VORSTELLUNG: Changhong UHD42C5500 – Ultra-HD auf chinesisch

Changhong UHD42C5500 Front

Changhong möchte sich nun seine Meriten auch auf den anspruchsvollen Märkten in Deutschland und Österreich verdienen und präsentiert den Ultra-HD-Flachbildschirm UHD42C5500, ein schlicht, aber elegant gehaltenes Gerät im klassischen Flat-Design mit schmalem Rahmen. Optimal passt der runde Standfuß zum Design, er harmoniert gut mit der silbernen Einlage am unteren Rand des Rahmens. Also stimmen Materialanmutung und Finish, beim Preis ist man sich da auf den ersten Blick nicht so sicher. 899 EUR UVP kostet der C5500, allerdings kann man von deutlich geringeren Marktpreisen ausgehen, so dass sichergestellt ist, dass getreu der Changhong-Devise, viel TV fürs Geld zu offerieren, auch eine Menge geboten wird. 

Changhong UHD42C5500 Fernbedienung2

Übersichtliche, konventionelle und einfach zu bedienende Fernbedienung 

Changhong UHD42C5500 3D Brille3

 3D-Brille, recht leicht und aktiv

Der C5500 kommt mit der üblichen Ultra-HD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten. Mit 42 Zoll Bildschirmdiagonale, was 106 cm entspricht, ist der C5500 mittlerweile eher klein. Wer kein allzu großes Wohnzimmer oder aber ein Ein-Zimmer-Appartment beziehungsweise ein Ferienhaus/eine Ferienwohnung besitzt, wird sich freuen, dass es auch UHD-Flatscreens in kleineren Diagonalen gibt. Der C5500 unterstützt aktives 3D, die dazugehörigen Brillen sind leicht und mit den flexiblen Bügeln auch relativ robust. 

Changhong UHD42C5500 Verarbeitung

Schmaler und schlichter Rahmen 

Changhong UHD42C5500 Standfuss Rueckseite

Standfuß von hinten 

Changhong UHD42C5500 Standfuss Front2

Standfuß von vorn

Changhong UHD42C5500 Rueckseite Seitlich

 Gesamte Rückseite

Eingebaut in den C5500 ist ein HD-Tuner für DVB-S2, DVB-C und DVB-T. DVB-T2 fehlt, und auch ein Twin Tuner ist nicht an Bord. Somit kann man zwar ein Programm dank PVR-Funktion aufzeichnen, aber nicht parallel ein anderes anschauen. An Details merkt der Anwender, dass Changhong zwar zweifelsohne aufholt bei der technischen Qualität, aber noch nicht zur Spitze aufgeschlossen hat. Eine 200 Hz Frame Interpolation ist selbst für ein UHD Einsteigermodell nicht eben die Welt, hier offerieren viele Kontrahenten der bekannten Brands mehr.  Integriert ist HbbTV, und auch eine eigene Smart TV-Plattform inklusive dem „C-Store“ zum Einkauf neuer Apps gönnt Changhong dem Kunden. Bedient wird alles über eine herkömmliche, recht praktische Fernbedienung, oder wahlweise, wie es heute Gang und Gäbe ist, über eine App. 

Changhong UHD42C5500 Anschluesse Rueckseite Gesamt

Anschlussbestückung

Changhong UHD42C5500 Anschluesse Rueckseite1

4 x HDMI, 2 x USB

Changhong UHD42C5500 Anschluesse Rueckseite3

Scart per Adapter, Antennen- und Satelliten-Anschluss

Changhong UHD42C5500 Bedienelemente

 Bedienelemente am TV selber

Weitere Ausstattungsdetails umfassen Miracast, die Changhong-Funktion „Watch TV@Any Category“, ein freier Web Browser und insgesamt vier HDMI-Eingänge. HDMI-Eingang 4 unterstützt MHL, die HDMI-Eingänge eins, zwei und drei unterstützten 4K. Zwei USB-Slots sind ebenfalls mit an Bord. Audio-mäßig werden 2 x 8 Watt an Verstärkerleistung angeboten, was schon andeutet, dass die akustischen Leistungen für die tägliche Nachrichten-Dosis und die Lieblings-Soap ausreicht. Die akustische Performance ist auch eher matt, zu weit aufdrehen sollte man den Lautstärkeregler nicht, denn dann fängt es an, hörbar zu dröhnen. 

