TEST: Teufel 7-Kanal Vor/Endstufen-Kombination „Complete 7“ – kompakt verpackte Kompentenz für alle akustischen Aufgaben?

Teufel AmpStation DecoderStation 7 Gruppenbild1

Wir haben Teufels DecoderStation 7 sowie die AmpStation, im Paket als „Complete 7“ für aktuell 1.750 EUR erhältlich, bereits im Teufel LT5 Complete Set getestet. Nun wird es Zeit für einen Einzeltest, denn die beiden „diabolischen Komponenten“ eignen sich auch gut zur Kombination mit anderen Lautsprecher-Sets. Schließlich findet sich kaum etwas Vergleichbares auf dem Markt: Kompakte Mehrkanal-Vorstufen plus passender Endstufe sind äußerst selten zu finden, nur 27 cm breit sind die beiden Teufel-Komponenten. Und bezieht man dann noch den Kaufpreis von 1.750 EUR mit ein, so dünnt sich das Feld so weit aus, dass man sagen kann: Was hier aus Berlin kommt, hat derzeit keine Konkurrenz. Teufel liefert überdies alle erforderlichen Kabel mit – der Überblick über den Lieferumfang:

  • Lieferumfang
    1 x AM-Antenne für Decoderstation 7
    1 x FM-Antenne für Decoderstation 7
    1 x Netzteil für Decoderstation 6/7
    1 x DecoderStation 7 Steuergerät
    1 x Fernbedienung Decoderstation 7 (inkl. Batterien)
    1 x AmpStation
    1 x Netzteil für AmpStation
    1 x Teufel-Link-Verbindungskabel für AmpStation
    1 x 15 m Lautsprecherkabel C4515S
    1 x 30 m Lautsprecherkabel C4530S
    2 x 5,0 m Subwoofer-Kabel C3550W
    5 x Bananenstecker C8502P (Paar)
    1 x 1,5 m HDMI-Kabel 1.4 C1515V
    2 x Stereo-Cinch-Kabel 0.5m – C7005A
    1 x Mono-Cinch-Kabel 0.5m – C3005A
    1 x Cinch-Adapter 0,2m (2 Buchsen zu 1 Stecker) C5512C

Fürs investierte Geld bekommt der geneigte Käufer demnach eine Menge an Zubehör mitgeliefert, das ist alles andere als selbstverständlich. 

Teufel DecoderStation 7 Rueckseite Seitlich

Gutes Anschluss-Sortiment bei der DecoderStation 7

Teufel DecoderStation 7 Anschluesse Rueckseite3

HDMI-Anschlüsse nach 1.4a-Standard. Hier wäre für die nächste Generation der Standard HDMI 2.0a mit voller 4K-Kompatibilität und HDCP 2.2 wünschenswert

Teufel DecoderStation 7 Anschluesse Rueckseite2

USB-Port für Service-Zwecke

Teufel DecoderStation 7 Anschluesse Rueckseite1

Pre-Out für den Anschluss an die AmpStation, 2 x koaxialer Digitaleingang, 1 x optischer Digitaleingang, 3,5 mm Audio, 2 x Stereo-Cinch

Teufel AmpStation Rueckseite Seitlich

AmpStation von hinten

Die Optik gefällt, auch die zwei VU-Meter der AmpStation sind nett anzusehen, wenngleich der praktische Nutzen nicht zu hoch eingestuft werden sollte. 

Teufel DecoderStation 7 Front Seitlich1

DecoderStation 7 mit Decodern für Dolby TrueHD und DTS-HD

Teufel AmpStation Front Seitlich1

AmpStation 7 mit 800 Watt Gesamtleistung

Teufel AmpStation VU Meter

VU-Meter der AmpStation

Beide Teufel-Komponenten fallen durch die schicke Optik auf jeden Fall sehr positiv auf. Weder die DecoderStation 7 noch die AmpStation muss man im Rack oder im Schrank verstecken, beide Komponenten können aufgrund der eleganten Formensprache durchaus frei aufgebaut werden. Die recht engen Spaltmaße sowie der sogar gerasterter Lautstärke-Drehregler der DecoderStation 7 fallen positiv auf. 

