TEST-Update: Aktiv-Subwoofer SVS SB12-NSD

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Wir holen den Test des SVS-Subwoofers SB12-NSD noch einmal aus der Versenkung! Bereits 2013 haben wir den kompakten und dennoch hochleistungsfähigen Aktiv-Woofer in Kombination mit Ultra Bookshelf Regallautsprechern von SVS in einer 2.1-Konfiguration getestet. Nur für den Subwoofer waren damals 749 EUR fällig, für die gebotene Leistung schon damals ein fairer Preis. Jetzt kann man die letzten seiner Spezies zu einem absoluten Knallerpreis ergattern. GROBI hat den gesamten Restbestand von SVS erstanden und will damit die Heimkinos anspruchsvoller Hörer mit hohem Preisbewusstsein mit exzellenter Tieffrequenz-Performance ausstatten.

Über 2.000 Stück dieses Ausnahme-Subs wurden in Deutschland bereits verkauft. Wer noch in den Genuss der kompakten Bassgewalt kommen möchte, sollte jetzt zuschlagen. GROBI gibt den SVS SB12-NSD für 448 EUR aus den Händen. In diversen Paketangeboten kann man ihn sogar noch günstiger erbeuten. Direktlink zur Aktion!

Auch 2017 gilt noch immer: Der SVS SB12-NSD ist trotz seiner vergleichsweise kompakten Abmessungen ein extrem leistungsfähiger Subwoofer mit enormer Kraft, Nachdrücklichkeit und Souveränität bei hohen Pegeln. Ein exzellenter Tiefgang und gleichzeitig hohe Präzision sind ebenfalls mit von der Partie.

Folgend unser damaliger Test der 2.1-Kombination mit vielen Infos zum SVS SB12-NSD:

SVS offeriert anerkannt leistungsstarke aktive Subwoofer, wie z.B. den SVS PB13 mit 1000 Watt RMS. Nun werden in Deutschland von SV-Sound auch hochwertige Regallautsprecher zum Paarpreis von 999 EUR (Onlinestore) angeboten – die Ultra Bookshelf Regallautsprecher. Möchte man die beiden Boxen zu einem leistungsstarken 2.1 System für gehobene Ansprüche ausbauen, empfiehlt SVS den aktiven Bass SB12-NSD als Ergänzung. Für das gesamte Paket in 2.1 Konfiguration in hochglänzendem Schwarz werden 1.699 EUR in Rechnung gestellt. 

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Die Bassreflex-Regallautsprecher sind mit Abmessungen von 38 cm (Höhe) x 21,6 cm (Breite) x 25,5 cm (Tiefe) durchaus als respektabel zu bezeichnen. Sie sind optisch wahrnehmbar und nicht zu klein, gleichzeitig stören sie aber die Architektur des Raumes, in dem sie Aufstellung beziehen, nicht über Gebühr. Das Hochglanzfinish sieht ordentlich aus, hier muss man aber hinzu fügen, dass es nochmals deutlich hochwertiger geht, mit höherer Materialqualität und besserer Tiefenwirkung. Das Lautsprechergehäuse besteht aus relativ dickem MDF. Die Chassis der Regallautsprecher sind passgenau eingefügt, die spezielle Formgebung der Schallwand sorgt für hohen Wiedererkennungswert. Unter den Boxen sind kleine Gummifüße anzubringen, danach rutschen die Lautsprecher nicht und stehen solide. Mit 5 Jahren Garantie dokumentiert SVS das Vertrauen ins eigene Produkt, das Gewicht von 17 kg pro Lautsprecher zeigt, dass hochwertige Technik zum Einsatz kommt. Die Ultra Bookshelf ist für die Zusammenarbeit mit Verstärkern von 20 bis 150 Watt konzipiert und gibt sich damit sehr flexibel. Der 16,5 cm messende Tiefmitteltontreiber mit Glasfasermembran und Alu-Druckgusskorb sowie belüfteter Schwingspule für hohe Belastbarkeit wird von einem 2,55 cm Aluminium-Hochtöner ergänzt. Vorn gibt es eine abnehmbare Stoffbespannung, der Stoff ist faltenfrei aufs Kunststoffgitter gezogen. Die Bassreflexöffnung ist auf der Lautsprecherrückseite, damit sollte man die Ultra Bookshelf nicht direkt an die Wand stellen. Damit die Chassis auch perfekt versorgt werden können, baut SVS eine hochwertige Frequenzweiche ein. Der Frequenzgang reicht von 45 Hz bis 32 kHz (bei +/- 3 dB), die Lautsprecher weisen eine Impedanz von 8 Ohm auf. Die Empfindlichkeit liegt bei 87 dB (2,83 V @ 1 m).

