XXL-Bericht von der Home Cinema Trends 2018: Referenz-Heimkino mit JVC DLA-NX9, Yamaha/Quadral Aurum-Elektronik und Quadral Aurum Lautsprecher-Set

Im Referenz-Heimkino auf der Home Cinema Trends 2018 in Kassel werden audiovisuelle Spitzenleistungen offeriert.

Als Beamer dient der absolut erstklassige JVC DLA-NX9. Hier haben wir bereits die technischen Daten erörtert:

Unter anderem als Elektronik im Einsatz: Yamaha CX-A5100 und MX-A5000

Außerdem sorgt die Aurum M10 für ausreichend Leistung

Akustisch setzt man auf die Yamaha Vor-/Endstufenkombination CX-A5100 und MX-A5000. Die CX-A5100 ist nicht die allerneueste Yamaha 11.2-Kanal-AV-Vorstufe CX-A5200 (präsentiert auf der IFA 2018), sondern das, immer noch sehr überzeugende, Vorgängermodell, das wir im großen Test hatten. Die legendären Yamaha DSP-Programme und der Yamaha Cinema DSP HD3 Chip kennzeichnen diese leistungsstarke Vorstufe, die vom Yamaha Leistungsverstärker MX-A5000 mit elf kraftvollen Endstufen ergänzt wird. Für den Betrieb der Aurum Titan vorn hat man extra zwei Quadral Aurum M10 Endstufen im Mono-Betrieb angeschlossen. Stückpreis der M10 Zweikanal-Endstufe mit Mono-Option: 4.000 EUR. Der leider nicht mehr produzierte Oppo UDP-203 kommt als Ultra HD Blu-ray-Player zum Einsatz.

Aurum Titan 9, hier links

Neben der Titan sorgt der Orkus 9 Subwoofer für Power im Tieftonbereich

Die pro Stück ab 8.000 EUR kostende, klanglich über jeden Zweifel erhabene Quadral Aurum Titan 9 mit dem in Hannover gebauten quSense-Bändchenhochtöner, großen Altima Chassis für den Mittelton- und Bassbereich und dem bewährten Druckkammer-/Bassreflex-Arbeitsprinzip ist zusammen mit dem Titan Base, einem der weltbesten Center (Bestückung wie Titan) für die Frontbeschallung verantwortlich. Die Quadral Aurum Montan ist seitlich für perfekte Surroundwirkung platziert, hinten ist die Quadral Aurum Vulkan 9 (ab 5.000 EUR/Stück) untergebracht - ebenfalls mit quSense-Bändchen und leistungsstarkem Mittel- und Bassbereich. Als aktive Subwoofer dienen zwei Quadral Aurum Orkus 9 - so ist ein allzeit massives, präzises Bassfundament gewährleistet.

Die Montan dient als Surround-Lautsprecher

Aurum Vulkan - überdimensioniert als Surround Back-Lautsprecher?

Was leisten die Komponenten in der Praxis?

Wir starten mit einem Musikbeispiel von Toto: "Rosanna Live in Polen". Das Quadral Aurum 9 Set feuert ein spektakuläres Feuerwerk beim Toto Livekonzert in Polen ab und realisiert dabei trotzdem stets eine authentische und klar strukturierte Bühne. Kraftvoll tritt das Schlagzeug auf, und die beiden Orkus 9 realisieren einen überragender Tiefgang im Bassbereich. Der Bass setzt stets äußerst präzise ein und überlagert andere Klanganteile nicht.
Der Titan Base ist wesentlich mitverantwortlich für die exzellente Stimmwiedergabe mit herausragender Loslösung des Klangs von den Lautsprecher-Chassis. Die äußerst fein auflösende Hochtonbereich verdeutlicht das erfolgreiche Wirken des quSense-Bändchens.