Teufel DecoderStation 7 Bedienelemente Front1

Saubere Verarbeitung, gerasterter, nur leicht eiernder Lautstärke-Drehregler

Teufel DecoderStation 7 Bedienelemente Front2

Gute Passungen überall

Teufel DecoderStation 7 Display

Gut ablesbares Punktmatrix-Display der DecoderStation 7

Die AmpStation ist im Inneren ordentlich aufgebaut. 

Teufel AmpStation Innenleben Gesamt

Gesamtüberblick

Teufel AmpStation Innenleben1

Übersichtliches Platinenlayout

Teufel AmpStation Innenleben2

Im Detail

Teufel AmpStation Innenleben3

Stromversorgung 

Teufel verspricht 800 Watt Gesamtleistung, die von einer qualitativ hochwertigen Texas Instruments Class D-Digitalendstufe bereitgestellt wird. Die DecoderStation 7 decodiert DTS-HD Master Audio, Dolby TrueHD, DTS und Dolby Digital. Dolby Atmos und DTS:X fehlen, was dazu führt, dass in der Ausstattungswertung Abstriche hinzunehmen sind. Überhaupt verkörpert das Complete 7-Set eher den puristischen Standpunkt, betrachtet man die Ausstattung. Es gibt kein Lautsprecher-Einmesssystem, überhaupt wirken die gesamten Einstelloptionen fürs Lautsprecher-Management eher rudimentär und nicht so präzise, wie man es z.B. von D&M, Onkyo, Pioneer oder Yamaha her kennt. Das OSD ist sehr schlicht aufgebaut, hier merkt man doch, dass Teufel nicht das Budget wie die großen Anbieter hat, die mittlerweile grafisch aufwändige OSDs inklusive On-Board-Einrichtungsassistent (außer Yamaha, hier gibt es eine schöne App für die Hilfe bei der Ersteinrichtung) in nahezu allen Modellen anbieten. Teufel hat hier simple, rein aus Schrift bestehende Menüs. Die HDMI-Terminals entsprechen dem älteren Standard HDMI 1.4a. Hier wäre ein Upgrade auf HDMI 2.0a empfehlenswert für Teufel. Video-Bearbeitung findet in der DecoderStation 7 nicht statt – als einziges Feature würden wir uns hier ein mögliches Upscaling von FullHD auf 4K wünschen. 

Teufel DecoderStation 7 Fernbedienung

Fernbedienung

Als praxisgerecht erweist sich die ordentliche Fernbedienung, die leider nicht beleuchtet ist. Dafür überzeugt sie mit übersichtlichem Layout und einer guten Materialanmutung, so dass man sie gern zur Hand nimmt. Über „CH SEL.“ kann man im laufenden Betrieb übrigens schnell auf die Pegel der einzelnen Lautsprecher zugreifen und gegebenenfalls Korrekturen über die Level-/Level+ Tasten einleiten. Das ist durchaus praktisch. Im Zentrum des Navigationskreuzes befindet sich eine runde Taste mit einem weißen Punkt darauf, drückt man diese, ist man im OSD. Hier wäre eine klare Kennzeichnung einer „Setup“ oder „Home Menu“ Taste etwas besser gewesen. 

Teufel Varion 5.1 Set Raumfeld Connector Front

Optional für einen fairen Kaufpreis erhältlich: Der Raumfeld Connector 2

Dass Netzwerk-Funktionen fehlen, kann man schnell ändern: Für aktuell knapp 180 EUR kauft man den Raumfeld Connector mit dazu und hat für wenig Geld ein umfangreiches Angebot an Streaming-Funktionen, das Ganze wird mit einer komfortablen, zuverlässigen App gesteuert. 

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Sehr schlichtes Menü der DecoderStation 7, nicht nur, dass Grafiken fehlen, auch die Schriftart verrät, dass hier nicht die Kernkompetenz liegt

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Der Abstand wird in 25 cm Schritten eingegeben, das geht auch präziser

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Vorgefertigte Lautsprecher-Konfigurationen deuten es an: Die DecoderStation 7 ist eher für denjenigen gedacht, der das Setup schnell erledigt haben möchte 

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Pegel-Justierung

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Equalizer mit 9 Bändern, einstellbar für jeden Lautsprecher einzeln oder für alle Kanäle zusammen