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SVS SB12-NSD

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Rückseite

SVS_SB-12NSD_AufnahmeLSAbdeckung

Detail

SVS_SB-12NSD_AnschluesseBedienelementeRueckseite

Line On, Line Out, High Pass-Ausgang. Regler für Phase, Tiefpassfilter, Pegel. Kippschalter für die Automatikfunktion

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Endstufe im Detail

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Trotz digitaler Endstufe großzügige Kühlelemente für höchste Belastbarkeit

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Sorgfältiger und übersichtlicher Aufbau

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Endstufe: Gesamtübersicht. Keine herumhängenden Kabel, typisch für digitale Endstufen kommt ein Schaltnetzteil zum Einsatz

Der SB12-NSD in passender schwarzer Hochglanzausführung kostet einzeln im Onlineshop 799 EUR und wiegt 16 kg. Mit quadratischen Abmessungen von 37 x 37 x 37 cm ist er noch gut unterzubringen. Mit 800 Watt kurzzeitiger Spitzenleistung und 400 Watt nach RMS werden eindrucksvolle Werte abgeliefert. 5 Jahre Garantie gibt es auf die Lautsprechertechnik und 2 Jahre Garantie auf die Elektronik. Satten, reinen Bass garantiert das ordentlich verarbeitete dicke MDF-Gehäuse mit speziellen Verstrebungen. Der 30 cm Tieftöner realisiert einen enormen Tiefgang, die Membran besteht aus Aluminium, das sehr leicht und gleichzeitig steif ist. Der Aluminium-Korb des Chassis ist pulverbeschichtet, die Langhub-Zentrierspinne, die hochwertige Gummisicke und die hoch belastbare Schwingspule sorgen für hohe Pegelfestigkeit und tadellose Langzeitstabilität. Die eingebaute digitale Class D-Endstufe hört auf den Namen „STA-400D Sledge“ und arbeitet mit hoher Effizienz, da bei digitalen Endstufeneinheiten kaum Verlustwärme freigesetzt wird. Zudem bauen sie deutlich kleiner und brauchen keine ausladenden und schweren Transformatoren – wie es bei analogen Endstufen der Fall ist. Das 30 cm Chassis wird von einem ausladenden Magnetsystem mit doppelten Magneten ergänzt.

Klang in Kombination mit den SVS Ultra Bookshelf Regallautsprechern

Bei „Romanza“ (48 kHz PCM-Stereo, BD) von Andrea Bocelli kann uns das SVS-2.1-Set beweisen, dass es nicht nur laut, sondern auch differenziert aufspielen kann. Und diese Bewährungsprobe gelingt durchaus mit Überzeugungskraft: Die beiden Regallautsprecher bieten eine lebendige und tonal stimmige vokale Wiedergabe. Die Trennung der Stimme von den Instrumenten ist tadellos, und die Streicher klingen angenehm, ohne einen faden Beigeschmack aufzuweisen. Zudem löst sich der Klang recht gut von den Lautsprechern. Der aktive Subwoofer bringt sich mit räumlich dichtem Fundament gekonnt ein, ohne „zu dick“ aufzutragen. Bei der Stereotonspur der Tiesto-BD, Disc 2, und dem Track „Back In Your Head“ gibt das SVS-System richtig Gas und präsentiert einen enorm nachdrücklichen, standfesten Bass, der auch bei hohem Pegel nicht aufweicht oder einbricht. Die Regallautsprecher arbeiten die durchaus vorhandene vokale Aggressivität sauber heraus, ohne überanstrengt zu wirken. Die elektronischen Effekte lösen sich gut von den Regallautsprechern, die eine natürliche, prägnante Darstellung erlauben und durchaus auch mal etwas scharf werden können – für sensible Naturen weniger geeignet, für den Hörer, der gern forsch und nachdrücklich seinen Lieblingsstücken lauscht, ist das System hingegen sehr gut geeignet. Dabei wird kein oberflächlicher Krach geboten, vielmehr gelingt es dem SVS-Set, auch bei hohem Pegel noch Struktur in die Wiedergabe zu bringen. 

Nicht wenige Anwender können für die Filmtonwiedergabe kein 5.1 Set aufstellen, sondern müssen sich aus räumlichen Verhältnissen mit 2.1 begnügen. Andere Interessenten fragen sich, ob sie gut 1.500 EUR lieber in ein günstigeres 5.1 Set oder in ein teureres 2.1 Ensemble investieren sollen. Daher haben wir uns das SVS-Set auch bei der Filmtonwiedergabe angehört und wählten als BD „Ein Quantum Trost“ aus (Downsampling auf PCM). Direkt zu Beginn werden wir Zeuge einer wilden Verfolgungsjagd rund um den Gardasee, bei dem 007 im 12-Zylinder-Supersportwagen Aston Martin DBS von schießwütigen Killern in schwarzen Alfa Romeo 159 verfolgt wird. Mit massiver Wucht gibt der aktive Subwoofer Aufprallgeräusche und MP-Salven wieder. Die beiden Regallautsprecher nehmen sich den peitschenden Schüssen, dem reichlich zersplitternden Glas und den quietschenden Reifen sowie den Motorengeräuschen an. Hier zeigt sich, dass die beiden Ultra Bookshelf eine sehr klare und prägnante Wiedergabe an den Tag legen, mit einem recht dominanten Hochtonbereich, der sich immer wieder in Erinnerung bringt. Räumlich ist die Hochtonwiedergabe gelungen, was man auch beim Titelsong merkt, der nach der nervenaufreibenden Hatz durch Oberitalien präsentiert wird. Das Hi-Hat vom Schlagzeug kommt schnittig daher, von unten schiebt der kraftvolle Subwoofer, der gleichzeitig auch eine untadelige Präzision mitbringt. Die etwas ruhigere Sequenz in London mit vom Himmel prasselnden Regen zeigt, dass die Räumlichkeit gut ist. Stimmen erscheinen sehr gut eingebunden, neigen aber minimal zum Zischeln. Die kurze, aber heftige Schlägerei im Hotel auf Haiti wird nachdrücklich in den Raum geworfen, auch hier aber kommt die ausgeprägte Prägnanz im Hochtonbereich wieder zum Vorschein.  Pegelfestigkeit und Nachdrücklichkeit des SVS-Sets liegen über dem, was man von preiswerten kompletten 5.1-Sets erwarten kann. 

