XXL-PREVIEW: Onkyo 11.2-Kanal-Netzwerk-Receiver TX-RZ3100 – das greifbare Optimum im Heimkino?

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2.999 EUR kostet Onkyos neuester Angriff auf die Krone im AV-Receiver-Business. Für diesen Betrag gibt es den wahlweise in schwarzer oder silberner Variante lieferbaren 11.2 AV-Netzwerk-Receiver TX-RZ3100, der es auf eine Leistung von 200 Watt pro Kanal bringt. Mit an Bord sind selbstverständlich Decoder für dts:X und Dolby Atmos. Die entsprechenden Upmixer dts Neural:X und Dolby Surround sorgen dafür, dass der TX-RZ3100 seine Immersive Sound-Fähigkeiten auch bei konventionellen Tonspuren durch entsprechende Nachbearbeitung unter Beweis stellen kann.

Onkyo-TX-RZ3100-Mikro

AccuEQ-Mikrofon

Integriert ist das Onkyo Einmess- und Room EQ-System AccuEQ.  Dieses wurde speziell auf die Anforderungen der Ära der objektbasierten Audioformate und der Top Firing-Module optimiert. „AccuEQ Suite“ nennt Onkyo das ganze Paket, AccuReflex heißt die Technologie für eine akustisch nahtlose Einbindung der Top Firing-Module. 

Ein mittlerweile selten gewordenes THX Select 2 Plus-Zertifikat fehlt ebenfalls nicht im Aussstattungsumfang des TX-RZ3100. Überdies unterstützt der TX-RZ3100 noch zwei weitere Hörzonen. Im Setup lassen sich die 11 Endstufe individuell für den jeweiligen Einsatzzweck konfigurieren. Daher müssen nicht alle 11 Einheiten in der Haupt-Hörzone verwendet werden, es ist z.B. auch ein 7-Kanal-Setup in der Haupthörzone und Stereo-Setups in Zone 2 und Zone 3 denkbar. 

Onkyo TX-RZ3100_Fire Connect

Fire Connect

Multimedial ist ein volles Programm vorgesehen. Vorgesehen deshalb, weil aktuell noch nicht alles integriert ist. So warten wir noch auf ein entsprechendes Update der Firmware, dass Google Cast sowie Fire Connect verwendet werden kann. Während der Sinn von Google Cast den meisten interessierten Anwender bekannt sein dürfte, ist Fire Connect so etwas wie „MusicCast“ von Onkyo&Pioneer, mit dem Unterschied, dass MusicCast von Yamaha selbst entwickelt wurde, Fire Connect jedoch ein prinzipiell offener Standard von Blackfire Research ist, dem sich auch andere Hersteller anschließen können. Das Prinzip, kurz erklärt, ist, dass die Signale des TX-RZ3100 und anderer Fire Connect-fähiger AV-Receiver von entsprechend kompatiblen Fire Connect Devices in bis zu 8 Hörräumen wiedergegeben werden können. 

Onkyo-TX-RZ3100-Fernbedienung

Fernbedienung

Schon jetzt verfügt der TX-RZ3100 selbstverständlich über Dualband-WLAN-Modul, Bluetooth, Apple AirPlay, Spotify, Deezer, Tune In, TIDAL sowie, in Ländern, in denen es den Dienst gibt, über Pandora (nicht in Deutschland). Man kann den großen AV-Receiver im Übrigen nicht nur mittels der vom Layout her gut bekannten Onkyo-typischen Fernbedienung steuern, sondern auch mittels einer gut funktionierenden App fürs Smartphone. 

