.2, 7 hinten, einer vorn) und 2 Ausgänge
  •  Zusätzlicher „A.R.T. Wedge“ Standfuß, typisch fürs Yamaha AVENTAGE Konzept, zentral unter dem Gerät
  • 192 kHz/24-Bit Burr Brown-DACs
  • Video-Upscaling auf bis zu 4K (480/576i/p, 720p, 1.080i/p) in tadelloser Qualität
  • Kein Ersteinrichtungsassistent an Bord (geht über spezielle App fürs Tablet)
  • Klanglich agiert der Yamaha sehr zupackend, er ist recht neutral, aber doch gefällig ausgelegt und eignet sich somit sehr gut, um die Auslegung der jeweiligen leistungsstarken DSP-Programm hervorzuheben. 

Fazit: Der Favorit in der 1.000 EUR-Liga. Kraftvoll agierend, üppig ausgestattet, mit sehr gutem Einmesssystem und toller App. Nicht zu vergessen: Das MusicCast-Modul mit hohem praktischem Nutzen. 

Marantz SR6011 (1.399 EUR UVP):

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Frontansicht

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Rückseite

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Innenleben

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Fernbedienung

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Einrichtungsassistent

Der „Charakterkopf“ unter den 9.2 Kanal AV-Netzwerk-Receivern: Wer optisch das Besondere, Unverkennbare schätzt, wird den Marantz SR6011 mögen. In schwarzer oder silbern-goldener Version lieferbar, kommt der Marantz auf 1.399 EUR. Seine Eigenschaften:

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App

  • 185 Watt/Kanal. Dynamische, sehr pegelfeste analoge Endstufen mit noch moderater Erwärmung. Der SR6011 ist nicht weniger pegelfest als der Denon AVR-X4300H, der mit 200 Watt/Kanal angegeben wird. 
  • Kein Ringkerntrafo
  • Sehr einfaches Chassis ohne zusätzliche Verstrebungen
  • Frontblende vom Material her nicht einheitlich, besteht teilweise aus Kunststoff
  • D&M Einrichtungsassistent
  • Audyssey MultEQ XT32 als sehr gut arbeitendes Lautsprecher-Einmesssystem mit Room EQ
  • Auro-3D für 150 EUR (Online-Upgrade) inklusive dem Upmixer Auro-Matic erhältlich
  • 8 HDMI-Eingänge (alle mit HDCP 2.2, sieben hinten, einer vorn) und 2 HDMI-Ausgänge (einer weniger als AVR-X4300H)
  • Komplette Videosektion: Upscaling/De-Interlacing von 480/576i/p, 720p, 1.080i/p auf bis zu 4K, von analogen wie auch digitalen Videosignalen. ISF-Bildprogramme (Day, Night).
  • Optisch sehr schöne App, die genau zum Marantz-Design passt
  • Klanglich überzeugt der Marantz durch seine sorgfältige Abstimmung. Im Vergleich zum AVR-X4300H, der 200 EUR teurer ist, klingt der SR6011 fast ebenso rund – wer Wert auf absolute Harmonie und Ausgewogenheit legt, findet aber im 4300 den noch besseren Partner. Absolut überragend, hier wird das Niveau des 4300 erreicht: Das tolle Auflösungsvermögen des SR6011. Man sollte den AVR zusammen mit einem sehr musikalischen hochwertigen Boxen-System betreiben, vor allem mit hochwertigen Stand-LS – denn der SR6011 begeistert mit einem erstklassigen Stereoklang. 

Fazit: Optisch extravagant, brilliert der SR6011 akustisch mit seinem tollen Auflösungsvermögen. Er wirkt im Detail nicht so kompromisslos hochwertig wie der „Konzernbruder“ AVR-X4300H. Dafür kokettiert der Marantz mit besonders guter Stereo-Performance. 

Denon AVR-X4300H (1.599 EUR UVP):

Denon AVR-X4300H Front Seitlich2

Frontansicht

Denon AVR-X4300H Rueckseite Seitlich

Rückseite

Denon AVR-X4300H Innenleben Gesamt

Innenleben

Denon AVR-X4300H Fernbedienung

Fernbedienung

Denon AVR-X4300H Screenshot 14

Einrichtungsassistent

Der 1.599 EUR (laut UVP) kostende Denon AVR-X4300H ist eines der ganz großen Highlights 2016. Wahlweise in schwarzer oder premiumsilberner Farbvariante erhältlich, handelt es sich um einen enorm leistungsstarken 9.2 AV-Receiver. Seine Eigenschaften in der Übersicht: 