Nun schauen wir uns die Screenshots vom Menü an: 

Changhong UHD42C5500 Screenshot 2

 Bei der Erstinstallation öffnet sich dieser Einrichtungsassistent

Changhong UHD42C5500 Screenshot 3

 App-Download mittels QR Code-Scanning

Changhong UHD42C5500 Screenshot 4

 Weiter geht es

Changhong UHD42C5500 Screenshot 5

 Tuner-Installation

Changhong UHD42C5500 Screenshot 6

 Landesauswahl

Changhong UHD42C5500 Screenshot 7

 Satelliteneinstellungen

Changhong UHD42C5500 Screenshot 8

 Satellitenauswahl

Changhong UHD42C5500 Screenshot 9

 Automatischer Sendersuchlauf

Changhong UHD42C5500 Screenshot 10

 Suchlauf in Aktion

Changhong UHD42C5500 Screenshot 11

 Programmführer

Changhong UHD42C5500 Screenshot 19

 Bildeinstellungen, mit allen relevanten Parametern, wie wählbarer Farbtemperatur, dynamischem Kontrast, Noise Reduction, Bewegungsausgleich /Frame Interpolation

Changhong UHD42C5500 Screenshot 20

 Im Modus „Benutzerdefiniert“ sind Kontrast, Helligkeit, Sättigungsgrad, Bildschärfe und Intensität der Edge LED-Hintergrundbeleuchtung manuell zu justieren

Changhong UHD42C5500 Screenshot 21

 Wählt man bei der Farbtemperatur „Benutzerdefiniert“, sollte man etwas Ahnung von Bildeinstellungen haben

Changhong UHD42C5500 Screenshot 22

 Toneinstellungen

Changhong UHD42C5500 Screenshot 23

Verschiedene Klang-Modi

Changhong UHD42C5500 Screenshot 24

Einstellungen

Changhong UHD42C5500 Screenshot 25

Netzwerk kabelgebunden oder wireless

Changhong UHD42C5500 Screenshot 26

Problemlose Verbindung mit dem WLAN im Office

Changhong UHD42C5500 Screenshot 18

 Attraktives Home Menu

Changhong UHD42C5500 Screenshot 12

Schick gemacht – wenn es um die Smart- und Multimedia-Features geht, erfreut die Menügrafik des C5500 auch das anspruchsvolle Auge

Changhong UHD42C5500 Screenshot 13

Große, klar gekennzeichnete Symbole

Changhong UHD42C5500 Screenshot 14

App-Übersicht

Changhong UHD42C5500 Screenshot 15

 App Store

Changhong UHD42C5500 Screenshot 16

Website-Übersicht

Changhong UHD42C5500 Screenshot 17

Freier Browser 

Nachdem wir uns mit den teils sehr attraktiven, insgesamt relativ einfach zu handhabenden Menüs beschäftigt haben und feststellten, dass Changhong hier einen großen Schritt nach vorn gemacht hat, wenden wir uns nun den visuellen Qualitäten zu. 

Zunächst betrachteten wir Standbilder in UHD-Auflösung, hier wählten wir ein Bild, das richtig Urlaubsflair vermittelt: Santorin, die wunderschöne griechische Insel, mit steiler Küste und oben auf den Felsen mit typisch griechischen Häusern und sehr viel Atmosphäre, in der Abenddämmerung. Wir notieren eine natürliche, nicht überzogene Bildschärfe im Modus „Mild“, die Farben erscheinen ordentlich, hier ist aber noch Spielraum nach oben, was die Feinheit von Farbübergängen angeht und die Farbreinheit an sich. Auch im Modus „mild“ erscheint uns die Farbtemperatur als etwas zu hoch. Genaueres können wir zu einem späteren Zeitpunkt im Test sagen. In helleren Bildbereichen ist die Detail-Differenzierung sehr gut, während in dunklen Bildbereichen noch etwas mehr Detailkontrast geboten werden könnte. Der relativ breite horizontale Blickwinkel und die relativ geringe Rauschneigung des Panels sind als zwei Pluspunkte anzuführen. 

Dann haben wir uns ein Bild aus der Vogelperspektive der kroatischen Hafenstadt Dubrovnik angesehen, hier haben wir verglichen: UHD-Standbld versus Full HD-Standbild, vom C5500 hochskaliert. Das UHD-Standbild wirkt scharf und plastisch, nicht übersättigt hinsichtlich der Farbwiedergabe und mit feiner Struktur der Dachziegel, eben typisch natives Full HD-Material. Der C5500 gefällt auch bei diesem Foto mit solidem Bildstand. Das hochskalierte Full HD-Bild sieht erfreulicherweise alles andere als schlecht aus, ganz im Gegenteil: Klare Detailwiedergabe, wenig Scalingrauschen trifft auf natürliche Bildschärfe, das sorgt für positives Erstaunen in der Redaktion.

Wie skaliert der C5500 die bewegten 1.080p/24 Hz Bildsignale einer Blu-ray auf UHD hoch? Bei „Samsara“ schauten wir uns das erste Kapitel mit den stark geschminkten und aufwändig gewandten Mädchen an. Im Bildmodus „mild“ sind die Farben beinahe zu wenig gesättigt, aber wenigstens einigermaßen natürlich. Kontrast und Farbintensität sind ebenso wie die Bildhelligkeit recht augenfreundlich. „Mild“ geht somit etwas in die Rochtung der Bildprogramme, die man sonst „Movie“, „Kino“ oder „Film“ nennt. Ein solches Programm hat der C5500 nicht. Die pudrige Oberfläche der Haut im Gesicht, das Glänzen in den Augen und die mit reichlich Gold verzierten Gewänder kommen tadellos heraus, allerdings wirkt das Bild insgesamt nicht ganz so fließend-harmonisch, wie wir es von Top-Geräten kennen. Dann folgen Vulkanausbruch mit Aschewolken und fließender Lava. Das sieht alles recht realistisch und solide aus, die Aschewolken sehen nicht aus wie Bildrauschen, und die Lava wird mit ordentlicher Farbabstufung wiedergegeben.