Im Innenleben setzt Onkyo auf einen hochwertigen Aufbau und entsprechende Bauteile. So findet sich sogar ein separater D/A-Wandler nur für den Stereobetrieb. Der AK4490 mit 384 kHz/32-Bit sorgt für eine höchst präzise digital-analoge Signalwandlung. Des Weiteren integriert sind zwei Mehrkanal-Wandler vom Typ AK4458 mit 768 kHz/32-Bit, das ist Hochleistung pur. Das ist aber noch nicht alles, denn es finden sich ferner zwei diskrete Stereo-D/A-Wandler für Zone 2 und Zone 3 mit immerhin noch 192 kHz/24-Bit. Mehrere besonders leistungsstarke DSP-Chips sorgen für exaktes Decodieren auch der objektbasierten Audioformate. Gerade bei einem 11-Kanal-Receiver ist viel Rechenleistung erforderlich, da  die beiden objektbasierten Audioformate dts:X und Dolby Atmos kein Kanal-Layout mehr haben, das fix auf die jeweils vorgesehenen Lautsprecher verteilt wird. Vielmehr verteilt nun der AV-Receiver die einzelnen Audio-Objekte in Echtzeit auf die jeweils vorhandenen Lautsprecher. Daher braucht er deutlich mehr Rechen-Power als noch im Zeitalter von Dolby TrueHD und dts-HD.

Wenden wir uns wieder dem Innenleben des TX-RZ3100 zu.  Hier setzt Onkyo zwar auf keinen Ringkern-Trafo wie z.B. im 7.2 Kanal-Netzwerk-Receiver TX-RZ900 aus 2015,  trotzdem, so verspricht der Hersteller, handelt es sich um einen speziell gefertigten Hochleistungs-Transformator. Spezielle Audio-Kondensatoren und ein separater Transformator für den Standby-Modus sein weitere Merkmale. Die digitalen und analogen Schaltungen sind strikt voneinander getrennt, um gegenseitigen Beeinflussungen vorzubeugen. Aufwändig fällt auch der Kühlkörper aus stranggepresstem Metall aus, ergänzt wird die passive Kühlung von einem Lüfter aus Polycarbonat. Der TX-RZ3100 verfügt überdies über Onkyos Vector Linear Shaping Circuit (VLSC), um eine rauschfreie Verstärkung aller Kanäle sicherzustellen. 

Wir müssen an dieser Stelle hinzufügen, dass den TX-RZ3100 etwas Essentielles von anderen, älteren großen Onkyo AVRs unterscheidet. Als Folge der Fusion von Onkyo und Pioneer ist Pioneer nun für den Bau der großen Mehrkanal-Receiver zuständig. Natürlich stimmt Onkyo seine AV-Receiver individuell ab, aber sowohl die großen Pioneer- als auch die großen Onkyo Mehrkanal-Receiver setzen nun auf digitale Hochstrom-Verstärkung. Nirgendwo gibt es mehr analoge Endstufen. Dass dies akustisch glänzend funktioniert, bewies uns nicht zuletzt der Test des Pioneer SC-LX801

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AKM-DACs mit 32 Bit Tiefe – das entspricht Studio-Qualität

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DSP-Sektion

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Hochstromfähiger Transformator

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Elko-Sektion

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Innenleben in der Gesamtübersicht, sehr schön aufgebaut

Das Innenleben besteht nicht nur aus hochwertigen Bauteilen, es  ist auch optisch stimmig arrangiert. Keine losen Kabel, zudem zusätzliche Verstrebungen – all dies ist der 3.000 EUR-Liga absolut würdig.

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Typisch „RZ-Style“: Tastenfeld auf der rechten Frontseite, charakteristisches Design der Gerätestandfüße

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Gebürstete Aluminium-Front, Schalter für Listening Mode und Klangregelung

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Anschlüsse für HDMI-Front und Einmess-Mikrofon hinter einer Klappe

Onkyo-TX-RZ3100-Display

Typisch Onkyo ist das gut auflösende, einzeilige Display, bei der schwarzen Gerätevariante traditionell in grüner Farbgebung

Die Optik des TX-RZ3100 passt sich der Linie an, die erstmals mit dem TX-RZ900 im Jahre 2015 eingeführt wurde. Das Tastenfeld auf der rechten Seite der aus edlem Aluminium bestehenden Frontplatte, die immense Höhe des AV-Receivers (201 mm hoch, 435 mm breit, 453 mm tief und 19,7 kg schwer) sowie die speziellen Gerätestandfüße dokumentieren diese optischen Merkmale. Uns gefällt die RZ-Linie von Onkyo ausnehmend gut, da endlich wieder ein echtes Boliden-Design fokussiert wird. Zudem ist die Verarbeitung auch im Detail äußerst ansprechend. 