Denon AVR-X4300H App 9

HEOS-App

  • Analoge Endstufen (9 Stück) mit enormer Leistungsfähigkeit (laut Datenblatt 200 Watt/Kanal). Gern darf der Hörraum auch gut 30 Quadratmeter messen, Leistungsmangel, selbst bei enormer Lautstärke, tritt nicht auf. Moderate Erwärmung. 
  • Leider kein Ringkern-Trafo innen
  • 2 Subwoofer Pre-Outs
  • Processing der eingebauten Vorstufe bis 11.2. Mittels externer zusätzlicher 2-Kanal-Endstufe kann man mit dem AVR-X4300H auch ein 7.4.2 Setup kontrollieren
  • Decoder für dts:X und Dolby Atmos
  • Audyssey MultEQ XT32 als sehr gut arbeitendes Lautsprecher-Einmesssystem mit Room EQ
  • Auro-3D für 150 EUR (Online-Upgrade) inklusive dem Upmixer Auro-Matic erhältlich
  • 8 HDMI-Eingänge (alle mit HDCP 2.2, sieben hinten, einer vorn) und gleich 3 HDMI-Ausgänge (einer für Zone 2)
  • Komplette Videosektion: Upscaling/De-Interlacing von 480/576i/p, 720p, 1.080i/p auf bis zu 4K, von analogen wie auch digitalen Videosignalen. ISF-Bildprogramme (Day, Night).
  • Komplettes HEOS Modul an Bord. Spotify, Tune In, Deezer, Soundcloud, Tidal – nichts fehlt. Natürlich ist auch Apple AirPlay vorhanden, und wie üblich kann die Musik auch vom Home Server/NAS-System, oder vom Smartphone/Tablet zugespielt werden.  Kein Google Cast for Audio. 
  • Auch, wenn er 2016 nicht wesentlich überarbeitet wurde und grafisch zu dem identisch ist, was wir aus dem Jahrgang 2015 kennen, ist der D&M Einrichtungsassistent immer noch der beste, da er alles berücksichtigt und sinnvolle Grafiken & Hilfetexte mitbringt. 
  • Gute, 2016 überarbeitete App
  • Er klingt räumlich dicht, enorm angenehm, bietet ein enorm hohes Maß an akustischer Ausgewogenheit: Mit dem AVR-X4300H macht man schlichtweg nichts falsch. Er ist grobdynamisch sehr gut und nähert sich den Pioneer Modellen bis auf wenig Distanz an. Wunderbar eignet sich der kultivierte Denon für Mehrkanal-Klassik-Blu-rays. Im Stereo-Betrieb erfüllt der 4300H ebenfalls hohe Ansprüche. Im Multichannel-Einsatz hält er sich den etwas günstigeren Marantz SR6011 souverän „vom Leib“, bei der Stereo-Wiedergabe nicht: Hier schlägt der SR6100 voll zu. 

Fazit: Beinahe noch nie gab es mehr AV-Receiver für weniger Geld. Angesichts von fast 1.600 EUR Kaufpreis mag dies etwas paradox klingen, wer sich aber mit dem AVR-X4300H näher auseinander setzt, wird feststellen, wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt: Vollausstattung, extrem ausgewogener Klang in allen Betriebsarten, auch in Stereo, und das hervorragend integrierte HEOS Modul sorgen für ein Gesamtkonzept, das seinesgleichen sucht. 

Pioneer SC-LX801 (2.199 EUR UVP):

Pioneer SC-LX801 Front Seitlich2

Frontansicht

Pioneer SC-LX801 Rueckseite Seitlich

Rückansicht

Pioneer SC-LX801 Innenleben Gesamt

Innenleben

Pioneer SC-LX801 Fernbedienung

Fernbedienung

Pioneer SC-LX801 Menue 5

Einrichtungsassistent

Der 9.2 Mehrkanal-Netzwerkreceiver Pioneer SC-LX801 tritt mit Air Studios Sound-Tuning sowie mit digitalen, extrem leistungsstarken Endstufen zum Preis von 2.199 EUR an. Natürlich sind Decoder für Dolby Atmos und dts:X an Bord. Die Eigenschaften:

