TEST: Strong Elixia – Günstiger Lader für Wegwerfbatterien und Akkus

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Wiederaufladbare Akkus gehören ins Ladegerät, konventionelle Batterien in den Mülleimer – oder doch nicht? Der Receiver- und Zuberhörhersteller „Strong“ hat mit dem „Elixia“ ein Ladegerät sowohl für Wegwerfbatterien als auch Ni-Cd- und Ni-MH-Akkus im Programm. Wir haben uns das kompakte Gerät und zugleich ein paar gebrauchte Batterien geschnappt und prüfen, was das „Elixia“ noch aus unseren Batterien herausholt, die sonst direkt in den Müll gewandert wären. Man muss natürlich stets bedenken, dass gewöhnliche Alkaline-Batterien grundsätzlich nicht zum Laden gedacht sind. Allerdings soll man mit dem Strong Elixia durchaus eine Verlängerung der Lebensdauer erreichen können.

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Das „Elixia“ macht einen soliden Eindruck

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Kontakte im Detail

Äußerlich macht das Ladegerät einen sehr soliden Eindruck. Es besteht, wie die meisten kompakten Geräte, aus Kunststoff und zeigt eine ähnliche Form wie konventionelle BC-Geräte, die beispielsweise im Baumarkt zu finden sind. Mit einem Netto-Gewicht von gerade mal etwas über 100g und Abmessungen von 70 x 28 x 120mm (BxTxH) zählt es definitiv zu den sehr kompakten Ladern. Batterien und Akkus mit einer maximalen Kapazität von 2700 mAh werden geladen. Der maximale Ausgangsstrom überschreitet 350 mA nicht, alle vier Slots können aber gleichzeitig mit diesem Wert versorgt werden. Die Ladezeit hängt dann natürlich von der Kapazität der Akkus ab, bei hohen Kapazitäten über 2200 mAh müssen die Akkus möglicherweise zwei mal hintereinander geladen werden.

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Status-LEDs

Eine Display-Anzeige gibt es aber nicht, lediglich LEDs über jedem der vier Batterie-Slots geben Auskunft über den aktuellen Status. Dabei zeigt die Farbe Rot an, dass die Batterie geladen wird, Grün verkündet das Ende des Ladezyklus und eine hoffentlich wieder betriebsfähige Batterie. Ein Erlischen der LED besagt nichts gutes, die Batterie ist vermutlich in irgendeiner Art & Weise beschädigt oder schlichtweg zu alt. In das Gerät passen insgesamt vier Batterien oder Akkus, entweder im AA- oder im kleineren AAA-Format, andere Formate passen nicht hinein.

Die Handhabung ist in der Tat sehr einfach. Da weder ein spezifischer Ladestrom oder sonstiges manuell am Gerät eingestellt werden muss, bleibt lediglich das Einlegen der Batterien in den Lader. Wir haben uns zwei AA-Batterien vorgeknöpft. Eine davon komplett leer, die andere im letzten Drittel ihres eigentlichen Lebenszyklus. Nach einem etwa 1-stündigen Ladevorgang können wir keine ungewöhnliche Wärmeentwicklung feststellen. Ein eingebauter Überhitzungsschutz und Sicherheitsmechanismus sorgt hier aber ohnehin für ein ruhiges Gewissen.

Knappe vier Stunden dauerte der Ladevorgang unser geschwächten Batterien, die wir zeitgleich in das Ladegerät eingelegt haben. Auch der unterschiedliche Ladezustand der Batterien scheint keinen Einfluss auf die Ladedauer zu nehmen, und auch nachdem wir die „fertigen“ Batterien wieder eingelegt haben, legt der Lader direkt wieder los. Das legt nahe, dass hier keine internen Messungen vorgenommen werden, sondern lediglich der jeweilige Batterie-Typ automatisch erkannt wird und dann die programmierte Ladung erfolgt. Jetzt geht es ums Ganze, wie sieht es mit dem Zustand der Batterien nach dem Laden aus? Kurz und knapp: Sehr gut! Unser Batterie-Tester zeigt beide Batterien liegen im grünen Bereich. Interessanterweise zeigt die Batterie, die komplett verbraucht war, wieder vollen Ausschlag an und diejenige, die vorher noch etwas Leben in sich hatte, liegt etwas darunter. Sicher kommt es auch auf die innere chemische Zusammensetzung an, wie stark die leere Batterie von der Wiederaufladung profitiert.

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Platz für maximal vier Batterien/Akkus

Das Strong Ladegerät für Wegwerfbatterien und Akkus leistet solide Dienste. Wer natürlich hochwertige Akkus laden möchte und auf genauere Überwachung sowie präzise Einstellungen des Ladestroms etc. wert legt, der muss zu anderen Geräten mit Display greifen. Für unkompliziertes Laden aber eignet sich das Strong Gerät sehr gut. Zudem wird eigentlich verbrauchten Alkaline-Batterien, die sonst auf den Müll wandern würden, neues Leben eingehaucht. Die Verarbeitung ist in diesem Preisbereich absolut in Ordnung, das Handling kinderleicht und Flexibilität dank Alkaline, Ni-MH und Ni-Cd-Ladung gegeben. Für 34,90 erhält man einen kompakten, unkomplizierten und günstigen Lader.

Günstiges und unkompliziertes Ladegerät für Wegwerfbatterien und Akkus
sehrgut
Zubehör
19.01.2015

+ Lädt Ni-MH, Ni-Cd und Alkaline-Wegwerfbatterien
+ Völlig unkompliziertes Handling
+ Automatische Erkennung des Batterietyps
+ Lädt vier Batterien/Akkus simultan
+ Kompakt

– keinerlei Einstellungsmöglichkeiten
– max 350 mA x 4 Ladestrom

 

Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich




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