Es folgt ein Kapitel, bei dem zu Beginn grüne Flora sichtbar wird, hier gefällt wieder die ausgewogene Bildschärfe. Die unterschiedlichen Grüntöne werden gut, aber nicht perfekt dargestellt, hier könnten feine Nuancen noch besser betont werden. Schwächen des Upscalings scheinen bei der Panoramaaufnahme der Tempellandschaft inmitten grüner Wiesen durch – die Oberfläche der Wiesen wird hier teilweise mit nicht genug Differenzierungsvermögen dargestellt, und schlichtweg zu weich gezeichnet, so dass das Bild hier leicht unnatürlich wirkt. Deutlich besser gefällt uns die Kamerafahrt auf ein religiöses Gebäude zu, hier kommt es nur zu geringem Scalingrauschen, die gesamte Kamerafahrt wirkt ruhig und recht stabil. Auch die goldene Büste wirkt sehr scharf und klar durchzeichnet, die beiden Instrumentalisten und die in den Hang hineingebauten Gebäude stellt der C5500 prima dar. Die Glasperlenkette, die die alte Frau durch die Hand gleiten lässt, zeugt von guter Detaillierungsarbeit. 

Und wie sieht es beim 007-Film „Ein Quantum Trost“ aus? Hier donnert der britische Doppelnull-Agent mit einem 12-zylindrigen Aston Martin DBS und wichtiger Geisel im Kofferraum rund um den oberitalienischen Gardasee, gejagt von Gangstern in Alfa Romeo 159. Der Changhong bringt hier eine Leistung, die durchaus die ansteigende Formkurve des chinesichen TV-Giganten zeigt. So wirken Bewegungen relativ flüssig, ab und zu allerdings ist leichtes Ruckeln zu sehen. Detailbilder wie die der Alu-Pedalerie des Aston Martin oder des Schalthebels des englischen Supersportlers kommen scharf und klar heraus. Nicht optimal werden die Dächer von Siena wiedergegeben, als 007 mit dem arg ramponierten DBS einfährt. Unten in den Katakomben dann sieht man etwas mehr Rauschen, als auf der BD zweifelsohne schon enthalten ist, gerade am Revers von Bonds Sakko.

Der Schwarzwert liegt im Mittelfeld, ist nicht schlecht, in der Katakomben-Szene kann es aber durchaus auch noch mehr Tiefe im Schwarz und mehr Differenzierungsvermögen geben. Typisch Edge – die leicht inhomogene Bildhelligkeitsverteilung. In der oberen rechten Ecke war ein zu heller Hot Spot sichtbar. Dies ist aber keinesfalls ein Changhong-Problem, sondern von nahezu allen Edge-Geräten her bekannt.

Prima wird der sandige Boden während des historischen Pferderennens dargestellt, auch die Kostüme der Teilnehmer kommen tadellos heraus. Als 007 aus den Katakomben nach oben kommt, wird der Asphalt sehr präzise und recht scharf wiedergegeben. Das alte Gebäude mit der Ziegelsteinfassade, das von außen kurz sichtbar wird, zeigt nur geringe Schwächen bei der Wiedergabe, die Ziegelsteine werden mit lediglich geringer Rauschneigung und sauberer Differenzierung auf den Screen gebracht. Bei der großen Kircheglocke geht die Jagd in die nächste Runde, und wieder werden die Ziegelsteine klar und scharf präsentiert. Der Kampf auf dem Baugerüst gefällt ebenfalls in wesentlichen Zügen, Bonds Pistole auf dem Boden und die zahlreichen Glassplitter sehen sehr realistisch aus. Panoramaaufnahmen wiederum wirken nicht so perfekt durchmodelliert hier erscheinen einzelne Objekte als etwas zu weich gezeichnet. 

Changhong UHD42C5500 Front Seitlich3

Insgesamt zeigt Changhongs UHD-TV beim ersten Kennenlernen durchaus vielversprechende Ansätze. Gute Verarbeitung, moderne und schnörkellose Optik, optisch teilweise sehr attraktiv gestaltete Menüs, ordentliche Smart TV-Plattform und insgesamt gute Bildqualität sind die zu nennen Schlüsselfaktoren. Natürlich bietet die Bildwiedergabe noch Potential, noch präzisere Farben mit etwas geringerer Farbtemperatur, etwas mehr Detailkontrast und eine höherwertige Frame Interpolation steht hier auf unserem Wunschzettel. Allerdings ist es insgesamt sehr positiv hervorzuheben, welche Fortschritte Changhong hinsichtlich der Performance der hauseigenen TVs macht. 

Vorstellung: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlicht
Datum: 03. März 2015

 




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