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Hinten sieben HDMI-Eingänge und zwei HDMI-Ausgänge, vorn ein HDMI-Eingang. Die Eingänge 1 bis 5 hinten unterstützen HDCP 2.2

HDMI-Unterstützung für 4K/60 Hz Video, High Dynamic Range (HDR), 4:4:4-Farbunterabtastung und HDCP-2.2-Kopierschutz, 3D, Audio-Rückkanal, DeepColor™, x.v.Color™, LipSync, Dolby Atmos®, Dolby® TrueHD, Dolby® Digital Plus, Dolby® Surround, DTS:X™, DTS-HD Master Audio™, DTS 96/24, DTS-ES, DTS Express, DTS Neural:X™, THX® Cinema/ Music/Game, DVD-Audio, Super Audio CD, Mehrkanal-PCM und CEC.

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Es finden sich auch noch analoge Komponenten-Video-Terminals

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Zwei koaxiale und drei optische Digitaleingänge, reichhaltiges Angebot analoger Cinch-Eingänge inklusive Phono-Eingang. Pre-Outs für Zone 2 und Zone 3

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Lautsprecherkabel-Anschlussterminals

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Rückseite Gesamtübersicht

Der Onkyo ist reich mit Anschlüssen gesegnet. Die HDMI-Eingänge 1 bis 5 hinten unterstützen HDCP 2.2. Es finden sich unter anderem noch zwei HDMI-Ausgänge hinten sowie zwei koaxiale und drei optische Digitaleingänge. Eine YUV/Komponenten-Video-Analog-Beschaltung ist auch Bestandteil der Bestückung. Ein dedizierter Phono-Input ist selbstverständlich vorhanden, ebenso Pre-Outs (Cinch-Analog) für Zone 2 und Zone 3. Ein 11.2 Pre-Out zum Anschluss externer Leistungsverstärker und zwei aktiver Subwoofer vervollständigt die Ausstattung. Hier hat Onkyo im Vergleich zum Vorgänger-Modell TX-NR3030 gespart. Dieser hatte noch vier Pre-Outs zum Anschluss aktiver Subwoofer. Da wird gerade bei den Kritikpunkten sind: Ein dritter HDMI-Ausgang für Multi Zone-Anwendungen wäre noch wünschenswert. Denon beispielsweise bietet diesen schon in der 1.600 EUR-Liga (AVR-X4300H). 

Der Onkyo ist mit einem OSD ausgestattet, das dem des Pioneer SC-LX801 sehr ähnlich ist. Integriert ist ein guter Assistent, der bei der Ersteinrichtung hilft. Grafiken und Hilfetexte unterstützen den Anwender wirkungsvoll bei der Erstinstallation, die  unter anderem Lautsprechereinmessung, Eingangszuweisung und Netzwerkeinbindung umfasst. 

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Erster Screen des Einrichtungsassistenten

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Alles beginnt mit der Einmessung durch AccuEQ

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Festlegung des Setups, in unserem Falle 5.1.4

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Wichtig: Eine ruhige Umgebung während des Einmessvorgangs
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Ermittelte Lautsprecher-Konfigurauion

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Eliminierung stehender Wellen

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Einrichtung der Quellen

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Wahl der zu überprüfenden Quelle

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Netzwerkeinbindung

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Drahtlose oder kabelbasierte Einbindung

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Vorbereitung des Ethernet-Anschlusses

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Überprüfung der Einstellungen

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Grundmenü

Trotz seines großen Funktionsumfangs ist der TX-RZ3100 bilanzierend recht einfach in der Handhabung. 

Klang

Wir haben uns wieder, wie üblich in unseren Previews, unsere Referenz-Blu-ray in Dolby Atmos, „Mission Impossible – Rogue Nation“ über den TX-RZ3100 angehört, Wir verwendeten ein 5.1.4 Setup mit Quadral Platinum M40, dem Platinum M10 Base, den Platinum M20 sowie 4 x den Phase A10 Top Firing-Modulen nebst QUBE 12 Aktiv-Subwoofer. Wir müssen hinzufügen, dass die Messlatte hinsichtlich erstklassiger Klangqualität in den darunter liegenden Preisklassen vom Denon AVR-X4300H und vom Pioneer SC-LX801 schon auf das Beste definiert wurde. Was also, bis auf zwei Endstufen mehr, die man nur in sehr großen Setups benötigt, kann der Onkyo TX-RZ3100 aufbieten, um seine rund 3.000 EUR Kaufpreis entsprechend zu rechtfertigen?