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App

  • Simultanleistung von gewaltigen 810 Watt (an 8 Ohm, 1 kHz, 1 Prozent Klirrfaktor). Genug Leistung auch für den 40 Quadratmeter-Hörraum
  • Decoder für dts:X und Dolby Atmos
  • AirStudios Sound-Tuning
  • MCACC Pro Lautsprechereinmess- und Room EQ System mit sehr umfangreichen Möglichkeiten zur Nachbearbeitung durch den versierten Anwender. Beste Performance und beste Ausstattung aller Einmesssysteme zur Zeit. 
  • Extrem hochwertige 384 kHz/32-Bit DACs (ESS Sabre32 UltraDAC).
  • Voller HiRes Audio-Support. Sogar Unterstützung von Quad-DSD (bis zu 11,2 MHz)
  • Spotify Connect, Tidal, Deezer, Tune In sowie AirPlay an Bord. Google Cast for Audio und Fire Connect für Multiroom Audio-Streaming per Update. 
  • Videoseitig nur Upscaling von Full HD auf 4K
  • Zahlreiche, ganz ordentliche DSPs (Action, Drama, Entertainment Show, Rock/Pop, Classical, Advanced Game, Extended Stereo (breitere Stereobühne), Sports, sowie Unplugged)
  • Aufwändig versteiftes Chassis
  • Kein Ringkern-Trafo
  • Einfache Fernbedienung
  • Sehr gute App mit toller Grafik für Smartphone und Tablet
  • Akustisch extrem kraftvoll, sehr schön wird die Überkopf-Ebene bei dts:X und Dolby Atmos herausgearbeitet. Grobdynamisch eine Wucht, verbläst auch Marantz SR6011 und Denon AVR-X4300H, rechtfertigt so einen Mehrpreis. Der SC-LX801 kann aber auch anders: Klassische Musik, ganz gleich ob HiRes Stereo oder Mehrkanal, wird kultiviert und mit feiner Auflösung präsentiert. 

Fazit: Kraft im Überfluss, extrem dynamisch – der SC-LX801 verkörpert klassische Pioneer-Tugenden, kombiniert diese aber geschickt mit neuen Vorzügen: Der SC-LX801 ist sanfter, verbindlicher – ein echter Alleskönner in nobler Optik, der mit seinen sehr hochwertigen Ess-DACs und dem AirStudios Sound-Tuning auftrumpfen kann. Auch MCACC Pro und die grafisch pfiffig gemachte App sind Pioneer-Pluspunkte. 

Yamaha CX-A5100 11.2 AV-Vorstufe (2.500 EUR UVP):

Yamaha CX-A5100 Front Seitlich2

Vorderansicht

Yamaha CX-A5100 Rueckseite Seitlich

Rückseite

Yamaha CX-A5100 Innenleben Gesamt

Innenleben

Yamaha CX-A5100 Fernbedienung1

Fernbedienung

Yamaha CX-A5100 Screenshot 8

OSD

Für 2500 EUR offeriert Yamaha schon seit Ende 2015 die leistungsstarke 11.2 AV-Vorstufe CX-A5100. nach wie vor können wir, gerade für den sehr fairen Kaufpreis, diesen AV-Prozessor nahezu uneingeschränkt empfehlen. Dolby Atmos und dts:X werden auch bei diesem älteren Modell schon decodiert. Die Eigenschaften:

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App (Tablet)

  • Decoder für dts:X und Dolby Atmos
  • Insgesamt 33 DSP-Programme (Cinema und Music  sowie Entertainment/Game DSPs) auch für den Einsatz zusammen mit Dolby Atmos und dts:X optimiert (leistungsstärkster Yamaha DSP-Prozessor an Bord)
  • Cinch und XLR Beschaltung
  • YPAO Lautsprechereinmess- und Room EQ-System mit Winkel-Messung
  • Yamaha MusicCast-Modul
  • Erstklassiger Aufbau innen mit Ringkern-Trafo
  • Aufwändig versteiftes Chassis
  • 5. „A.R.T. Wedge“ Standfuß, typisch fürs Yamaha AVENTAGE Konzept, zentral unter dem Gerät
  • 8 x HDMI-In, nur 2 x HDMI-Out (3 x wäre besser)
  • Kein Ersteinrichtungsassistent an Bord
  • Tolle App mit sehr schöner Grafik, gerade bei der Tablet-Variante
  • Akustisch sehr detailreiche, räumlich authentische Auslegung. Sehr gut kommt die individuell verschiedene Wirkungsweise der unterschiedlichen DSP-Programme heraus. Extrem gute Performance bei HiRes-Audio-Material in Stereo, weit überdurchschnittlich ausgeprägte Auflösung. 
  • Videosektion: Upscaling von 480/576i/p, 720p, 1.080i, 1.080p auf bis zu 4K. 6 User-Presets für eigene Justagen mittels Video-EQ. Dieser bringt folgende Parameter mit: Detailanreicherung, Randschärfe, Helligkeit, Kontrast, Sättigung. Sehr gute Up-Conversion, mit solidem Bildstand und geringer Rauschneigung.