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Bass- und Höhenregelung

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Dynamikkompression

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Surround-/Klang-Modi

Teufel_LT5_Complete_Menu_6

Audio-Zuordnung – hier sind die verschiedenen Anschlüsse aufgeführt

Klang

BD Mission Impossible, Rogue Nation, Deutsch Dolby Digital 5.1, Filmbeginn plus Sequenz in Wien:

Man muss schon kräftig aufdrehen am kleinen Drehregler der DecoderStation 7, um Heimkino-taugliche Pegel zu erhalten. Dann aber geht es entsprechend voran, und schnell vergisst man die kompakten Abmessungen der Teufel-Komponenten. Die Umgebungsgeräusche kommen gut heraus, als Benji auf der Wiese angefunkt wird. Die Windgeräusche kommen gut heraus. Die verschiedenen akustischen Ebenen werden gut voneinander getrennt. Der Music Score wird ebenfalls tadellos eingearbeitet. Die Front-Surround-Übergänge sind gelungen, und der aktive Subwoofer wird stimmig angesteuert – er fügt sich ausgezeichnet in die Gesamt-Klangkulisse ein. Stimmen sind klar verständlich und klingen natürlich. Als Ethan auf die startende Airbus-Militärmaschine zurennt, um an Bord zu kommen, steigt die Spannung. Eine dynamische Ausgestaltung der Effekte, der Music Score, die aufgeregte Stimme Ethans – all dies kommt prima heraus. Die Fluggeräusche während des Abhebens der großen Maschine mit dem „Paket“ an Bord wirken recht intensiv. Vergleicht man mit der englischen Dolby Atmos-Tonspur, die wir mangels Atmos-Decoder bei der Teufel-Kombi nicht wiedergeben können, so werden zwei Dinge klar: Nach wie vor kann man mit „klassischem“ 5.1 sehr gut leben und fühlt sich auch hier gut von Sound umgeben. Hört man aber dann die Atmos-Tonspur, so ist die zusätzliche Klangebene durchaus wahrzunehmen. Das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein, steigt durch die Über-Kopf-Ebene weiter an. Man taucht noch tiefer ins Geschehen ein und kann Effekte räumlich noch besser zuordnen. 

Wir springen ins 4. Kapitel, das in Wien spielt, zunächst in einer U-Bahn-Station. Benji kommt dort an, bekommt Instruktionen von Ethan und begibt sich anschließend zum Opernhaus. Dort wird heute abend „Turandot“ von Giacomo Puccini gegeben, und auch der österreichische Bundeskanzler ist vor Ort. Der Dialog zwischen Ethan und Benji wird tadellos wiedergegeben, die Fahrgeräusche des U-Bahn-Zuges ebenfalls. Kurze Zeit später dann hören wir das Blitzlichtgewitter vor dem berühmten Wiener Opernhaus, auch das wird räumlich dicht von der Teufel-Kombination eingearbeitet. Teurere AV-Komponenten bringen noch etwas mehr Prägnanz in die Konturen, hier merkt man schon, dass eine größere Investition auch akustisch noch mehr bringt. Für rund 1.750 EUR aber agiert das Complete 7-Set sehr engagiert, vor allem gefällt uns der runde, umfassende Sound, der auch Einzelheiten gut berücksichtigt – das Aufschließen einer Tür, das Drücken verschiedener Tasten – all das arbeitet Complete 7 sehr gut ein. Auch das Stimmen der Instrumente, kurz bevor „Turandot“ startet – das Complete 7 kommt mit allen Arten musikalischer Elemente sehr gut zurecht. Als die Oper beginnt und Auszüge daraus wiedergegeben werden, erweist sich das Teufel Vor-/Endstufen-System als allzeit kompetenter Partner. Die Streicher kommen klar und mit guter Auflösung, aber nicht zu aggressiv heraus. Die unterschiedlichen klanglichen Ebenen – die Oper auf der einen Seite, die Dialoge zwischen Benji und Ethan auf der anderen Seite – werden zum einen sauber getrennt, zum anderen aber prima zu einem gesamtheitlichen Klangerlebnis zusammen gefügt. Die Vorgänge hinter der Bühne, als Ethan in eine Schlägerei mit dem Killer gerät, und als Ilsa Faust ihre Waffe zusammensetzt, arbeitet das Complete 7 gekonnt heraus. Die maximal möglichen Pegel sind beachtlich, aber hier ist verständlicherweise noch Luft nach oben. Betrachtet man aber, dass es sich um derartig kompakte Komponenten handelt, so ist es ohne Zweifel lobenswert, welche Lautstärken hier erzielt werden können. Die Pegel sind auch in Verbindung mit einem großen Lautsprecher-Set sehr anständig, gerade für den Einsatz im Wohnzimmer eignen sich die DecooderStation 7 und die AmpStation sehr gut. Dynamische Differenzen kommen authentisch heraus, und die Stimmen der Opernsänger und Opernsängerinnen wirken lebendig und überzeugen mit recht feiner Struktur. 