Wir haben uns, um dies herauszufinden, zwei Sequenzen angehört. Zum einen die Eröffnungsszene. Hier soll Ethan Hunt an Bord eines Airbus A-400, um im Frachtraum der großen Militärmaschine hoch gefährliches Waffenmaterial zu sichern. Getarnt in einer Wiese, soll Benjamin Dunn ihm aus der Nähe helfen und die Luke öffnen, damit Ethan während des Starts an Bord gelangen kann. Luther ist ebenfalls involviert, aber aus der Ferne. Er muss sich um die Deaktivierung eines Satelliten-Uplinks kümmern. William Brand koordiniert den Einsatz aus der Zentrale. Der Onkyo TX-RZ3100 schafft vor allem zwei Dinge gegenüber der starken günstigeren Konkurrenz: Er löst bei hohem Pegel noch etwas feiner auf und er integriert die vier Top Firing-Module am besten. Schon direkt zu Beginn baut er den Spannungsbogen, als die Handlung anfängt, mit enormer Dichte auf. Er bindet die Überkopf-Ebene sehr facettenreich ein, die digitalen Endstufen sprechen bei jeder Art von Impulsen spontan an.

Das alles kann der Pioneer SC-LX801 bereits ausgezeichnet – beim TX-RZ3100 wirkt alles, typisch Onkyo, noch eine Spur fließender – bei gleichzeitig enormer Detaillierung. Das kommt auch den Dialogen zu Gute. Willams Stimme und die von Luther klingen noch etwas feiner umrissen. Der immense Lärm des startenden Airbus wird bereits vom SC-LX801 von Pioneer sehr nachdrücklich präsentiert. Dem hat der TX-RZ3100 nichts hinzuzufügen, noch wuchtiger wirkt das Dröhnen der Triebwerke nicht. Nur in subtilen Bereichen spielt der TX-RZ3100 seine Klasse aus – bei sehr hohem Pegel (mehr als 70 in der Anzeige) detailliert er immer noch so fein, als gäbe es diese irre Lautstärke gar nicht. Das zeichnet den TX-RZ3100 im Besonderen aus – die Gabe, unabhängig vom Pegel immer bestmöglich zu differenzieren. Dies merkt man auch daran, wie gut der Music Score wiedergegeben wird. Auch innerhalb des Music Score ist praktisch jede Facetten zu vernehmen, auch wenn parallel andere Ereignisse stattfinden. 

Die zweite Szene ist diejenige, die in Wien spielt. Hier nimmt Benjamin wieder Kontakt zu Ethan auf, der mehrere Monate von der Bildfläche verschwunden war. In einer U-Bahn-Station nahe der Wiener Staatsoper bekommt Benji einen Umschlag zugesteckt, in dem sich ein als Opernprogramm getarntes Hightech-Notebook und eine Spezialbrille befinden. Die bekannte klassische Melodie in der kurzen Eröffnungssequenz, als die Skyline von Wien bei Nacht zu sehen ist, wird mit Nachdruck und Präzision präsentiert. Die Geräusche in der U-Bahn-Station, zum Beispiel die des aus der Station fahrenden Zuges, gibt der TX-RZ3100 sehr plastisch wieder. Das gilt auch für die Geräusche der Spezialbrille, als sie einen Scan durchführt. 

Wenige Sekunden später dann befindet sich Benjamin in Reichweite des Opernhauses, vor diesem kommt gerade der östereichische Bundeskanzler mit seinem Dienst-Maybach an und wird, zusammen mit seiner Gattin, vom Blitzlichtgewitter der Presse empfangen. Auch hier bindet der Onkyo wieder alle Lautsprecher vortrefflich ein und integriert dadurch die Zuhörer komplett ins Geschehen. Nicht nur die Räumlichkeit, auch die Auflösung spricht für sich. Feine Einzelheiten im Hochtonbereich arbeitet der TX-RZ3100 extrem gut heraus – nochmals deutlich besser, als dies der Vorläufer TX-NR3030 getan hat. Der neue 11-Kanal-Receiver klingt auch homogener, straffer, angenehmer – und das trotz digitaler Endstufen. Der TX-RZ3100 beweist ebenso wie der Pioneer SC-LX801, dass digitale Endstufen endgültig „salonfähig“ geworden sind und keine Vergleiche mehr zu ihren analogen Pendants scheuen müssen. 