Die Geräusche des Konzertpublikums werden sauber integriert, geraten aber nicht zu stark in den Vordergrund. Insgesamt erfreuen wir uns an der sehr räumlichen Darstellung mit dichter Atmosphäre. Die Synthesizer-Effekte werden exzellent ins dreidimensional Klangbild integriert, und das akustische Gesamtgeschehen  erscheint sehr authentisch, zugleich sehr mitreißend und lebendig. Das Aurum-Set beweiset absolute Pegelfestigkeit und beschallt den großen Raum ohne Probleme, nie sind Verzerrungen oder eine Überforderung der Komponenten zu vernehmen

Kommen wir zum zweiten Musik-Beispiel: Chevaliers de Sangreal aus Der Da Vinci Code (Hans Zimmer). Die Kombination aus Streichinstrumenten und den elektronischen Synthesizer-Klängen gelingt dem Aurum Set hervorragend.
Wie eine massive Welle nimmt die Dichte der Klangkulisse den Zuhörer ein, und es wird eine absolut geschlossene Gesamtkulisse offeriert. Innerhalb dieser ist eine klare Zuordnung der einzelnen Instrumente möglich. Der einsetzende Chor wird ausgezeichnet integriert, und die Streicher bleiben auch gegen Ende des Liedes angenehm weich, werden aber mit vollem Detailreichtum versehen.

Für das Bild ist der JVC DLA-NX9 zuständig

Ansicht von oben

von vorne

Wenden wir uns nun dem Bild zu, und um die Güte des JVC zu beurteilen, schauen wir uns Ultra HD und HDR Demomaterial von JVC an: Bilder aus der Wüste, alten Ruinen und im Dschungel und asiatische Natur, Peru, natürlich mit der aktivierten innovativen mit "8k eShift" Funktion von JVC.

Und was sehen wir? Ein enorm scharfes, feines, bis in die hintersten Ebenen klar durchgezeichnetes Bild mit extremer Plastizität, fast wie bei einer 3D-Präsentation. Ein Beispiel dafür gibt das Tierfell an den kleinen Affen ab: Jedes einzelne Härchen ist hier erkennbar, es gibt keine Probleme bei schnellen Bewegungen des Tieres, die Kanten werden stets klar und absolut scharf wiedergegeben

Seitenansicht

Rückseite

Bedienelemente am Gerät

Anschlüsse

Der DLA-NX9 (rund 18.000 EUR) tritt sehr bildstabil auf, der 8k eShift fällt nicht negativ, sondern durch die verbessere Auflösung nur positiv auf. Als ein Feuerkünstler mit brennenden Fackeln jongliert, zeigt sich auch die exzellente Kontraststärke des Beamers. Hinzu kommt ein überragender schwarzwert, typisch für JVC schon seit Generationen.

Auch beim Praxisbeispiel "Life of Pi" (Ultra-HD Blu-ray) begeistert das Bild mit überragender Objektplastizität und enormer dreidimensionaler Wirkung. Wir bemerken ein sehr geringes Bildrauschen und eine sehr flüssige Wiedergabe, die Wellenbewegungen im Meer gelingen absolut geschmeidig. Die Grenze zwischen direkter Sonneneinstrahlung und Schatten zieht der JVC klar und sauber, hier fließt nichts ineinander über, was für eine erstklassige Kontrastdifferenzierung spricht. Auch in dunklen Bereichen wird sehr gut detailliert, am Holz des Bootes kann man während der Nacht noch gut die Struktur erkennen und auch im Meer lassen sich noch Details erkennen.

Mittig spielt natürlich der BASE TITAN

Insgesamt demnach ein zwar sündhaft teures, aber auch qualitativ geniales Heimkino der Referenzklasse. Mit gewohnter, untadliger Präzision agiert der CX-A5100 AV-Prozessor von Yamaha, die beiden Aurum M10 Endstufen im Mono-betrieb liefern genug Leistung für die beiden Titan 9, während die restlichen Kanäle von der auch sehr starken Yamaha Endstufe versorgt werden. Akustisch passt das Equipment sehr gut zusammen, und durch die zusätzliche Verwendung der beiden M10 kommt auch bei enorm hohen Pegeln kein Frust auf.

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Philipp Kind
Datum: 20. Oktober 2018

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