BD James Bond 007, Ein Quantum Trost, ab Filmbeginn, DTS-HD Master Audio englisch:

Das Complete 7 stellt beim 007-Film seine akustische Kompetenz überzeugend unter Beweis. Direkt zu Beginn ist 007 mit seinem Aston Martin DBS in eine wilde Jagd rund um den Gardasee verwickelt. Killer trachten ihm und der wertvollen Geisel im Gepäckabteil des Sportwagens nach dem Leben, Schusssalven aus den schwarzen Alfa Romeo 159 Limousinen verfolgen Bond. Es kommt zu spektakulären Crashs, hinzu kommt der kraftvolle Music Score – es gibt viel zu tun für AmpStation und DecoderStation 7. Mit einer ausgewogenen Front-Surround-Balance und einer sehr guten Trennung von Effekten, Stimmen und dem MUsic Score beweist das Complete 7 auch hier seine enorme akustische Reife. Die beiden Teufel-Komponenten liefern sicherlich auch eine tadellose Grobdynamik ab, das Besondere ist aber, wie nahtlos das gesamte akustische Geschehen ineinander greift. Dieses Lückenlose, Umfassende, das ist der große Vorteil der Berliner Vor-/Endstufen-Kombination. Zudem ist auch das Auflösungsvermögen gut, was man z.B. merkt, als der Land Rover der Carabinieri in das Backsteingebäude donnert. Die nun folgende ruhigere Sequenz, als 007 mit dem arg ramponiertenn Aston Martin in Siena einrollt, verdeutlicht, dass dank des kultivierten Klangs des Complete 7 auch solche Parts ihren Reiz haben. In den unterirdischen Gängen und Räumlichkeiten arbeitet das Complete 7 die leicht hallbetonte Klangcharakteristik akkurat heraus.

Auch die dynamischen Differenzen – an der Oberfläche findet in Siena gerade der „Palio“, ein traditionelles Pferderrennen, statt, während im Untergrund die Dialoge zwischen White und den MI6 Mitarbeitern zu hören sind -, werden gut berücksichtigt. Dann entpuppt sich Mitchell als Verräter, erschießt White, eröffnet auf Bond und M das Feuer und flüchtet. 007 hastet hinterher, und Mitchel klettert an die Oberfläche und rennt mitten durch die Zuschauermenge. Schüsse fallen, verzweifelte Schreie sind zu hören. Das Complete 7 behält stets die akustische Übersicht und baut ein facettenreiches Klanggeschehen auf. Effekte sind einwandfrei zu orten, und die Räumlichkeit ist ausgezeichnet. Der britische Doppelnull-Agent jagt weiter hinter Mitchell her, die beiden Männer rennen über wackelige Dächer und landen schließlich in einem alten Kirchturm, der gerade saniert wird. Das Läuten der Glocke, das einstürzende Baugerüst, die Schüsse – all dies ist ein effektgeladener Cocktail, der räumlich klar und sauber aufbereitet wird. Das Niveau der Teufel Vor-//Endstufenkombination ist demnach auch in dieser Sequenz hoch. Als gut bis sehr gut kann man auch die Pegelfestigkeit bezeichnen, zu loben ist, dass es auch bei beträchtlicher Lautstärke nicht zu Verzerrungen beziehungsweise Dynamikeinbußen kommt. 