Fazit: Eine der besten AV-Vorstufen überhaupt, und dies zu einem Kaufpreis, der neugierig macht. Sinnvolle, reichhaltige Ausstattung und eine sehr gute Video-Performance treffen auf einen ungemein feinen, authentischen, räumlich dichten Sound. Für hohe Ansprüche muss es beileibe nicht immer das Teuerste sein, der Yamaha CX-A5100 11.2 Prozessor schlägt viele merklich kostspieligere Konkurrenten. 

Onkyo TX-RZ3100 (2.999 UVP)

Onkyo-TX-RZ3100-Front-Seitlich2

Frontansicht

Onkyo-TX-RZ3100-Rueckseite-Seitlich

Rückseite

Onkyo-TX-RZ3100-Innenleben-Gesamt

Innenleben

Onkyo-TX-RZ3100-Fernbedienung

Fernbedienung

Onkyo TX-RZ3100 Menue 5

OSD

Das ist die Krönung: Wer einen extrem leistungsstarken AV-Receiver für enorme Ansprüche sucht, demnach nicht auf eine Vor-/Endstufen-Kombination (die noch deutlich teurer ist) setzen möchte, kann zum Onkyo 11.2 Kanal AV-Netzwerk-Receiver TX-RZ3100 greifen. Er kommt wahlweise in silberner oder schwarzer Variante auf 2.999 EUR (UVP) und bringt 11 extrem leistungsstarke digitale Endstufen mit. Die Eigenschaften:

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App

  • Digitale Hochleistungs-Endstufeneinheit mit höchster Effizienz, praktisch keine Erwärmung, 200 Watt/Kanal. Für Hörräume auch über 40 Quadratmeter geeignet. Enorme, beispielhaft hohe Pegelfestigkeit, die man ansonsten nur von reinen Endstufen her kennt. 
  • Dolby Atmos, dts:X sowie THX Select 2 Plus-Zertifikat
  • AccuEQ Raumeinmessung, sehr viel besser als früher. Der Einfluss von Pioneer ist unschwer zu erkennen. Dank „AccuReflex“ exzellente, nahtlose akustische Einbindung von Top Firing-Modulen.
  • AKM 384 kHz/32-Bit DACs
  • Hochwertiges Chassis mit zahlreichen Verstrebungen für höchste Steifigkeit
  • Kein Ringkern-Trafo
  • Klanglich setzt der TX-RZ3100 neue Maßstäbe. Bestmögliche Auflösung in allen Frequenzbereichen trifft auf extrem hohe Dynamik. Die Räumlichkeit ist exzellent ausgeprägt. Der TX-RZ3100 bringt wie kaum ein zweiter AV-Receiver derzeit die Vorzüge der „Immersive Sound“ Tonformate dts:X und Dolby Atmos zur Geltung. Brillant – Räumlichkeit, Auflösung, Homogenität – agiert der 3100 auch im Stereobetrieb. 
  • Videoseitig nur (qualitativ ausgezeichnetes) Upscaling von Full HD auf 4K
  • Spotify, Tidal, Deezer, Tune In, AirPlay sind an Bord. Fire Connect per Update. Ebenso Google Cast.
  • Insgesamt 8 HDMI-Eingänge (5 davon mit HDCP 2.2), sieben hinten, einer vorn. Nur 2 HDMI-Ausgänge (hier liegt Denon vorn, ab dem AVR-X4300H werden gleich drei HDMI-Outs geboten)
  • Gut funktionierende App
  • 2016er Onkyo & Pioneer Ersteinrichtungsassistent

Fazit: Wer den derzeit besten AV-Receiver sucht, wird unweigerlich beim TX-RZ3100 landen. Sicherlich kostet er eine Stange Geld, bedenkt man jedoch, dass ältere AV-Flaggschiffe für 5.000 EUR und mehr verkauft wurden, sieht die Lage gänzlich anders aus: Höchst kultivierter, kraftvoller, erwachsener, anspruchsvoller Klang, enorm leistungsstarke digitale Endstufen und – bis auf die mager daher kommende Videosektion – Vollausstattung zum fairen Preis. 

Special: Carsten Rampacher
Datum: 30. November 2016




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