Anschließend beginnt die Gala-Vorstellung von Puccinis „Turandot“, unter anderem kommt im Film auch die weltbekannte Arie „Nessun Dorma“ vor. Parallel, also während der Opernvorführung, versuchen Ilsa Brandt und ein anderer Killer, den österreichischen Bundeskanzler zu erschießen. Ihre Waffen haben sie zuvor ins Operhaus, an allen Kontrollen vorbei, geschmuggelt. Hinter der Bühne kommt es zu einer heftigen Keilerei zwischen Ethan und dem Killer. Benjamin dringt in einen Kontrollraum ein und versucht, Ethan zu unterstützen. Der Onkyo TX-RZ3100 hüllt den gesamten Hörraum, der auch über 30 Quadratmeter groß sein kann, mit seinem dichten, umfassenden Klang ein.

Man erlebt eine dreidimensionales Surround-Akustik, die man in dieser Qualität im CE-Bereich nur selten geboten bekommt. Stimmen fügen sich homogen ein, und die Opernsänger kommen erstklassig zum Ausdruck. Das Klatschen der Opernbesucher vor dem Auftakt von „Turandot“ bringt der TX-RZ3100 optimal zur Geltung. Der stets präsente Music Score, zu hören, bevor das Orchester zu spielen beginnt, baut den Spannungsbogen effektiv mit auf, was durch die vorzügliche Detaileinarbeitung des TX-RZ3100 wirkungsvoll unterstützt wird.  Bei der Opernmusik schafft es der TX-RZ3100, auch die orchestralen Elemente mit der gebotenen Sorgfalt einzubinden. Dadurch ensteht insgesamt ein ungemein plastisches akustisches Gebilde, das sowohl mit enormer räumlicher Tiefe als auch mit enormer räumlicher Weite auftrumpfen kann. 

Die Vorbereitungen der Killer, als z.B. Ilsa Brandt ihre Waffe zusammenbaut, werden authentisch herausgearbeitet. Kleine dynamische oder räumliche Differenzen stellt der TX-RZ3100 mit viel Feingefühl heraus. Dass die Pegelfestigkeit auch beim Faustkampf von Ethan mit dem Killer enorm ist, wollen wir auch nochmals erwähnen. 

Videosektion

Exakt wie beim Pioneer SC-LX801 gibt es auch beim Onkyo TX-RZ3100 lediglich ein Upscaling von Full HD auf 4K und ein Regler zur Optimierung der Detailauflösung. Das Upscaling leistet bei „Rogue Nation“ eine solide Arbeit und operiert auf dem vom Pioneer bekannten, hohen Niveau. Verbesserungen sind keine auszumachen. Das ist nicht weiter tragisch, da die geringe Rauschneigung, die authentische Farbwiedergabe und die sehr gute Detaillierung zusammen mit dem soliden Bildstand für den Bildprozessor der Onkyo- und Pioneer-AV-Receiver kennzeichnend ist. 

Erstes Fazit

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„Take Me To The Limit“ – genau dies scheint der Onkyo TX-RZ3100 zu versuchen. Ganz gleich, ob Ausstattung oder Klangqualität: Der TX-RZ3100 möchte bestehende Maßstäbe weiter nach oben verschieben. 11 extrem kraftvolle Endstufen, eine enorm feine Auflösung, eine vortreffliche Einbindung der Top Firing-Module – der Onkyo beweist, wie leistungsstark ein moderner mehrkanaliger Receiver der Luxusklasse sein kann. Die Videoausstattung ist etwas dürftig, aber die Güte des Upscalings von Full HD auf 4K überzeugt, ebenso die edle Anmutung des AV-Receivers.

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 31. Oktober 2016




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