BD a-ha, The Final Concert, Live at Oslo Spektrum, 04. Dezember 2010, DTS-HD  Master Audio, Tracks: The Sun Always Shine On TV,  Stay  On These Roads:

Wir stellten schon bei den vorangehenden Beispielen fest, dass Teufels Complete 7 auch ausgezeichnete musikalische Qualitäten mitbringt. Bei den beiden a-ha-Titeln wird diese Aussage weiter unterfüttert. Die sehr gute Stimmwiedergabe der Stimme von Leadsänger Morten Harket ist ebenso zu loben wie die sehr gute Herausarbeitung aller Instrumente. Ganz gleich, ob der Synthesizer oder das Schlagzeug, mit sehr gutem Aufbau und einer feinfühligen Differenzierung der einzelnen Instrumente voneinander weiß die Vor-/Endstufen-Kombination stets zu überzeugen. Den Klang kann man als kraftvoll und kultiviert umschreiben, durch diese homogene, in sich schlüssige Klangcharakteristik werden viele potentielle Interessanten angesprochen. Und es dürfte schwer sein, auf dem Markt etwas Vergleichbares zu finden. Teufel hat hier eine Nische gefunden, in der kaum jemand sonst ist – eine klangstarke, kleine Vor-/Endstufenkombination, die auch noch richtig gut aussieht.

BD Andrea Bocelli, Vivere – Live In Tuscany, PCM 5.1. Tracks: Canto Della Terra, Duett mit Sarah Brightman, Bellissime Stelle:

Die Stimmen werden auch hier wieder hervorragend präsentiert. Beim Duett Andreas mit Sarah Brightman stellen wir fest, dass es keine Rolle spielt, ob weibliche oder männliche vokale Elemente – das Complete 7 beeindruckt mit Impulstreue, toller Auflösung und sehr guter Feindynamik. Die echte, realistische Räumlichkeit sorgt dafür, dass der Live-Charakter des Konzertes in gelungener Art und Weise herausgestellt wird. Die Beifallsbekundungen der Fans wirken lebendig und sind sehr gut eingebunden. Erst bei sehr hohem Pegel sind minimale Verzerrungen herauszuhören, wenn Andrea seine Stimme erhebt. Dies passiert aber erst, wenn man mehr als 90 Prozent des maximal möglichen Pegels ausschöpft. Die Leistungsreserven der AmpStation reichen im Übrigen aus, um auch den gut 25 Quadratmeter messenden Hörraum noch angemessen zu beschallen. 

Fazit

Teufel AmpStation DecoderStation 7 Gruppenbild1

Das Teufel Complete 7-Set kann sich durch hohe Impulstreue, sehr gutes Auflösungsvermögen, eine nahtlose, in sich stimmige Klangkulisse und durch die authentische, fein gestaffelte Räumlichkeit überragend in Szene setzen. Für die kompakten Abmessungen sind die Leistungsreserven ausgezeichnet. Durch die schon erwähnte Auslegung eignet sich das Complete 7 für die Filmtonwiedergabe ebenso gut wie für die Präsentation von Musik. Die Teufel-Komponenten weisen eine gute, aber keine überbordene Grobdynamik auf. Bei sehr mächtigen Effekten könnte noch etwas mehr Spritzigkeit vorhanden sein. Das nehmen wir aber gern in Kauf, wenn man betrachtet, wie rund und homogen das Set ansonsten klingt, exzellent auch zum mehrstündigen Hören geeignet. Verglichen mit dem Establishment – hier bekommt man für 1.750 EUR auch schon hochwertige und ausgewachsene AV-Receiver – sprechen die kompakten Abmessungen und der überaus angenehme, feine Klang für das Teufel-Ensemble. Trotz fehlendem Lautsprecher-Einmesssystem und trotz fehlender Decoder für Dolby Atmos und DTS:X wird dieses schicke, ausgewogene Vor-/Endstufen-Set gewiss seine Liebhaber finden. Wir sind jedenfalls beeindruckt, wie reif und wie gekonnt die DecoderStation 7 und die AmpStation auftreten. Für das „Erstlingswerk“ im Berich der Mehrkanal-Vor-/Endstufen-Kombinationen eine Leistung, die enormen Respekt verdient. Mit einigen Verbesserungen – Decoder für DTS:X und Dolby Atmos, HDMI 2.0a-Terminals, Video-Upscaling von FullHD auf 4K- könnte Teufel für einen Paukenschlag sorgen und sich an der Klassenspitze bis 2.000 EUR in Position bringen. 

Die Teufel Complete 7-Kombination begeistert durch hohe akustische Harmonie, feine Auflösung und eine authentische Räumlichkeit
ueberragend
Mehrkanal-Vor-Endstufenkombinationen Obere Mittelklasse
Test 26. Juli 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 26. Juli 2016




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