Die 96 kHz FLAC-Datei des Diana Krall-Hits „Stop This World“ kommt mit guter Stimmwiedergabe und tadellos eingearbeitetem Piano zum Ausruck. Auch kleine dynamische Differenzen werden berücksichtigt. Wer es nicht mit dem Pegel übertreibt, hat auch keinerlei Probleme mit zu aggressiver Hochtonwiedergabe. Die Anschlagdynamik des Klaviers arbeiten die Bookshelf-Lautsprecher erstaunlich sicher heraus und sorgen damit für eine bis in Einzelheiten durchweg lebendige Wiedergabe. Nils Landgren hat mit dem Album „Funky Abba“ eine interessante Neuinterpretation legendärer ABBA-Hits geschaffen. Bei „Money Money Money“ arbeitet das SVS-Ensemble den relaxten Beat, die Stimme und die einzelnen Instrumente mit akkurater Trennung heraus und kann auch hier wieder mit einer wirklich überzeugenden Feindynamik gefallen. Das hätten wir in dieser Ausprägung nicht erwartet, US-amerikanische Boxen stehen hier in dem Ruf, nichts wirklich Gutes zu offeriere. Dass derartige Vorurteile meistens Unsinn sind, zeigt die Ultra Bookshelf, die auch einen durchaus wahrnehmbaren und gut integrierten Mitteltonbereich aufweist und daher nicht mit einer übertriebenen „Badewanne“ für Unbehagen beim anspruchsvollen Hörer sorgt. Auch „Knowing Me, Knowing You“ ertönt mit Facettenreichtum und tadelloser Lebendigkeit. Claude Debussys „La Mer“ ist ein Musikstück, das hohe Ansprüche an das Equipment stellt und kleinste feindynamische Nuancen enthält (FLAC 192 kHz File). Hier zeigen die SVS Regallautsprecher, dass sie auch komplex aufgebaute Gefüge verarbeiten können und kleine Details mit sauberer Differenzierung herausarbeiten können. Wir waren positiv überrascht, mit einer so kultivierten und umfassenden Wiedergabe hätten wir bei diesem Stück nicht gerechnet. Den langsamen Aufbau, der das stetige Hinzufügen weiterer akustischer Elemente umfasst, gibt das 2.1 Set glaubwürdig wieder. Ganz andere Talente sind bei „Past Is Dead“ von True Religion (88,2 kHz FLAC) gefragt – hier geht es nach ruhigerem Auftakt fetzig und nachdrücklich zu. Der schnelle Rhythmus wird präzise in den Hörraum getragen, die E-Gitarren und die Stimme des Sängers kommen ausgezeichnet heraus. Von unten schiebt der aktive Subwoofer präzise an und sorgt auch im größeren Hörraum für passenden tieffrequenten Support. Ohne Probleme kann man das SVS-Ensemble auch in Hörräumen um die 22 bis 25 Quadratmeter einsetzen, die Leistungsreserven reichen aus. Der Wirkungsgrad der beiden Regallautsprecher erweist sich in der Praxis als voll befriedigend. 

Fazit

SVS bietet mit der Kombination aus den Ultra Bookshelf-Lautsprechern und dem kompakten, sehr leistungsstarken SB12-NSD Aktivsubwoofer ein außerordentlich pegelfestes und dynamisches 2.1 System an, das man für Musik- und Filmtongenuss gleichermaßen gut verwenden kann. Der Hochtonbereich erscheint bei hohem Pegel recht dominant, was sensible Naturen etwas stören dürfte. Wer es gern forsch mag, wird hingegen keinerlei Probleme mit dieser Auslegung haben. Auflösungsvermögen, Räumlichkeit und Stimm-/Instrumentaltrennung sowie Effektwiedergabe bei Filmtonspuren sind ausgezeichnet und beweisen, dass es oftmals besser ist, ein sehr leistungsfähiges 2.1 Set als ein sehr preiswertes 5.1 Ensemble zu verwenden.

Grob – wie feindynamisch sehr gutes 2.1 System mit exzellentem aktiven Subwoofer
ueberragend
09. April 2013

 

Test-Update: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 08.03.2017




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